{"id":1836,"date":"2024-07-14T18:05:09","date_gmt":"2024-07-14T16:05:09","guid":{"rendered":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/?p=1836"},"modified":"2024-07-14T18:05:10","modified_gmt":"2024-07-14T16:05:10","slug":"die-heimattreffen-1953-und-1954","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/2024\/07\/14\/die-heimattreffen-1953-und-1954\/","title":{"rendered":"Die Heimattreffen 1953 und 1954"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erstver\u00f6ffentlichung: Bunzlauer Heimatzeitung 3\/1953, Bunzlauer Heimatzeitung 5\/1953, Bunzlauer Heimatzeitung 6\/1953, Bunzlauer Heimatzeitung 5\/1954, Bunzlauer Heimatzeitung 6\/1954, Bunzlauer Heimatzeitung 7\/1954<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aufruf an alle Bunzlauer!<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 3\/1953<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu dem bevorstehenden 1. Bundestreffen und der Patenschaftsverk\u00fcndung am 2. und 3, Mai 1953 in Siegburg, ruft der Vorstand des Bundes vertriebener Deutscher alle Bunzlauer auf, sich an dieser Veranstaltung zu beteiligen. Deshalb bitten wir alle Bunzlauer, die an diesen Feierlichkeiten in Siegburg teilnehmen, umgehend an den Endesunterzeichneten Mitteilung zukommen zu lassen, mit wieviel Personen sie hier eintreffen und ob sie Quartier ben\u00f6tigen. Gleichzeitig bitten wir hiermit alle Bunzlauer, sich an der Ausgestaltung der Feierlichkeiten zu beteiligen. Wer etwas Nettes zur Darbietung bringen kann, dient uns allen. Liebe Bunzlauer, helft uns alle mit, da\u00df das erste Bundestreffen zu einem unverge\u00dflichen Erlebnis wird. Erscheint alle und beweist damit Euere Verbundenheit zu Euerem Bunzlau und unserem Schlesien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die letzte Frist zur Anmeldung des Bundestreffen ist der 15. April 1953.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Walter Kalt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des BvD.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wir rufen &#8230;<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">nochmals alle Bunzlauer auf nach Siegburg zu kommen. Es k\u00f6nnen Sonntagsr\u00fcckfahrkarten benutzt werden. Diese Karten gelten vom 30. April 12 Uhr mittags bis 4. Mai 24 Uhr. Dadurch d\u00fcrfte sich der Fahrpreis um ein Beachtliches erm\u00e4\u00dfigen. Aus diesem Grunde wurde der Termin auf den 2. und 3. Mai verlegt. Bis jetzt sind bereits zahlreiche Anmeldungen aus allen Teilen des Bundesgebietes,eingegangen. Das Quartieramt befindet sich in Siegburg, Kronprinzenstr. 11, Lindenhof.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der BvD. bittet alle Landsleute, wenn R\u00fcckfragen n\u00f6tig sind, um Beif\u00fcgung von Porto.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das gro\u00dfe Wiedersehen in Siegburg<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Patenschafts\u00fcbergabe an die Bunzlauer \u2013 Fahnen und Girlanden vom Bahnhof bis zur Sch\u00fctzenburg<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Recht auf die schlesische Heimat<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 5\/1953<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fast tausend Bunzlauer aus Stadt und Land kamen am 2. und 3. Mai in Siegburg zusammen, um an dem Heimattreffen teilzunehmen. Aus Himmelsrichtungen eilten die B\u00fcrger, T\u00f6pfer und Bauen, die vor acht Jahren und sp\u00e4ter aus der weltbekannten T\u00f6pferstadt Bunzlau und seinem Landkreis vertrieben wurden, nach dieser gastfreundlichen Stadt an der Sieg, die uns die Br\u00fcderhand reicht und uns in der Notzeit beistehen will, solange wir fern der Heimat leben m\u00fcssen. Mit welch gro\u00dfer Liebe und Herzlichkeit die Bunzlauer In Siegburg empfangen wurden, zeigt uns deutlich und \u00fcberzeugend folgender Bericht:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das waren zwei Freudentage, die uns, die wir dabei waren, noch lange in Erinnerung bleiben werden. Wir bedauern aufrichtig alle lieben Heimatgef\u00e4hrten, die diese Freude nicht miterleben konnten. Ein Wiedersehen mit den Bunzlauer Heimatfreunden ist ja f\u00fcr sich schon ein Erlebnis ohnegleichen, und h\u00e4tte das Treffen in Siegburg keinen besonderen Anla\u00df gehabt, wir Bunzlauer w\u00e4ren schon \u00fcber das Wiedersehen, f\u00fcr manche seit,acht bis zehn Jahren, gl\u00fccklich gewesen. Nun kam aber f\u00fcr alle die wohltuende Erkenntnis hinzu, da\u00df die Siegburger Kreisverwaltung und ebenso die Stadt wie alle Einwohner an unserem Vertriebenenschicksal aufrichtig Anteil nahmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Weg vom Bahnhof bis in die Sch\u00fctzenburg war mit Fahnen, Girlanden und Ber\u00fc\u00dfungsplakaten geschm\u00fcckt, und alle notwendigen Betreuungen wie Unterk\u00fcnfte, Verpflegung und waren vorz\u00fcglich organisiert. Das gab einen Jubel in der Sch\u00fctzenburg, wo sich die Freunde zum ersten, Mal sahen. \u00dcberall lagen sich die Bunzlauer in den Armen, und viele, viele Freudentr\u00e4nen flossen. Besonders hervorzuheben ist die Freundlichkeit und Bereitwilligkeit der Siegburger Quartiergeber, zum gro\u00dfen Teile auch Vertriebener<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser sch\u00f6nes Fest begann mit dem<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Heimatabend<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">f\u00fcr die Stadt Bunzlau im \u201eLindenhof\u201c,&nbsp; f\u00fcr den Kreis in der &#8222;Sch\u00fctzenburg&#8220; Der Besuch war erfreulich stark.&nbsp; Wir sch\u00e4tzten auf etwa 500 Bunzlauer. Diese Zahl steigerte sich am Sonntage auf fast das Doppelte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Siegburger Chor der Heimatvertriebenen, der uns von Bunzlau bekannte Bariton Besser und Ludwig Lommel trugen zur Unterhaltung bei. Die gr\u00f6\u00dfte Freude aber gab den versammelten Bunzlauern das Suchen und Finden alter Freunde und das Erz\u00e4hlen unter ihnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man war \u201ed. u.