{"id":1977,"date":"2024-07-14T20:35:01","date_gmt":"2024-07-14T18:35:01","guid":{"rendered":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/?p=1977"},"modified":"2024-10-11T18:06:17","modified_gmt":"2024-10-11T16:06:17","slug":"die-bunzlauer-synagoge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/2024\/07\/14\/die-bunzlauer-synagoge\/","title":{"rendered":"Die Bunzlauer Synagoge"},"content":{"rendered":"\n<p>Dietmar Plate. Erstver\u00f6ffentlichung in der \u201eBunzlauer Heimatzeitung\u201c Juni und Juli 2019.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem allerh\u00f6chsten Edikt vom 11. M\u00e4rz 1812 waren alle Juden, die schon zuvor seit der Besitzergreifung Schlesiens durch Friedrich den Gro\u00dfen mit zahlreichen Freiheiten, Schutzbriefen und Konzessionen versehen worden waren, mit ihrem Familien als sogenannte Einl\u00e4nder (Inl\u00e4nder) anerkannt und zu preu\u00dfischen Staatsb\u00fcrgern erkl\u00e4rt worden. Damit waren zwar nicht Jahrhunderte alte Vorurteile und Vorbehalte via Federstrich beseitigt, manches vermeintliche \u201eRecht\u201c stand letztlich nur auf dem Papier. Aber es bildeten sich \u00fcberall in Schlesien offiziell anerkannte j\u00fcdische Gemeinden, so auch in Bunzlau. Dr. Wernicke vermeldet in seiner Chronik: \u201e 1812 lie\u00dfen sich in Bunzlau Israel H\u00fclse, Meyer Schidlower und Moritz Zaller nieder.\u201c Mit Datum des 11. Juni 1814 wurde die j\u00fcdische Gemeinde durch die Liegnitzer Regierung aufgefordert, f\u00fcr einen eigenen Friedhof zu sorgen. Am 28. Februar 1816 kaufte die j\u00fcdische Gemeinde ein kleines Grundst\u00fcck vor dem Nikolai-Thore an der L\u00f6wenbergerstra\u00dfe f\u00fcr 20 Rthlr. und einen j\u00e4hrlichen Grundzins von 1 Rthlr.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1936\" height=\"1341\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-10012-Richter-Odeonteich-Synagoge.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1978\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-10012-Richter-Odeonteich-Synagoge.jpg 1936w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-10012-Richter-Odeonteich-Synagoge-1300x900.jpg 1300w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-10012-Richter-Odeonteich-Synagoge-768x532.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-10012-Richter-Odeonteich-Synagoge-1536x1064.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1936px) 100vw, 1936px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Blick vom Odeonteich auf die Synagoge. Aus der Fotosammlung f\u00fcr B\u00fcrgermeister  Richter<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Weiter Dr. Wernicke: \u201eAm 12. August war hier eine Judenbeschneidung bei dem Kaufmann Moritz Zaller, wahrscheinlich die erste in Bunzlau, weil Juden erst durch Einf\u00fchrung der neuen St\u00e4dteordnung das B\u00fcrgerrecht erlangen konnten. Zwei j\u00fcdische Familien hatten sich hier niedergelassen.\u201d In diesem Jahre hatte Bunzlau 2756 Einwohner, 15 davon bekannten sich zur mosaischen Religion. Und noch eine Notiz aus dem Jahre 1815: \u201eAm 22sten Merz wurde hier seit Menschengedenken die erste j\u00fcdische Hochzeit in der sogenannten Sandsch\u00e4nke gefeiert. Dabei waren auch christliche Hochzeitsg\u00e4ste: der Stadt-Inspektor Hertel, der Accis-Einnehmer Riedel und der Senator Rother.