{"id":1892,"date":"2024-07-14T18:56:17","date_gmt":"2024-07-14T16:56:17","guid":{"rendered":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/?p=1892"},"modified":"2024-07-14T18:56:18","modified_gmt":"2024-07-14T16:56:18","slug":"das-boberwiesenbad","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/2024\/07\/14\/das-boberwiesenbad\/","title":{"rendered":"Das Boberwiesenbad"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dietmar Plate, Bunzlauer Heimatzeitung 2018<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1022\" height=\"629\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-100-Boberwiesenbad.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1893\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-100-Boberwiesenbad.jpg 1022w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-100-Boberwiesenbad-768x473.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1022px) 100vw, 1022px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Ansicht des Boberwiesenbades aus den 30iger Jahren. AK Slg. Plate<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun, da wir uns in den w\u00e4rmeren Jahreszeiten bewegen, ist es vielleicht ein guter Gedanke, an das Bunzlauer Boberwiesenbad zu erinnern. Vor neunzig Jahren wurde das Bunzlauer Freibad am Westufer des Bobers er\u00f6ffnet. Im Bunzlauer Stadtblatt k\u00f6nnen wir das nachlesen: \u201eAm 6. Juni 1926 war die Bunzlauer Presse der Einladung des Magistrats nachgekommen und hatte die Anlagen des neuen Sommerbades der Stadt Bunzlau unter F\u00fchrung des Stadtbaurates Fischer einer Vorbesichtigung unterzogen. &nbsp;Pressebesichtigung \u2013 Schon diese Tatsache deutet darauf hin, da\u00df der Magistrat der Anlage eine ganz besondere Bedeutung beimi\u00dft, da\u00df er sich bewu\u00dft ist, hier ist etwas Besonderes geschaffen worden, da\u00df man nicht einfach hingibt, das man nicht hinnimmt als gegeben, sondern das man zuvor ansieht, wie ein Kunstwerk, betrachtet wird, bevor man es auf den Sockel stellt und den Augen der Allgemeinheit preisgibt. \u2013 Und wahrlich, so soll man das zuvor betrachten, was hier entstanden ist, ehe man sich der Einrichtungen selbst bedient, die das neue Sommerbad in so reichlichem Ma\u00dfe bietet. &nbsp;<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1058\" height=\"674\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-099-Blick-auf-Boberwiesenbad.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1894\" style=\"width:414px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-099-Blick-auf-Boberwiesenbad.jpg 1058w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-099-Blick-auf-Boberwiesenbad-768x489.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1058px) 100vw, 1058px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Blick \u00fcber den Bober auf das Boberwiesenbad. AK Slg. Dietmar Plate<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer gef\u00fchllos an dem vorbeigeht, was alles das Auge fesselt, der verdient es wirklich nicht, mit dabei zu sein. Schon von der gegen\u00fcberliegenden Seite aus, wenn man die H\u00f6he des Schweizerhauses erreicht hat, bietet sich die ganze Anlage den Blicken dar. Die freundlichen hellen Farben in ihrer Buntheit und doch harmonischen Anpassung an die gr\u00fcne Umgebung ziehen schon unsere Aufmerksamkeit auf sich. Begeben wir uns nun \u00fcber die Br\u00fccke, so sind wir versucht, schon sofort nach dem Eingange zu suchen. Aber er liegt gerade auf der R\u00fcckseite.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man sagt sich, ehe man die Anlage besichtigt hat, er liegt zu versteckt, und w\u00fcrde sich einen Eingang sofort an der Br\u00fccke f\u00fcr geeigneter denken, aber hat man dann erst die ganze Badeanlage gesehen, dann mu\u00df man einsehen, da\u00df es verwaltungstechnisch durchaus richtig war, gerade an die hintere Front den Eingang zu legen, denn hier liegen dadurch der Eingang, die Kasse, Verwaltung, Aufbewahrung, Garderoben usw. zusammen, und au\u00dferdem ist damit der Zugang auch vom Baderaum selbst nicht mehr getrennt, den sonst h\u00e4tten die Ankommenden und Abgehenden immer durch die Badenden hindurch m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1080\" height=\"682\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-3-173-Boberwiesenbad.