{"id":1805,"date":"2024-07-14T17:45:13","date_gmt":"2024-07-14T15:45:13","guid":{"rendered":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/?p=1805"},"modified":"2024-07-14T17:45:13","modified_gmt":"2024-07-14T15:45:13","slug":"gnadenberger-geschichten-von-arndt-sieckenius","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/2024\/07\/14\/gnadenberger-geschichten-von-arndt-sieckenius\/","title":{"rendered":"Gnadenberger Geschichten von Arndt Sieckenius"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erstver\u00f6ffentlichung: Bunzlauer Heimatzeitung 1965 bis 1967<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Su woarsch bei ins Derh\u00e4ime<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 9, 10, 11, 12, und 14 1967<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jugenderinnerungen von \u00e4i&#8217;m mittelolterlichen Monne &#8211; Von Arndt Sieckenius<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dos P<\/strong><strong>\u00e4ngsionat<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1080\" height=\"686\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-1316-Gnadenberg-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1822\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-1316-Gnadenberg-2.jpg 1080w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-1316-Gnadenberg-2-768x488.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wos meine Eltern woarn, die hoan immer druf gehahln, do\u00df mir Kinder amoll wos Urntliches sullten vorschtelln. Se hotten ock neune gru\u00df zum ziehn, und ich woar dos Ollerletzte, dos Nesth\u00e4kel. Und wie ich jitze ei dos Alter koam, wu ich mu\u00dfte ei de Schule giehn, doa goaben se mich nie etwahn ei de Durfschule. N\u00e4i, dos woar nischte fier ins, dos mu\u00dfte von Onfang on wos Bessres sein, und se toaten mich eis P\u00e4ngsionat anmelden. Meine gru\u00dfen Brieder m\u00e4inten immer, dos is a &#8222;Backfischaquarium&#8220;, denn dutte hotte&#8217;s blu\u00df lauter M\u00e4del. Se toaten doa ganz fein und gebildet r\u00e4den, und dos woar mir goar nie zu posse. Doch ich kunnte &#8217;s nie ver\u00e4ndern, und ich r\u00e4d&#8217;te jitze ouch ganz fein und gebild&#8217;t. Oaber groade immer blu\u00df asu lange, wie ich eim P\u00e4ngsionate woar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier goab &#8217;s schunt glei amoll \u00e4ine T\u00e4ilung zwischen &#8222;Anstaltskinder&#8220; und &#8222;Ortskinder&#8220;. Die Onschtaltskinder toaten ei der Onschtalt, wie dos P\u00e4ngsionat gehissen woar, mitte wouhnen, und mir Ortskinder wouhnten derh\u00e4ime und koamen blu\u00df ei de Schule hie. Aus d\u00e4m Grunde mu\u00dften mir schunt immer z\u00e4hn Minuten vor achte doa sein. Dann koam de L\u00e4hrerin, die groade fier ins eiget\u00e4ilt woar &#8211; k\u00e4ine L\u00e4hrer goab &#8217;s ja ei der M\u00e4delschule nie &#8211; &#8218; und mir mu\u00dften ihr ollesomt de Hand g\u00e4ben und &#8222;Guten Morgen!&#8220; schprechen. Nu froagte se \u00e4i&#8217;m a Luch ei a Bauch noach ollerhand Dingern: &#8222;Ist dein Gro\u00dfm\u00fctterchen wieder gesund, Irmgard?&#8220; &#8211; &#8222;Anneliese, hat dir gestern eure Auguste den Schieferschtift wieder so sch\u00f6n angespitzt?&#8220; &#8211; &#8222;Hast du auch nicht vergessen deine Geranien zu gie\u00dfen, Wilhelma?&#8220; &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mich toat se mehrschtens goar nischte froagen. Von meinen Laubfr\u00e4schen, doa verschtund se scheints nischte, und dann koam ich immer groade noch asu zurechte, do\u00df se konn sein noch m\u00e4inte: &#8222;Wenn du morgen wieder so sp\u00e4t kommst, Arndt, so bekommst du einen Strich wegen schlechter Ordnung!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">D\u00e4n Kwotsch mit In Schtrichen hotten se eigefiehrt, weil &#8217;s ei der Schule k\u00e4ine &#8218;Schnicke nie goab. Doadermit h\u00e4tten se ja bei mir ouch nischte onfangen k\u00e4nnen. Aine von meinen gru\u00dfen Schwastern, die wullte mich amoll verschnicken. Ich woar ihr scheint&#8217;s a bissl d\u00e4hmlich gekummen, und doa noahm se In gru\u00dfen Schtuck und wullte mich ieberbucken. Oaber iche, ich hoa mich blu\u00df ganz scht\u00e4if hiegeschtellt, und iebersch Knie toat se mich nie drieberbr\u00e4ngen, und om Schlusse, doa hot se vor lauter Wut genoatscht! Mit d\u00e4n L\u00e4hrerin&#8217;n h\u00e4tte &#8217;s ja ouch amoal su k\u00e4nnen kummen, und w\u00e4gen d\u00e4m hotten se sich wull de Schtriche ausgeheckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn mir ei de Klosse neimachten, doa durften mir \u00fcm Himmels Willen k\u00e4in&#8217;n Schpektakel nie machen, sunste goab &#8217;s glei \u00e4inen Schtriech. Soa\u00df arnoll \u00e4ins nie uf sei&#8217;m Plotze: a Schtriech! Wennste und du hott&#8217;st deinen Schiewerschtift nie ganz schpitzich ongeschpitzt &#8211; a Schtriech! Ouder hott&#8217;ste amoll &#8217;s L\u00e4sebuch vergassen: zw\u00e4i Schtriche kunnt&#8217;ste die glei onschreiben lussen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Koam de L\u00e4hrerin ei de Klosse nei, doa schtunden mir olle uf und soiten noch amoll: &#8222;Guten Morgen!&#8220;, und dos ging su vor j\u00e4ider neuen Schtunde bis uf&#8217;n Mittich. Im Unterrichte mu\u00dften mir olle ganz schtille doasitzen, mit gefalteten H\u00e4nden, und wenn \u00e4ins wos soagen wullte, doa mu\u00dfte &#8217;s In Z\u00e4igefinger huhchh\u00e4ben und zuerscht amoll schprechen: &#8222;Bitte!&#8220;, und dann durfte &#8217;s sei Onliegen oabr\u00e4ngen. Nausgiehn durften mir ieberhaupt nie ouder h\u00e4ikstens, wenn &#8217;s schunt ganz siehr pr\u00e4ssierte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dos h\u00fctte ich ja bahle raus. Wenn ich goar k\u00e4ine Lust nimmer hotte, \u00e4igoal ei der ahlen Schulschtube zu sitzen, doa toat ich mich ganz \u00e4infach melden und machte a bissl a \u00e4ngstliches Gesichte. Doa kunnt&#8216; ich dann ouch mehrschtens nausgiehn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oaber ollzu ufte durft&#8216; ich dos ouch nie simuliern. Die d\u00e4hmlichen M\u00e4del, die schtunden vieleicht amoll mitt uf und schtunden vieleicht amoll mitte uf und m\u00e4inten ieber de L\u00e4hrerin: &#8222;Bitte, ????? erst vorgestern bei Schwester M\u00fcller drau\u00dfen gewesen, der braucht gar nicht schon wieder!