\u201c 1822 waren es dann schon 21 j\u00fcdische B\u00fcrger, 1843 z\u00e4hlte man 95 j\u00fcdische Einwohner. 1855 stieg die Zahl erstmals auf 100 und bewegte sich in den folgenden Jahren immer weit dar\u00fcber. Von einem ersten j\u00fcdischen Gotteshaus wird aus dem Jahre 1817 berichtet: \u201eDie Chorkapelle des j\u00fcdischen Friedhofes wurde am 1.1.1817 von Moritz Zaller und anderen gestiftet.\u201c Der erste j\u00fcdische Betsaal aber wurde im Jahre 1823 am Katholischen Kirchplatz \u201eim Hause der Witwe B\u00f6hm\u201c eingerichtet. Laut Artur Schiller handelt es sich dabei um das Haus Nr. 5 (1935 Tischlermeister K\u00fcgler): \u201eDie Nr. 5 tr\u00e4gt die nicht erkl\u00e4rbare Inschrift \u201eA. H. G. D. 1737\u201c. Der Steinmetz Franz Boehm vererbte das Haus 1821 seiner Ehefrau Klara Boehm. Boehm hatte sich hier im Oktober 1799 etabliert. Wahrscheinlich ist er derselbe, in dessen Werkstatt das Kutusow-Denkmal bei Tillendorf entstand. 1a und 1 b sind die alten Hausnummern Die j\u00fcdische Gemeinde z\u00e4hlte in diesem Jahre 23 Seelen.\u201c<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1082\" height=\"706\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-1476-Synagoge.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1979\" style=\"width:821px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-1476-Synagoge.jpg 1082w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-1476-Synagoge-768x501.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1082px) 100vw, 1082px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Synagoge, evangelische Kirche und Odeonteich<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Diese R\u00e4umlichkeiten wurden bis in das Jahr 1857 hinein genutzt. Dann scheint man ein anderes Haus gefunden zu haben. Es berichtet die \u201eAllgemeine Zeitung des Judenthums\u201c, herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippson in Magdeburg. Leipzig, den 1. Januar 1857: \u201eBunzlau, 7. April. (Privatmitth.) Der Eintracht in unsrer Gemeinde ist es gelungen, verbunden mit einer gro\u00dfen Opferwilligkeit, ein Werk zu f\u00f6rdern, dessen Vollendung und feierliche Einweihung sich heute zu einem allgemeinen Festtage f\u00fcr die Gemeinde gestaltete. Seit mehr denn 30 Jahren hielt unsere Gemeinde ihren Gottesdienst in einem Betlocale ab, welches weder an Raum der an Zahl gr\u00f6\u00dfer gewordenen Gemeinde, noch seiner Eigenschaft nach das Bed\u00fcrfni\u00df nach einem erbaulichen Gotteshause befriedigen konnte. Mit nicht unbedeutenden Opfern ist es gelungen, einen Tempel herzurichten, der, wenn auch nur klein und der Anzahl der Mitglieder gen\u00fcgend entsprechend, dennoch in einfacher, h\u00f6chst geschmackvoller und w\u00fcrdiger Weise ein Haus es Herrn genannt zu werden verdient. In diesem Tempel versammelten sich heute zum ersten Male nicht nur alle Mitglieder der Gemeinde, sondern es folgten auch die k\u00f6niglichen und st\u00e4dtischen Beh\u00f6rden, die evangelischen Geistlichen und viele andere G\u00e4ste den an sie ergangenen Einladungen, um Gott in einer einfachen und w\u00fcrdigen Feier dieser Halle zu weihen. Der als Prediger r\u00fchmlichst bekannte Herr Dr. Landsberg aus Liegnitz \u00fcbernahm es freudig, herbeizukommen, um in einer h\u00f6chst gediegenen und die