{"id":1944,"date":"2024-07-14T20:14:40","date_gmt":"2024-07-14T18:14:40","guid":{"rendered":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/?p=1944"},"modified":"2024-07-14T20:14:41","modified_gmt":"2024-07-14T18:14:41","slug":"das-bunzlauer-opitzdenkmal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/2024\/07\/14\/das-bunzlauer-opitzdenkmal\/","title":{"rendered":"Das Bunzlauer Opitzdenkmal"},"content":{"rendered":"\n<p>Dietmar Plate. Ver\u00f6ffentlichung in der Bunzlauer Heimatzeitung im Mai 2016<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1080\" height=\"680\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/2177-Opitzdenkmal.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1945\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/2177-Opitzdenkmal.jpg 1080w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/2177-Opitzdenkmal-768x484.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Das Opitzdenkmal<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Hundert Jahre nach dem Tode von Martin Opitz hielt in Leipzig der h\u00f6chst angesehene Literatur-Professor Johann Christoph Gottsched eine Rede, in der er Opitz als den Vater der Dichtkunst benennt, \u00fcber allen Dichtern der Welt stehend. In derselben Rede r\u00fcgte er die Stadt Bunzlau, die einen solchen \u201eHeros\u201c hervorgebracht h\u00e4tte, aber nicht einmal einen kleinen Stein zu seinen Ehren gesetzt h\u00e4tte und diesen gro\u00dfen Mann nicht zu w\u00fcrdigen w\u00fcsste. Der Zeitpunkt h\u00e4tte nicht ung\u00fcnstiger gew\u00e4hlt werden k\u00f6nnen, denn nach dem kurz zuvor am 2. Mai 1739 erfolgten gro\u00dfen Stadtbrand hatten die Bunzlauer ganz andere Sorgen als die Ehrung eines Dichters.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1071\" height=\"1669\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/2586-Opitzdenkmal.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1946\" style=\"width:345px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/2586-Opitzdenkmal.jpg 1071w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/2586-Opitzdenkmal-834x1300.jpg 834w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/2586-Opitzdenkmal-768x1197.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/2586-Opitzdenkmal-986x1536.jpg 986w\" sizes=\"auto, (max-width: 1071px) 100vw, 1071px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Prospekt des Herrn Endenthum<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Es dauerte dann noch einmal \u00fcber hundert Jahre, bis der \u201eBoberschwan\u201c von seiner Heimatstadt geb\u00fchrend gew\u00fcrdigt wurde. Und wieder kam der Impuls von au\u00dfen. Im November 1860 trat der Dichter und Schauspieler Carl von Holtei (* 24. Januar 1798 \u2020 12. 2. 1880) seine Reise durch Schlesien an, die er als Anhang seiner Biographie \u201eDie vierzig Jahre\u201c unter dem Titel \u201eNoch ein Jahr in Schlesien\u201c ver\u00f6ffentlichte. Am 27. M\u00e4rz 1861 um 10 Uhr abends wurde er auf dem Bunzlauer Bahnhof empfangen. Der gro\u00dfe Opitz-Verehrer begab sich bereits den n\u00e4chsten Tag auf dessen Spuren, wanderte zur L\u00f6wenberger Landstra\u00dfe wo sich damals schon der Opitz-Stein befand. Von Holtei schreibt: \u201eNachdem ich einigerma\u00dfen Ordnung gemacht, meinen Schreibtisch eingerichtet, lie\u00df ich mich vom sch\u00f6nen Wetter in\u2018s Freie locken. Ich fragte mich zum L\u00f6wenberger Thore an die Wiese hinaus, wo einst Martin Opitz, als dort noch Waldung stand, oft auf einem gro\u00dfen Steine geweilt, der bis in unsere Zeit seinen Namen trug und Opitz-Stein hie\u00df; wo Er die ersten Verse ersonnen, aus denen deutsche Poesie neu geboren ward. &nbsp;Ein Rathsherr \u2013 man nannte mir ihn \u2013 fand besagten Opitz-Stein w\u00fcrdig, dem allgemeinen Besten zu dienen, und verwendete denselben praktisch, indem er ihn sprengen, zertheilen und endlich st\u00fcckweise zum Chausseebau zerklopfen lie\u00df. Als sich einige Stimmen gegen solchen Vandalismus murrend erhoben, haben sie die letzten gr\u00f6\u00dferen Ueberreste gerettet, zusammengestellt, Rasen dar\u00fcber gew\u00f6lbt und B\u00e4ume umher gepflanzt. Gottes Lohn \u00fcber diejenigen, so dies fromme Werk vollbringen halfen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der