&#8220; &#8211; Doa mu\u00dft&#8216; ich gew\u00e4rtich sein, do\u00df se mir wieder \u00e4inen Schtriech w\u00e4gen schlechten Betroagen onmoalte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die tummen Dinger &#8211; wie kunnten die denn wissen, obst &#8217;s mir pr\u00e4ssiern toat ouder nie?! Goar nischte kunnt&#8216; ich onzetteln ei meiner Wut, ich kunnte blu\u00df nieberschieln und mu\u00dft&#8216; ock mei Maul hahln. R\u00e4den durfte inser\u00e4iner ja k\u00e4i Wurt, sunste goab&#8217;s glei noch In Schtriech dazu. &#8217;s woar a r\u00e4ines Glicke, do\u00df se die Zeugnisse, die mir zu Ustern, eim Herbste und uf Weihnachten kriegten, nie ouch noch mit d\u00e4n Schtrichen vullz\u00e4ichneten. Doa h\u00e4tte &#8217;s bei mir groade gepo\u00dft, wenn se h\u00e4tten a ganz schwotzes Papier genummen und t\u00e4ten olles andre mit wei\u00dfer Tinte neischreiben! &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">A holbes Joahr lang woar ich ieberhaupt der \u00e4inzigste Junge eim P\u00e4ngsionate. D\u00e4m Herrn Paschter sei Rolf, der woar zu Ustern uf &#8217;s Gymnasium gemacht, und erscht eim Herbste koam wieder an andrer Junge ei inse Schule, oaber der gung &#8217;ne Klosse tiffer als wie iche. Wenn mir Pause hotten, doa kunnten wir w\u00e4instens mitsommen sein, oaber eim Unterrichte, doa woarn mir nie zusommen. &#8217;s woar ouch zu olbern. Wenn mir und mir toaten amoll nausgiehn zu \u00e4i&#8217;m Schpaziergange &#8211; ei &#8218;er Naturkunde meinsw\u00e4gen &#8211; und mir sullten ins drau\u00dfen &#8217;ne Putterblume ouder sunste wos ons\u00e4hn, doa mu\u00dften mir doaderzu richtich ontr\u00e4ten. Nie groade wie bei<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Suldoaten, oaber ufschtelln mu\u00dften mir ins, immer hibsch zw\u00e4i und zw\u00e4ie n\u00e4banander, und die B\u00e4iden mu\u00dften sich dann noch mit In H\u00e4nden onpacken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nu dos woar doch nischte fier mich! Ich sullte mich vieleicht mit su \u00e4i&#8217;m tummen M\u00e4del onpacken und mit der ahlen Gahke d\u00fcrchs ganze Durf langloufen?! N\u00e4i, ducht&#8216; ich, dos machste nie mitte. Zuerscht, doa mu\u00dft&#8216; ich &#8217;s ja! Oaber kaum hotten mir In Schulhouf verlossen und de Schtroa\u00dfe gewunnen, doa lie\u00df ich dos M\u00e4del lus und machte mich ganz tuhse uf de anderne Schtroa\u00dfens\u00e4ite nieber. Ich geduchte mir, die L\u00e4hrerin, die merkt dos goar nie, obst se \u00e4ins mehr ouder winger derbei hot, Oaber die hotte &#8217;s mehrschtens doch gemerkt, blu\u00df gesoit hot se k\u00e4i W\u00e4rtel nie.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1089\" height=\"727\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-7-735-Gnadenberg-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1828\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-7-735-Gnadenberg-1.jpg 1089w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-7-735-Gnadenberg-1-768x513.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-7-735-Gnadenberg-1-360x240.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 1089px) 100vw, 1089px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dos woar mir natierlich ganz besundersch sch\u00e4inant, wenn groade meine Freunde aus ihrer Schule h\u00e4imkoamen, und se toaten mich su s\u00e4hn. Oaber dos Ding mu\u00dfte ouch zum Ertroagen sein, und ich toat dann immer su, wie wenn mich die ganzen M\u00e4del goar nischte onglehn. Ich schteckte meine H\u00e4nde ganz tief ei de Tosehen nei und hotte &#8217;s immer verdommt \u00e4ngstlich mit &#8218;in Weitergiehn. Die hoan ja ouch gemerkt, aus welchen Luche der Wind feifen toat, und se fingen ouch glei on mich zu h\u00e4nseln. Dos hoa ich mir olles gefolln gelussen, ich woar och fruh, wenn mir noach su \u00e4i&#8217;m Schpaziergange wieder derh\u00e4ime woarn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Unterricht woar ganz uf de M\u00e4del eigeschtellt, und &#8217;s toat mir goar nischte nitzen, do\u00df ich k\u00e4i M\u00e4del nie gew\u00e4sen bin. Ich mu\u00dfte j\u00e4ide Schtunde mittemachen. N\u00e4hmen mir amoll zum Beischpiel dos Beischpiel &#8222;Handarbeit&#8220;. Wos toaten se dutte machen? H\u00e4keln, schtricken &#8211; lauter Dinger, die ich goar nie kampieren toat. Ich soa\u00df halt dabei, schnipselte de Wullf\u00e4den kaputt und lie\u00df &#8217;n lieben Gott In gutten Monn sein. Wie ich nu amoll ieber de L\u00e4hrerin m\u00e4inte, se s\u00e4llte mich lussen \u00e4inen Kosten zusommennoageln, mit d\u00e4m ich k\u00e4nnte In Gimpel packen, doa schlug se de H\u00e4nde ieberm Kuppe zusommen und flitzte glei zum Herrn Direkter, um &#8218;in dos Ding zu verz\u00e4hlen. Und der koam om selbichten Noachmittich zu mei&#8217;m Pappa geloufen und soite, er s\u00e4llt&#8216; ock a bissl besser uf mich ufpossen, ich t\u00e4t&#8216; sunste a gru\u00dfer Tierqu\u00e4ler wer&#8217;n.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">N\u00e4i, ei &#8218;er Handarb\u00e4it toat ich nischte lern&#8217;n, nie amoll dos Schtrimpe schtuppen. Dos hoan se mir erscht beim Mil&#8217;t\u00e4r beigebrucht. Dutte hotten mir In Unteroff&#8217;zier, der bot &#8217;s scheints immer derh\u00e4ime on&#8217;n Schtrimpen von seiner Ahlen ieben missen, su gutt hot der &#8217;s gekunnt! Der Herr Direkter woar der \u00e4inzigste Monn eim ganzen P\u00e4ngsionate &#8211; ausgenummen der Herr Fl\u00e4nsch, wos der Hausm\u00e4ister woar. Vor d\u00e4m hotten mir olle ganz gru\u00dfen Dompf. Wenn der ins toat on In Uhren ziehn, dos verschoierten mir noch drei Wuchen schp\u00e4ter. Ich und der L\u00f6dert-Walter, mir gingen amoll om Onschtaltsgotten vorbei, wie se groade In ganz huhchen Zaun toaten ufrichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Herr Fl\u00e4nsch, wos sull denn dos wer&#8217;n? &#8222;, froagte der Walter, wie mir a bissl hotten zugeguckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Dos wird a zolohgischer Gotten!&#8220;, m\u00e4inte der Herr Fl\u00e4nsch doa druf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noach a poar Minuten rief der Walter ganz laut, do\u00df man &#8217;s kunnte a poar H\u00e4user weiter noch heeren:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDos gloub&#8216; ich &#8211; a poar Offen hot &#8217;s er ja jitze schunt drinne!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine Hulzloatschen, die hott&#8216; er ei de H\u00e4nde genummen, und er sauste ouch glei futt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich hotte mich noch goar nie su rechte besunnen, doa hotte mich der ahle Fl\u00e4nsch schunt on In Uhren. Ich prillte glei als wie a obgeschtuch&#8217;nes Schwein, er s\u00e4llte mich ock luslussen, ich h\u00e4tt&#8216; doch goar nischte nie gesoit. Verschnickt h\u00e4tt&#8216; er mich ja uf olle F\u00e4lle, ouch wu ich doch mei Maul goar nie ufgemacht hotte, und doa woar ich dann ganz fruh, do\u00df ich meine Obr\u00e4ibung schunt weg hotte. Om andern Tage h\u00e4tt&#8216; er mich ja doch derwischt, wenn ich t\u00e4t&#8216; ei de Schule kummen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">D\u00e4m Herrn Direkter seine Ufgoaben woarn ouch nie viel anderscher. Blu\u00df, dos woar a feiner Monn, der inser\u00e4inen nie glei on In Uhren packte. Der koam immer zu mei&#8217;m Pappa geloufen, wenn amoll wos lus woar. Mehrschtens koam er ongesaust, wenn meine gru\u00dfen Brieder mit d\u00e4n Onschtaltsm\u00e4deln a bissl geloabert hotten. Die durften n\u00e4hmlich k\u00e4inen Jungen nie ons\u00e4hn, mit mit &#8218;m loabern schunt glei goar nie. \u00c4imoll hotte se \u00e4ine L\u00e4hrerin dabei derwischt, und doa koam dann der Herr Direkter zum Pappa und schimpfte uf meine Brieder und d\u00e4n&#8217;n ihre Freunde, die se immer vom Gymnasium mitte h\u00e4im bruchten. Mei Voatl toat In Herrn Direkter beruhjen und m\u00e4inte, er t\u00e4t&#8216; die Limmel uf In Oabend ganz hibsch zusommenschtauchen &#8211; ouder ob &#8217;s der Herr Direkter lieber glei selber w\u00e4llte machen? Und schunt prillt&#8216; er eim ganzen Hause r\u00fcm, wu se denn schtecken t\u00e4ten. Oaber &#8217;s woar k\u00e4i Luder nie derh\u00e4ime. Se woarn olle obgehauen, denn in Herrn Direkter, d\u00e4n hotten se kummen ges\u00e4hn und sich glei futt gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Monchmoal, om Sunntagnoachmittich, toaten meine Schwastern a poare von d\u00e4n Onschtaltsm\u00e4deln eiloaden, do\u00df se und se mechten a bissl nauskummen aus d\u00e4m ahlen P\u00e4ngsionate, und dann kunnten se bei ins