Herzen aller Zuh\u00f6rer erbauenden Predigt Gott f\u00fcr das Gelingen des Werkes zu danken, seinen Schutz \u00fcber dieses Haus zu erflehen und die Gemeinde seiner ferneren F\u00fcrsorge anzuempfehlen. In einer reichen F\u00fclle fruchtbarer Gedanken wu\u00dfte der Redner die Symbole unseres ersten Tempels \u2013 den Leuchter, den Altar und die Schaubrote \u2013 auf unseren Tempel, auf unser Leben, auf unsere innere h\u00f6here Weihe anzuwenden und anzupassen. Es war ein Durchdringen des lebendigen, kr\u00e4ftigen Gottesgeistes, der alle Gem\u00fcther erfassen mu\u00dfte, und lange noch wird der feierliche Act einer solchen Tempelweihe in den Herzen aller Anwesenden nachklingen.\u201c<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1080\" height=\"691\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-3-1916-Odeonteich.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1980\" style=\"width:453px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-3-1916-Odeonteich.jpg 1080w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-3-1916-Odeonteich-768x491.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Blick auf die Synagoge vom Promenadenteich<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Fast zwanzig Jahre sp\u00e4ter wurden die Bem\u00fchungen verst\u00e4rkt, eine eigene Synagoge zu errichten. 1875 berichtet wiederum die \u201eAllgemeine Zeitung des Judenthums\u201c: \u201eBunzlau, 18. Mai. Die hiesige israelitische Gemeinde beabsichtigt eine Synagoge zu erbauen. Die Gemeindemitglieder haben deshalb durch freiwillige Beitr\u00e4ge zu diesem Zweck ein Capital aufgebracht und auch von Seiten der Commune ist eine ansehnliche Beih\u00fclfe zu dem Baufond bewilligt worden, aber immerhin reichen die vorhandenen Gelder zur Ausf\u00fchrung des Baues, wof\u00fcr bereits eine Zeichnung entworfen worden ist, nicht aus. Der Vorstand der Gemeinde hat daher vom k\u00f6niglichen Oberpr\u00e4sidium der Provinz Schlesien die Erlaubni\u00df zur Veranstaltung einer \u201eLotterie zum Besten des Synagogenbaues\u201c ausgewirkt und ist bereits mit dem Verkauf der Loose begonnen worden. Es werden 5000 Loose \u00e0 3 Mark ausgegeben. Zur Verloosung kommen angemessene Gewinne, und wird sie im September stattfinden.\u201c \u00dcber den Fortgang der Bem\u00fchungen schauen wir nun in den \u201eNiederschlesischen Courier\u201c. Diese Zeitung war die neben dem \u201eIntelligenzblatt\u201c das zweite bedeutende Bunzlauer Lokalblatt. Die hier angef\u00fchrten Berichte aus diesem Blatt erhielt ich von Herrn Tadeusz \u0141asica aus Boles\u0142awiec. Sie dokumentieren die die Fertigstellung von der Planung bis zur Einweihung nahezu l\u00fcckenlos. Ich spare mir da also jeglichen Kommentar.<\/p>\n\n\n\n<p>Donnerstag, den 31. Mai 1877: \u201eBunzlau. Dienstag Nachmittag versammelten sich die Mitglieder der hiesigen israelitischen Gemeinde und die geladenen Ehreng\u00e4ste, unter denen Herr Landrath v. Reichenbach, Herr B\u00fcrgermeister Stahn, die Magistratspersonen, Stadtverordneten, die Geistlichen der evangelischen Gemeinde rc. sich befanden, auf de, Bauplatze der zu erbauenden Synagoge, um der Grundsteinlegung beizuwohnen. Der feierliche Akt begann mit dem Liede: \u201eWenn Gott der Herr das Haus nicht bauet\u201c rc. worauf Herr Cultusbeamter Tintner an einem improvisirten Altar die treffliche Weiherede hielt. Der Vorsteher der israelitischen Gemeinde, Herr Bankier Teichmann, verlas hierauf das f\u00fcr den Grundstein bestimmte Document. Aus demselben entnehmen wir, da\u00df die hiesige israelitische Gemeinde im Jahre 1812 durch die Niederlassung von drei j\u00fcdischen Familien Israel H\u00fclse, Meyer Schidlower, Moritz Zaller begr\u00fcndet wurde. Zu ihrem Gottesdienste benutzte dieselbe eine lange Reihe von Jahren ein kleines Miethslokal.