{"id":2453,"date":"2026-04-30T21:17:47","date_gmt":"2026-04-30T19:17:47","guid":{"rendered":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/?p=2453"},"modified":"2026-04-30T21:17:47","modified_gmt":"2026-04-30T19:17:47","slug":"heimatlos-in-zwei-sauberen-baracken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/2026\/04\/30\/heimatlos-in-zwei-sauberen-baracken\/","title":{"rendered":"Heimatlos in zwei sauberen Baracken."},"content":{"rendered":"\n<p style=\"font-size:23px\"><strong>So lebten die ersten Bunzlauer in Siegburg.   <\/strong>       <\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:24px\"><\/p>\n\n\n\n<p>Wir dokumentieren in Ausz\u00fcgen einen lesenswerten Artikel aus der Regionalzeitung K\u00f6lnische Rundschau von Dienstag, 13. August 1946.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:25px\">Siegkreis<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:32px\">20 000 Fl\u00fcchtlinge aus dem Osten!<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:21px\"><strong>Bei den Ostfl\u00fcchtlingen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Schatten des Michaelsberges und der Wolsberge hat die Stadt Siegburg auf dem Gel\u00e4nde der Rheinischen Zellwolle<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a> f\u00fcr die Ostfl\u00fcchtlinge Unterkunftsm\u00f6glichkeiten in einem Durchgangslager geschaffen. Hier werden die Heimatlosen in zwei sauberen Baracken vorl\u00e4ufig untergebracht. Aus Ostpreu\u00dfen, Oberschlesien, Niederschlesien, aus Breslau, Liegnitz, Sagan<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a> und <strong>Bunzlau <\/strong>kommend, wurden sie mit dem Omnibus vom Auffanglager Troisdorf hierher gebracht. Die meisten waren daheim Landwirte. Mit der Unterkunft in der Rheinischen Zellwolle sind sie zufrieden. Ja, sie \u00e4u\u00dfern sich vielfach lobend \u00fcber die Betreuung, die sie hier gefunden haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Lagerf\u00fchrer Weber zeigt gr\u00f6\u00dftes Verst\u00e4ndnis. Er l\u00e4\u00dft die Familien zusammen und teilt ihnen je nach Kopfzahl das passende Zimmer zu. Es gibt da Zimmer mit 16, 14, 12 und weniger Betten. An den ersten zwei Tagen erhalten die Ank\u00f6mmlinge Verpflegung aus der Werksk\u00fcche der Rheinischen Zellwolle, die sehr gelobt wird. Auf Wunsch k\u00f6nnen sie auch weiter gegen geringe Markenabgabe zum Preise von einer Mark die Woche am Werksessen teilnehmen. In jedem Zimmer ist eine praktische Kochgelegenheit vorhanden, die meist von den Familien benutzt wird. Das Holz wird flei\u00dfig in den umliegenden W\u00e4ldern gesammelt, da die aufgespeicherten Vorr\u00e4te schnell aufgebraucht werden. Zus\u00e4tzlich sind jetzt auch Briketts vorhanden, die vom Lagerleiter ausgegeben werden. Bettzeug haben die Fl\u00fcchtlinge meist noch in Besitz, Bed\u00fcrftige erhalten Decken. Die Zimmer sind luftig und ger\u00e4umig. Tische, Schemel und B\u00e4nke sind vorhanden, um den Aufenthalt einigerma\u00dfen bequem zu gestalten. In einem besonderen Raume ist f\u00fcr den Arzt eine Untersuchungsm\u00f6glichkeit geschaffen. Auch f\u00fcr die hygienischen Einrichtungen ist gesorgt. Jede Baracke besitzt einen Waschraum und Toiletten. Au\u00dferdem ist ein Beh\u00e4lter f\u00fcr W\u00e4sche aufgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Transporte sind bereits durch das Lager geschleust. Diese Fl\u00fcchtlinge sind in Privatquartieren in der Stadt untergebracht worden. Durchschnittlich kommen jedesmal Gruppen von f\u00fcnfzig Personen an, die dann planm\u00e4\u00dfig verteilt werden. Au\u00dfer den Vertretern der Stadtverwaltung nimmt sich die freie Wohlfahrtspflege der Fl\u00fcchtlinge an.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\"><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Es handelt sich um das sp\u00e4tere Phrix-Gel\u00e4nde, heute Turm-Center. Die zugeh\u00f6rigen Baracken waren w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges Unterk\u00fcnfte f\u00fcr \u201eFremdarbeiter\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1632\" height=\"2444\" data-id=\"2456\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_20250210_165528.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2456\" style=\"width:335px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_20250210_165528.jpg 1632w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_20250210_165528-868x1300.jpg 868w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_20250210_165528-768x1150.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_20250210_165528-1026x1536.jpg 1026w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_20250210_165528-1368x2048.jpg 1368w\" sizes=\"auto, (max-width: 1632px) 100vw, 1632px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1700\" height=\"2338\" data-id=\"2455\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Vor-80-Jahren.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2455\" style=\"width:374px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Vor-80-Jahren.jpg 1700w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Vor-80-Jahren-945x1300.jpg 945w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Vor-80-Jahren-768x1056.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Vor-80-Jahren-1117x1536.jpg 1117w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Vor-80-Jahren-1489x2048.jpg 1489w\" sizes=\"auto, (max-width: 1700px) 100vw, 1700px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:14px\">F\u00fcr die Bewohner und Besucher der Bunzlauer Stra\u00dfe in Siegburg wurde der Zeitungstext laminiert und mit einem Stein beschwert am <strong>Patenstadt-Gedenkstein<\/strong> ausgelegt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So lebten die ersten Bunzlauer in Siegburg. 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