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1895\" style=\"width:345px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-3-173-Boberwiesenbad.jpg 1080w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-3-173-Boberwiesenbad-768x485.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Das Boberwiesenbad am Morgen. AK Slg. Dietmar Plate<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir stehen im Bad \u2013 Was alles bietet sich dem kritisch pr\u00fcfenden &nbsp;Auge. Zuerst f\u00e4llt der Blick auf die breite Wasserfl\u00e4che, die direkt zum Bade reizt, wandert an der schmucken Blumendekoration auf der Mittelwand, die den Auskleideraum nach au\u00dfen hin abschlie\u00dft, haftet auf den Speibecken, die an den beiden Ecken mit st\u00e4ndiger Wassersp\u00fclung angebracht sind und beweisen, da\u00df hier die Hygiene mit an erster Stelle steht. Davon zeugen aber nicht nur diese Becken, sondern das zeigt jedes St\u00fcck der Anlage, wie z. B. die Garderobenr\u00e4ume mit den abgeteilten Schr\u00e4nken, so das keine Garderobe mit der nebenh\u00e4ngenden in Ber\u00fchrung kommt, die einzelnen Zellen mit ihren geradezu fabelhaften Neuerungen auf diesem Gebiet, die eigene Trinkwasseranlage, die Speibecken in den Wasserbecken selbst, die in zwei Reihen angelegt und daher bei hohem und niedrigen Wasserstande erreichbar sind, und vieles andere. Alles was man sieht, von der Bireka-Kasse an bis zu der musterg\u00fcltigen Feuerl\u00f6schanlage, ist einfach vorbildlich. Ganz besondere Aufmerksamkeit ist der r\u00e4umlichen Abtrennung der Zellen f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen geschenkt worden, ebenso den Abortr\u00e4umen. Das ist zu begr\u00fc\u00dfen und wird sicherlich dazu beitragen, manches Vorurteil in B\u00fcrgerkreisen zu zerstreuen. Ein staatlich gepr\u00fcfter Bademeister und eine ebenfalls staatlich gepr\u00fcfte Bademeisterinwerden &nbsp;aufmerksame Augen auf den Badebetrieb haben, so da\u00df auch die Eltern getrost ihre Kinder ihrer Obhut anvertrauen k\u00f6nnen. \u2013 Die Eintrittspreise sind \u00e4u\u00dferst niedrig und betragen einschlie\u00dflich Benutzung des Wandschrankes pro Person 20 Pf. F\u00fcr Wechselzellen tritt ein Zuschlag von 10 Pf. hinzu. Jahreskarten kosten 8 M., Dutzendkarten 2 M. Kinder zahlen die H\u00e4lfte. Die Sportvereine, wie der Schwimmverein 1919 und der Arbeiter-Wassersportverein, haben ihre eigenen R\u00e4ume. Auch steht neben dem Eingang ein Erfrischungsraum, in dem man f\u00fcr das leibliche Wohl die notwendigen Artikel erhalten kann.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur zwei Jahre sp\u00e4ter berichtet das Stadtblatt: \u201eDer Magistrat, Abteilung Amt f\u00fcr K\u00f6rperpflege, stellte gestern abend das Boberwiesenbad mit seinen neu geschaffenen Anlagen vor. Die Badeengel und G\u00e4ste kamen diesmal bedeutend schneller hin, denn der Eingang befindet sich nicht mehr hinten am letzten Ende, sondern gleich vorn an der Br\u00fccke. Die Folge davon wird sein, da\u00df die alten Umkleidezellen am Bober sich in Zukunft noch gr\u00f6\u00dferer Beliebtheit erfreuen werden. Aber wenn sie voll sind, wird es eben keine andere Wahl geben, als den Marsch durch den Sand anzutreten. Das kann auch jeder gern tun, denn was ihm hier geboten wird, \u00fcbertrifft wirklich alle Erwartungen. Das Badeterrain ist erheblich erweitert, der Drahtzaun an der Au\u00dfenseite ist bis an die Erfrischungshalle heranger\u00fcckt, die auf der einen Seite die Badenden, auf der anderen Seite die Sportler von den Sportpl\u00e4tzen bedienen kann. Neben sch\u00f6nem Sand gibt es breite Rasenfl\u00e4chen, auf denen sich jeder nach Herzenslust austoben kann, ohne die anderen, die ruhig in der Sonne liegen wollen, zu st\u00f6ren. Der Sandkasten f\u00fcr die Kinder ist von der Westseite nach der S\u00fcdseite verlegt worden, wo bisher die einzige schmale Rasenfl\u00e4che war. Die neue Kasse und das Bademeisterh\u00e4uschen gew\u00e4hren einen schmucken Anblick. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"964\" height=\"681\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-4a-AK376-204-Boberwiesenbadb.