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1857 wurde in dem Kaufmann Helbig\u2019schen Hause, Schlo\u00dfstra\u00dfe 12, ein gr\u00f6\u00dferes, w\u00fcrdig ausgeschm\u00fccktes Bethaus eingerichtet. Aber auch dieses Lokal entsprach in r\u00e4umlicher Hinsicht nach 15&nbsp; Jahren den vermehrten Bed\u00fcrfnissen der Gemeinde nicht mehr. Man dache daher an die Erbauung eines eigenen Gotteshauses. Den Grundstock zu dem Baukapital gab der 1863 verstorbene Kaufmann H\u00fclse durch ein Legat von 6000 M. 1876 brachte die aus 179 Seelen bestehende Gemeinde durch freiwillige Beitr\u00e4ge 8000 M. zu diesem Zwecke auf, von Seiten der Stadt-Commune wurde eine Beih\u00fclfe 4500 M. gew\u00e4hrt, der Reinertrag einer Lotterie ergab 6800 M. und so konnte an die Ausf\u00fchrung des Baues geschritten werden. Die Zeichnung dazu entwarf Herr Zimmermeister Zschetzschingk, die Ausf\u00fchrung des Baues wurde Herrn Maurermeister Bergmann \u00fcbergeben. Die Kosten des Baues sind auf 60,500 M. veranschlagt. Am 8. Okt. 1876 wurde derselbe begonnen und heut d. 29. Mai 1877 die Grundsteinlegung vollzogen. Der \u00e4u\u00dfere Bau soll am 1. Okt. d. J. und der innere Ausbau am 1. Juli k. J. vollendet sein. Die Einweihung ist f\u00fcr den 1. Septbr. 1878 in Aussicht genommen. Dieses Document, sowie manche der bis zum Jahresschlusse 1875 in Geltung gewesenen M\u00fcnzen und an neuen M\u00fcnzen von einer Mark herab je 1 St\u00fcck, desgleichen die j\u00fcngsten hier erschienen Tagesbl\u00e4tter je 1 Exemplar, wurde hierauf in eine Glaskapsel geschlossen und von dem Pr\u00e4ses der Synagogengemeinde in den Grundstein eingelegt, w\u00e4hrend er Cultusbeamte den 121. Psalm in hebr\u00e4ischer Sprache sang und darauf in deutscher Sprache las. Hierauf folgte der Spruch des Herrn Maurermeister Bergmann und die Ceremonie der drei Hammerschl\u00e4ge auf den Grundstein von dem Vorstande und den Ehreng\u00e4sten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Lied \u201eSo ward die Weihe dazu vollzogen am Grundstein dieser St\u00e4tte hier\u201c rc. bildete den Schlu\u00df der Feierlichkeit, welcher trotz des Regens eine Menge Publikum beiwohnte. Die Synagoge wird auf einem Unterbau von Sandstein in Ziegeln ausgef\u00fchrt und bildet ein Achteck mit gro\u00dfen Bogenfenstern, das eine gew\u00f6lbte Kuppel kr\u00f6nt. Die Lage des Gotteshauses auf der S\u00fcdseite der Stadt an der Promenade ist eine \u00fcberaus g\u00fcnstige und d\u00fcrfte das Geb\u00e4ude gewi\u00df eine Zierde der Stadt werden.