&#8220; (dauernd unterwegs),und die Stimmung lie\u00df wirklich nichts zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, Man hatte das Gef\u00fchl, im Bunzlauer Odeon zu sitzen und freute sich der lieben bekannten Gesichter und der Fragen, Berichte und Kalauer in Bunzlauer Hochdeutsch. Dutzende meiner ehemaligen &#8222;Jungen&#8220; von der Bunzlauer Penne, jetzt ansehnliche junge M\u00e4nner, begr\u00fc\u00dften ihren &#8222;Alten&#8220;, zum Teil noch in der Erinnerung der fr\u00fcheren &#8222;genossenen&#8220; Mathematikstunden. Es war ein herrlicher Abend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der auf eine etwas stark abgek\u00fcrzte Bettruhe folgende Sonntag war der eigentliche Festtag. Er wurde begonnen mit Gottesdiensten in der evangelischen und katholischen Kirche. Ich nahm an dem in der evangelischen Kirche teil, Dort sprach Pastor Stein, ein Schlesier, jetzt hier im Amt. Der Geistliche bereitete uns erhebende Feierstunde. In der katholischen Kirche sprach der Geistliche Rat Golombek.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Festakt<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach den Gottesdiensten begann um 11,30 Uhr im Hotel &#8222;Stern&#8220; der Festakt der feierlichen \u00dcbernahme der Patenschaft Bunzlau durch Kreis und Stadt Siegburg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei Lieder eines Jugendchores, ein Heimatlied und das prachtvoll dargebotene &#8222;Ave verum&#8220; leitete die Feier ein. Landsmann B\u00f6rner unterst\u00fctzte die feierliche Stimmung durch den Vortrag des Gedichtes &#8222;Die Ausgewiesenen&#8220; von E.&nbsp; Wiechert. Dann kamen zahlreiche Redner zu Worte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Ortsvorsitzer des Bundes der Heimatvertriebenen, Heinz Geisler, richtete herzliche Gru\u00dfworte an die Versammelten. Der&nbsp; Kreisvorsitzer der Schlesischen Landsmannschaft, Paul Bartnick, begr\u00fc\u00dfte die Vertreter der Kreis- und Stadtbeh\u00f6rden Siegburgs, die Witwe unseres letzten B\u00fcrgermeister Siemianowsky, den Vertreter der Geistlichkeit, den belgischen Stadtkommandanten und den Vertreter der Heimatvertriebenen-Organisation Unger, der sich um die Einrichtung der Patenschaft Siegburg besonders verdient gemacht hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vertreter des Siegkreises gab die eingegangenen Festgr\u00fc\u00dfe bekannt. Es gr\u00fc\u00df.en und begl\u00fcckw\u00fcnschten die Versammlung: Bundespr\u00e4sident Prof. Dr. Heu\u00df, Bundeskanzler Adenauer, Minister Kaiser, der Verkehrsminister Seebohm, die Landesminister Dr. Flecken und Dr. Weber, der Vorsitzende des BvD Dr. Rinke und die Ortsgruppe Bunzlau aus Gro\u00dfberlin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Kreis Siegburg hob Landrat Etzenbach in seiner Begr\u00fc\u00dfungsansprache besonders hervor, da\u00df f\u00fcr die heute zu \u00fcbernehmende Patenschaft keinerlei materielle, sondern nur ideelle Gr\u00fcnde best\u00fcnden. Unsere geliebte Heimat solle unvergessen bleiben, und unverletzlich bleibe das Menschenrecht der Schlesier auf ihre Heimat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die schlesischen Heimatvertriebenen erhofften keine gewaltsame R\u00fcckeroberung ihres Heimatgebietes, aber unersch\u00fctterlich bleibe der Gedanke an eine R\u00fcckkehr in die schlesische Heimat in absehbarer Zeit. Nach Verlesung des Wortlautes der Patenschaftsurkunde f\u00fcr den Landkreis Bunzlau \u00fcbergab er diese an die Witwe des letzten Bunzlauer B\u00fcrgermeisters Frau Siemianowsky.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">B\u00fcrgermeister Dr. Schmandt, Siegburg, bewillkommnete die neuen Patenkinder, hob besonders hervor, da\u00df das Stadtparlament die \u00dcbernahme der Patenschaft einstimmig beschlossen habe, verlas den Wortlaut f\u00fcr die Patenschaftsurkunde f\u00fcr die Stadt Bunzlau und \u00fcbergab sie ebenfalls Frau Siemianowsky.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frau Siemianowsky dankte der Einwohnerschaft und den Verwaltungsbeh\u00f6rden,der Stadt und des Kreises Siegburg f\u00fcr die bewiesene Anteilnahme an dem bitteren Erleben der Bunzlauer und \u00fcbergab die Urkunden zur Aufbewahrung im Stadtarchiv.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vertreter des erkrankten Bundesministers Lukaschek, Minsterialrat Dr. Hilgermann, \u00fcbermittelte Lukascheks Gr\u00fc\u00dfe und Gl\u00fcckw\u00fcnsche. Heimatland und Heimatvolk d\u00fcrften, so sagte er, nicht getrennt werden. Den Gedanken an die verlorene Heimat wachzuhalten und die Heimatvertriebenen in der Fremde mit Rat und Hilfe zu st\u00fctzen, Ist und die Aufgabe de Landsmannschaften. Die Patenschaften aber \u00fcbernehmen die Pflicht, ihren Patenkindern fern von der Heimat St\u00fctze zu sein, bis sie ihrer geliebten alten Mutter Heimat wieder zugef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vertreter der Regierung Nordrhein- Westfalen, Ministerialdirigent Gr\u00fcndner, nannte Bunzlau und Siegburg artverwandt, einander \u00e4hnlich im Landschaftsbild und ihren heimischen Industrien. Er \u00fcberbrachte die Gr\u00fc\u00dfe des Ministerpr\u00e4sidenten und des Sozialministers Nordrhein-Westfalens, Oberregierungsr\u00e4tin Dr. Elscheidt gr\u00fc\u00dfte die Festversammlung im Auftrage des Regierungspr\u00e4sidenten K\u00f6ln<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Vertreter der Geistlichkeit beider der Konfessionen sprach der Dechant Dr. Becker. Er bezeichnete dieses Fest als ein Fest der Liebe, die am N\u00e4chsten nicht vor\u00fcbergeht, sondern ihn sucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Zierenberg vom BvD nannte die Patenschaft eine Br\u00fccke zwischen Ost- und Westdeutschland.