derh\u00e4ime a Tippl Koffie trinken. Wenn &#8217;s \u00fcrgend onging, machte ich mich dann immer futt von derh\u00e4ime. Die M\u00e4del kunnt&#8216; ich mir de ganze Wuche lang j\u00e4iden Tag a poarmoal ongucken, und doa wullt&#8216; ich w\u00e4instens om Sunntich nie ouch noch welche s\u00e4hn missen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die tummen M\u00e4del gloubten nu, se mi\u00dften mich \u00e4igoal onkwotschen, wenn se mich groade uf der Schtroa\u00dfe soahgn, und dann soiten se mehrschtens, ich s\u00e4llt&#8216; ock meiner Mamma &#8211; und doa soagten se Mama mit &#8218;m Tounfoll uf &#8218;m zw\u00e4iten a schienen Gru\u00df ausrichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dos hotte nu ouch wieder amoll \u00e4ine L\u00e4hrerin ges\u00e4hn, und se toat die M\u00e4del glei zur Rechenschoft ziehn, do\u00df se und se hotten sich mit \u00e4i&#8217;m Jungen eigelussen. Und wie nu die M\u00e4del m\u00e4inten, dutte is doch goar nischte weiter dabei, iche w\u00e4r&#8216; doch blu\u00df a ganz kl\u00e4iner Junge von neun Joahren, doa soite die Schwaster: &#8222;Das ist ganz egal, ob neun Jahre oder neunzehn, gef\u00e4hrlich sind sie immer!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die M\u00e4del toaten &#8217;s glei bei meiner Mamma verz\u00e4hlen, und iche woar zuerscht ganz biese ieber su a Geloaber. Doch dann soagh ich &#8217;s ei, do\u00df die M\u00e4del mich blu\u00df immer verolbern wullten, und do\u00df die L\u00e4hrerin&#8217;n mich schunt fier In richtjen Monn onsoahgn. Seitd\u00e4m hoa ich se immer ganz heflich gegri\u00dft. &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Pustm\u00e4ister eim Durfe, der hotte ouch drei Jungen, und zu d\u00e4n&#8217;n ihren Voater mu\u00dfte der Herr Direkter ouch \u00e4igoal hiegiehn, und er toat sich dutte ganz genau su ufschpieln, als wie bei mei&#8217;m Pappa. Su koam der orme Monn goar nie zur Ruhe vor lauter Ufr\u00e4gung, und wenn er m\u00e4inte, er is mit der \u00e4inen Porte fertich gewur&#8217;n, doa hott&#8216; er schunt wieder \u00e4inen Grund, w\u00e4gen d\u00e4m er mit der andern mu\u00dfte Rickschproache n\u00e4hmen, und inzwischen woar die erschte schunt wieder f\u00e4llich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">D\u00e4n gr\u00e4i\u00dften Krach hot &#8217;s amoll beim Boaden geg\u00e4ben. Goar nie weit von insen Durfe, uf Schwiebendurf zu, doa hotte &#8217;s \u00e4inen gru\u00dfen Korpent\u00e4ich,. und dutte hie gingen mir ins immer boaden. Wenn de Onschtaltskinder ongerickt koamen, doa mu\u00dften olle Jungen aus &#8218;m Wosser raus und sich onziehn, bis die M\u00e4del sich geboad&#8217;t hotten. Dos hotte der Herr Direkter su mit &#8218;m P\u00e4chter obgemacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jitze, on \u00e4inen schienen Noachmittich, woarn er wieder a ganzer Haufen von d\u00e4n Freunden von meinen Briedern aus&#8217;m Gymnasium rausgekummen. In Bunzlau hotte sich des r\u00fcmgeschpruchen, und nu koamen die K\u00e4rle groade immer zu ins rausgefoahren, um &#8217;n Herrn Direkter zu \u00e4rgern, und se hotten sich ouch schunt &#8217;n Ploan ausgeheckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Herr Grubert&#8220;, m\u00e4int&#8216; \u00e4iner von d\u00e4nen ieber &#8217;n P\u00e4chter, &#8222;dirfen mir w\u00e4insten ei &#8218;er Zwischenz\u00e4it a bissl mit &#8218;m Koahne foahrn? Ich g\u00e4b&#8216; Ihn&#8217;n ouch zw\u00e4i Biehm fier de holbe Schtunde.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Nu meinsw\u00e4gen&#8220;, soite der. &#8222;Oaber geboad&#8217;t wird nie!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Nuhn\u00e4i&#8220;, toaten die ontwurten, mir wull&#8217;n ins ock blu\u00df a bissl die Z\u00e4it vertreiben, derweilen die M\u00e4del sich hier boaden tun.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viere von d\u00e4n L\u00e4htschln hullten sich &#8217;n ollerkl\u00e4insten Koahn, der uf &#8218;m Wosser schaukelte, goaben &#8218;in Herrn Grubert acht Biehm und toaten sich neisetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">0 jehmersch, jitze w\u00e4r&#8217;n se bahle mitsomt &#8218;m Koahne versuffen! Der woar su enge, do\u00df sich \u00e4iner kaum bew\u00e4gen kunnte, und rudern durften se ouch blu\u00df ganz tuhse, sunste k\u00e4ppten se glei \u00fcm. Oaber dos machte weiter nischte, ganz langsam koamen se doch vom Flecke, und se schteuerten euch glei ei de Mittelst vom T\u00e4iche nei, wu groade die ganzen M\u00e4del r\u00fcmschwimmen toaten. Die kwietschten und pl\u00e4hkten ouch glei lus, plontschten mit &#8217;n Fissen und schpritzten mit &#8217;n H\u00e4nden, immer nei mit &#8218;m Wosser ei &#8217;n Koahn, euch wer&#8217;n mirsch schunt g\u00e4ben!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die vier L\u00e4htschl woarn goar nie gefo\u00dft uf su \u00e4in&#8217;n Ongriff.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oaber jitze woarsch zu sp\u00e4t, jitze mu\u00dften se ock zus\u00e4hn, wie se und se t\u00e4ten wieder rauskummen aus d\u00e4m Hexenkessel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4iner von d\u00e4nen langt nu eis Wosser nei und will zurickschpritzen, und wie er groade Schwung hullt, doa verliert er ei d\u00e4m kl\u00e4inen Koahne ouch schunt die Ballangse. Er will sich noch schnell festepacken om Koahne, oaber er konn sich blu\u00df noch \u00fcmdr\u00e4hn, und dann f\u00e4llt er \u00e4rschlings ei de Jauche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Aurora &#8211; futt woar a!&#8220; prillt a andrer, und er hopst hingenoach, und glei euch noch a dritter, oaber, ufder anderen S\u00e4ite, und die B\u00e4iden hotten sich druf eigericht&#8217;t. Schw\u00fcmmen kunnten die Lergen und noch viel besser tauchen! Uf \u00e4imoll pl\u00e4hkten zw\u00e4i, dreie von d\u00e4n M\u00e4deln: &#8222;Au, au, mich hat gerade ein Karpfen gebissen!&#8220; Dos woar dos Z\u00e4ichen, olle M\u00e4del schwummen Hols ieber Kupp zur Leiter und wullten weiter nischte als wie su schnell wie m\u00e4iglich raus aus &#8218;m Wosser.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die L\u00e4hrerin&#8217;n hotten sich olles vom Ronde aus onges\u00e4hn. Die toaten sich nie selber boaden, die toaten blu\u00df druf possen, do\u00df k\u00e4ins von d\u00e4n M\u00e4deln mechte ersaufen, und do\u00df k\u00e4iner von d\u00e4n M\u00e4deln mechte ersaufen, und do\u00df k\u00e4iner von d\u00e4n Jungen neihopsen toat. Wie nu meine vier L\u00e4htschl mit ihren Koahne ongeschwummen koamen, doa soagten se goar nischte, und blu\u00df die \u00e4iberschte Schwaster, \u00e4ine ahle, verschrumpelte Tante mit &#8217;ner ganz gru\u00dfen Prille auf der Noase, die wurde a bissel unruhich. Genau su als wie &#8217;ne Klucke, von der de jungen Anten ei de Bahche schw\u00fcmmen giehn, lief se om Ronde hie, und her, oaber se soite nischte. Wie jitze de Schpritzerei onfung, m\u00e4inte se immer noch nischte. Se rannte ock a bissl schneller, und mit \u00e4i&#8217;m Ouge schliete se uf de M\u00e4del, mit &#8218;m andern po\u00dfte se uf &#8217;n W\u00e4g, do\u00df se nie selber noch neifollen toat. Und wie nu der erschte eis Wosser neifiel, doa kunnte se ihren Schnoabel nimmer hahln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die Namen her, die Namen!&#8220;, schriehg se lus, &#8222;Herr Grubert, ich will die Namen wissen!