&nbsp; Fand schon in der Einleitung zur Weihrede die confessionelle Eintracht unter den Bewohner Bunzlau\u2019s anerkennenden Ausdruck durch den Mund des Herrn Festredners, so fand auch das freundliche b\u00fcrgerliche Beisammenleben der Angeh\u00f6rigen der verschiedenen St\u00e4nde und Confessionen bei einem auf die Feier folgenden Diner viel beredte Zeugnisse in ernster und humoristischer F\u00e4rbung. Der Gemeindevorsteher, Herr Teichmann, hatte n\u00e4mlich seinem Ehrenamte ein Freudenopfer bei opulenter Tafel in seiner Behausung gebracht und in derselben, soweit der Raum gestattete, die christlichen Ehreng\u00e4ste, und die Mitglieder des Gemeindevorstands geladen. Es bem\u00e4chtigte sich dabei wohl Aller eine so angenehme Stimmung, da\u00df man erst mit dem Ende Tages sich trennte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Donnerstag, den 8. November 1877. \u201eBunzlau. Der Synagogenbau, welcher im Aeu\u00dfern so weit gef\u00f6rdert ist, da\u00df man gegenw\u00e4rtig die Kuppel mit Kupferblech beschl\u00e4gt und das Dach mit Schiefer deckt, war bisher ohne Unfall von Statten gegangen zur gro\u00dfen Befriedigung aller zu dem Bau in irgend einer Beziehung Stehenden. Leider wurde diese Befriedigung am Dienstag Morgen gest\u00f6rt, indem ein Zimmermann im Innern der Synagoge aus der H\u00f6he herabst\u00fcrzte, erst auf einen Balken aufschlug und auf den Boden auffiel und dabei so schwere lebensgef\u00e4hrliche Verletzungen davon trug, da\u00df er nach dem Krankenhause gebracht werden mu\u00dfte. Das Ger\u00fccht von seinem bald erfolgten Tode best\u00e4tigte sich gl\u00fccklicherweise nicht. Der Verungl\u00fcckte, mit Namen Altmann aus Sand bei Bunzlau ist unverheirathet. Er ist \u00fcbriges, wie uns mitgetheilt wird, insofern an seinem Ungl\u00fcck selbst Schuld, als er an einer Stelle in der Synagoge bei dem Fall sich befand, wohin er wegen seiner Arbeit sich gar nicht zu begeben hatte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>1878: Niederschlesischer Courier, No. 106, 22. Jahrgang. Dienstag, den 10. September 1878. Bunzlau. Der Synagogenbau ist bis auf die letzten Malerarbeiten im Innern vollendet und die versch\u00f6nernde Hand hat sich nun auch dem Aeu\u00dferen zugewendet. Ein mit Sandsteinplatten belegter breiter Weg f\u00fchrt von der Promenade zu dem sch\u00f6nen Portale und der freue Platz um den Bau wird durch den Herrn Stadtg\u00e4rtner in eine kleine Parkanlage verwandelt. Das Ganze gereicht unserer Stadt namentlich jenem Promenadentheil zu einem sch\u00f6nen monumentalen Zierde, welche durch ihre hervortretende Kuppel auch von au\u00dferhalb der Stadt \u00fcberall sichtbar erscheint, und ist ein ehrendes Zeugni\u00df der Opferwilligkeit der kleinen Gemeinde f\u00fcr ihre kirchlichen Zwecke, welche sich unsere christlichen Br\u00fcder und Schwestern zum nachahmenswerthen Beispiel nehmen m\u00f6chten. Die feierliche Einweihung findet \u00fcbrigens nicht am 15. (wie neulich an einer anderen Stelle angegeben wurde) sondern am 17. d. M. statt, was wir hiermit ausdr\u00fccklich bemerken wollen.\u201c<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1989\" height=\"1351\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-4-10035-Richter-Alte-Stadtgaertnerei.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1981\" style=\"width:411px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-4-10035-Richter-Alte-Stadtgaertnerei.jpg 1989w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-4-10035-Richter-Alte-Stadtgaertnerei-1300x883.jpg 1300w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-4-10035-Richter-Alte-Stadtgaertnerei-768x522.