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vertreter der vertriebenen Ostpreu\u00dfen und Sudetendeutschen brachten die Gr\u00fc\u00dfe ihrer Organisationen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Dank der Bunzlauer<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann kam unser Heimatkreis-Vertrauensmann Pfuhlmann zum Worte. Er dankte bewegt der Patenstadt, gab einen \u00dcberblick \u00fcber Besitz und Industrie unserer schlesischen Heimatstadt, w\u00fcrdigte die Verdienste unseres letzten B\u00fcrgermeisters und seiner Vorg\u00e4nger, ferner des Geheimrats Schiller und des Pfarrers Sauer und gedachte auch aller anderen in den Schreckenstage Bunzlaus und der folgenden Zeit verstorbenen Heimatgef\u00e4hrten. Die Versammelten erhoben sich von den Pl\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Landsmann Georg Buchler, der sich seit dem Verlassen Bunzlaus, wie jeder Heimatfreund wei\u00df, um den Zusammenhalt aller Bunzlauer mit gro\u00dfer Opferwilligkeit und sogar Gefahr bem\u00fcht hat, vermittelte die Gr\u00fc\u00dfe des Verlages Goldammer der Bunzlauer Heimatzeitung und ihres Schriftleiters Karl Wiechmann und \u00fcbergab dem B\u00fcrgermeister der Stadt Siegburg die bisherigen Ausgaben unserer Bunzlauer Heimatzeitung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er bat den B\u00fcrgermeister, nunmehr in Siegburg eine Auskunftsstelle f\u00fcr alle Bunzlauer aus Stadt und Kreis einzurichten und da\u00df die bisherige Einwohner- und Sterbekartei Bunzlaus jetzt der Verwaltung der Patenstadt \u00fcbergeben wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun sprach der Bunzlauer Senior der T\u00f6pfer, Karl Werner, (Ostdeutsche Keramik). Er brachte die Gr\u00fc\u00dfe der Bunzlauer T\u00f6pfer aus dein Westerwald, dankte in echter Herzlichkeit der Patenstadt und gab einen R\u00fcckblick auf die Geschichte der Bunzlauer T\u00f6pferei und einen Bericht \u00fcber die Entwicklung der Bunzlauer Tonindustrie im Westerwald.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vertreter der Bundesleitung der Landsmannschaft Schlesien brachte die Gr\u00fc\u00dfe dieser Organisation aus Bonn und ihren Dank an Siegburg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Siegburger Chor der Heimatvertriebenen sang schlesische Heimatlieder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Landsmann Kurt B\u00f6rner \u00fcbergab als Geschenk an die Stadtverwaltung Siegburg eine Nachbildung des &#8222;Gro\u00dfen Topfes&#8220; und das Bunzlauer Stadtwappen, und an die Kreisverwaltung einige gro\u00dfe Bunzlauer Vasen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eine Bunzlauer Ausstellung<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bunzlauer Tonfirmen B\u00f6rner (Holzhausen), K. Werner (Siershan), Werner (H\u00f6hr-Grenzhausen) und Wesenberg (Ludwigsburg) hatten Ausstellungen ihrer Erzeugnisse eingerichtet, die allen Bunzlauern und Siegburgern Freude machten und uns bewiesen, da\u00df die Vertreter unserer heimischen Tonindustrie es verstanden haben, sich auch in der Fremde durchzusetzen und den guten Ruf des Bunzlauer Tongeschirrs erneut zur Geltung zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Mittagsessen fand eine F\u00fchrung auf dem durch eine Abtei gekr\u00f6nten Michelsberg statt. Dann beschlo\u00df ein gem\u00fctliches Beisammensein der Festteilnehmer im &#8222;Lindenhof&#8220; und in der &#8222;Sch\u00fctzenburg&#8220; das sch\u00f6ne und in jeder Beziehung gut organisierte und gelungene Fest, das allen Anwesenden in der Erinnerung unverge\u00dflich bleiben wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erich H\u00fcbner (Frankfurt\/Main, Usinger Stra\u00dfe 15)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dank an Siegburg<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 5\/1953<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das erste Bunzlauer Heimattreffen mit der Patenschafts\u00fcbernahme ist nun verklungen. Wir Bunzlauer haben es herzlich begr\u00fc\u00dft das uns Siegburg eine neue Heimat bieten will und waren deshalb gerne dem Ruf zum ersten Heimattreffen mit Patenschafts\u00fcbernahme gefolgt. Wie schlugen unsere Herzen, als wir gleich am Bahnhof unsere so vertraute Bunzlauer Stadtfahne nach 8 Jahren zum ersten Male wiedersehen durften, und dann alte bekannte Gesichter antrafen, selbst Totgesagte standen wieder vor uns. Jedenfalls war es ein gelungenes Wiedersehensfest, dem ja nun in jedem Jahr am ersten Sonnabend und Sonntag im Mai eine Wiederholung folgen soll. Das hei\u00dft, Ihr lieben Bunzlauer k\u00f6nnt Euch jetzt schon eine Reisekasse anlegen. Siegburg hat uns eine zweite Heimat geboten, wof\u00fcr wir besonders dem B\u00fcrgermeister Dr. Schmandt und dem Landrat Bundestags,abgeordneten Etzenbach danken wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frau Maria Siemianowsky<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erwin PfuhImann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nachkl\u00e4nge zum Siegburger Treffen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 6\/1953<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Wiedersehen der Bunzlauers sind uns einige Zuschriften zugegangen, in denen unsere Heimatfreunde in verst\u00e4ndlicher Weise das zum Ausdruck bringen, was sie nach diesen sch\u00f6nen Tagen aufs tiefste bewegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir danken allen, auch Frau Lotte Seidel (Frau des verstorbenen Apothekers) und Paul Bartnick, der noch einmal herzliche Gru\u00dfworte an die Bunzlauer aus Stadt und Land richtet und f\u00fcr die vielen Telegramme und Gl\u00fcckw\u00fcnsche dankt, die an jenen Tagen einliefen. Besonderen Dank widmet er allen Bunzlauer Mithelfern und den Quartiergebern. Sobald das Bunzlauer Kuratorium in Siegburg gebildet sei, wird mit der Arbeit begonnen werden. Schon heute bittet er, Anregungen und W\u00fcnsche an die Landsmannschaft Schlesien, Kreisgruppe Siegburg, heranzutragen. Ferner dankt er den Bunzlauer Betrieben f\u00fcr die sch\u00f6ne Ausstellung ihrer Erzeugnisse. Georg Buchler gedenkt der besonders liebevollen Aufnahme der G\u00e4ste bei den Heimatvertriebenen in Siegburg.