{"id":1853,"date":"2024-07-14T18:14:25","date_gmt":"2024-07-14T16:14:25","guid":{"rendered":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/?p=1853"},"modified":"2024-07-14T18:14:26","modified_gmt":"2024-07-14T16:14:26","slug":"es-war-eine-rauschende-ballnacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/2024\/07\/14\/es-war-eine-rauschende-ballnacht\/","title":{"rendered":"Es war eine rauschende Ballnacht \u2026"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1072\" height=\"678\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/007-Odeon-mit-Promenadenteich.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1854\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/007-Odeon-mit-Promenadenteich.jpg 1072w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/007-Odeon-mit-Promenadenteich-768x486.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1072px) 100vw, 1072px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Noch einmal im Odeon tanzen!<\/p>\n\n\n\n<p>Karl Wiechmann. Erstver\u00f6ffentlichung: Bunzlauer Heimat-Zeitung 3\/56<\/p>\n\n\n\n<p>Da \u00fcberl\u00e4\u00dft man es nun so einem alten Knaben wie dem Theo K\u00f6rling, den Sto\u00dfseufzer auf das Papier zu nageln: \u201eNoch einmal im Odeon tanzen!\u201c Eigentlich m\u00fc\u00dften das j\u00fcngere Jahrg\u00e4nge tun, die wirklich noch gern tanzten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, da sehen wir also doch einmal unsere geliebte Odeondiele. Das Bild stammt von einer Ansichtskarte, die am Mittwoch dem 6. M\u00e4rz 1940, um 19 Uhr abgestempelt ist. Sie tr\u00e4gt noch eine Hindenburg-Briefmarke, ist also noch nicht hundertprozentig nazifiziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Hatten sie an jenem Mittwochnachmittag frei, verehrte Leserin in Berlin-Neuk\u00f6lln? Sie schrieben die Karte an einen Obergefreiten, mit dem sie jetzt verheiratet sind, und der inzwischen in Zivil Regenm\u00e4ntel, Popelinem\u00e4ntel, Frack- und Fantasiewesten in eigener Fabrik herstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Karte tr\u00e4gt auf der R\u00fcckseite den Aufdruck: \u201eOdeon-Betriebe, Caf\u00e9, Tanzdiele, Gesellschaftssaal und Garten, Bunzlau, Fernruf 1873, Inhaber F. A. Kirchhoff-Pol!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Was sonst noch draufsteht? Darf man\u2018s verraten? Nat\u00fcrlich: \u201eGru\u00df und Ku\u00df Dein Julius. Ich habe dich schwer vermi\u00dft.\u201c Und keine Unterschrift. Aber der Empf\u00e4nger wird seinen \u201eJulius\u201c schon gekannt haben.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1104\" height=\"701\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/404-Odeon.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1855\" style=\"width:387px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/404-Odeon.jpg 1104w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/404-Odeon-768x488.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1104px) 100vw, 1104px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Solche Erinnerungen kn\u00fcpfen sich nun zu Tausenden an das Odeon und all die anderen Gastst\u00e4tten der Heimat. Hier sehen wir unsere Odeondiele, wie sie nach dem kleinen Brande neu ausgemalt war. Schon so\u2018n bi\u00dfchen expressionistisch. Und die T\u00fcren nach dem Saal waren verlegt worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tanzkapelle sa\u00df sozusagen auf er halben Treppe. &nbsp;Da konnten unten die Nichtt\u00e4nzer Musik konsumieren und oben die P\u00e4rchen tanzen. Ganz praktisch. Es war nicht immer leicht, die Garderobe zu verstauen, wenn auch nicht ganz so diffizil wie bei Gallus im Notausgang.<\/p>\n\n\n\n<p>Guckt einmal, welch moderne Beleuchtung die Diele schon an den W\u00e4nden hat. Soffittenleuchten, beinahe Neon. Und auf den wei\u00dfen Spitzendeckchen stehen Bunzlauer Vasen mit jederzeit frischen Blumen. Die wei\u00dfen Kugellampen an der Decke w\u00e4ren heute nat\u00fcrlich l\u00e4ngst durch indirekte Neonbeleuchtung ersetzt worden, und Didi oder Dieter Dirksen h\u00e4tte den n\u00f6tigen Wechselstrom von den st\u00e4dtischen Werken dazu geliefert oder \u00fcber Umspannwerk bezogen. \u201eNeon im Odeon\u201c, das w\u00e4re ein Schlager!<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eHein spielt abends so sch\u00f6n auf dem Schifferklavier\u201c, erklang damals wohl im Odeon. Na, das sind ja ganz pers\u00f6nliche Erinnerungen. Ein anderer denkt vielleicht noch an den Nischinowgorod oder an einenTango mit roter Beleuchtung.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder wi\u00dft ihr noch, wie Werner-Wilhelm im Fl\u00fcgelkleide als zarter Engel mit behaarten Fu\u00dfballbeinen in der Diele erschien. Da bogen sich die W\u00e4nde vor Lachen.<\/p>\n\n\n\n<p>O ja, wir haben sch\u00f6ne Stunden dort \u201eoben\u201c verlebt. \u201eVorbei, vorbei\u201c, sagt Franz Schubert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bunzlauer Drehscheibe<\/h2>\n\n\n\n<p>Erstver\u00f6ffentlichung: Bunzlauer Heimatzeitung 6\/1956<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bild von der Odeon-Tanzdiele, das wir in der ersten Februar-Nummer brachten, hat bei den Bunzlauern so gro\u00dfe Wiedersehensfreude ausgel\u00f6st, da\u00df einige von ihnen trotz eingefrorener Tinte \u2013 es war in jenen Tagen sehr kalt \u2013 sich hinsetzten und, je nach Temperament, wehm\u00fctig oder freudig schrieben oder sogar ihre Schreibmaschinen in Gang brachten. Ein lieber Kollege, der einst in gerader Haltung t\u00e4glich zweimal von der Antonienstra\u00dfe nach der Poststra\u00dfe ging, um dort Tage und Jahre f\u00fcr seine Rente der Angestelltenversicherung zu sammeln, bezeichnete sogar den Tisch in der Diele, an dem er vor 27 Jahren seine Auserw\u00e4hlte f\u00fcrs ganze Leben fand. Gratulieren wir ihm also alle zu der f\u00e4lligen Silberhochzeit, sofern die Leser geneigt sind, auch ihm von dem Tisch im Odeon aus, noch ein paar Jahre Verliebten- und Verlobtenzeit zu bewilligen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1096\" height=\"713\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/657-Odeon.