{"id":1910,"date":"2024-07-14T19:02:02","date_gmt":"2024-07-14T17:02:02","guid":{"rendered":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/?p=1910"},"modified":"2024-07-14T19:02:03","modified_gmt":"2024-07-14T17:02:03","slug":"die-katholische-eichendorffschule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/2024\/07\/14\/die-katholische-eichendorffschule\/","title":{"rendered":"Die katholische Eichendorffschule"},"content":{"rendered":"\n<p>Dietmar Plate. Erstver\u00f6ffentlichung Bunzlauer Heimatzeitung Dezember 2017<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1032\" height=\"647\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/226-Eichendorffschule.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1911\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/226-Eichendorffschule.jpg 1032w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/226-Eichendorffschule-768x481.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1032px) 100vw, 1032px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1913, ein Jahr vor dem ersten Weltkriege, erhielten auch die Katholiken endlich ein eigenes neues Schulgeb\u00e4ude. Ihren Namen bekam die Schule nach dem gro\u00dfen schlesischen Dichter Joseph von Eichendorff (1788 \u2013 1857). Noch 1870 musste man \u00fcber 180 Kinder in dem Geb\u00e4ude neben der katholischen Kirche unterbringen (geleitet wurde diese Schule vom Lehrer Heidrich). Zun\u00e4chst wurden nun einzelne Klassen im Haus der Arbeitsschule an der Vorwerkstra\u00dfe untergebracht, 1899 bezogen die katholischen Sch\u00fcler R\u00e4ume in der neu erbauten Opitzschule. Schulleiter war damals der Hauptlehrer Wachsmann. 1901 erhielten die sieben katholischen Schulklassen ein eigenes Rektorat, die Schule wurde selbstst\u00e4ndig. Erster Rektor war August D\u00f6rner (1858 \u2013 1945). Das neue Geb\u00e4ude an der Ecke Gottfried-Zahn-Stra\u00dfe\/Friedrichstra\u00dfe verf\u00fcgte \u00fcber acht Klassenr\u00e4ume sowie eine Aula die gleichzeitig als Turnhalle diente. Die Turnhalle nutzte man gemeinsam mit dem Lyzeum. Die Klassenr\u00e4ume hatten einen guten Blick auf den Queckbrunnen. 1923 ging August D\u00f6rner in den Ruhestand, neuer Rektor wurde Karl Langer. Er blieb in dieser Position bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1943. Dieses Jahr war auch das Ende der Eichendorffschule. Das Geb\u00e4ude wurde beschlagnahmt, um darin ein Lazarett einzurichten. Zu dieser Nutzung kam es aber nicht, statt dessen zog das Ern\u00e4hrungsamt mit der Bezugsscheinstelle in das Haus. 1944 befindet sich hier au\u00dferdem das Wohnungsamt und die SS-Dienststelle des Sturm 6\/8. Die Sch\u00fclerinnen wurden in die Dorotheenschule \u00fcberwiesen, die Jungen in die Martin-Opitz-Schule. Der Lauf der Geschichte f\u00fchrte also dazu, das die Konfessionsschulen in der Stadt damit abgeschafft wurden. Die letzte lebende Lehrerin der Eichendorffschule, Ruth Schulz geb. Vielhauer, verstarb im Jahre 2006 im Alter von 95 Jahren. Das Einwohnerbuch von 1935\/36 verzeichnet folgenden \u201eLehrk\u00f6rper\u201c: Karl Langer, Rektor; Karl Haenelt, Konrektor; Franz Lorenz, Lehrer und Kantor; Klara Heidrich, Lehrerin; Magdalena Feist, techn. Lehrerin; Fritz H\u00fcbler, Hilfslehrer; Paul Berger, Hausmeister. Der Hausmeister Paul Berger hatte seine Wohnung im Hause.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1980\" height=\"1327\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/10004-Richter-Katholische-Volksschule.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1912\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/10004-Richter-Katholische-Volksschule.jpg 1980w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/10004-Richter-Katholische-Volksschule-1300x871.jpg 1300w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/10004-Richter-Katholische-Volksschule-768x515.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/10004-Richter-Katholische-Volksschule-1536x1029.jpg 1536w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/10004-Richter-Katholische-Volksschule-360x240.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 1980px) 100vw, 1980px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Das obere Bild wurde vermutlich um 1919\/1920 aufgenommen. Damals sah es in dieser Gegend noch anders aus als es die heute lebenden Bunzlauer kannten. Noch 1925 war die Gottfried-Zahn-Stra\u00dfe ein Teil der Sch\u00fctzenstra\u00dfe. Die Sch\u00fctzenstra\u00dfe f\u00fchrte an der Eichendorffschule und dem Lyzeum vorbei und m\u00fcndet direkt am Promenadenteich direkt in die Vorwerkstra\u00dfe. Die Friedrichstra\u00dfe endete gewisserma\u00dfen als Sackgasse neben der Eichendorffschule auf H\u00f6he des Queckbrunnens. Nach 1925 wurde dann der n\u00f6rdliche Teil der Sch\u00fctzenstra\u00dfe ab der Kreuzung Friedrichstra\u00dfe zur Gottfried-Zahn-Stra\u00dfe. Im Jahre 1936 wurde auf dem Grundst\u00fcck des Vorwerksbesitzers Bernhard Seidel (genannt der Teich-Seidel) am Odeonteich die neue Kreissparkasse errichtet. Dieses Geb\u00e4ude bekam die Adresse Gottfried-Zahn-Stra\u00dfe 12 obwohl es eigentlich an der Vorwerkstra\u00dfe lag. Die Gottfried-Zahn-Stra\u00dfe wurde also noch einmal um ein paar Meter verl\u00e4ngert. Die Friedrichstra\u00dfe wurde in n\u00f6rdlicher Richtung erweitert, kreuzte den Gr\u00fcnen Weg und f\u00fchrte direkt bis zur Gnadenberger Stra\u00dfe. Das nur als Zusatzinformation f\u00fcr alle diejenigen, denen die Umgebung auf der rechten Seite des Bildes ein wenig fremd vorkommt. Das zweite Bild d\u00fcrfte schon eher den Erinnerungen der ehemaligen Eichendorffsch\u00fcler entsprechen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dietmar Plate. Erstver\u00f6ffentlichung Bunzlauer Heimatzeitung Dezember 2017 Im Jahre 1913, ein Jahr vor dem ersten Weltkriege, erhielten auch die Katholiken endlich ein eigenes neues Schulgeb\u00e4ude. Ihren Namen bekam die Schule nach dem gro\u00dfen schlesischen Dichter Joseph von Eichendorff (1788 \u2013 1857). 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