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zum Heimattreffen Stadt und Kreis Bunzlau am 1. und 2. Mai 1954 in der Patenstadt Siegburg<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 4\/1954<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Landsleute<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vorarbeiten f\u00fcr das obige Treffen sind in vollem Gange. Viele Anmeldungen liegen bereits vor. Liebe Landsleute, z\u00f6gert nicht und schickt uns die Anmeldung alsbald, damit wir uns entsprechend einrichten k\u00f6nnen. Ein entsprechender Anmeldevordruck ist nochmals am Schlu\u00df abgedruckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir empfehlen erneut, Gemeinschaftsfahrten zu organisieren, die die Fahrtkosten verbilligen. Es soll auch gerade Landsleuten mit kleinem Geldbeutel m\u00f6glich gemacht werden, zu dem Treffen zu erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Bundesbahn sind verbilligte Fahrten durch sogenannte Gesellschaftsfahrten m\u00f6glich:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) 33 1\/3 % bei Beteiligung von mindestens 12 Erwachsenen in der 2. und 3. Wagenklasse;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) 50 % bei Beteiligung von mindestens 25 Erwachsenen in der 2. u. 3. Wagenklasse;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">e) Bei Bezahlung von mindestens 15-30 Erwachsenen &#8222;eine&#8220; Freikarte; f\u00fcr jede weitere angefangene Zahl von 30 Erwachsenen noch e i n e Freikarte;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">d) Kinder von 4-10 Jahren zahlen nur die H\u00e4lfte der erm\u00e4\u00dfigten Preise;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">e) Eil- und D-Z\u00fcge k\u00f6nnen gegen Zahlung des vollen Zuschlages benutzt werden*,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">f) Es besteht ferner die M\u00f6glichkeit, die tariflich festgelegten Teilnehmerzahlen von 12 auf 8 und von 25 auf 15 herabzusetzen, wenn ein entsprechender Antrag bei der Bundesbahndirektion rechtzeitig gestellt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Eintopfessen am 2. Mai 1954 ist vorgesehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Anzahl B\u00fcrgerquartiere stehen bereit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Patenstadt Siegburg erwartet Euch. Mit dem Treffen ist auch eine Feierstunde aus Anla\u00df, des 200j\u00e4hrigen Bestehens der Waisen- und Schulanstalten Bunzlau verbunden. Wir verweisen auf den besonderen Artikel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heimatkreiskommission f. d. Kreis Bunzlau I. A.: Siemianowsky.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Programm<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sonnabend, dem 1. Mai 1954<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab 12 Uhr Eintreffen der G\u00e4ste. Sammelpunkt: Hotel &#8222;Z. Stern-&#8222;, Markt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">18.00 Uhr Feierstunde im gro\u00dfen Saal des Hotels &#8222;Zum Stern&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Musikst\u00fcck<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) Lied: \u201eO du Heimat, lieb und traut&#8220;, (gemeinsam gesungen&#8216;)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">c) Begr\u00fc\u00dfung durch Fr. Maria Siemianowsky, Landrat Etzenbach, B\u00fcrgermeister Schmandt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">d) Gedicht<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">e) Festrede durch, Vorsitzer des Kreisverbandes des BvD und Kreistagsabgeordneten Dr. Wolfgang Ziernberg<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">f) Lied: &#8222;Kehr ich einst zur Heimat wieder&#8220;, (gemeinsam gesungen)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anschlie\u00dfend gem\u00fctliches Beisammensein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sonntag, dem 2. Mai 1954<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">9.30 Uhr Kath. Gottesdienst in der Servatiuskirche (Markt)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">10.00 Uhr Evangelischer Gottesdienst in der Kirche (Annostra\u00dfe)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">11.00 Uhr Feierstunde aus Anla\u00df des 200j\u00e4hrigen Bestehens der Waisen- und Schulanstalten Bunzlau.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Treffen ehem. Lehrer, Sch\u00fcler u. des Personals in der Aula des Staatlichen Gymnasiums, Humperdinckstra\u00dfe).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anschlie\u00dfend Kranzniederlegung am Ehrenmal, Markt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">13.00 Uhr Eintopfessen im Gasthaus &#8222;Lindenhof &#8222;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">14.30 Uhr a) Stadtbesichtigung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. F\u00fchrung auf den Michaelsberg zur Abtei,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Besichtigung, der Schatzkammer in der Servatiuskirche (Markt).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kaffeetrinken im Gasthaus &#8222;Lindenhof&#8220; gegen 16 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) Wanderung \u00fcb. das Rasthaus, Stallberg, Friedenssiedlung. Marienfried zum Siegblick. Dort Kaffeetrinken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">18.00 Uhr Heimatabend im Gasthaus &#8222;Lindenhof&#8220; gemeinsam mit den Heimatvertriebenen in Siegburg.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Heimattreffen 1954 in Siegburg<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 5\/1954<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das diesj\u00e4hrige Heimattreffen der Bunzlauer in Siegburg war sehr gut besucht. Der ger\u00e4umige Saal des Hotels &#8222;Stern&#8220; war bis auf den letzten Platz gef\u00fcllt. Die Feier aus Anla\u00df des 200j\u00e4hrigen Bestehens der Bunzlauer Waisen- und Schulanstalten war ein einmaliges Erleben f\u00fcr alle Teilnehmer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einen ausf\u00fchrlichen Bericht \u00fcber dieses so gelungene Heimatfest lesen Sie in der Juni-Ausgabe der BHZ.