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1856\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/657-Odeon.jpg 1096w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/657-Odeon-768x500.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1096px) 100vw, 1096px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Durfte man denn \u00fcberhaupt in die Odeondiele gehen? Diese Frage beantwortete vor drei\u00dfig Jahren eine alte Dame, die bei offenem Fenster gern Harmonium spielte, mit Achselzucken und z\u00fcchtiger Miene. F\u00fcr eine jungverheirateten Mann geh\u00f6rte es nicht zum guten Bunzlauer Ton, sich allein dort blicken zu lassen. Im Saal des Odeon, ja, dort d\u00fcrfte man sich in den Versammlungen jederzeit den kollektiven Jammer \u00fcber den Untergang der Wirtschaft und die immer falsche Politik des jeweils herrschenden Regierungssystems anh\u00f6ren. Das durfte man allerdings nur noch ein paar Jahre lang. Dann war es aus mit dem organisierten Gejammer, und es durfte nur noch organisiertes Gejubel erklingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist zu verstehen, da\u00df all den vielen Funktion\u00e4ren, die im Klagen und Jammern ihren Weizen bl\u00fchen sahen, das Jubeln gar nicht lag. Sie zogen sich schmollend zur\u00fcck oder wurden zur\u00fcckgezogen und \u00fcberlie\u00dfen es den neuen Prometheusen, den vorgedruckten Jubel vom Papier abzulesen, bis eben auch das Gejubel ein j\u00e4hes Ende fand.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1097\" height=\"692\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/691-Odeon.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1857\" style=\"width:363px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/691-Odeon.jpg 1097w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/691-Odeon-768x484.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1097px) 100vw, 1097px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Beim Umschalten von Jammer auf Jubel oder von Wechselstrom auf Gleichstrom scheint im Schaltwerk jemand versehentlich den falschen Hebel gezogen zu haben, denn es gab einen f\u00fcrchterlichen Kurzschlu\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der Finsternis, die nun eintrat, wollen wir uns noch einmal nach dem Odeonsaal durchtasten, wo man sich nach der Meinung der alten Dame bei jeder Versammlung, ob mit Fanfarenm\u00e4rschen oder ohne, jederzeit blicken lassen k\u00f6nne. Nat\u00fcrlich auch bei Vereinsvergn\u00fcgen, wo laut immer wiederkehrenden Zeitungsberichten \u201eder Verein bei Tanz und froher Geselligkeit bis in die fr\u00fchen Morgenstunden gem\u00fctlich beisammenblieb\u201c. Das stimmte nicht immer, denn manches Vereinsmitglied war nach dem Theaterst\u00fcck und der Ehrung der Jubilare schon l\u00e4ngst schlafen gegangen und hatte seinen Familienanhang mitgenommen. Man sieht: Zeitungsberichte sind auch nicht hundertprozentig zuverl\u00e4ssig.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den \u201eRauchclub Blaue Wolke\u201c d\u00fcrfte der Odeonsaal zu gro\u00df gewesen sein. Wei\u00df jemand, auf wen die Gr\u00fcndung dieses Vereins zur\u00fcckzuf\u00fchren ist? etwa auf einen Zigarrenh\u00e4ndler, der den Umsatz steigern wollte? Oder auf den Hang zum Vereinswesen? Oder fiel ausgerechnet auf Bunzlau der letzte Reflex des Tabakkollegiums Friedrich Wilhelm I? Die Liebhaberei eines gro\u00dfen K\u00f6nigs \u00fcbernahm der kleine B\u00fcrgersmann. Warum sollte es nur K\u00f6nigen vorbehalten bleiben, sich in blauen Dunst zu h\u00fcllen?<\/p>\n\n\n\n<p>In der Zeit der letzten deutschen Epigonen wurde der Club aufgel\u00f6st. Trotzdem durfte jeder einzeln weiterrauchen. Auch vereint durften sie alle rauchen, wenn sie sich zuf\u00e4llig trafen oder sich verabredeten. Aber sie waren immerhin ein verbotener Verein. Sozusagen Verfolgte. Durften sich nicht mehr hinter ihrer blauen Wolke verbergen. Schon der Name allein wirkte wie eine Tarnkappe. Die letzte Sorgfalt galt der Vereinskasse.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1090\" height=\"713\" data-id=\"1859\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1735-Odeon.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1859\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1735-Odeon.jpg 1090w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1735-Odeon-768x502.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1090px) 100vw, 1090px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1099\" height=\"689\" data-id=\"1858\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/962-Odeonsaal.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1858\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/962-Odeonsaal.jpg 1099w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/962-Odeonsaal-768x481.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1099px) 100vw, 1099px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1091\" height=\"704\" data-id=\"1860\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1027-Odeon.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1860\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1027-Odeon.jpg 1091w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1027-Odeon-768x496.