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1896\" style=\"width:492px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-4a-AK376-204-Boberwiesenbadb.jpg 964w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-4a-AK376-204-Boberwiesenbadb-768x543.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 964px) 100vw, 964px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Rutschbahn und Erfrischungshalle am Boberwiesenbad<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In ihrem Bereich befinden sich bereits B\u00e4nke f\u00fcr Mama und Papa, f\u00fcr Onkel und Tante, die nur einmal zum Zuschauen oder Abholen hinauskommen und nat\u00fcrlich ein paar Butterstullen mitbringen, denn Hunger hat man hier drau\u00dfen immer. Um die Hauptsache nicht zu vergessen: die feine Wasserrutschbahn! Sie meinen, lieber Freund, man rei\u00dft sich da einen Splitter in die vier Buchstaben? Da irren Sie sich. Die Rutschbahn ist mit Linoleum ausgepolstert und wird fortw\u00e4hrend mit Wasser berieselt. Wenn Sie sich auf die Bahn setzen, rutschen Sie unweigerlich in die Tiefe, selbst wenn Sie Fliegengewichtsmeister sind! Gestern war die Rutschbahn so besetzt, da\u00df dauernd ein K\u00f6rpern hinter dem andern ins Wasser rutschte, bald mit den F\u00fc\u00dfen, bald mit dem Kopf zuerst, bald auf dem R\u00fccken, bald auf dem Bauch. Das ist ein Spa\u00df! Die Alten stehen wehm\u00fctig dabei, da\u00df ihn in ihrer Jugend so viele Freude versagt blieb. Damals war man gerade dazu \u00fcbergegangen, in der Turnstunde gelegentlich den Stehkragen abzubinden. In den Badeanstalten badeten vormittags die m\u00e4nnliche und nachmittags die weibliche Linie des homo sapiens. Warum? Ja, warum wohl? Wir verstehen das heute nicht mehr, und viele von uns haben es nie verstanden. Familienb\u00e4der waren nur an der See m\u00f6glich, im Binnenlande setzte es noch nach dem Kriege K\u00e4mpfe, ehe die gesunde Nat\u00fcrlichkeit siegte. Wenn man sp\u00e4ter einmal unseren Kindern erz\u00e4hlen wird, da\u00df wir in der Jugend kaum zum Baden kamen, weil Wetter und Zeit mit den ge\u00f6ffneten Vor- und Nachmittagen der spie\u00dfigen Badeanstalt schwer in Einklang zu bringen waren, so werden sie uns das nicht glauben oder mindestens annehmen, da\u00df wir \u00fcbertreiben. Aber genug davon. Wir haben jetzt unser sch\u00f6nes Bad und haben keinen Grund mehr, finster dreinzublicken. Gestern gab es Musik da drau\u00dfen, Illumination und Johannisfeuer, da\u00df es eine Freude war. Viel Leute waren drau\u00dfen, G\u00e4ste und Zaung\u00e4ste. Man h\u00e4tte die Rutschbahn nur einen Tag fr\u00fcher einweihen sollen, da war es sch\u00f6n warm, gestern hingegen etwas k\u00fchl. Man hatte eine recht nette Johannisstimmung hervorgezaubert: Mondschein, Johannisfeuer und brennende Lampions, die sich bis in die Nacht hinein im Wasser spiegelten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den Bunzlauer Zeitungen lesen wir in den folgenden Jahren:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1926: Am 11. August wurde der Weimarer Verfassung gedacht. Eine Feier im Boberwiesenbad mit Feuerwerk wurde abgehalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1927: 30. Januar: Einbruch ins Boberwiesenbad.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1927: Am 21. Mai begann im Boberwiesenbad die Sommersaison. Die Temperaturen betrugen ende Mai im Wasser 21\u00b0 und in der Luft (an einer Mauer gemessen) 44\u00b0 Grad. 1927: 2. September. Boberwiesenbad 8 Uhr vormittags: Bober 7 <sup>1<\/sup>\/<sub>2<\/sub>, Becken 19, Luft 19 Grad.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1927: K. S. .. Wir wollen nicht alles namhaft machen um unseren G\u00e4sten Anreiz zu eigenen Entdeckungsreisen zu geben. Eine solche vers\u00e4ume niemand bis zum Boberwiesenbad, um da\u00df uns manche Gro\u00dfstadt beneidet, zu unternehmen. Auch der neue Sportplatz dicht beim Boberwiesenbad ist der Besichtigung wert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1928: St\u00e4dtisches Museum zu Bunzlau. Bunzlauer Stadtblatt, 3. April 1928. Sechs aktuelle Photographien von den jetzigen Arbeiten am neuen Boberbade verdanken wir der Aufmerksamkeit des Dentisten Schaefer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1928: 30. Juli. Temperaturen im Boberwiesenbad: Bober 17, Becken 20, Luft 25 Grad Celsius.