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-4-10035-Richter-Alte-Stadtgaertnerei-1536x1043.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1989px) 100vw, 1989px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Die Synagoge. Aus Bildsammlung Bgm. Richter. Slg.&nbsp;<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Donnerstag, den 19. September 1878. \u201eBunzlau. Der 17. September war f\u00fcr die hiesige israelitische Gemeinde ein Fest- und Freudentag, denn er war der Einweihung der neuen Synagoge gewidmet. Wir haben schon einmal erw\u00e4hnt, mit welcher Opferwilligkeit die Gemeindemitglieder an die Erbauung und Ausschm\u00fcckung ihres Gotteshauses gegangen sind. Heut konnten dieselben nun auf das vollendet Werk, das nicht nur in seinem Aeu\u00dferen sich stattlich pr\u00e4sentirt und zu einer Zierde der Stadt geworden ist, sondern auch in seinem Innern eine reiche und w\u00fcrdige Ausstattung verbunden mit der praktischsten und zweckm\u00e4\u00dfigsten Benutzung des gegebenen Raumes erfahren hat, mit Befriedigung hinblicken. Daher geb\u00fchrt nicht nur allein den Baumeistern und Handwerkern, die dabei th\u00e4tig gewesen sind, sondern auch dem Leiter des Synagogenbaues, Herrn Banquier Sachs, die vollste Anerkennung. Die israelitische Gemeinde hat aber den ersten Urheber zu diesem Bau, dem verstorbenen Kaufmann H\u00fclse, als Zeichen ihrer Piet\u00e4t eine Gedenktafel in den Vorhalle der Synagoge errichtet. Die Einweihungsfeier, an der nicht nur die israelitische Gemeinde, sondern auch viele geladene G\u00e4ste der christlichen Bev\u00f6lkerung theilnahmen, begann Nachmittag 5 Uhr. Vorher hatte die Uebergabe des Schl\u00fcssels an der Pforte der Synagoge durch den Herrn Mauermeister Bergmann an den Vorsteher der Gemeinde, Herrn Banquier Teichmann, unter angemessener Ansprache stattgefunden. Letzterer \u00fcberreichte den Schl\u00fcssel mit entsprechender Anrede Herrn B\u00fcrgermeister Stahn, welcher das Gotteshaus unter den besten Segensw\u00fcnschen aufschlo\u00df, worauf sich dasselbe mit den Festgenossen f\u00fcllte. Den Fest-Gottesdienst er\u00f6ffnete der Herr Cultusbeamte Tintner mit einem Segensgru\u00df, dem ein Chorgesang: \u201eGesegnet, wer da kommt im Namen Gottes rc.\u201c und ein Gebet folgte, in welches der Gesang: \u201eWie sch\u00f6n sind deine Zelte, Jakob!\u201c eingelegt war. Der Er\u00f6ffnung der heiligen Lade ging die von M. Tintner componirte Benediction: \u201eGelobet seist Du, Ewiger\u201c voraus. Die Er\u00f6ffnung der Lade selbst erfolgte unter dem Gesange des Psalm 21, Vers 7 \u2013 10 und unter weiteren liturgischen Gesange fand der Umzug mit zwei kostbaren Thorarollen, getragen vom Herrn Cantor Tintner und vom Rabbiner Dr. Freund aus G\u00f6rlitz, statt. Herr Kantor Tintner sprach darauf ein Gebet f\u00fcr den K\u00f6nig und f\u00fcr die Gemeinde, an welches ein Solo- und Chorgesang schlo\u00df, w\u00e4hrend welchem die Thorarollen wieder in die heilige Lade gebracht und letztere geschlossen wurde. Herr Rabbiner Dr. Freund aus G\u00f6rlitz betrat die sodann die Kanzel und hielt eine Festpredigt, die allgemeinen Anklang fand. Von einer alten israelitischen Sage ausgehend, wies der Festredner in trefflicher und erhebender Weise nach, wie das neue Gotteshaus ein f\u00fcr alle Zeiten sprechendes