besagte Stein war 1849 an der Ecke L\u00f6wenberger Stra\u00dfe \u2013 L\u00f6wenberger Landstra\u00dfe gefunden worden, wo sich die Firma Andreas Gansel (sp\u00e4ter Lepski) befand. An dieser Stelle soll sich der Dichter Opitz gern aufgehalten haben. &nbsp;In den \u201eBunten Bildern aus dem Schlesierlande\u201c wird er so beschrieben: \u201eGenannter Stein war ein an der Stra\u00dfe nach L\u00f6wenberg liegender Granitblock, an dem Opitz oft auf seinen G\u00e4ngen gerastet haben soll. Am 13. August 1849 war derselbe von Arbeitern zertr\u00fcmmert worden, um ihn zum Chausseebau zu verwenden. An seine Stelle wurde ein anderer Stein gesetzt, der eine kleine, zum Ausruhen einladende Plattform bildet, jetzt durch einen Erdwall umfriedigt und au\u00dferhalb desselben mit Eichen umpflanzt ist.\u201c Das Bunzlauer Stadtblatt schreibt 1927: \u201eNun wird es vielleicht interessieren, was der Februar vor 75 Jahren brachte. Wie wir da lesen, wurde am 4. Februar 1852 von der Versch\u00f6nerungs-Deputation zur Erinnerung an den ersten deutschen Dichter Martin Opitz, genannt \u201eBoberschwan\u201c, an Stelles des sogenannten Opitzsteines drei Eichen gepflanzt, und unter eine dieser Eichen ein Gedicht sowie ein kurzer Auszug aus der Biograpie des Dichters und einige geschichtliche Notizen \u00fcber die Stadt Bunzlau in einer fest zugespundeten Flasche gelegt. Das Gedicht stammte von einem Dr. Eschenbach.\u201c<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1245\" height=\"1830\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/10013-Richter-Opitzdenkmal.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1947\" style=\"width:373px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/10013-Richter-Opitzdenkmal.jpg 1245w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/10013-Richter-Opitzdenkmal-884x1300.jpg 884w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/10013-Richter-Opitzdenkmal-768x1129.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/10013-Richter-Opitzdenkmal-1045x1536.jpg 1045w\" sizes=\"auto, (max-width: 1245px) 100vw, 1245px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Opitzdenkmal. Ansicht um 1900<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Das Fehlen einer w\u00fcrdigen Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr den gro\u00dfen Dichter irritierte Carl von Holtei sehr, und so nahm er sich der Sache an. Seinen ersten Vortrag am 4. April im Rathaussaale nutzte er, um auf Martin Opitz hinzuweisen. Er tat das so vehement, das die dem Thema eher k\u00fchl zugewandten Bunzlauer nun geradezu begeistert von der Idee eines Opitzdenkmals waren. Als er auf Bitten einiger Bunzlauer am 26. April 1861 noch einmal an den Bober zur\u00fcckkehrte, wurde er schon von einem f\u00fcnfk\u00f6pfigen Opitz-Komitee empfangen. Die Komitee-Sitzung fand am n\u00e4chsten Vormittag im \u201eKronprinz von Preu\u00dfen\u201c statt, Holtei schlug dabei vor, das Opitzdenkmal mit dem damals gerade begonnenen Neubau des Gymnasiums in Verbindung zu bringen. Diese Idee fand allseitige Anerkennung und wie die Geschichte uns lehrt, wurde es auch genauso umgesetzt. Sein am 27. April erfolgter zweiter Vortrag in Bunzlau, diesmal in dem zwei Jahre zuvor eingeweihten Theater, umfasste eine Einleitung \u00fcber Opitz und mehrere seiner sch\u00f6nsten Gedichte. Die gro\u00dfe Versammlung erhob sich auf Holteis Bitte und stimmte in ein Hoch auf sein heiliges Andenken ein. Keine Rede ist in den Aufzeichnungen Carl von Holteis davon, da\u00df er den Ertrag seines Vortrages, immerhin 109 Thaler, dem Opitzfonds zu Verf\u00fcgung stellte. Als erste Folge seines Einsatz wurde am vermeintlichen Geburtshause von Opitz, am Hause Zollstra\u00dfe 1, unter Leitung des Schulvorstehers Matth\u00e4i eine Marmortafel angebracht. Die Tafel trug die Inschrift: \u201eHier wurde Martin Opitz von Boberfeld am 23. Dezember 1597 geboren.