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Nu die w\u00e4i\u00df ich doch selber nie&#8220;, goab der Wiederpotte. &#8222;Dos sein sulche Herrn aus der Schtodt &#8211; wie sull ich d&#8217;n die olle kenn\u2019n?!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Olsu gutt, se gung rieber, wu de Jungen eim Groase loagen. Doch die toaten ouch k\u00e4inen Besch\u00e4id nie wissen, und die m\u00e4inten, se s\u00e4llte se ock selber froagen, die sein ja dutte drieben, und se zeigten uf de Wiese. Doa toaten die &#8222;Herrn aus der Schtodt&#8220; Buckschpringen, und se woarn su siehr ei ihre Iebungen vertieft, do\u00df se immer weiter ei de Wiese neimachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Na man wei\u00df ja, wo die Anstifter zu finden sind!&#8220;, soite de ahle Schwasternoch, und dann troabte se hinger ihren M\u00e4deln noach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von meinen Briedern woarn dreie fier a poar Tage futtgemacht, und blu\u00df ich und der Horscht, mir woarn derh\u00e4ime. Mei Voatl m\u00e4inte goar nischte, wie der Horscht on d\u00e4m Oabend h\u00e4imkoam. Und noach &#8218;m Essen &#8230; :<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Horst, komm mal her!&#8220;, schproach er. &#8222;Also du warst wiedermal der Anstifter! &#8211; Rede nicht!&#8220;, soagt&#8216; er, wie der Horscht sei Maul ufmachen will, &#8222;der Herr Direktor hat es mir vorhin schon erz\u00e4hlt!&#8220; Und &#8211; schwuppdichl hot der Horscht \u00e4ine kl\u00e4ben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Ou verflucht&#8220;, m\u00e4int&#8216; er beim Schloafenglehn ieber mich, &#8222;dos woar &#8217;s erschte Moal, do\u00df mich der Pappa gehauen hot w\u00e4gen d\u00e4m d\u00e4hmlichen Bockfischakwarjum. Und &#8217;s woar dos erschte Moal, do\u00df ich w\u00fcrklich unschuldich gew\u00e4sen bin, denn ich hotte &#8217;s nie ongezettelt. Oaber d\u00e4n Direkter, d\u00e4n folschen Hund, d\u00e4n gri\u00df&#8216; ich nimmer!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich hoa &#8217;s &#8218;m Horschte gegloubt, do\u00df er und er is diesmoal unschuldich gew\u00e4sen. Doch er woar a ehrlicher K\u00e4rle, und om andernen Murgen hot er sich ganz bestimmt gesoit, do\u00df er die Backpfeife mit ruhjem Gewissen eisacken kunnte &#8211; fier die vielen Moale gerechnet, wu se ihn niemoals derwischt hoan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie de M\u00e4del eim Summer zum Boaden gingen, su machten se eim Winter zum T\u00e4iche zum Schlittschuhloufen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1620\" height=\"1020\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-2636-Gnadenberg-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1823\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-2636-Gnadenberg-2.jpg 1620w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-2636-Gnadenberg-2-1300x819.jpg 1300w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-2636-Gnadenberg-2-768x484.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-2636-Gnadenberg-2-1536x967.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1620px) 100vw, 1620px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir Jungen woarn natierlich ouch immer vullz\u00e4hlich versommelt, und mir hotten weiter nischte eim Sinne, als wie de M\u00e4del ouder goar de L\u00e4hrerin&#8217;n zu \u00e4rgern. Uf &#8218;m Aise, doa toaten mir ins ganz sicher fiehlen. Su schnell wie mir kunnte k\u00e4ins von d\u00e4n M\u00e4deln \u00fcm de Schniehaufen r\u00fcmsausen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die L\u00e4hrerin&#8217;n, die kunnten ouch hier von ihr&#8217;m Berufe nie luskummen. Se machten &#8217;s genau su, als wie wenn se mechten de Hefte verbessern: mit ihren Schlittschuhn, doa schrieben se \u00e4igoal dreien und fimwen ufs \u00c4is. Aine, di kunnte ouch richtje Buchschtoaben hieschreiben: a gru\u00dfes latein&#8217;sches S und a 0, und monchmoal, doa machte se ouch &#8217;ne Achte ouder &#8217;ne Sechse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir Jungen, mir kunnten ieber su \u00e4inen Kwotsch blu\u00df lachen! Zoahlen schreiben, des mu\u00dften mir ei &#8218;er Schule machen, mehr als wie ins lieb woar, mit d\u00e4m Humbug wullten mir uf &#8218;m \u00c4ise nischte zum tun hoan. Mir iebten lieber Dinger, die Schpoa\u00df machten, und doa woar dos Schlange ziehn dos gr\u00e4i\u00dfte Vergniegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Su Schticker z\u00e4hne bis fuffz\u00e4hn packten sich on &#8217;n H\u00e4nden on, und olle Monn mu\u00dften groadeaus loufen. Blu\u00df der Letzte, der brauchte nie mitte loufen, der packte In Vorletzten mit ollen b\u00e4iden H\u00e4nden on und lie\u00df sich ziehn. Uf dos Kommandou: &#8222;Lus!&#8220; machte der Erschte &#8217;ne ganz enge K\u00fcrwe, der Zw\u00e4ite &#8217;ne bissl gr\u00e4i\u00dfere, und su immer weiter bis zum Ollerletzten. Der krigte nu \u00e4inen ganz unheimlichen Schwung, lie\u00df uf \u00e4inmoal d\u00e4n Vorletzten giehn und sauste als wie a vergift&#8217;ter Offe iebersch \u00c4is. Dos mu\u00dfte a ganz gutter Foahrer sein, und er mu\u00dfte ganz verdommt ufpossen, do\u00df er nie uf de Fresse fiel. Und jitze koam der Hauptschpoa\u00df, uf d\u00e4n olle andern schunt possen toaten: kaum hott&#8216; er de Schlange giehn gelussen, doa toat er sich sei Ziel suchen. Dos woarn mehrschtens a poar M\u00e4del, die groade su r\u00fcmschtunden. On de L\u00e4hrerin&#8217;n, doa toaten sich blu\u00df ganz freche Hunde dronwoagen. Dos Ziel wurde ongeschteuert, und a poar M\u00e4iter vorher lie\u00df ma&#8216; sich ganz \u00e4infach ufs \u00c4is hiefollen. Nu koams doa druf on, do\u00df der Schwung groade noch ausr\u00e4ichen toat, do\u00df ma&#8216; mit &#8218;m letzten Schupser d\u00e4n M\u00e4deln die B\u00e4ine wegri\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mei Horscht woar natierlich ouch on j\u00e4iden Tage uf der \u00c4isboahne. Oaber der hotte fier inse Schpiele goar nischte iebrich. Der m\u00e4inte, su \u00e4inen Kwotsch t\u00e4t&#8216; er nie mitte machen. De L\u00e4hrerin&#8217;n, die woarn &#8218;m Horscht schnuppe. Er wullte se nie \u00e4rgern, oaber er wullte ouch nischte mit d\u00e4nen zum tun hoaben. Der toat sich mehrer \u00fcm de M\u00e4del bekimmern, oaber ganz anderscher, als wie mir dos machten. Der fuhr mit seinen Schlittschuhn zu \u00e4i&#8217;m M\u00e4del hie, zuhg sei Mitzl vom Kuppe, m\u00e4inte wos, und dann packten sich die B\u00e4lden on &#8217;n H\u00e4nden und liefen mitsommen iebersch \u00c4is, links r\u00fcm, rechts r\u00fcm, lauter Bougen, und dos mindestens z\u00e4hn Minuten lang. \u00c4imoll, doa hoa ich&#8217;n belauscht, wie er groade seine Mitze zuhg: &#8222;Gn\u00e4diges Fr\u00e4ulein&#8220;, sproach er, &#8222;d\u00e4rf ich bitten, einmal mit mir zu laufen?&#8220; &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nu ja doch, a J\u00e4ides hot halt sein&#8217;n Vougel, bahle kl\u00e4in und bahle gru\u00df, und &#8218;m Horscht seiner, dos woar ganz beschtimmt k\u00e4i Zaunk\u00e4inich!