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1091px) 100vw, 1091px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1072\" height=\"684\" data-id=\"1861\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1343-Odeon.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1861\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1343-Odeon.jpg 1072w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1343-Odeon-768x490.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1072px) 100vw, 1072px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens ist der junge Strohwitwer trotz des Vorbehalts der alten Dame an diesem Abend doch noch in die Odeon-Diele gegangen. Was sollte er zu Hause in einer Wohnung anfangen, in der noch keine Gardinen an den Fenstern hingen? Im Metropoltheater lief gerade ein Fridericus-Film mit Otto Geb\u00fchr \u2013 still und stumm mit vier Mann Musik. Die Vorstellung war ausverkauft. Das Stadttheater gab unter Albert Heinemann \u201eIm wei\u00dfen R\u00f6ssl\u201c. Auch nicht ausgesprochen unbekannt. Also, auf ins Odeon! Es ging dort, wie der Augenschein \u00fcberzeugte, ganz sittsam zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit welchen Reizen der Phantasie doch manche zur\u00fcckgezogen lebende Dame aus der Gr\u00fcnderzeit die aufregenden N\u00e4chte einer Kleinstadt auszustatten wu\u00dfte!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Neuling ging still nach Hause. Blaue Wolken standen nicht am Himmel. Es war eine klare, warme Septembernacht des Jahres 1926.<\/p>\n\n\n\n<p>Karl Wiechmann<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aus Zeitungen und Chroniken<\/h2>\n\n\n\n<p>Zusammenstellung Chronik: D. Plate 2022<\/p>\n\n\n\n<p>Otto Koischwitz: Darf Bunzlau nicht aber stolz auf seine alten Bauten aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts sein! In klassischer Reinheit und Sch\u00f6ne spiegelt sich das Odeon im gr\u00fcngebetteten Schwanteich. Am \u201eSauteich\u201c besa\u00df der Braumeister Nicolaus eine Wiese, auf der 1863 mit Unterst\u00fctzung kunst- und gemeinsinniger B\u00fcrger, insbesondere des Kantors Knauer, ein Musiksaal erbaut wurde, aus dem 1869 das Odeon in seiner heutigen Gestalt hervorging. Vielleicht hat das Odeon den Teich vor dem Schicksal seiner Br\u00fcder, des Schlo\u00dfteiches und des Galgenteiches, deren Spur verwischt ist, gerettet. Im Zeichen des Wasser stand auch die dem Schwanteich benachbarte Oberbleiche, nach ihrem Besitzer \u201eSauer-Bleiche\u201c genannt, auf dem heute den Grauen Schwestern geh\u00f6renden Grundst\u00fcck. Hier schweiften tagt\u00e4glich in den stets flie\u00dfenden R\u00f6hrb\u00fctten flei\u00dfige Frauen W\u00e4sche. Die dickwandigen Holztr\u00f6ge, deren Abflu\u00dfloch durch einen durchbohrten armlangen Holzzapfen verschlossen werden konnte, gew\u00e4hrten auch im Winter, wenn sie vereiste, glitzernde Gew\u00e4nder trugen, einen h\u00fcbschen Anblick. Selten ging ein Knabe an der an der Ostspitze des Schwanteiches flie\u00dfenden R\u00f6hrb\u00fctte vorbei, ohne den Zapfen herauszunehmen. Ein besonderes Fest war von altersher das Ablassen und Fischen des Schwanteiches, das mit dem Namen Kornitschky eng verkn\u00fcpft ist. Die Ernte an Karpfen und Schleien verkaufte dann im st\u00e4dtischen Auftrag \u201eder alte Schunke\u201c, ein um unsere Promenaden hochverdienter B\u00fcrger, dessen tiefste Liebe seinen an der Stadtmauer beim heutigen Ke\u00dflerbade gezogenen Teerosenhecken galt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1089\" height=\"700\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1769-Odeon.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1862\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1769-Odeon.jpg 1089w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1769-Odeon-768x494.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1089px) 100vw, 1089px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>1869: Im September 1869 baute man in den \u201eSauteich\u201c eine 10 Fu\u00df lange Insel. Die vor diesem Teich im Grunde des dort sehr tiefen Wallgrabens stehende, von dem Waisenhausgr\u00fcnder Zahn 1747 erbaute steinerne Wasserkunst, die Wasser in die Oberstadt trieb, war noch in Betrieb, ebenso die Oberbleiche von Sauer, wo jetzt die Synagoge steht. Am Erlendreieck unweit er Silberpappel befindet sich ein rechteckiges Wasserbecken. Der Zwinger zwischen der jetzigen Grotte und dem Halbturm im Pfarrgarten, vor dem sich ein zweites rundes Rondell befindet, war als Ziergarten an den Kreisgerichtsdirektor Geheimen Justizrat Lachmund verpachtet.<\/p>\n\n\n\n<p>1872: Montag, den 21. Oktober, abends 8 Uhr: im Odeum Musikalisch-theatralische Abend-Unterhaltung der S\u00e4ngerriege des Turn- und Feuerrettungs-Vereins und des Re\u00dfler\u2019schen Damen-Gesangsvereins unter g\u00fctiger Mitwirkung er bew\u00e4hrten hiesigen Stadtkapelle und mehrerer geehrter Dilletanten. Programm. 1. Theil. 1. Ouverture zu \u201eLodoiska\u201c v. Cherubini. 2. M\u00e4nnerch\u00f6re: a. \u201eAn den Sonnenschein\u201c v. B. Lachner. b. Finnisches Volkslied. Satz v. Fai\u00dft. 3. Solo-Quartett. 4. Feenreigen. Walzer von Strebinger. 5. Solo-Quartett. 6. Chor aus der Oper \u201eDie Niebelungen\u201c von Dorn. 7. Gemischte Ch\u00f6re: a Herbstlied von Fr. Abt. b. Fr\u00fchlingslied v. Mendelss.-Bartholdy. 2. Theil. 8. Ouverture z. Op. \u201eNorma\u201c v. Bellini. 