\u201c Das Haus trug die Inschrift \u201eSebastian Opitz 1620\u201c, was Matth\u00e4i zu der Vermutung verleiten lies, da\u00df es sich dabei um den gleichnamigen Vater von Martin Opitz handelte. Laut Dr. Ewald Wernicke waren diese beiden Herren aber nicht identisch, er nennt als eigentliches Geburtshaus das Haus Nr. 1a in der Gro\u00dfen Kirchstra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis zur Entstehung der bekannten Opitz-B\u00fcste in den Promenaden-Anlagen am Gymnasium dauerte es noch einige Jahre. Wie es mit der Arbeit des Opitz-Komitees weiter ging, entnehmen wir der Chronik von Dr. Wernicke. Am 25. August ver\u00f6ffentlichte der Oppelner Oberlehrer Ochmann ein kleines B\u00fcchlein \u00fcber den Rebus, dessen Ertrag er dem Opitz-Komitee \u00fcberwies. Am 26. Februar 1865 schlie\u00dflich legte es seine Funktionen nieder wegen Teilnahmslosigkeit des Publikums. Offensichtlich hatte sich die anf\u00e4ngliche Begeisterung der Bunzlau schnell gelegt, die Spenden flossen eher sp\u00e4rlich. Die Druckkosten und Porto hatten die Spendeneing\u00e4nge zuletzt \u00fcberschritten. Der Kassenbestand von 119 Thaler wurde dem B\u00fcrgermeister zur Aufbewahrung \u00fcbergeben. Erst am 9. Januar 1870 nahm die Kommission ihre Arbeit wieder auf. Im Jahre 1866 entwarf der Kreisbaumeister Wronka ein Opitzdenkmal, das Gipsmodell wurde ab 8. April 1867 im Rathaus ausgestellt. Die \u201eProvinzial Zeitung f\u00fcr Schlesien\u201c berichtet dar\u00fcber im Jahre 1866: \u201eUnser Opitz-Denkmal steht zwar noch immer nicht auf dem f\u00fcr dasselbe langst bestimmten Gymnasialplatze, aber doch ist das Projekt um einen wesentlichen Schritt seiner Verwirklichung n\u00e4her ger\u00fcckt. Nach einer vom Kreisbaumeister Wronka entworfenen Zeichnung ist von dem Bildhauer Michaels in Breslau ein Modell in Gyps angefertigt, da\u00df heute hier angekommen. Dasselbe besteht aus einem schlanken vierseitigen Postament mit vorspringenden Ecken. Von dem also gebildeten 4 Feldern sind drei vorl\u00e4ufig leer, und tr\u00e4gt da\u00df eine die Widmung in sch\u00f6ner Lapidarschrift. Die B\u00fcste des Dichterf\u00fcrsten ist nach einem Titelkupfer eines seiner Werke gezeichnet und modellirt, beides zusammen ungef\u00e4hr 2 Fu\u00df hoch. In der Ausf\u00fchrung jedoch ist das Postament auf 12 Fu\u00df und die B\u00fcste auf 3 Fu\u00df berechnet. Das Postament in harmonischer Architektur mit dem sch\u00f6nen Gymnasialbau, wird das Ganze einst eine herrliche Zierde nicht des k\u00fcrzlich zu einem Park umgewandelten genannten Platzes, sondern f\u00fcr unsere Stadt \u00fcberhaupt aufgeben.\u201c<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1049\" height=\"1628\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/AK-080-Opitz.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1948\" style=\"width:446px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/AK-080-Opitz.jpg 1049w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/AK-080-Opitz-838x1300.jpg 838w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/AK-080-Opitz-768x1192.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/AK-080-Opitz-990x1536.jpg 990w\" sizes=\"auto, (max-width: 1049px) 100vw, 1049px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Das Opitzdenkmal. Colorierte Ansicht<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Weitere zehn Jahre sp\u00e4ter, im Juli 1877 erfolgte endlich die Enth\u00fcllung des Denkmals, die finanziellen Mittel reichten letztlich nur f\u00fcr eine B\u00fcste auf einem Sockel. Der Breslauer Bildhauer Michaelis hatte die B\u00fcste aus karrarischem Marmor gefertigt, sie stand auf einem Postament aus poliertem Granit. Als Vorlage diente ihm ein von dem Breslauer Maler Bartholom\u00e4us Strobel im Jahre 1637 geschaffenes Gem\u00e4lde, das sich im Besitz des Vereins der Schlesier in Danzig befand. Es galt als relativ getreues Bildnis des Dichters aus seinen letzten Lebensjahren. Eine Kopie davon hing im Parterrezimmer des Bunzlauer Museums. Aufgestellt wurde das Denkmal etwa 20 m \u00f6stlich des Gymnasiums in den dortigen Parkanlagen. Im Winter wurde die Marmorb\u00fcste in Stroh eingewickelt und durch eine h\u00f6lzerne H\u00fclle vor dem Zerspringen gesch\u00fctzt. Auf den Bildhauer wird leider nicht genauer eingegangen, ich kann also nur vermuten das es sich um den 1889 verstorbenen Hermann Michaelis handelt. Es ist auch nicht eindeutig ersichtlich, ob sich Michaels an das Gipsmodell von Stadtbaumeister Wronka gehalten hat oder einen eigenen Entwurf gew\u00e4hlt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Enth\u00fcllung des Denkmals