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1935: Artur Schiller. Das Boberwiesenbad wurde in seiner jetzigen Form 1926 erbaut. Die Gesamtwasserfl\u00e4che betr\u00e4gt 5000 Quadratmeter und ist aufgeteilt in ein Schwimmbecken von 100 mal 25 Meter, ein Nichtschwimmerbecken von 60 mal l25 Meter und ein Planschbecken von 40 mal 25 Meter. Das Freigel\u00e4nde \u2013 Sonnenbad und Liegewiesen \u2013 ist fast 10 Morgen gro\u00df. Zur Zeit ist eine gr\u00fcndliche Neugestaltung des Bades mit einer Verbesserung der Wasserverh\u00e4ltnisse geplant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1937: &nbsp;16. 7. Morgen Sonnabend spielt um 17 Uhr im Boberwiesenbad die Stadtkapelle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1939: 1. 5. Die Erfrischungshalle im Boberwiesenbad ist zu verpachten. Angebote sind bis 5. Mai einzureichen. Der B\u00fcrgermeister. (Stadtamt f\u00fcr K\u00f6rperpflege).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 22. Mai 1937 schreibt Theo K\u00f6rling (Karl Wiechmann) in seiner Bunzlauer Drehscheibe: \u201eDie Badesaison hat in Bunzlau bereits begonnen, allerdings vorerst im freien Bober und ab Sonntag in unserem \u00fcberraschend, denn in den anderen Jahren hatte er es nicht so eilig. Wenn man da im Juni die Pforten \u00f6ffnen konnte,war es fr\u00fch genug. Und es mu\u00dfte ja auch noch allerhand hergerichtet werden. Das war gar nicht so einfach. Die Hauptarbeiten sollen ja noch kommen. Wie der Erste B\u00fcrgermeister k\u00fcrzlich in seiner Etatsrede ausf\u00fchrte, sind 10000 RM. f\u00fcr die gr\u00fcndliche Instandsetzung des Boberwiesenbades vorgesehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er wies auch darauf hin, da\u00df dieser Betrag wohl bei weitem nicht ausreichen werde, um die Wasserverh\u00e4ltnisse im Boberwiesenbade zu verbessern. Das Bad wird einen erheblich verst\u00e4rkten Besuch durch die Garnison erfahren.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1079\" height=\"685\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-5-177-Boberwiesenbad.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1897\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-5-177-Boberwiesenbad.jpg 1079w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-5-177-Boberwiesenbad-768x488.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1079px) 100vw, 1079px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Boberwiesenbad vor 1930. AK Slg. Dietmar Plate<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dadurch wird voraussichtlich auch die Schaffung weiterer Umkleidem\u00f6glichkeiten dringend werden. Nach Durchf\u00fchrung der dringendsten Arbeiten soll deshalb der \u00fcbrigbleibende Restbetrag der 100000 RM. einer R\u00fccklage f\u00fcr das Boberwiesenbad zugef\u00fchrt werden, der allm\u00e4hlich so verst\u00e4rkt werden soll, da\u00df die erforderliche Erneuerung des Boberwiesenbades zugef\u00fchrt werden, der allm\u00e4hlich so verst\u00e4rkt werden soll, da\u00df die erforderliche Erneuerung des Boberwiesenbades daraus bestritten werden kann. Bekanntlich ist das Schwimmbecken etwas zu hoch angelegt, so da\u00df bei flachem Boberstand der Zuflu\u00df versagt. Vor einigen Jahren wurde dem Schaden durch Anlegung einer Pumpe, die Grundwasser zuf\u00fchrt, etwas abgeholfen, aber der Idealzustand wird erst erreicht werden, wenn das Boberwasser immer wieder zum Nachf\u00fcllen und Reinigen benutzt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann werden wir auch im Herbst sch\u00f6ne Wasserverh\u00e4ltnisse haben. Da\u00df wir jetzt durch die Soldaten mehr Andrang im Boberwiesenbad bekommen, kann nur begr\u00fc\u00dft werden. Der Bunzlauer hat sich in den letzten Jahren nicht besonders badeflei\u00dfig gezeigt. Wenn es nicht ganz hei\u00df war, zeigte das Bad meist eine g\u00e4hnende Leere. Aber in diesem Jahre wird ja die Sonne etwas gn\u00e4diger sein.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dietmar Plate, Bunzlauer Heimatzeitung 2018 Nun, da wir uns in den w\u00e4rmeren Jahreszeiten bewegen, ist es vielleicht ein guter Gedanke, an das Bunzlauer Boberwiesenbad zu erinnern. Vor neunzig Jahren wurde das Bunzlauer Freibad am Westufer des Bobers er\u00f6ffnet. Im Bunzlauer Stadtblatt k\u00f6nnen wir das nachlesen: \u201eAm 6. 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