9. Der Strohwittwer, Posse mit Gesang in 1 Akt von A. Berla. Personen. Ringler, Hauseigenth\u00fcmer. Elisa, seine Gattin. Frau Jochmann, ihre Mutter. Quirin, Photograph. Katharina, Amalie, Rosa, Minna, Clementine, Putzmacherinnen. Rosalie, K\u00f6chin, Betty, Stubenm\u00e4dchen, Johann, Diener, Christoph, Portier bei Ringler. Nummerirte Billets \u00e0 2<sup>1<\/sup>\/<sub>2<\/sub> Sgr. f\u00fcr Mitglieder des Turn- und Feuerrettungs-Vereins und deren Angeh\u00f6rige, sowie f\u00fcr Angeh\u00f6rige der mitwirkenden Gesangsvereins-Mitglieder sind bis Montag Abend 6 Uhr bei Herrn Kaufmann Pitsch, \u2013 nummerirte Billets \u00e1 5 Sgr. f\u00fcr Nichtmitglieder ebenfalls bis Montag Abend 6 Uhr bei Herrn Kaufmann Epstein zu haben. Kassenpreis der nummerirten Billets \u00e0 7<sup>1<\/sup>\/<sub>2<\/sub> Sgr., der Stehbillets `s 2<sup>1<\/sup>\/<sub>2<\/sub> Sgr. Nach der Auff\u00fchrung: Ball. Der Vorstand. Es wird ersucht, bei der Auff\u00fchrung dies Programm benutzen zu wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>1872: Indem ich mich beehre zum neuen Abonnement von sechs Concerten hierdurch einzuladen, bemerke ich zugleich, da\u00df au\u00dfer der circulirenden Liste auch eine solche zum Zeichnen bei Frau Nikolaus ausliegt. Zugleich empfehle ich mich zur Uebernahme aller hierorts aufzuf\u00fchrenden Musiken und gebe mich der Hoffnung hin, da\u00df ein kuntsliebende Publikum mir darin eine Anerkennung meines Strebens zollen und auch die fernere Erhaltung der Kapelle erm\u00f6glichen werde. Hochachtungsvoll Hentschel.<\/p>\n\n\n\n<p>1875: Odeon, Dienstag den 11. d. Mts.: Tanzvergn\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<p>1875: 5. 8. (Concert). Wohl die Vorstellung des Spielhagen\u2018schen Schauspiels \u201eLiebe f\u00fcr Liebe\u201c im Stadt-Theater einerseits, und die milde Temperatur des Abends andrerseits, m\u00f6gen die Ursache des sp\u00e4rlichen Besuches gebildet haben, unter welchem das Odeon-Concert am vergangenen Donnerstag stattfand. Es war zu bedauern, da\u00df die vorz\u00fcglichen Leistungen der Kapelle kein zahlreicheres Auditorium fanden, umsomehr als das vorletzte Concert ebenfalls nicht von der Gunst des Publikums getragen wurde. Da\u00df derartige pekuni\u00e4re Ausf\u00e4lle auf die Fortentwicklung eines so guten Instituts, wie es die hiesige Stadt-Kapelle ist, sehr nachtheilig wirken, ist selbstverst\u00e4ndlich; m\u00f6chten daher die Freunde wirklich guter Musik mit ihrem Einflu\u00df dahinwirken, den Concert-Auff\u00fchrungen des Hrn. Musik-Director Hentschel mehr Zuspruch zu verschaffen, und das Interesse an den Bestrebungen der Kapelle zu einem regeren zu gestalten.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1788\" height=\"1125\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1965-Odeon.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1863\" style=\"width:333px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1965-Odeon.jpg 1788w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1965-Odeon-1300x818.jpg 1300w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1965-Odeon-768x483.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1965-Odeon-1536x966.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1788px) 100vw, 1788px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>1881: Kriegerverein in Bunzlau. Sonntag, den 4. Dezember c., abends 8 Uhr: Appell im Vereinslokale Odeon. Tagesordnung: 1. Einziehung der monatlichen Beitr\u00e4ge. 2. Einf\u00fchrung neuer Mitglieder und der neuerw\u00e4hlten Vorstandsmitglieder in ihr Amt. 3. Vortrag: Bunzlau im Jahre 1813 (II. Fortsetzung durch Kam. Pfeffer). 4. Besprechung \u00fcber eine abzuhaltende Weihnachtsfeier und damit verbundene Verlosung. 5. Desgleichen \u00fcber ein in Aussicht genommenes Winterfest. 6. Vereinsangelegenheiten. Der Wichtigkeit der Vorlagen ad 4 u. 5 wegen werden die Kameraden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand.<\/p>\n\n\n\n<p>1881: Odeon in Bunzlau. Dienstag, den 6. und Mittwoch, den 7. Dezember 1881: Konzert der Norddeutschen Quartett- und Konzerts\u00e4nger (fr\u00fcher Strack), Herren: Buchmann, Lindemann, Hamacher, Spitzeder und Adolfi. Anfang 8 Uhr. Entree 75 Pf. Kinder zahlen 25 Pf. Billets \u00e0 50 Pf. sind vorher beim Kaufmann Herrn A. Beckelmann Nachfolger zu haben. Programme an der Kasse 10 Pf. Es finden nur diese beiden Konzerte statt.<\/p>\n\n\n\n<p>1886: Odeon. Sonntag, den 15. August: Tanzvergn\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<p>1886: Wie von der Anstalt in fr\u00fcheren Jahren in der Aula des Gymnasiums zum Zwecke der Kaiser-Wilhelm-Stiftung ein Konzert veranstaltet wurde, so geschah dies auch in diesem Jahre, indem von dem S\u00e4ngerchor der drei vereinigten Anstalten unter Leitung des K\u00f6niglichen Musikdirektors, Seminarlehrer Drath und des technischen Lehrers am Gymnasium Rothe am 18. Januar eine musikalische Auff\u00fchrung, diesmal im \u201eOdeon\u201c, stattfand. Der Ertrag wurde zum Teil der Kaiser-Wilhelm-Stiftung, zum Teil auch andern hiesigen wohlth\u00e4tigen Stiftungen \u00fcberwiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>1900: R.-G.-V.-Ortsgruppe Bunzlau. Wanderer im Riesengebirge, 5\/1900. Ein gro\u00dfartiges Fest feierte Sonnabend und Sonntag, den 4. und 5. Februar, die hiesige Ortsgruppe des R.-G.