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch einen schweren Ungl\u00fccksfall des Herausgebers C. Goldammer sen. am 15. April 1954 war es dem Verlag nicht m\u00f6glich, an dem Heimattreffen teilzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Heimattreffen in Siegburg<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 6\/1954<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Heimatreffen 1954 in unserer Patenstadt Siegburg hat durch den zahlreichen Besuch gezeigt, wie gro\u00df die Sehnsucht unserer Landsleute ist, sich wieder einmal zusammenzufinden und vereint der Heimat zu gedenken. Aus den entlegensten Teilen der Bundesrepublik, der Sowjetzone und selbst aus dem Auslande waren Landsleute aus Stadt und Kreis Bunzlau erschienen und hatten M\u00fche und Kosten nicht gescheut, um an dieser Feier teilzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir danken hiermit allen herzlichst f\u00fcr das Erscheinen, insbesondere auch den fr. Angeh\u00f6rigen der Bunzlauer Waisen- und Schulanstalten, die zu der Feier des 200j\u00e4hrigen Bestehens dieser Anstalten gekommen waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im kommenden Jahre haben wir f\u00fcr das Heimattreffen Pfingsten vorgesehen, da dann wieder 2 Feiertage zur Verf\u00fcgung stehen. Der 1. Mal 1955 f\u00e4llt n\u00e4mlich auf einen Sonntag und es st\u00e4nde deshalb nur ein Feiertag bereit. Wir bitten, Anregungen, W\u00fcnsche und Vorschl\u00e4ge f\u00fcr das Heimattreffen 1955 bereits jetzt schon unserem Landsmann Otto Liebelt in Siegburg, Brandstra\u00dfe 28, zu \u00fcbermitteln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heimatgruppe Bunzlau in Siegburg<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Festausschu\u00df.&nbsp; I. A. Siemianowsky.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unser Bunzlauer Treffen in Siegburg am 1. und 2. Mai 1954<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 6\/1954<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist etwas Heiliges um das Heimweh. und wir sch\u00e4men uns dessen nicht, des gro\u00dfen Heimwehs nach den Lieben, mit denen wir in der alten Heimat lebten. Dem St\u00fcckchen Erde, das uns in den empf\u00e4nglichen Jahren der Kindheit und Jugend die Welt bedeutete, Und wenn wir jetzt, fern der Heimat, den Ruf h\u00f6ren nach einem Wiedersehen, so bedeutet uns das mehr als nur eine Reise. Es waren da die gro\u00dfen Treffen in Hannover und, K\u00f6ln, aber diese in seiner verwirrenden Masse ungeheuer an:strengende Angelegenheit war nicht das&#8220; was wir ersehnten. Man fand sich kaum, und suchte wieder so schnell als m\u00f6glich dem L\u00e4rm, dem Sto\u00dfen und Treiben zu entfliehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anders, ganz anders unser Bunzlauer Treffen in Siegburg. Ich selbst mu\u00df sagen, es war f\u00fcr mich das sch\u00f6nste und begl\u00fcckendste Erlebnis seit &#8211; nun eben seit dem Verlust der Heimat schlechthin! Wieviel H\u00e4nde streckten sich einem entgegen, wieviel vertraute, liebe Gesichter! Als wir uns abends zur Feierstunde im gro\u00dfen Saal des Hotels zum Stern trafen, der gro\u00dfe Kreis geliebter, heimatlicher Menschen, waren wir alle wie eine Familie. Hunderte und Hunderte waren gekommen; aus Bayern, aus Hessen, aus Westfalen, aus Norddeutschland, weit \u00fcber Hamburg hinaus. Frau Siemianowsky, die Gattin unseres verstorbenen fr\u00fcheren B\u00fcrgermeisters, die sich in r\u00fchrender Weise tatkr\u00e4ftig f\u00fcr uns einsetzt, dankte nun zuerst der Stadt Siegburg f\u00fcr alle Bem\u00fchungen, den vertriebenen Bunzlauern in der Kreisstadt eine zweite Heimat zu geben. Wenn es auch noch viel Arbeit erfordern wird, hoffe man doch mit der Zeit das Ziel zu erreichen. Besonders begr\u00fc\u00dfte sie die \u00e4lteren Bunzlauer, vor allem den 91j\u00e4hrigen Rechnungsrat Blache, der mit seiner Tochter bis von N\u00fcrnberg gekommen war. In der Umrahmung von heimatlichem Gesang und Gedichten nahmen dann die Siegburger Beh\u00f6rden das Wort. Landrat Etzenbach sprach von der Patenschafts\u00fcbernahme und von dem. Recht auf die alte Heimat, das als fundamentales Prinzip eines neuen Europas als eines der unver\u00e4nderlichen Menschenrechte allgemeine Anerkennung finden m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">B\u00fcrgermeister Dr. Schmandt versicherte, da\u00df man alles tun werde, um die Dinge, die man einer guten Patenschaft schuldig sei, vorw\u00e4rts zu treiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geistlicher Rat Dechant Dr. Becker und Pastor St\u00e4hler erinnerten an den ersten Jahrestag der Patenschafts\u00fcbernahme und brachten hierzu die Gl\u00fcckw\u00fcnsche der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber das Bekenntnis zur Heimat sprach sodann im weiteren Verlauf des Abends der Kreisvorsitzende des BVD, Dr. Wolfgang Ziernberg. Er r\u00fchmte in gleichem Ma\u00dfe die Sch\u00f6nheit der Stadt Siegburg wie die alte Heimat und betonte, da\u00df der tiefste Sinn der Patenschaft im Zur\u00fcckfinden auf die gemeinsamen Wurzeln der Abstammung beruhe. Das gemeinsam erlittene Ungl\u00fcck werde nur ohne Gewalt zu \u00fcberwinden sein, es gehe um die Entscheidung, ob Europa abendl\u00e4ndisch oder kommunistisch. sein werde. Zum Schlu\u00df des offiziellen Teiles zeigte Dr. G\u00fcrtler sch\u00f6ne Lichtbilder aus unserm lieben Heimatst\u00e4dtchen, die alle von Herzen, erfreuten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Sonntag Vormittag fand in beiden Kirchen gemeinschaftlicher Festgottesdienst statt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den H\u00f6hepunkt aller Veranstaltungen bildete in der Aula des Gymnasiums eine Feierstunde aus Anla\u00df des 200j\u00e4hrigen Bestehens der Zahn&#8217;schen Schulanstalten in Bunzlau am Sonntag Morgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcder, reicht die Hand zum Bunde, diese sch\u00f6ne Feierstunde<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">f\u00fchre uns zu lichten H\u00f6hn!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">La\u00dft, was irdisch ist, entfliehen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">unsrer Freundschaft Harmonien<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">dauern ewig, fest und sch\u00f6n.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Preis und Dank dem Weltenmeister,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">der die Herzen, der die Geister<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">f\u00fcr ein ewig Wirken schuf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Licht und Recht und Tugend schaffen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">durch der Wahrheit heilge Waffen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">sei uns g\u00f6ttlicher Beruf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihr, auf diesem Stern die Besten,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Menschen,all im Ost und Westen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">wie im S\u00fcden und im Nord!