fand am 1. Juli 1877, vormittags um 11 Uhr statt. Anwesend waren die Beh\u00f6rden und die Sch\u00fcler und Lehrer aus allen h\u00f6heren und niederen Schulen Bunzlaus. F\u00fcr die Musik der Festhymne war der Herzog Ernst von Sachsen verantwortlich, den Text schrieb der Redakteur des Bunzlauer Intelligenzblattes, C\u00e4sar Lax. Der Stadtk\u00e4mmerer und sp\u00e4tere B\u00fcrgermeister Paul Salomon hielt die Festrede, der B\u00fcrgermeister Julius Stahn sprach das Schlusswort. Der Gymnasial-Oberlehrer Dr. Rhode hatte eine Ode in lateinischer Sprache geschrieben, die zur Melodie des \u201eInteger vitae\u201c gesungen wurde. Am Postament konnte man lesen: \u201eMartin Opitz von Boberfeld\u201c.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1686\" height=\"2560\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/D2235-B501-Opitz-Gyps-Bueste-1-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1950\" style=\"width:319px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/D2235-B501-Opitz-Gyps-Bueste-1-scaled.jpg 1686w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/D2235-B501-Opitz-Gyps-Bueste-1-856x1300.jpg 856w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/D2235-B501-Opitz-Gyps-Bueste-1-768x1166.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/D2235-B501-Opitz-Gyps-Bueste-1-1012x1536.jpg 1012w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/D2235-B501-Opitz-Gyps-Bueste-1-1349x2048.jpg 1349w\" sizes=\"auto, (max-width: 1686px) 100vw, 1686px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Martin Opitz. Heimatbuch 1964<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Was die Finanzierung dieses Denkmals betrifft, so war man da recht phantasievoll. Zum Beispiel versuchte man offensichtlich, kleine Gips-Modelle zu verkaufen. Mir liegt ein kleiner blauer Zettel vor, der vermutlich als Werbeblatt oder als Beigabe zu dem Modell gedacht war. Gedruckt wurde der Zettel in der Druckerei des \u201eNiederschlesischen Couriers\u201c, der zweiten Bunzlauer Tageszeitung. Das Blatt muss vermutlich irgendwann in der Zeit von der Enth\u00fcllung des Denkmals 1877 und dem 1880 erfolgten Tode Carl von Holteis entstanden sein. Modelliert wurde die B\u00fcste vom Sch\u00f6pfer des Originals, dem Bildhauer Michaelis, es hatte eine H\u00f6he von 40 cm. Der auf dem Blatt erw\u00e4hnte Herr Endenthum war der erste Inspektor des Bunzlauer Gaswerkes, der erforderliche Gips wohl ein Nebenerzeugnis dieser Anstalt. Der Gas-Inspektor Endenthum galt schon zu seinen Lebzeiten als ausgesprochenes Original, es ist auch durchaus m\u00f6glich, das er dieses Gesch\u00e4ft auf eigene Rechnung gemacht hat. Wenn also irgendwo eine kleine B\u00fcste des Martin Opitz in Gips auftauchen sollte, dann ist es gut m\u00f6glich das es ein Exemplar aus dieser Reihe ist. Eine Erw\u00e4hnung findet dieses \u201eGesch\u00e4ftsmodell\u201c sonst an keiner anderen Stelle. Wie viele man davon absetzen konnte, ist leider auch nicht nachvollziehbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Opitzb\u00fcste \u00fcberstand die St\u00fcrme des Fr\u00fchjahrs 1945 nicht und wurde ausgel\u00f6scht wie so viele andere Denkm\u00e4ler der Stadt Bunzlau.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dietmar Plate. Ver\u00f6ffentlichung in der Bunzlauer Heimatzeitung im Mai 2016 Hundert Jahre nach dem Tode von Martin Opitz hielt in Leipzig der h\u00f6chst angesehene Literatur-Professor Johann Christoph Gottsched eine Rede, in der er Opitz als den Vater der Dichtkunst benennt, \u00fcber allen Dichtern der Welt stehend. In derselben Rede r\u00fcgte [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-1944","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-plate-boerner"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1944","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1944"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1944\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1951,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1944\/revisions\/1951"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1944"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1944"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1944"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}