-V. Galt es doch das 15. Stiftungsfest in w\u00fcrdiger Weise zu begehen. Um es nun allen Bev\u00f6lkerungskreisen zu erm\u00f6glichen, an den Freuden des sch\u00f6nen Festes teilzunehmen, war zun\u00e4chst am Sonnabend abend im \u201eOdeon\u201c ein Kommers veranstaltet, zu welchem nur Herren geladen waren. Wer kennt die V\u00f6lker, nennt die Namen, die gastlich dort zusammenkamen? Nicht nur aus der Stadt, sondern aus allen Gegenden des Kreises waren Gebirgsvereinler zusammengestr\u00f6mt, und selbst aus Hirschberg und dem fernen Stra\u00dfburg waren die Vorsitzenden der dortigen Ortsgruppen erschienen. Der gro\u00dfe Saal des \u201eOdeon\u201c war ger\u00fcttelt und gesch\u00fcttelt voll, \u00fcber 400 Herren waren erschienen. Der Saal bot ein freundliches Bild. Gleich links vom Eingange hatte die Post eine Agentur etabliert. Rechts stand ein geschmackvoll angeordnetes Buffet, fast \u00fcberladen mit unz\u00e4hligen Erzeugnissen kalter K\u00fcche. Der Saal war reizend geschm\u00fcckt. Rechts bedeckte ein Kolossalgem\u00e4lde vom Kynast die L\u00e4ngswand, auf der linken Seite war das Riesengebirge in seiner ganzen Ausdehnung bildlich dargestellt. Ein Gerichtskretscham, der eine Weinkneipe enthielt, lud freundlich zur Einkehr ein. Hier und im entgegengesetzten Winkel des Saales waren auch die einzigen weiblichen Wesen anzutreffen, n\u00e4mlich hier eine guten Moselwein direkt vom Fa\u00df kredenzende und warme W\u00fcrstchen spendende, und dort, im Kochelfall, eine echten Stonsdorfer und Alpenkr\u00e4uter einschenkende holde Jungfrau. War die bei seltenem Vorkommen doppelt anziehende holde Weiblichkeit, oder waren die dort verabfolgten guten Getr\u00e4nke daran schuld, da\u00df es in diesen beiden Spezialaussch\u00e4nken niemals leer werden wollte? Rechts von der B\u00fchne war ein Rarit\u00e4tenkabinet etabliert. Es w\u00fcrde zu weit f\u00fchren, alles aufzuzuz\u00e4hlen, was dort zu sehen war. Viel M\u00fche und Arbeit hat es gemacht, dieses Sammlung zusammenzustellen und jedem aufgestellten St\u00fcck seinen richtigen Reisepa\u00df, unter welchem es sich bewundern lassen durfte, mit auf den Weg zu geben. Da sa\u00dfen nun die Herren der Sch\u00f6pfung dicht gedr\u00e4ngt an langen Tafeln, Bier vertilgend, Zigarren qualmend, da\u00df sich ein \u201eHecht\u201c bildete, den man kaum mit dem Schwert durchschlagen konnte, und wartete so der Dinge, die da kommen sollten. Die Stadtkapelle spielte, und das Fest begann.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1059\" height=\"680\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/2099-Odeon.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1864\" style=\"width:459px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/2099-Odeon.jpg 1059w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/2099-Odeon-768x493.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1059px) 100vw, 1059px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>1903, 1905: Odeon. Erstes und gr\u00f6\u00dftes Ball- u. Konzert-Etablissement inmitten der Stadt an der Promenade gelegen. Zwei grosse S\u00e4le. Altdeutsches Restaurant und Familienzimmer. Billard. Idyllisch gelegenes Gartenrestaurant empfiehlt sich den geehrten Herrschaften zur Abhaltung von Hochzeiten und Gesellschaftsabenden. Solide Preise. Weine aus den renommiertesten H\u00e4usern. Verkauf von Weinen auch ausser dem Hause zu Engros-Preisen. Beste K\u00fcche. Gut gepflegte Biere. Friedrich Pohl.<\/p>\n\n\n\n<p>1903: Odeon. Donnerstag, den 19. d. Mts.: Letztes Abonnement-Konzert. Anfang 8 Uhr. Entree 50 pf. Billets bei Herrn Kaufmann Krusche. Hochachtungsvoll Beer, Stadtkapellmeister.<\/p>\n\n\n\n<p>1903: Letztes Abonnements-Konzert. Die hiesige Stadtkapelle veranstaltet am Donnerstag, 19. M\u00e4rz, abends um 8 Uhr, ihr letztes Abonnements-Konzert im \u201eOdeon\u201c unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Beer. Billets sind bei Herr Kaufmann Krusche zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>1903: Der B\u00fcrgerverein h\u00e4lt am Freitag, den 20. M\u00e4rz, abends 8 Uhr, im Odeon eine Versammlung ab. 1. Gesch\u00e4ftliche Mitteilungen. 2. Einf\u00fchrung neuer Mitglieder. 3. Herr Architekt F. Pfannenschmidt: \u201eTrennungs- und Au\u00dfenw\u00e4nde nach System Pr\u00fctz\u201c. (Vortrag mit Lichtbildern.) 4. Hypotheken-Nachweis. (Einf\u00fchrung zum 1. April d. J.) 5. Beschlu\u00dffassung \u00fcber Installations-Ausstellung. (Mitte Mai im Odeon.) 6. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand.<\/p>\n\n\n\n<p>1903: Oeffentl. religi\u00f6ser Vortrag \u00fcber das Thema: Die Botschaft des Gerichts. Offenb. 14, 6 u. 7 von Herrn Prediger Oblaender. Donnerstag, den 19. M\u00e4rz ab 8 <sup>1<\/sup>\/<sub>4<\/sub> Uhr im kleinen Saale des Odeon. Jedermann herzlich eingeladen. Eintritt frei. Der Vortrag f\u00fcr Sonntag, de. 22. d., f\u00e4llt aus.<\/p>\n\n\n\n<p>1906: Odeon. Erstes und gr\u00f6\u00dftes Ball- u. Konzert-Etablissement inmitten der Stadt an der Promenade gelegen. Zwei gro\u00dfe S\u00e4le. Altdeutsches Restaurant und Familienzimmer. Billard. Idyllisch gelegenes Gartenrestaurant empfiehlt sich den geehrten Herrschaften zur Abhaltung von Diners, Hochzeiten und Gesellschaftsabenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Solide Preise.<\/p>\n\n\n\n<p>Weine aus den renom-miertesten H\u00e4usern.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorz\u00fcgliche K\u00fcche. Gut gepflegte Biere. A. Griel.&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1913: Gustav Pohl, Odeon<\/p>\n\n\n\n<p>1922: Odeon-Theater. Nur noch Mittwoch und Donnerstag.<\/p>\n\n\n\n<p>Der amerikanische Sensationsfilm in 6 Teilen. Sensationen \u00fcber Sensationen. Das gro\u00dfe Radium-Geheimnis. 1. Teil heute: Die Todesfahrt, in 6 Akten. Vorher: Ave Maria. Schauspiel in 4 Akten. Zusammen heute 10 Akte. Anfang 8 Uhr. Preise 4,50, 6,00, 8,00 M.<\/p>\n\n\n\n<p>1922: Odeon-Diele. Jeden Mittwoch und Sonnabend: 5-Uhr-Tee. Anfang 4 Uhr.<\/p>\n\n\n\n<p>1922: Odeon \u2013 Caf\u00e9-Restaurant und Diele. T\u00e4glich Konzerte der Odeonkapelle. Nachmittags <sup>1<\/sup>\/<sub>2<\/sub> 5 \u2013 6 Uhr, abends <sup>1<\/sup>\/<sub>2<\/sub> 9 \u2013 <sup>1<\/sup>\/<sub>2<\/sub> 1 Uhr. Besuch empfiehlt bestens Dir. Sattler.<\/p>\n\n\n\n<p>1924: Odeon, Ball-, Theater- u. Konzerthaus, Richard Lehrl \u2013 Gastwirt Richard Lehrl<\/p>\n\n\n\n<p>1924: Odeon Ball-, Konzert- und Theaterhaus. 