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wahrheit suchen. Tugend \u00fcben,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott und Menschen herzlich lieben,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">das sei unser Losungswort.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Gemeinsam gesungenes Lied zu Beginn der Feierstunde),<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schulrat i. R. Erich H\u00fcbner sprach herzliche Begr\u00fc\u00dfungsworte, Siegburger Gymnasiasten spielten Violine, und Studienrat Karl Springer hielt die Festansprache, die in ihrer ihrem -hohen sittlichen Ernst und ihrer Innerlichkeit tief beeindruckte. Seine Ausf\u00fchrungen waren im wesentlichen der Entstehung der Bunzlauer Waisen- und Schulanstalt gewidmet. und vor allem dem Ged\u00e4chtnis Gottfried Zahns jenes Mannes, der in tiefer Fr\u00f6mmmigkeit, selbstloser N\u00e4chstenliebe, gro\u00dfer Willenskraft und sch\u00f6pferischem Mut das gro\u00dfe Werk geschaffen hat, das durch zwei Jahrhunderte hindurch in seinem Sinne dein Staat und der Jugend~ gedient hat, getreu der Devise Zahns &#8222;Alle Dinge sind m\u00f6glich dem, der glaubt&#8220;. Gottlob seien die Geb\u00e4ude der Anstalt nach dem Russeneinfall fast unversehrt geblieben. Vor der Austreibung umfa\u00dfte die Anstalt drei gro\u00dfe Schulen: das Gymnasium (Oberschule), eine Aufbauschule und eine Mittelschule, dazu ein Alumnat f\u00fcr 200 Sch\u00fcler. &#8222;Gebe Gott, da\u00df dereinst das Werk Zahns weitergef\u00fchrt werde&#8220;, schlo\u00df der Redner seine f\u00fcr alle Zuh\u00f6rer unverge\u00dflichen Worte. Im Anschlu\u00df an die Feier wurde ein Kranz am Heldendenkmal zum Ged\u00e4chtnis an die auf der Flucht Verstorbenen niedergelegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Nachmittag vereinte noch einmal alle Gekommenen im \u201eLindenhof\u201c zu einem Kaffeest\u00fcndchen. In frohen Gruppen sa\u00df man zusammen, Sch\u00fcler, jetzt erwachsene Menschen, bei ihren Lehrern, Angestellte bei ihren Chefs, man sah den immer gut aufgelegten, hilfsbereiten Besitzer unseres \u201eBunzlauer Stadtblattes\u201c, Hans Fernbach inmitten seiner Angestellten und Mitarbeiter, man erging sich in ernsten und heiteren Erinnerungen, die Zeit in,der Heimat wurde \u00fcberall wieder lebendig. Es waren goldene Stunden im sch\u00f6nen Siegburg. Ach, sie verflogen allzu schnell, aber ihr Glanz wird uns noch lange im Alltag unseres Exils leuchten mit der frohen Hoffnung auf ein Wiedersehen im n\u00e4chsten Jahr, und die Freude darauf wird uns Kraft geben, fern der geliebten Heimat zu leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Margarete D\u00f6rner,<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine Leserstimme<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Siegburger Treffen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 6\/1954<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wieder einmal hat uns die Liebe und die Sehnsucht zur Heimat in unserer Patenstadt Siegburg zusammengef\u00fchrt. Weit in alle Ecken unseres zerrissenen Vaterlandes verstreut, sitzen unsere Schicksalsgenossen aus dem sch\u00f6nen Bunzlau, und aus allen Gegenden waren sie gekommen, um sich wieder einmal, vielleicht zum letztenmal, zusammenzufinden, Um heimatliche Laute zu h\u00f6ren, ein liebes Gesicht wieder zu sehen. Wie gro\u00df war immer die Freude, wenn sich alte liebe Bekannte begr\u00fc\u00dfen konnten. So manche Tr\u00e4ne der Wiedersehensfreude, aber dann auch, Tr\u00e4nen im Abschiedsschmerz sind geflossen. Ja, so ein Treffen ist schon ein Opfer wert, und wenn man sich die schwere Lage der meisten, unserer Heimatfreunde \u00fcberlegt~, dann kann man nur sagen, es waren f\u00fcr die meisten von uns sehr schwer zu bringende Opfer, um wieder einmal in heimatlichem Kreis nur einige Stunden zu erleben. Denn wenn es auch einigen von uns, erfreulicher Weise, gelungen ist, einen einigerma\u00dfen warmen Untersatz zu erringen, so lebt doch der gr\u00f6\u00dfte Teil nur von der Hand in den Mund; und das auch nur verdammt knapp. Wir sind nun einmal Heimatvertriebene und das Schicksal hat es garnicht gut mit uns gemeint.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und das sollte man auch bei einem Treffen der Bunzlauer in unserer netten Patenstadt Siegburg ber\u00fccksichtigen. Es ist ein Unding, einfach zu sagen, wer schon hier zum Treffen kommt, der kann auch 1,50 DM f\u00fcr Eintritt und die teueren Preise f\u00fcr \u00dcbernachtung und Verpflegung aufbringen. Und Siegburg ist ein ausnahmsweise teueres Pflaster. Insbesondere f\u00fcr den, der sieh an die Treffpunkte gebunden f\u00fchlte, und dem nicht mal so feudale, aber daf\u00fcr umso teuere Quartiere mit Fr\u00fchst\u00fcckszwang zugewiesen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das billigste Mittagessen (russische Eier) 2,80 DM, Schnitzel 5.00 DM, und dazu im Festsaal Weinzwang, das ist wohl doch ein klein bi\u00dfchen zu \u00fcppig. Und daran \u00e4ndert auch nichts, wenn abends um 21 Uhr erkl\u00e4rt wird, es&nbsp; bestehe kein Weinzwang. Tatsache ist, da\u00df die Ober bei Bestellungen mit beleidigter Miene die Weinkarte pr\u00e4sentierten und nichts anderes servierten. Und die Preise dieser Weinkarte konnten, besonders im Hinblick auf die nahe Weingegend, gut und gern mit denen von Kempinski oder Adlon in Berlin konkurrieren. Was war doch Hartmann und M\u00fcrbe dagegen f\u00fcr ein billiges Schlemmerlokal!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mu\u00df das sein? Oh, nein, es geht auch anders! Es ist nur eine Frage der Organisation. Denn es gibt auch in Siegburg gute und billige Lokale, wo man wirklich preiswert essen kann, aber da mu\u00df man erst von den Einheimischen darauf gesto\u00dfen werden. Z. B. in der Kurf\u00fcrstenquelle konnten wir f\u00fcr DM 1,80 ein sehr gutes Mittagessen bekommen und einen anst\u00e4ndigen, aber auch billigen Schoppen Wein bei nettester Bedienung trinken. Aber das mu\u00df einem Tummen ooch gesagt werden,. Und daran fehlte es!