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir hotten \u00e4inen verdommt kahlen Winter, om Tage woarn schunt fuffz\u00e4hn road, und ei &#8218;er Nacht hotte der Vullmound \u00e4inen ganz gru\u00dfen Houf, und die Schterne funkelten wie nie ganz gescheut. Der Horscht hotte &#8217;s sich nu ei a Kupp gesetzt, er mi\u00dfte ouch amoll mitten ei &#8218;er Nacht uf de \u00c4isboahne giehn, dos ducht&#8216; er sich noch viel hibscher als wie om Tage. Oaber ganz all\u00e4ine, dos woar ouch nischte, a poar Andre s\u00e4llten noch mitte machen. Om Ende woar er sich mit &#8218;m Pustm\u00e4ister sei&#8217;m Willem \u00e4inich gewurn, und zw\u00e4i M\u00e4del, die wullten se ouch noch mitte n\u00e4hmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wos meine jingste Schwaster woar, die machte ouch eis P\u00e4ngsionat ei de Schule, und wos dos Neischmuggeln von Briewen onbelangte, doa hotte die &#8217;ne ganz hibsche Iebung dutt drinne. Die toat \u00e4inen Brief mitte hien\u00e4hmen, in d\u00e4m hotte der Horscht seiner Brigitte geschrieben, se s\u00e4llte ei &#8218;er Nacht \u00fcm v\u00fcrtel zw\u00e4ie zum Fanster vom Kloseh nausmachen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Horscht und der Pust-Willem, die t\u00e4ten ungerm Fanster wotten, und dann w\u00e4llten se mitsommen uf de \u00c4isboahne glehn. &#8218;in Pust-Willern seine Hannelore s\u00e4llte se ouch mitbr\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dos Ding woar gutt, und die zw\u00e4i Lergen toaten ungerm Fanster possen. Und richtich: \u00e4i M\u00e4del koam rausgeklettert, &#8217;s woar &#8218;m Horscht Seine. De Hannelore, m\u00e4inte se, h\u00e4tte &#8217;s im letzten Ougenblicke mit der Angst gekrigt, die wullte lieber im Bette bleiben. Mei Horscht woar fruh, mei Willem biese, und er m\u00e4inte, jitze h\u00e4tt&#8216; er ouch k\u00e4ine Lust nimmer, und er toat sich wieder h\u00e4im machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8217;ne V\u00fcrtelschtunde mu\u00dften se loufen bis zum T\u00e4iche, doa woarn se olle B\u00e4ide noch ganz hibsch worm. Dann toat der Horscht zuerscht amoll der Brigitte, und dann sich selber de Schlittschken onschnollen, denn se hotten blu\u00df \u00e4inen Schlissel mitgebrucht, und doa fingen se schunt dos Friern on.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch jitze gung dos Vergniegen lus: linksr\u00fcm, rechtsr\u00fcm, langsam, oaber sicher, immer hibsch de Bougen ausfoahrn, genau su, als wie se &#8217;s om Tage geiebt hotten. Underw\u00e4gens hotten se noch mitsommen geloabert -, nu wu\u00dften se goar nischte mehr zum Kwotschen, oaber de K\u00e4lte, die toaten se destou besser verschpiern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Uf \u00e4imoll woarn se halt wieder bei der Banke ongelangt, de Brigitte toat sich setzen, und der Horscht machte sich glei die Dinger wieder lus von &#8217;n Fissen. Die H\u00e4nde woarn &#8218;m ganz scht\u00e4if vor lauter K\u00e4lte, kaum do\u00df er &#8217;s Gewinde ufbruchte. Jitze gung er uf de Brigitte zu, und er toat sich a bissl on de Finger hauchen. Doa fiel &#8218;m der d\u00e4hmliche Schlissel aus sein&#8217;n scht\u00e4ifen Knuchn raus, und weil er groade im Loufen woar, bot er mit &#8218;m Fusse drongeschtu\u00dfen und d\u00e4m ahlen Schlissel su \u00e4inen Schwung geg\u00e4ben, do\u00df er und er toat uf d\u00e4m glotten \u00c4ise bis ons Uwer rutschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Brigitte fung glei &#8217;s Heulen on, und der Horscht suchte und suchte, oaber d\u00e4n verdommten Schlissel toat er nie wiederfinden. Endlich machten se sich h\u00e4imzus. Der Horscht toat seine Brigitte, die \u00e4igoal blu\u00df noatschte, tr\u00e4isten su gutt er halt kunnte, und wenn se uf hiezus &#8217;ne V\u00fcrtelschtunde geloufen woarn, su brauchten se uf h\u00e4imzus a poarmoal su lange. Dos Loufen mit d\u00e4n olbernen Schlittschuhn on In B\u00e4inen is scheints goar nie su \u00e4infach!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8217;s woar a r\u00e4ines Glicke, do\u00df &#8218;m Pust-Willem Seine derh\u00e4ime geblieben woar. Wie die su \u00fcm holb fimwe r\u00fcm amoll uf &#8217;n Obtritt mu\u00dfte, doa heerte se a ganz sachtes Puchen om Fanster, und wie se a bissl n\u00e4hnder hiesoahg, toat se die b\u00e4iden ormen Schlucker erkennen. Uergend su a tummes Luder hotte mittelst ei &#8218;er Nacht dos Fanster zugemacht, und meine Brigitte woar drau\u00dfen gefangen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1099\" height=\"723\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-9-813-Kirche-Gnadenberg-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1830\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-9-813-Kirche-Gnadenberg-2.jpg 1099w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-9-813-Kirche-Gnadenberg-2-768x505.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1099px) 100vw, 1099px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dos orme Ding woar drei Tage lang krank &#8211; ob vor K\u00e4lte ouder ob vor lauter Angst, dos w\u00e4i\u00df ich nie. Oaber \u00e4ins w\u00e4i\u00df ich ganz genau: der Vougel von mei&#8217;m Horschte, der k\u00e4i Zaunk\u00e4inich nie gewast is, der is ei derselbichten Nacht verreckt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zwee Pappageis.<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Groade rieber von &#8218;m Herrn Gramella seiner Fabrik toaten Rogners wohnen. Ihn soah man &#8217;n ganzen Tag nie, der woar a Ongestellter von der Stodtverwaltung, und er koam immer erscht uf &#8217;n Oabend heem. Seine Ahle lie\u00df sich ooch nie blicken, und wos die su machte, toat keen Luder nie wissen. Bei Rogners woarn mehrschtens immer blu\u00df die Kinder derheeme, aber die toaten ganz stulz und wullten sich mit uneree&#8217;m goar nie eilossen. Und trotzdem: &#8217;ne ganze Weile flitzten mir jeden Tag hin, ich und der Walter, denn Rogners hotten zwee Pappageis. Bei schienem Wetter stonden die immer om offenen Fenster, und sie quotschten olle Leute on, die groade vorbei machten. Wenn sie uns soahen, prillten se schon von weitem: &#8222;Macht euch furt!&#8220; Dos hotte ihnen scheint&#8217;s der Gustav eigelernt, denn dos meente der ouch immer ieber uns, wenn mir und mir wullten uns die Pappageis moal a bissel ons\u00e4hn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eegentlich h\u00e4tte man sich ieber dos tumme Gequotsche von d\u00e4n Veegeln \u00e4rgern missen, meente der Walter. Die t\u00e4ten doch blo\u00df a poar W\u00f6rter loabern, die se groade \u00fcrgendwo ufgeschnoppt hotten, und der Herr Lehrer hot gesoagt, so a Pappagei, der t\u00e4te blo\u00df olles ohne Sinn und Verstand noachploppern. Und dos konnten mir selber heeren, do\u00df der Herr Lehrer recht hotte. Denn &#8217;s passierte, do\u00df eener pl\u00e4tzlich rufen toat: &#8222;Oskar (dos woar der ahle Rogner), komm K\u00e4ppchen krauln!&#8220; Dabei woar der ahle Rogner goar nie derheeme! Oder &#8217;s meente eener om hellichten Noachmittage: &#8222;Gute Nacht zusommen!&#8220;, und dabei stund die Sunne noch ganz hoch om Himmel!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nee nee, der Walter hotte schun recht, man h\u00e4tt&#8216; sich eegentlich \u00e4rgern missen. Uf der andern Seite woar&#8217;s ooch wieder zum lachen, wenn die Beeden genau so pfeifen toaten als wie die Klimperguste, wie mir die Bimmelboahne nannten,wenn die dos Bergel bei der Ziegelei geroade ieberwunden hotte. Oder wenn se prillten: &#8222;Gustav kumm amoll &#8218;runter!&#8220;, doa woar&#8217;s genau so, wie wenn die Rogner-Liesbeth noach ihrem Bruder schreien toat. Und doa machten mir uns jeden Noachmittag uf &#8217;ne Stunde hin, konn sein die lernten moal wos Neues. Doch on eenem Tage, doa woar keen Pappagei nimmer om Fenster, und ooch om n\u00e4chsten Tage nie. Und der Gustav meente: &#8222;Do\u00df Ihr &#8217;s wi\u00dft: mir stellen se nimmer uf die Stroa\u00dfenseite, der Pappa hot &#8217;s verboten. Jitze stehen se immer blo\u00df noch om Hofefenster!