1. Etablissement am Platze. Gro\u00dfer und kleiner Saal. Caf\u00e9 und Weindiele. T\u00e4glich Konzerte von 4 bis 6 Uhr und 8 bis 11 Uhr. Im Sommer der belebteste Restaurationsgarten. T\u00e4glich nachmittags und abends Konzerte. Besitzer: Richard Lehrl. Fernruf 73.<\/p>\n\n\n\n<p>1924: \u201eOdeon\u201c, Bes. R. Lehrl. Caf\u00e9, Konzert- und Ballsaal, Diele. T\u00e4glich Konzerte. Fernsprecher 73.<\/p>\n\n\n\n<p>1926: Odeon. Heute, Dienstag, zum Jahrmarkt:<\/p>\n\n\n\n<p>Dielenbetrieb.<\/p>\n\n\n\n<p>1926: Der Verein ehem. Kavalleristen hielt am Sonnabend, dem 24. April, abends 8 Uhr, eine au\u00dferordentliche Versammlung ab. Es wurde beschlossen, am 27. Juni d. J. das 17. Stiftungsfest durch Konzert im \u201eOdeon\u201c zu feiern. Die Musik f\u00fchrt die Kavallerie-kapelle Nr. 8 (F\u00fcrstenwalde) aus. Das N\u00e4here \u00fcber das Stiftungsfest wird noch in der Juniversammlung besprochen werden. \u2013 Auch wurde die Einladung zum Stiftungsfeste des 3. Schlesischen Dragoner-Regiments Nr. 15 (Berlin) bekanntgegeben. Die Versammlung beschlo\u00df ferner, bei etwaiger Beerdigung von Vereinsmitgliedern f\u00fcr jeden Sterbefall 50 M aus den Ersparnissen der Vereinskasse zu bewilligen. Dieser Betrag soll nicht der Witwe \u00fcbermittelt werden, sondern f\u00fcr Stellung der Beerdigungsmusik Verwendung finden Au\u00dferdem wird bei jeder Beerdigung eines Kameraden der Betrag bis zu 10 M f\u00fcr einen Kranz bewilligt. Am Sonntag, dem 2. Mai, unternehmen die Kameraden einen Morgenausflug nach dem Steinbruch.<\/p>\n\n\n\n<p>1926: Wohlt\u00e4tigkeits-Auff\u00fchrung des Damen-Turnvereins (Leiterin I. G\u00f6hlich), zum Besten der Diakonissinnen, am Montag, d. 29. Novbr. abds. 8.10 Uhr, Im Odeon: \u201eRosenfest\u201c. karten zum Preise von 1,00 Mark und 0,75 Mark von Mittwoch ab bei Brixy, Markt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1098\" height=\"704\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/2190-Odeon.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1865\" style=\"width:369px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/2190-Odeon.jpg 1098w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/2190-Odeon-768x492.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1098px) 100vw, 1098px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>1926: November. Odeon. Donnerstag, d. 25. November, abends 8 Uhr: 1. gro\u00df. Sinfonie-(1.Winter-) Konzert des verst\u00e4rkten Stadtorchesters Bunzlau. Dirigent: Kapellmeister K. Wandow. Solist: C. Momberg, Dresden, als Gast (Bariton, mit gro\u00dfem Orchester). Eintritt: Num. 1,- M., Saalseite 75 (Galerie 50 Pf. Vorverkauf in Neudeckers Buchhandlung, Markt.<\/p>\n\n\n\n<p>1927: Konzerthaus Odeon. Zum Heimatfest vom 6. \u2013 8. August, nachmittags und abends: K\u00fcnstlerkonzert. Jeden Tag: Dielenbetrieb. Sonntag, 7. Aug.: Fr\u00fchschoppenkonzert. Odeon-Saal: Sonntag, 7. August, abends 7 Uhr, Gro\u00dfer Festball. R. Lehrl.<\/p>\n\n\n\n<p>1928: Odeon Ball-, Theater- und Konzerthaus. Caf\u00e9 und Diele. t\u00e4gliche Konzerte. Tel. 73. Sch\u00f6ner Restaurationsgarten, gro\u00dfer Saal.<\/p>\n\n\n\n<p>1928: 14. 1. Die hiesige Fleischer-Gesellen-Bruderschaft h\u00e4lt am Sonntag, dem 15. Januar, im Saale des \u201eOdeon\u201c ein \u201eFest im Tannenwalde\u201c ab, zu dem ganz eigenartige Erscheinungen eingeladen sind, die man erst kurz nach 12 Uhr erkennen wird. Der Vorstand hat keine M\u00fchen und Kosten gescheut, um einen gl\u00e4nzenden Verlauf des Abends zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p>1929: 22. 6. Caf\u00e9 Odeon Diele. Sonn- und Feiertags: Fr\u00fchschoppen-Konzert. T\u00e4gl. nachmittags und abends: Konzert der Hauskapelle. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag: 4-Uhr-Tanz-Tee. Abends: Dielenbetrieb. Konzert u. Tanz bei sch\u00f6nem Wetter im Garten. Familie Lehrl. Garten-Tanz-Diele.<\/p>\n\n\n\n<p>1929: 26. 6. &nbsp;Caf\u00e9 Odeon Diele. Sonn- und Feiertags: Fr\u00fchschoppen-Konzert. T\u00e4gl. nachmittags und abends: Konzert der Hauskapelle. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag: 4-Uhr-Tanz-Tee. Abends: Dielenbetrieb. Konzert u. Tanz bei sch\u00f6nem Wetter im Garten. Familie Lehrl. Garten-Tanz-Diele.<\/p>\n\n\n\n<p>1929: 26. 6. Vaterl\u00e4ndischer Arbeiterverein Bunzlau. Sonntag, den 30. Juni, nachm. 2 Uhr, im \u201eOdeon\u201c: Fahnenweihe! Ab 4.30 Uhr nachm. Gro\u00dfes Festkonzert der gesamten Bunzlauer Stadtkapelle. Ab 6.30 Uhr Tanz im Odeon u. Bl\u00fccher-Saal. Preis der Festschleife: 1 Mark (Ehefrau 0,75, jedes weitere Familienmitglied 0,50 Mark.) Die national gesinnte Bev\u00f6lkerung von Stadt und Land ist herzlichst eingeladen.<\/p>\n\n\n\n<p>Reichsbund vaterl\u00e4ndischer Arbeiter- und Werkverein nachmittags 2 Uhr im Odeon ihre Fahnenweihe ab. Mit der Fahnen\u00fcbergabe und der Ansprache des Bundesf\u00fchrers ist ein gro\u00dfes Festkonzert der Stadtkapelle verbunden.<\/p>\n\n\n\n<p>1929: 29. 6. Wirtschaftsverband der Landwirte des Kreises Bunzlau (Kreislandbund). Sonntag, den 7. Juli: Feier des 10j\u00e4hrigen Bestehens in Bunzlau im Odeon. 3 Uhr nachm. Festkonzert. 5 Uhr nachm: Festversammlung. Festschleife kostet 0,50 M., Tanzschleife 0,50 M. Am Abend Tanz.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Mitglieder und Freunde des Verbandes mit ihren Familien sind herzlichst eingeladen und werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. gez. Kolshorn, Vorsitzender.<\/p>\n\n\n\n<p>1929: 4. 9. Gesellschaft der Musikfreunde. Dienstag, d. 17. Sept., abds. 8.10 Uhr, im Odeon. Dresdner Streichquartett. Ganzj\u00e4hr. Mitgl. 1,25 M., Wintermitgl. 2 M., Galerie 1 M., Sch\u00fcler 0,75 M. Nichtmitgl. 