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie gro\u00df der Zuspruch zu einem billigen Mittagessen war das konnte man am besten aus dem Andrang zum Eintopfessen ersehen. Und das war wohl auch der beste Beweis daf\u00fcr, wie sehr wir alle zwangsl\u00e4ufig zu Rechenk\u00fcnstlern geworden sind. Und die Erbsensuppe war doch wirklich ganz gut, blo\u00df satt werden konnte niemand; und bei der primitiven Abf\u00fctterung w\u00e4re erfahrungsgem\u00e4\u00df ein Preis von DM -,30 vollkommen gerechtfertigt gewesen. Aber wir Fl\u00fcchtlinge sind, es bald gew\u00f6hnt, da\u00df wir bei jedem Treffen reichlich abgekocht werden, sei es in Hannover, K\u00f6ln oder sonstwo. \u00dcberall steht anscheinend als oberster Grundsatz: \u201eAbkochen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Will man auch in unserer lieben freundlichen Patenstadt Siegburg dazu \u00fcbergehen? Dann sehe ich schwarz f\u00fcr die Zukunft unserer Treffen. Aber jede Kritik ist zwecklos, wenn man nichts Besseres wei\u00df. Ich schlage unseren lieben Heimatfreunden in Siegburg vor, f\u00fcr alle weiteren Treffen verbindliche Preisabsprachen zu treffen und in erster Linie billigere Unterk\u00fcnfte f\u00fcr die Teilnehmer sicherzustellen. Und gerade diese billigeren M\u00f6glichkeiten sollen: allen Heimatfreunden bekannt gegeben werden, vielleicht in Form von Handzetteln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wollen nichts geschenkt haben, aber wir m\u00f6chten das Hemd auf dem Leibe behalten. Vor allen Dingen aber m\u00f6chten wir mit Freude und Dank an die Treffen und diejenigen denken, welche alle Last und Sorgen der Organisation f\u00fcr uns auf sich genommen haben. Otto Schneider, Wilhelmshaven.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Noch einmal Siegburg<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 7\/1954. Brief Otto Schneider, Wilhelmshaven<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die in der Nr. 6 der Bunzlauer Heimatzeitung ver\u00f6ffentlichte Zuschrift des Herrn Otto Schneider, Wilhelmshaven, kann nicht unwidersprochen bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erst kurz vor dem Heimattreffen 1954 gegr\u00fcndeten Heimatgruppe Bunzlau, der Ortsgruppe Siegburg der Landsmannschaft Schlesien, sowie Stadt und Kreis Siegburg wird man wohl, nicht das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Sorgen und N\u00f6te der Heimatvertriebenen absprechen k\u00f6nnen. Das erste Bunzlauer Heimattreffen, welches mit der Patenschafts\u00fcbernahme verbunden war, hatte mit einem erheblichen Defizit abgeschlossen. Kreis und Stadt Siegburg haben durch eine Beihilfe diese Verbindlichkeiten aus dem Wege r\u00e4umen helfen. Au\u00dferdem gew\u00e4hrten sie zu dem Heimattreffen 1954 einen Zuschu\u00df, der allerdings nicht ausreichte, um s\u00e4mtliche Ausgaben zu decken. Da aber auf keinen Fall wieder ein Defizit entstehen durfte, war es also notwendig, einen Unkostenbeitrag von 1,50 DM je Person zu erheben, wie er auch im Vorjahr gezahlt worden ist. Bei besonders Bed\u00fcrftigen haben wir den Betrag erm\u00e4\u00dfigt oder auch ganz erlassen. An Sp\u00e4theimkehrer, Besucher aus der sow, Zone und an andere Bed\u00fcrftige zahlten wir Zusch\u00fcsse zu den Fahrkosten und f\u00fcr die Unterkunft. Hierzu verwendeten wir vorwiegend Spenden, die uns von Bunzlauern zugeflossen waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da\u00df man bei den zahlreichen Besuchern zur \u00dcbernachtung auch Hotels und Gasth\u00e4user in Anspruch nehmen mu\u00dfte, ist selbstverst\u00e4ndlich. Es standen aber eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl preiswerte B\u00fcrgerquartiere und auch Freiquartiere zur Verf\u00fcgung. Bei rechtzeitiger Anmeldung beim st\u00e4dt. Verkehrsamt sind auf Wunsch solche immer zugewiesen worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn der Einsender davon spricht, da\u00df es in Siegburg gute und, preiswerte Gastst\u00e4tten gibt, so k\u00f6nnen wir dem nur beipflichten. Falls ihm f\u00fcr ein Mittagessen ein Preis abverlangt worden ist, den, wir selbst nicht bilIigen, so w\u00e4re es zweckm\u00e4\u00dfig gewesen, uns damals sofort darauf aufmerksam zu machen. Die Heimatgruppe und auch das st\u00e4dtische Verkehrsamt w\u00e4ren ihm f\u00fcr einen solchen Hinweis sehr dankbar gewesen und h\u00e4tten sofort Schritte unternommen, diesem \u00dcbelstand abzuhelfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum sogenannten Weinzwang bei der Festveranstaltung im Hotel &#8222;Stern&#8220; ist zu sagen, da\u00df es hier am Rhein \u00fcblich ist, bei festlichen Gelegenheiten, zuerst Wein zu trinken. Der Heimatgruppe war dieser Brauch nicht bekannt, auch nicht. da\u00df andere Getr\u00e4nke nicht gebracht wurden. Bei Bekanntwerden, hat sie sofort dies abgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einen Fr\u00fchst\u00fcckzwang gibt es nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erbsensuppe wurde von der hiesigen Ortsgruppe der Schles. Landsmannschaft geliefert. Bei der Abgabe sind nur die reinen Unkosten erhoben worden. Etwa 180 Portionen wurden dem hiesigen Waisenhaus \u00fcbergeben, da sie auch kostenlos im Saal nicht abgesetzt werden konnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist schwer, bei dem Ausma\u00dfe dieser Veranstaltung, es allen recht zu machen. Es sollte auch daran gedacht werden, da\u00df alle Mitarbeiter diese Arbeit ehrenamtlich in ihrer Freizeit leisteten. Wir k\u00f6nnen aber sagen, da\u00df es ein gut gelungenes, Treffen war, wie auch die vielen Dankschreiben erkennen lassen. Den Dank des Herrn Otto Schneider an die Mitarbeiter f\u00fcr die viele Arbeit nehmen wir entgegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem st\u00e4dtischen Verkehrsamt Siegburg, der hiesigen Ortsgruppe der Landsmannschaft Schlesien sei f\u00fcr den tatkr\u00e4ftigen Einsatz bei diesem Treffen noch besonders gedankt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Heimatgruppe betrachtete damit die Angelegenheit als erledigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heimatgruppe Bunzlau in Siegburg: i. A.: Maria Siemianowsky.