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich \u00e4rgerte mich richtig, denn ich hotte immer mehr Spoa\u00df mit den Pappageis gehoabt. Aber der Walter, der toat blo\u00df ganz dreckich lachen, und wie mir uns dann ei unsern Goarten machten, hot er mir die Geschichte erz\u00e4hlt. Er hotte sich ge\u00e4rgert, do\u00df der Rogner-Gustav immer so stolz toat, und do\u00df er den Pappageis zum rufen beigebrocht hotte, mir sullten uns furt machen. Jitze is er a poar Tage lang heimlich zu Rogners hingemacht und hot den Pappageis ooch wos eigelernt, und wegen d\u00e4m konnten se nu nimmer on der Stroa\u00dfenseite stehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er ging blo\u00df ei die Dorfschule, der Walter, und dem ahlen Goethe seine Theatersticke toaten se dort nie durchl\u00e4sen, und so bot er ooch dem seinen &#8222;G\u00f6tz von Berlichingen&#8220; goar nie gekannt. Aber a poar W\u00f6rter aus dem Sticke toat er doch wissen, und ausgerechnet diese poar W\u00f6rter hott&#8216; er den Pappageis eigelernt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der wei\u00dfe Hoahn<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wildermuths kunnten mir nie leiden. Die toaten immer so eingebildet, als wenn se mechten wos Bess&#8217;res sein, und dabei woarn se nie amoll richt&#8217;ge Pauern. Der Ewald woar Elelkriker in der Stodt\u201cund om Oabend toat er mit sein&#8217;n Motorroade durchs Durf knattern, und wie mir ihn moal froagten: &#8222;Ewald, t\u00e4tste uns amoll mitn\u00e4hmen uf deinen Soziussitze?&#8220;, doa toat er ganz, ganz tief Luft holen. Dann streckte er seine beeden Beene weit aus, z\u00fcnd&#8217;te sich &#8217;ne Zigarette on und meente: &#8222;Fier euch Rotzl\u00f6ffel bin ich immer noch Herr Wildermuth!&#8220; Der August woar goar nischte, der toat blo\u00df eegoal im Durfe rumloofen und seine Noase in jeden Dreck neistecken. Bei der Feuerwehr toat er sich ufspielen, als wenn er mechte der Hauptmonn sein. Die beeden Ahlen soa\u00dfen mehrschtens vor der Tiere vor ihrem H\u00e4usel, murksten a bissel im Goarten rum, woaren die geizigsten Leute im ganzen Durfe und f\u00fcr Arbeet nie zu hoaben. Om Kirschboom hotten sie &#8217;ne gro\u00dfe Klingel ufgeh\u00e4ngt, die konnten sie von der Haustiere aus bedienen, wenn a Spoatz neigeflogen koam. Wie der Hellmut amoll froagte, ob er nie dirfte die Spoatzen mit seiner Luftbichse schie\u00dfen, &nbsp;doa meenten se nee. Sie hotten schon Angst, er mechte konn sein zwee oder dreie von den dreitausendsechshunderzweeundachtzig Kirschen selber uffressen! Und die Agnes toat sich um die Hiehner kimmern. Die hotte se ganz hibsch uf &#8218;m Schwunge, se hotte ollerhand Sorten, kleene und gro\u00dfe, ooch a poar Zwerghiehndl woarn dabei. Und ihr gree\u00dfter Stulz woar a wei\u00dfer Hoahn. Er woar schon a poar Joahre alt, koam der Agnes uf&#8217;n Orm geflogen und lie\u00df sich von der streicheln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">On eenem Noachmittage lief se ieber die Durfstroa\u00dfe, guckte in jedes Luch om Stroa\u00dfengroaben und unter jeden Strauch, und dann froagte se uns: &#8222;Hoabt ihr nie meinen wei\u00dfen Hoahn ges\u00e4hn?&#8220;, froagte se. &#8222;Seit gestern Oabend is er nimmer heem gekummen, und ich such&#8216; und such&#8216; ihn schon &#8217;n ganzen Tag und konn &#8217;n nie finden. Und Iebermorgen h\u00e4tt&#8216; ich &#8217;n woll&#8217;n schlachten.&#8220; &#8211; &#8222;Nee&#8220;, meenten mir, &#8222;keenen wei\u00dfen Hoahn hoaben mir heute noch nie ges\u00e4hn, aber so a grauer, der hot sich vorhin bei der Feldscheune &#8218;rumgetrieben&#8220;. Und der Hellmut soagte noch: &#8222;Agnes, ich hoab&#8217;n heute frieh noch ges\u00e4hn, doa woar er mit a poaren von deinen Zwerghiendln bei &#8218;er Feldscheune, und dann hoaben sie sich uf die schwoarze Bricke zu furtgemacht, der Hoahn immer vurneweg, ich hoab&#8217;s ganz genau beobacht&#8217;t. &#8211; &#8222;Keene Zwerghiendl fehlen mir nie&#8220;, meente die Agnes. &#8211; &#8222;Oaber dei wei\u00dfer Hoahn is dabei gew\u00e4sen, Agnes&#8220;, toat der Hellmut ontworten, und er fiegte ganz beleidigt dazu: &#8222;Wo ich &#8217;n doch extra beobachtet hoab!&#8220; &#8211; &#8222;Nu ich werd&#8216; amoll zur schwoarzen Bricke machen, konn sein do\u00df ich &#8217;n noch finden tu&#8220;, sproach se, und schon haute se ob. &#8211; &#8222;Sollen mir nie helfen suchen, Agnes&#8220;?, frug der Hellmut. &#8211; &#8222;Nunee, dos mach&#8216; ich schon lieber alleene&#8220;, toat se ontworten. Die hotte schon wieder Angst, do\u00df se uns wos geben mi\u00dfte, wenn mir d\u00e4n ahlen Hoahn \u00fcrgendwo entdecken t\u00e4ten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn mir h\u00e4tten gewullt, h\u00e4tten mir ihn schon entdecken k\u00e4nnen. Doa w\u00e4r&#8216; oaber die ganze Geschichte rausgekommen, und groade dos durfte nie passiern, denn die ahlen Wildermuths h\u00e4tten dos ganze Durf varickt gemacht. N\u00e4hmlich die Sache is so gew\u00e4sen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Om Noachmittage davor, wie die Agnes sich noach ihrem Hoahne erkundigen toat, wollten mir mit &#8217;n Hellmut seiner Luftbichse a poar Sperlinge schissen zum broaten. Oaber die Luder woaren schon so schlau, do\u00df se sich immer gleich wegmachten, wenn se uns blo\u00df von weiten toaten kommen sehn. Nu hotten mir schon &#8217;n holben Noachmittag im ganzen Durfe r\u00fcmgejoat und koamen ooch zu Wildermuths ihrem Onw\u00e4sen. Keenen Spoatzen hotten mir nie derwischt, oaber Wildermuths ihre Hiendl pickten im Groase rum. Die kimmerten sich nie weiter um uns, blu\u00df der wei\u00dfe Hoahn toat eegoal gockern. &#8222;Bis ock ruhig, du!&#8220;, meente der Hellmut ieber &#8217;n Hoahn, sunst brenn&#8216; ich dir eens uf die Fliegel, do\u00dfde dich glei heem machst, du tummes Luder!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir woaren olle beede so richtig ei die Wut gekummen, weil mir bis jetze nischt erwischt hotten. &#8211; &#8222;Hellmut, lo\u00df mich amoll&#8220;, soagte ich. &#8222;Ich schie\u00df ihm &#8217;ne Feder aus &#8218;in Schwonze &#8218;raus, doa konn er dann nimmer so stulz tun!&#8220; &#8211; &#8222;Doavon verspiert er nischte&#8220;, meente der Hellmut. &#8222;Ich schi\u00df selber, und ich joag&#8217;m &#8217;ne Kugel durch seinen Komm. Doa konnste glei s\u00e4h&#8217;n, wie der sich ieberschloagen tut, denn om Komme, doa sein se ganz besunders empfindlich.&#8220; Mit d\u00e4m l\u00e4gt&#8216; er seine Bichse on und schu\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Richtig, der Hoahn machte zuerscht eenen gro\u00dfen Luftsprung und flotterte wie verricktmit &#8217;n Fliegeln. Kaum woar er wieder uf der Erde, doa macht&#8216; er glei zwee, drei Saltos hinternander und gockerte, wie mir noch keenen Hoahn hotten gockern geheert. &#8222;Siehstes, Bubi, der lach uns bestimmt nimmer aus, der Krippel!&#8220;, meente der Hellmut, und die ganze Wut ieber die Spoatzen, die mir nie gekriegt hotten om Noamittage, woar scheints mit dem Schusse aus &#8218;in Hellmut rausgefoahren, denn er toat sich richtig freuen. Und er hotte recht: der wei\u00dfe Hoahn sullte uns nimmer auslachen. Dem seine Luftspringe wurden n\u00e4mlich immer kleener, dos Flottern mit &#8217;n Fliegeln wurde immer schw\u00e4cher, und dann legt&#8216; er sich uf die linke Seete. Er zuckte noch amoll mit &#8218;m Koppe und uf eenmoal loag er ganz stille und woar tot.