2,25 M. u. 2,75 M. Nachzahlung der Sommerbeitr\u00e4ge verbilligt den Eintrittspreis bedeutend. Wer ein neues Mitglied wirbt, erh\u00e4lt ein Konzert umsonst. W\u00fcnsche um Platzlegung sind sofort bei Neudecker erbeten, sp\u00e4ter unm\u00f6glich. Die neuen Mitgliedskarten ab 10. September bei Neudecker. Vorn. Nr. 1.<\/p>\n\n\n\n<p>1929: 7. 9. B\u00fcfettfr\u00e4ulein nicht unter 20 Jahren, f\u00fcr 1. Oktober gesucht. Caf\u00e9 Odeon.<\/p>\n\n\n\n<p>1931: Oeffentliche Volks-Versammlung! Am Dienstag, dem 20. Januar, abends 8 1\/4 Uhr, spricht im Odeon Pg. Pagel, ehem. SPD-Funktion\u00e4r in Dortmund. Thema: Wer sind die Totengr\u00e4ber des schaffenden Volkes? Die Erwerbslosen werden dieses Mal ganz besonders zum Erscheinen aufgefordert. Unkostenbeitrag 30 Pf. Erwerbslose 5 pf. Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, Ortsgruppe Bunzlau.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2178\" height=\"2560\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/A2255-Odeon-72-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1867\" style=\"width:439px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/A2255-Odeon-72-scaled.jpg 2178w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/A2255-Odeon-72-1106x1300.jpg 1106w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/A2255-Odeon-72-768x903.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/A2255-Odeon-72-1307x1536.jpg 1307w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/A2255-Odeon-72-1743x2048.jpg 1743w\" sizes=\"auto, (max-width: 2178px) 100vw, 2178px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>1931: Am Mittwoch, den 21. Januar, vormittag 11 Uhr im Odeon spricht der holsteinische Bauernk\u00e4mpfer Hamkens zu den Schlesischen Bauern. Landwirte erscheint alle! Es geht jeden an! Unkostenbeitrag 30 Pf. Das k\u00e4mpfende Landvolk Schesiens, Liegnitz.<\/p>\n\n\n\n<p>1932. Artur Schiller. Ein im Bunzlauer Stadtarchiv befindliches Buch, B\u00fcrgerbuch, auch B\u00fcrgermatrikel genannt, bietet uns reiches Material. Es beginnt im Jahre 1650 und endet mit dem 3. September 1851. Nicolaus, Joh. August Rudolf, 28 J., kath., Gastgeber, Bunzlau (16. April 1834). Nicolaus, Joh. Siegismund Cyrus, 28 J., kath., Brauer, Bunzlau; erbaute das am 19. Februar 1862 eingeweihte \u201eOdeon\u201c (19. Dezember 1845).<\/p>\n\n\n\n<p>1934: 8. 2. Diebstahl. Aus einem Auto, das in der vergangenen Nacht am Odeon stand, wurde ein Mantel gestohlen.<\/p>\n\n\n\n<p>1935: Konzerthaus Odeon. Caf\u00e9, Restaurant, Diele. Konzert, Tanz. Gesellschaftssaal und Garten.<\/p>\n\n\n\n<p>1935: Cafe Odeon, B. Gr\u00fcttner, Cafe<\/p>\n\n\n\n<p>1935: Odeon, Ball-, Theater- und Konzerthaus, Richard Lehrl \u2013 Gastwirt Richard Lehrl (427 A).<\/p>\n\n\n\n<p>1937: Hellmut Dengler. Bunzlauer Stadtblatt, 23. Juli 1937. Dicht besetzt war gestern der Saal des \u201eOdeon\u201c, wo ein Bunter Abend mit einer oberbayrischen Bauerntruppe stattfand. Zun\u00e4chst lie\u00df eine \u201eL\u00e4ndlerkapelle\u201cihre lustigen Weisen ert\u00f6nen, dann folgten in bunter Reihe die Auff\u00fchrung einiger kleiner Szenen unter dem Titel \u201eAuf der Alm, da gibt\u2018s kaa S\u00fcnd\u2018!\u201c, Zither- und Harmonika-Soli, &nbsp;lustige Lieder und Volkst\u00e4nze. Die Oberbayern verstanden es, die anwesenden Zuh\u00f6rer in fr\u00f6hlicher Weise ein paar Stunden hindurch zu unterhalten. Eine lustige Rauferei wurde mit ebenso gro\u00dfem Beifall bedacht, wie die Originaljodler und Volkslieder, die in das Programm mit aufgenommen waren. Am meisten Beachtung verdienten unserer Meinung nach die in echten Trachten gezeigten Volkst\u00e4nze, vor allem der bekannte \u201eSchuhplattler\u201c, der \u201eBerchtesgadener Figurentanz\u201c und der\u201eWatschentanz\u201c. Es hat wohl manchen Bunzlauer gegeben, der das erstemal Gelegenheit hatte, diese althergebrachten T\u00e4nze aus den bayrischen Bergen in so vollendeter Form zu sehen. Das war wirkliche Stammeseigenart, echte Volkskunst, die hier lebendig wurde! Die Besucher des Abends sparten darum auch gerade bei diesen sch\u00f6nen T\u00e4nzen nicht mit Applaus. Ein bayrisches Tanzkr\u00e4nzchen schlo\u00df sich den Darbietungen an.<\/p>\n\n\n\n<p>1938: Odeon, Bunzlau, Ruf 1873. Die gepflegte Gastst\u00e4tte. T\u00e4gl. nachm. und abends K\u00fcnstlerkonzert und Tanz. Neuer Besitzer: Albert Pol.<\/p>\n\n\n\n<p>1939: Auf zur Maifeier in\u2018s Odeon, Bunzlau. Tanz in allen R\u00e4umen. Es spielen 2 Kapellen.<\/p>\n\n\n\n<p>1939: 9.7. Auf zum Heimatfest ins Odeon. Bunzlau. Die gepflegte Gastst\u00e4tte. T\u00e4glich ab 16 Uhr, im Garten und Saal: Konzert\/Tanz. Stimmungsbetrieb! Verst\u00e4rkte Kapelle!<\/p>\n\n\n\n<p>1940: Odeon-Betriebe, Inh. F. A. Kirchhoff-Pol, Konzerthaus und Tanzkaffee, Fernruf 1873<\/p>\n\n\n\n<p>1941: 6. Februar. NSG. \u201eKraft durch Freude\u201c Sonnabend, 8. Februar 19.30 Uhr, Odeon-Saal: Soldaten spielen und singen f\u00fcr uns und das Kriegswinterhilfswerk. 122 Mitwirkende! 2 Stunden Programm und bis 1 Uhr Tanz. 14 Mann Tanzmusik. Eintritt einschlie\u00dflich Tanz nur 1.- M. Karten bei den KdF.-Betriebswarten und bei Zigarren-Neumann, Markt. Tanz nur f\u00fcr Veranstaltungsbesucher!<\/p>\n\n\n\n<p>1944: Sonntag, den 19. M\u00e4rz, 15.30 Uhr, im \u201eOdeon\u201c: \u201eLagernachmittag\u201c. Das Landjahrlager Sch\u00f6neichen, Kreis Stolp ladet dazu herzlich ein. Eintritt frei.<\/p>\n\n\n\n<p>1944: Gro\u00dfkonzert der Hitler-Jugend. Am Montag, den 27. 3. 1944, findet um 19.30 im Odeon ein Konzert der Hitler-Jugend statt, veranstaltet von der Gebietsmusikschule G\u00f6rlitz. Die Bunzlauer Bev\u00f6lkerung wird hiermit herzlichst eingeladen.