Zeugni\u00df sei von dem Geiste des Glaubens, des Lichtes und der Liebe, der in dem Volke Israel, in der ganzen Menschheit und in der hiesigen israelitischen Gemeinde walte. Nach dem Gesange des Psalm 160 sprach der Herr Rabbiner Dr. Freund noch ein inniges und tiefempfundenes Weihegebet. Die erste H\u00e4lfte der Einweihungshymne: \u201eBraust empor, ihr Jubelch\u00f6re\u201c, gedichtet von C\u00e4sar Lax, componirt von G. Re\u00dfler, ging einer Ansprache des Herrn Cantor Tintner voraus, in welcher derselbe sch\u00f6n und klar die symbolische Bedeutung der heiligen Lade, des ewigen Lichtes und der von der Kanzel verk\u00fcndigten Predigt darlegte. W\u00e4hrend des Vortrages der zweiten H\u00e4lfte der Einweihungshymne erfolgt das Anz\u00fcnden der \u201eEwigen Lampe\u201c. Den Schlu\u00df machte eine liturgische Andacht. Wie dieses Gotteshaus ein sch\u00f6nes Zeugni\u00df von dem religi\u00f6sen Sinn, der in der hiesigen israelitischen Gemeinde lebt, ablegt, so m\u00f6ge auch allezeit darin nur allein Gottes Ehre, Lob und Preis verk\u00fcndet werden und die Gemeinde bis in die sp\u00e4testen Geschlechter Trost, Erhebung und Erbauung finden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>In allen Berichten kann man eines deutlich erkennen: Die Juden Bunzlaus waren weitestgehend in der Mitte ihrer christlichen Mitb\u00fcrger angekommen. Zumindest die verantwortlichen Beh\u00f6rden hatten keinerlei Ber\u00fchrungs\u00e4ngste und w\u00fcrdigten die j\u00fcdische Gemeinde in mehr als angemessener Form. F\u00fcnfzig Jahre sp\u00e4ter wurde im Bunzlauer Stadtblatt \u00fcber das Jubil\u00e4um der Synagoge berichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Autor des Aufsatzes ist nicht eindeutig zu erkennen, vermutlich handelt es sich aber um Artur Schiller. Abgesehen von den schon oben erw\u00e4hnten Informationen k\u00f6nnen wir noch lesen: \u201eVon dem Gotteshause selbst sagt der Chronist: \u201eEine Zierde unserer Stadt, zeigt es, auf welch hoher Stufe die Baukunst und die in ihrem Dienste stehenden Gewerbe sich hier befinden. Maurermeister Bergmann im Verein mit Zimmermeister Zschetzschingk haben sich mit diesem Bau viel Ehre eingelegt, die auch dem Malermeister M\u00fcller f\u00fcr die gelungene Malerei geb\u00fchrt. Die aus den Werkst\u00e4tten der Tischlermeister Tschenisch und Glasermeister Schr\u00e4ger hervorgegangenen Arbeiten zeichnen sich durch Geschmack und Solidit\u00e4t aus. Die Kupferbedachung hat Kupferschmiedemeister Hampel und die Vergoldungen Herr K\u00f6nnemann ausgef\u00fchrt. F\u00fcr den Zaun und die Gartenanlagen, die an jenem Tage noch nicht standen, stiftete Herr S. Sachs eine gr\u00f6\u00dfere Summe. Ueber dem Portal wurde der Spruch angebracht: \u201eNahe ist der Herr Allen, die ihn anrufen, Allen, die ihn in Wahrheit anrufen.\u201c<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"984\" height=\"670\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-8-13924-RA-Synagoge.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1982\" style=\"width:434px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-8-13924-RA-Synagoge.jpg 984w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-8-13924-RA-Synagoge-768x523.