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;0 du Lergel&#8220;, sproach der Hellmut, &#8222;dos hoab&#8216; ich nie gewullt! Wos machen mir denn jetze?&#8220;, froagte er mich ganz \u00e4ngstlich, und er soah sich noach ollen Seiten um, ob nie etwa eens kommen t\u00e4te, &#8222;wos machen mir denn jetze blo\u00df?&#8220; &#8211; &#8222;Woll&#8217;n mir den Hoahn nie ei&#8217;s H\u00e4usl nehmen?&#8220;, soagte ich. &#8211; &#8222;Nee um Gottswillen nie!&#8220;, rief der Hellmut, von dem Hoahne t\u00e4t&#8216; mir keen Bissen nie schmecken. Oaber furt mu\u00df er hier. Los, erscht bringen mir ihn amoll ei die Feldscheune nei!&#8220; Mit dem hott&#8217;er er sich den Hoahn unter seine Jacke gesteckt, und mir troabten los zur Feldscheune.&#8220;Der tumme Hoahn is selber dron schuld&#8220;, meente der Hellmut, wie mir uns den Foll richtig ieberl\u00e4gen toaten. &#8222;Der bot bestimmt groade in d\u00e4m Oogenblicke, wo ich obgedrickt hoab&#8216;, schnell mit&#8217;m Koppe gewackelt. Nu ja doch, jetze hot er halt genug. Eegentlich sullten mir ihn doch uffressen!&#8220; Oaber dann hoaben mir den Hoahn in der hinterschten Ecke von der Feldscheune vergroaben, und &#8217;s hot ganz hibsch lange gedauert, bis do\u00df mir die drei\u00dfig Strohbollen uf&#8217;n drufgepackt botten. Wie die Agnes von der schwoarzen Brikke is zurickegekommen, toaten mir se ganz d\u00e4mlich froagen, ob se und se h\u00e4tte ihren Hoahn gefunden. Keene Ontwurt hot se uns nie geg\u00e4ben, oaber se bot uns ganz biese ongeschielt. Se wird sichs wohl gedocht hoaben, do\u00df mir d\u00e4n Hoahn um ie Ecke gebrucht hoaben, denn im Durfe bot se noch keenem Hoahne nimmer gefroagt. Und der Hellmut meente: &#8222;Lo\u00df gut sein &#8218; Bubi &#8211; die soll uns erscht amoll wos beweisen!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dos Haus von mei&#8217;m Pappa<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 4\/1965<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiter ruf von &#8218;er Pust, glei n\u00e4ben d\u00e4m Briederhause, woar dos Haus, dos mei&#8217;m Pappa geheern toat. Dos schtund groade rieber von der erschten Linde, wu mir immer Onschlag-Verstecker schpielten. &#8217;s hotte die Nummer \u00e4ins und &#8217;s woar \u00e4ins von &#8217;n \u00e4lt&#8217;sten H\u00e4usern eim ganzen Durfe, und ieber de Haustiere woar de Zoahl 1749 drufgemoalt. Des Haus hotte zw\u00e4i Schtuckwerke und dann noch &#8217;n gru\u00dfen Bouden oubendruf, und de Mauern woarn su dicke, do\u00df mir Kinder ins ei \u00e4iner Fansterniesche glottweg drinne verschtecken kunnten. Der Houf hingeraus woar nie ollzu gru\u00df. Uf der rechten S\u00e4ite hotte &#8217;s &#8217;n Obtritt, \u00e4inen Schtoll und de Woschkiche, und weil mei Voatl k\u00e4ine Kiehe nie hahln toat, hotten sich meine Brieder mit ihren Kanickeln eim Schtolle drinne eigerich&#8217;t. Uf der linken S\u00e4ite woarn zw\u00e4i ganz huhche Nu\u00dfb\u00e4ume. Unger d\u00e4m \u00e4inen loag de Plumpe, und zwischen b\u00e4lden B\u00e4umen schtund a kl\u00e4in&#8217;s Houfh\u00e4usl.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinger &#8218;m H\u00e4usl und &#8218;in Schtolle toat sich der Grotten erschtrecken, vom Houwe mit \u00e4i&#8217;m Lottenzaune obget\u00e4ilt. Erscht koam amoll a Gemiesegotten, etwahn fuffzieh M\u00e4iter lang, und on d\u00e4n Gotten grenzte \u00e4ine gru\u00dfe, schiene Wiese mit lauter Oubstb\u00e4umen durf. Diese zw\u00e4i G\u00e4rten woarn noak ollen B\u00e4iden S\u00e4iten mit \u00e4iner Mauer obgegrenzt, und ganz hinten, ein Ende vom Oubstgotten, woar a kl\u00e4in&#8217;s Fliederpischl, und hinger d\u00e4m dann noch amoll a Lottenzaun. Ei der Mittelst von d\u00e4m Pischl schtund &#8217;ne gru\u00df-e Laube.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Su lange als wie k\u00e4in Oubst noch nie reif woar, kunnten mir uf der Wiese r\u00fcmtullen, wie &#8217;s ins groade Schpoa\u00df machte. Ich hoa dann immer olle Kinder aus &#8218;m Durfe mit neigebrucht. Die mu\u00dften hinge iebern Zaun klettern, besser is besser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">denn wenn der Voatl und er toat &#8217;s gewoahr wer&#8217;n, doa goab &#8217;s konn sein &#8217;n ur&#8217;ntlichen Krach, und uf &#8217;n Oabend dann de Hucke vull. Mehrschtens is ersch nie woahr gewurn &#8211; ouder wullt&#8216; er nie? und mir toaten bahle j\u00e4iden Noachmittich ei insen Gotten ollerhand untern\u00e4hmen. Und des hotte sich eim ganzen Durfe su siehr eigebirgert, do\u00df die Ahlen ieber ihre Kinder m\u00e4inten: &#8222;Macht euch futt &#8211; wenn ihr&#8217;n Radau machen wullt, doa macht euch zu Sieckeniussens!&#8220; &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eim Houfh\u00e4usl toaten Brickners wouhnen mit vier Kindern und \u00e4iner Gru\u00dfmutter. Ich muchte se nie leiden, de Gru\u00dfmutter, denn ieber mich m\u00e4inte se immer &#8222;Buwi&#8220;. &#8217;s woar mir schunt nie recht, do\u00df mich olle Leute eim Durfe Bubi h\u00e4i\u00dfen toaten &#8211; und ein liebsten h\u00e4tt&#8216; ich goar nie hiegeheert, wenn se mich onloaberten. Und jitze noch Buwi mit &#8218;in W &#8211; des woar schunt richtich d\u00e4hmlich! Oaber groade su oller a ahles &#8218;Weib, dos kunnte monchmoal oller hand nitzen, und su toat ich mein&#8217;n Aerger \u00e4infach verschlucken, wenn ich wos von der Ahlen brauchte. Mehrschtens toat se blu\u00df sch\u00fcmfen, und dos tauerte dann immer glei &#8217;n holben Tag lang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aeimoll, doa soa\u00df der Brickner Gerrat uf &#8218;m Obtritt. Er soa\u00df wull schunt drei V\u00fcrtelschtunden druffe und hotte sich &#8217;s groade su recht hibsch gemietlich gemacht, do\u00df er und er h\u00e4tt&#8216; &#8217;s noch &#8217;ne gutte holbe Schtunde k\u00e4nnen aushahln, &#8211; doa koam de ahle Bricknern hie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Mach dich nunger!&#8220;, schriehg se &#8217;n d\u00fcrch de Tiere on.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Gru\u00dfmutter, ich hoa &#8217;s su \u00e4ngstlich!&#8220;, m\u00e4int&#8216; &#8217;s Gerratl vou drinne, und de Stimme toat &#8218;m richtich zittern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Des woar der Ahlen groade recht, denn k\u00e4ine Wiederpotte kunnte se nie vertroagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Nu du m\u00e4ischantes Sauluder&#8220;, prillte se jitze, &#8222;wennste und du machst dich nie glei futt, doa schloag&#8216; ich dir olle Knuchen kaputt, du Saupittich du du!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doa koam der Gerrat rausgeflitzt. Oaber er kunnte su schnell sein als wie er wullte, zw\u00e4i, drei Hiebe hot er doch eis Kreuze gekrigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Au, Gru\u00dfmutter, aua!&#8220;, heult&#8216; er lus und sauste zu mir nei ei &#8217;n Kanickelstoll. Hier wullt&#8216; er wetten, bis se wieder im H\u00e4usl woar, und mit \u00e4i&#8217;m Fusse schtund er uf der Boudenleiter &#8211; fier olle F\u00e4lle, wenn se t\u00e4t&#8216; doch ei &#8217;n Schtoll neigucken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noach zw\u00e4i Minuten &#8211; die ahle Brikcknern brauchte nie ganz su lange als wie &#8217;s Gerratl &#8211; koam se wieder raus und gung glei zu ihr&#8217;m H\u00e4usl nieber, \u00e4igoal sch\u00fcmfend und vor sich hiekwotschend. Mei Gerrat oatmete uf, und dann m\u00e4int&#8216; er: &#8222;Gloubste, Bubi, wenn die amoll scht\u00fcrbt der ihr Maul mu\u00df ma&#8216; noch extra derschloin!