<\/p>\n\n\n\n<p>1944: Die Magdeburger Artisten-Truppe Weisheit gibt auf vielseit. Wunsch am Sonntag, 14. Mai, im Odeon nochmal 2 gro\u00dfe Veranstaltungen. Nachm. halb 4 Uhr f\u00fcr Kinder; abends halb 8 Uhr Hauptvorstellung. Parole; F\u00fcr jeden etwas, sowie \u201eHaras\u201c, das Wunderpferd, auf der B\u00fchne. Preise: Erwachs. 1,50 RM, Kinder 0,75 RM. Vorverkauf bei Muschket und Abendkasse. Vorverkauf ab Dienstag, 9. Mai. Sichern Sie sich einen Platz.<\/p>\n\n\n\n<p>1954: Betrachtungen \u00fcber die S\u00e4le im lieben Bunzlau. Bunzlauer Heimatzeitung 6\/1954. Nach dreij\u00e4hriger Bauzeit ist, wie wir erfahren, das &#8222;Odeon&#8220; in Bunzlau vollkommen umgemodelt worden. Was fr\u00fcher vorn war ist jetzt hinten. Der Eingang ist nicht mehr am Promenadenteich, sondern am Erlendreieck. Der Saal ist v\u00f6llig ver\u00e4ndert. Wo die B\u00fchne lag, ist die K\u00fcche eingebaut worden&#8220; die recht ger\u00e4umig ist und vier gro\u00dfe Fenster nach dem Erlendreieck hin aufweist. An dieser Seite ist der halbe Saal zu Wirtschaftsr\u00e4umen benutzt worden. Es schlie\u00dft sich ein gro\u00dfer G\u00e4steraum an, dessen Fenster nach dem Teich, zu liegen. An der Fensterseite nach der Opitzstra\u00dfe sind Gesch\u00e4ftszimmer mit Oberlicht eingebaut worden, Die W\u00e4nde nach der K\u00fcche und der alten Garderobe wurden abgerissen und der ehemalige Saal somit an dieser Seite verl\u00e4ngert. Das ehemalige Cafe pr\u00e4sentiert sich jetzt als. Empfangsdiele mit Garderobeablage, Friseurkabinen und Toiletten. Durch zwei gro\u00dfe Glast\u00fcren gelangt man von hier aus sofort in den Saal. Oben in der Diele wurde die Wand nach der Saalseite durchbrochen und mit vier offenen Fenstern versehen, die mit Eisengittern verziert sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist also so eine Art Drachenfels entstanden, von dem aus die G\u00e4ste alles sehen und h\u00f6ren k\u00f6nnen, was unten im gro\u00dfen G\u00e4steraum geschieht. Beim Tanz wird, ein hohes Eintrittsgeld erhoben. Jeder erh\u00e4lt dabei einen Bon, der auf die Zeche verrechnet wird. Die Preise sind um zehn Prozent h\u00f6her als in den anderen Gastst\u00e4tten, also &#8222;Kronprinz&#8220;, &#8222;Kynast&#8220;, Gasthaus Bergmann in der Schlo\u00dfstra\u00dfe, die nat\u00fcrlich jetzt polnische Namen tragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Umbau des Odeon kostet die Kleinigkeit von einer Million &#8211; gemeint ist hier wohl: nach der polnischen W\u00e4hrung &#8211; und ist bei weitem noch nicht fertig.<\/p>\n\n\n\n<p>1956: Karl Wiechmann. Das Theater sieht von au\u00dfen aus wie einst, nur innen ist der alte Glanz verschwunden. In den Logen stehen Gartenb\u00e4nke und St\u00fchle aus dem Odeon, das jetzt das einzige Vergn\u00fcgungslokal der Stadt ist. Es wurde, wie wir fr\u00fcher schon berichteten, vollkommen umgestaltet.<\/p>\n\n\n\n<p>J. J. (1963) &#8230; War der Unterricht zu Ende, dann ging es im Tempo s\u00e4mtliche Treppen hinunter und in Richtung des Odeons weiter. Hier wurden sehr oft, wenn die Laden der Saalfenster geschlossen waren, erst einmal alle Riegel gedreht, die sonst die offenen Fensterl\u00e4den festklemmten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1593\" height=\"1030\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/AK299-100-Odeon.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1868\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/AK299-100-Odeon.jpg 1593w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/AK299-100-Odeon-1300x841.jpg 1300w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/AK299-100-Odeon-768x497.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/AK299-100-Odeon-1536x993.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1593px) 100vw, 1593px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Dann setzten wir unsern Weg in Richtung des Teiches fort. Hier erinnere ich mich noch gern der im Fr\u00fchjahr bl\u00fchenden Rotdornb\u00e4ume, die am S\u00fcdrand des Teiches standen. Im Winter warfen wir oft Steine auf die Eisfl\u00e4che des Teichs, um festzustellen, ob das Eis schon h\u00e4lt. Mt dem nicht verzehrten Fr\u00fchst\u00fccksbrot wurden im Sommer dann die Schw\u00e4ne und die sch\u00f6nen Brautenten gef\u00fcttert. Gern w\u00e4re ich einmal mit dem Kahn nach der mit Weiden geschm\u00fcckten k\u00fcnstlichen Insel \u00fcbergesetzt und h\u00e4tte das Schwanenhaus besichtigt. Leider bot sich dazu keine Gelegenheit. Beim Eislauf konnte man ja zur Insel, aber da war entweder das Schwanenhaus entfernt oder es war alles mit dem Schnee der Eisbahn zugedeckt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch einmal im Odeon tanzen! Karl Wiechmann. Erstver\u00f6ffentlichung: Bunzlauer Heimat-Zeitung 3\/56 Da \u00fcberl\u00e4\u00dft man es nun so einem alten Knaben wie dem Theo K\u00f6rling, den Sto\u00dfseufzer auf das Papier zu nageln: \u201eNoch einmal im Odeon tanzen!\u201c Eigentlich m\u00fc\u00dften das j\u00fcngere Jahrg\u00e4nge tun, die wirklich noch gern tanzten. Ja, da sehen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[],"class_list":["post-1853","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bunzlauer-heimatzeitung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1853","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1853"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1853\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1869,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1853\/revisions\/1869"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1853"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1853"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1853"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}