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu dem Thema Siegburg erhalten wir folgende Zuschriften, denen wir hiermit Raum geben: Wie sehr freue ich mich immer und ich glaube nicht zu viel zu sagen, mit vielen anderen Bunzlauern, wenn die Bunzlauer Heimat-Zeitung im Briefkasten steckt. Ganz besonders nach unseren zwei Heimattreffen in unsrer Patenstadt Siegburg. Aber wie wohl in jedem Freudenbecher auch ein Tropfen Wermut beigemischt ist, so auch in unserer letzten Heimat-Zeitung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welch frohe Erinnerungen lie\u00df der Artikel von Fr\u00e4ulein D\u00f6rner wieder wach werden; aber ach, die Leserstimme (Otto Schneider, Wilhelmshaven) war wie eine kalte Dusche. Ich m\u00f6chte mich kurz fassen und, wie unser lieber, verehrter Herr Rektor Peschel oft sagte, \u201eden Stier bei den H\u00f6rnern nehmen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kritisieren ist leicht, aber Bessermachen schwer, wenn man bedenkt, da\u00df ehemalige Bunzlauer ja bis jetzt erst 2 oder 3 Jahre in oder bei Siegburg wohnen und diese genau wie jeder andere, der wieder im Beruf steht am Tage arbeiten und sich ja auch erst wieder alles anschaffen m\u00fcssen, daher nicht in der Lage sind, in Lokalen ihr Geld auszugeben. &#8211; Genug davon.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eines habe ich bei diesem wie bei der ersten Heimattreffen in Siegburg sehr vermi\u00dft, da\u00df sich keiner der vielen Herren, ob jung oder alt, bereit gefunden hat, Frau Siemianowsky f\u00fcr all ihre viele M\u00fche und Opfer (nicht nur an Zeit, sondern auch an Geld) ein Wort des Dankes zu sagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich m\u00f6chte nun an dieser Stelle Frau Siemianowsky, unserer r\u00fchrigen und lieben Stadtmutter f\u00fcr all ihren Einsatz und Aufopferung f\u00fcr die Patenschafts\u00fcbernahme der Stadt Siegburg, sowie die Organisation des Heimattreffens, meinen und ich hoffe, nicht fehlzugehen in der Annahme, wenn ich sage aller Teilnehmer herzlichsten und aufrichtigsten Dank zu sagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im \u00fcbrigen weise ich auf die Zeilen in der BHZ Nr. 6 Seite 11 hin, wo Frau, Siemianowsky ja heute schon darum bittet, Anregungen,&nbsp; W\u00fcnsche und Vorschl\u00e4ge f\u00fcr das Heimattreffen 1955 bereits jetzt, schon mitzuteilen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun meine lieben Bunzlauer, strengen Sie sich auch ein bi\u00dfchen an und bringen, Sie geeignete Vorschl\u00e4ge, wie das n\u00e4chste Treffen mit wenig Unkosten festlich und, w\u00fcrdig gestaltet werden kann. Dorothea Bonfils.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als wir in Frankfurt und Umgebung hausenden Bunzlauer uns nach dem Siegburger Treffen wieder hier zu unserem Bunzauer Abend zusammenfanden, da gab es nur eine Stimme: Das Siegburger Treffen war ein so sch\u00f6nes Erlebnis, da\u00df es aus unserer Erinnerung nicht mehr schwinden kann, und der Bericht, den uns unsere liebe Heimatfreundin Margarete D\u00f6rner aus Rheine in unserer BHZ gab, entsprach v\u00f6llig dem Empfinden aller Teilnehmer an diesen Freudentagen. Mit Anerkennung und Dank wurde hier auch der Organisatoren des Treffens gedacht, die uns diese erhebenden und frohen Stunden bereiteten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da\u00df bei derartigen Veranstaltungen nicht alles der Meinung aller restlos entsprechen kann, das d\u00fcrfte man auch ohne die Erfahrungen von M\u00fcnchen, Hannover und K\u00f6ln einsehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb k\u00f6nnen wir aber auch mit dem &#8222;Leserbrief&#8220; von O. Sch., Wilhelmshaven, nicht einverstanden sein. Der Festbeitrag von 1,50 DM wurde auch in M\u00fcnchen, Hannover und K\u00f6ln erhoben und wird auch in Frankfurt erhoben werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dort ging aber die Besucherzahl an die halbe Million und die genannten Gastst\u00e4dte sind reicher als unsere Patenstadt Siegburg. zu der wir das Vertrauen haben, da\u00df sie aus einem Heimattreffen der Vertriebenen kein Gesch\u00e4ft macht. \u00dcber den &#8222;Weinzwang&#8220; im Festsaal des Hotels &#8222;Stern&#8220; waren auch wir, na sagen wir, &#8222;erschrocken&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Davon hatte, aber die Organisatoren unseres Treffens offenbar vorher keine Kenntnis; denn auf ihre Einwirkung hin wurde diese Gesch\u00e4ftsma\u00dfnahme des nichtschlesischen Hotelwirtes aufgehoben. Dankenswert war die Vermittlung eines billigen Eintopfessens f\u00fcr 0,50 DM pro Portion, Auch diesen Preis noch als zu hoch zu bezeichnen, ist wohl doch abwegig. Das Gericht war durchaus als billig zu bezeichnen, und wer es f\u00fcr notwendig hielt, dem blieb es unbenommen, sich zwei Portionen zu leisten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wollen nicht vergessen, da\u00df Vorbereitungen solcher Heimattreffen eine enorme Vorarbeit erfordern und, wenn uns von unseren Heimatfreunden in Siegburg derartig sch\u00f6ne Tage wie am 1. und 2. Mai bereitet wurden, lieber auf die Ver\u00f6ffentlichung von Beanstandungen einzelner verzichten, als den Organisatoren unserer Freudentage ihre Freude an zuk\u00fcnftiger Arbeit f\u00fcr uns zu beschr\u00e4nken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pers\u00f6nliche W\u00fcnsche k\u00f6nnten im direkten Briefverkehr mit den Siegburger Organisationen er\u00f6rtert werden. Sie werden. das Vertrauen haben wir, im n\u00e4chsten Jahre erf\u00fcllt werden, wenn die Erf\u00fcllung m\u00f6glich ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">H\u00fcbner.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erstver\u00f6ffentlichung: Bunzlauer Heimatzeitung 3\/1953, Bunzlauer Heimatzeitung 5\/1953, Bunzlauer Heimatzeitung 6\/1953, Bunzlauer Heimatzeitung 5\/1954, Bunzlauer Heimatzeitung 6\/1954, Bunzlauer Heimatzeitung 7\/1954 Aufruf an alle Bunzlauer! Bunzlauer Heimatzeitung 3\/1953 Zu dem bevorstehenden 1. 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