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 984px) 100vw, 984px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Die Synagoge um 1900<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Nach dem oben genannten Kantor Tintner waren die Kantoren Lewy, Jospe, Lewin, Angres, Fleischhauer und Unilower hier t\u00e4tig. Seit einigen Jahren versieht Kantor Spier das Amt. Die hiesige j\u00fcdische Gemeinde hat von jeher ihre eigenen synodalen Ges\u00e4nge gehabt, und die hiesigen Kantoren haben diese nicht nur beherrscht, sondern haben selbst in der Musik etwas geschaffen. Der Vorg\u00e4nger von Tintner, Kantor Sarrasohn, ging von hier nach Stettin, wo er heute noch als Neunzigj\u00e4hriger lebt. Der jetzige Vorstand der hiesigen Gemeinde ist Rechtsanwalt H\u00fclse, dessen Gro\u00dfvater der eifrigste F\u00f6rderer des Tempelhauses gewesen ist. Er hat ihn nicht mehr erlebt, da er schon 1863 gestorben ist. Eine Tafel ist im Vorraum des Tempels ihm zum Andenken angebracht. Der Innenraum der Synagoge ist zum 50. Geburtstag mit freundlichen Farben neu ausgestaltet. Von einer besonderen Jubil\u00e4umsfeier hat die Gemeinde Abstand genommen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Erg\u00e4nzend zu den genannten j\u00fcdischen Kantoren: Bis 1855 war M. Kuttner als Religionslehrer t\u00e4tig, 1857 ein Herr Blumenfeld. Bis 1875 J. Sarasohn, dann folgte Moritz Tintner. 1907 finden wir den Kantor Gabriel Levy, 1913 Kantor Jospe, 1914 bis 1920 Lewin. Dann folgte ein rascher Wechsel: Angres, Unilower, Fleischhauer. 1924 Hermann Spier und 1935 Kantor Joseph Freudenthal. Als Vorsitzende der israelitischen Gemeinde finden wir 1855 die Herren Sachs und Lohnstein. 1871 G. Pitsch, 1872 G. Gr\u00fcn. 1875 Stadtrat Adolf Teichmann, 1889 Salinger Hammer. Hammer (bis 1919 auch Stadtrat) ist der Begr\u00fcnder des sp\u00e4teren Kaufhauses Theophil Rosenthal. Im Amte war er bis nach den ersten Weltkrieg. Vorst\u00e4nde 1924 waren Rechtsanwalt Dr. H\u00fclse, Kaufmann Ruppin und Kaufmann Peritz. 1935 sind es Dr. H\u00fclse, die Kaufleute Theophil Rosenthal und Salo Berliner sowie der Fabrikbesitzer Kochmann.<\/p>\n\n\n\n<p>Es m\u00fcsste jetzt an dieser Stelle ein Bericht folgen \u00fcber den Untergang der Bunzlauer Synagoge w\u00e4hrend der \u201eReichskristallnacht\u201c vom 9. auf den 10. November 1938. Es fehlt mir an belastbaren Informationen, wie genau dieser Tag in Bunzlau verlaufen ist. Spekulationen er\u00fcbrigen sich, es war wie \u00fcberall. Ich nenne hier einfach nur Zahlen. Wieviele Juden vor 1933 in Bunzlau lebten, kann man nur sch\u00e4tzen. Schon innerhalb der j\u00fcdischen Gemeinde gibt es verschiedene Z\u00e4hlweisen. Die wenigsten lebten ihren Glauben intensiv und nach den vorgegebenen Regeln. Nach der Z\u00e4hlweise der Nazis sind es vermutlich um die 150 Menschen gewesen. Nur wenige Jahre vor Beginn der Verfolgungen galten sie noch als geachtete und respektierte B\u00fcrger ihrer Stadt. Die gl\u00fccklicheren unter ihnen schafften es das Land, ihre Heimat zu verlassen. Die weniger gl\u00fccklichen verloren ihre Leben, ihre Spuren verlieren sich in den von Deutschen geschaffenen Ghettos und Vernichtungslagern im Osten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dietmar Plate. Erstver\u00f6ffentlichung in der \u201eBunzlauer Heimatzeitung\u201c Juni und Juli 2019. Mit dem allerh\u00f6chsten Edikt vom 11. 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