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Goar nie lange druf, doa woar de ahle Bricknern w\u00fcrklich tut. Do\u00df se &#8217;s Maul extra derschloin hoan, dos gloub ich nie. Ich mechte lieber onn\u00e4hmen, des Mai-il is zu erscht verreckt, denn die letzten Tage to-it se goar nischte mehr r\u00e4den. Und wie der Duckter m\u00e4inte: &#8222;Jitze hot se ausgelitten!\u201c doa toaten Brickners so glei ei de Woschkiche nieberschtelln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noach a poar Schtunden gung de Frau Brickner amoll noachs\u00e4hn &#8211; und noach &#8217;ner holben Minute schu\u00df se schunt wieder zuricke ei ihr H\u00e4usl.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Roubert, ach Roubert&#8220;, noaschte se, &#8222;de Mutter l\u00e4bt ja noch, die ja wieder ganz worin gewur&#8217;n!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schnell wurde sie wieder riebergeschofft ei de gutte Schtube, wu se bis uf &#8217;n n\u00e4hksten Mittich possen toaten, ob se und se mechte noch amoll labendich wer&#8217;n. Oaber die ahle Bricknern hotte ouch ihren Schtulz. Wos die amoll gemacht hotte, des hotte se gemacht, doa goab &#8217;s k\u00e4i Zuricke nie, und ouch im Toude is se ihren Grunds\u00e4tzen treu geblieben: se is nimmer labendich gewur&#8217;n! &#8211;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Leimrutten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 9\/1965<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dos Sch\u00e4inste, wos es fier ins Schuljungen goab, woarn de Fehrjen. Mir hotten ins \u00e4inen ganzen Haufen vorgenummen, ich und der Walter, wos mir wullten untern\u00e4hmen. Fier &#8218;m Walter &nbsp;sein&#8217;n kl\u00e4inen Bruder sullt&#8216; er &#8217;ne Korre vull Sond zum Schpieln hulln vom Fuchs-Berge, und ich hott&#8216; &#8218;m zum helfen &nbsp;verschpruchen. Und do\u00df mir und mir t\u00e4ten nie \u00fcmsunst uf &#8217;n Fuchs-Berg machen, wullten mir glei a poar Leimrutten mitten\u00e4hmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Schpie\u00df-Koufmonn hotte ei seim Loaden a VougeIgebauer schtiehn, dos woar su huhch, do\u00df inser\u00e4iner sich h\u00e4tte neischtelln k\u00f6nnen. Dutt drinne hotte er zw\u00e4i Schtieglitze, drei Zeisiche, und \u00e4inen ruten und \u00e4inen grouen Gimpel, a M\u00e4nndl und a Weibl. Die Baiden woarn su zoahm, do\u00df se &#8218;in ahlen Schpie\u00df uf&#8216; &#8217;n Finger drufhopsten, wenn er se ruffen toat, und dann fiffen se de erschte Z\u00e4ile vo d\u00e4m Liede: 0 Deutschland hoch in Ehren! Dos h\u00e4tt&#8216; er ihn&#8217;n ei \u00e4iner Wuche eigelernt, m\u00e4int&#8216; er ieber ins. Nu dos woar ja ganz kloar, sulche V\u00e4igel mu\u00dften mir hoaben, und glei om erschten Tage ei&#8217;n Fehrjen machten mir de Leimrutten zurechte. Dos hotte der Gottwald Paule aus Schwiebendurf gesoit, mir mi\u00dften Lein\u00e4ihl und Kollafohnjum mitsommen kochen und dann uf &#8217;ne Hoaselnu\u00dfrutte durfschmieren, und doa t\u00e4t&#8216; sugoar a Schturch dron kl\u00e4ben bleiben, wenn der sich drufsetzte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dos h\u00e4tte ja ouch kennen ganz hibsch sein, wenn mir mechten \u00e4inen Schturch fangen. Doch der Walter m\u00e4inte, mit &#8218;m Schturche w\u00e4llt&#8216; er nischte zum tun hoaben, dos tumme Luder t\u00e4t&#8216; konn sein noch \u00e4inen kl\u00e4inen Bruder mittebr\u00e4ingen, un er h\u00e4tt&#8216; mit d\u00e4m \u00e4inen groade genug, ei mi\u00dfte suwiesu schunt \u00e4igoal &#8217;s Kinderm\u00e4dchen machen. Und au\u00dferd\u00e4m, m\u00e4int&#8216; er, k\u00e4nnten mir \u00e4i&#8217;m Schturche k\u00e4i Lied zum feifen nie eilern&#8217;n.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDos macht nischte\u201c, soite ich. &#8222;Su a Schturch, der konn mit &#8218;m Schnoabel kloppern, do\u00df ma&#8216; denkt, &#8217;s t\u00e4t&#8216; \u00e4ins de Trummel schloin. Du sullst amoll s\u00e4hn, ich tu d\u00e4n Schturch obrichten, bis do\u00df er mit&#8217;m Schnoabel &#8222;Preu\u00dfens GIoria trummelt!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch der Walter wullte von k\u00e4i&#8217;m Schturche nischt wissen, und doa \u00e4inichten mir ins: Zeisiche und Gimpel sullte der Walter kriegen, und fier mich sullten de Schtieglitze sein und a Schturch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nummer 9\/65 Bunzlauer 1-Ieimatzeitung Seite 7<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Walter hotte sei&#8217;m Onkel aus d\u00e4m sei&#8217;m Geigenkoisten a Schtick Kollafohnjum geklaut, und a bissl Lein\u00e4ihl krigten mir von meiner Mamma. Jitze ging dos Kochen lus. Und &#8217;s tauerte ouch goar nie lange, doa brannte der ganze schiene Leim mitsomt Im Tuppe, und meine Knuchen hott&#8216; ich mir ouch noch ganz hibsch verbrannt, wie ich d\u00e4n Tupp vom Feuer rungerrei\u00dfen toat. A kl\u00e4ins bissl Leim hotten mir noch gerettet, und fier zw\u00e4i Rutten k\u00e4nnte &#8217;s konn sein groade noch r\u00e4ichen. Schnell, in: a kl\u00e4in&#8217;s Fl\u00e4schl gegussn, und dann &#8211; der Walter hotte seine Korre schunt mittegekonnte d\u00e4n Lange-W\u00e4g drieber nunger,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Glei n\u00e4bendron von &#8218;er Sandgrube hotte &#8217;s a kl\u00e4in&#8217;s Kiewernpischl, und dutte wullten mir de Leimrutten ufs:chtelln. Endlich hotten mir de richtje Kiewer entdeckt, &nbsp;nie zu huhch, und de Aeste nie zu dichte beinander. Der Walter hotte sich dos Fl\u00e4schl mit &#8218;in Leime eigesackt und machte &nbsp;glei om Schtomme ruf, und ich, toat In sch\u00fcrgen, bis er &#8217;n unterschten Ost der-wischt bette. Wie er und er woar eim Wipfel ongelangt, do!a l\u00e4gt&#8216; er die b\u00e4iden Rutten uf zw\u00e4i kl\u00e4ine Aestl druf, groade unger a poar Kiewernzoppen. Jitze toat er sie mit &#8218;in Leime onpinseln, und dann koam er wieder rungergerutscht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erscht amoll toaten mir olle b\u00e4ide ufpassen, ob nie bahle a Gimpel mechte ongeflougen kummen, oalber &#8217;s koam k\u00e4iner. &#8217;s koam ieberhaupt nischte &#8211; blu\u00df drei Scht\u00e4rche koamen von Woathe her, denn dutte toaten welche brieten, und se machten glei nieber zum Korpent\u00e4iche und toaten uf inse Leimrutten nie amoll hiegucken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noach &#8217;ner ganzen Weile koam a Aeichh\u00e4rndl. &#8217;s schprung von \u00e4i&#8217;m Boume: zum andern nieber, und groade ei inser Kiewer machte &#8217;s ruf ei &#8217;n Wipfel. Nu meinsw\u00e4gen, a Aeichh\u00e4rndl t\u00e4ten mir euch mitten\u00e4hmen, die sulln ja euch zum z\u00e4hmen giehn, und \u00e4in&#8217;n Kanickelschtoll hotten mir groade frei derh\u00e4ime. Doa machte &#8217;s ouch schunt uf die Seite rieber, wu de Leimrutten toat su siehr uftrompeln beim Loufen, do\u00df de ganze Kiewer wackelte, und uf \u00e4inmoal ten loa gen, oaber In Ost zu huhch, und &#8217;s fiel inse schiene Folie vorn Boume runger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Walter hotte schunt \u00e4in&#8217;n Scht\u00e4in gepackt und :schmi\u00df glei ei de Kiiewer ruf, und beinahnde h\u00e4tt&#8216; er dos Aeichh\u00e4rndl derschmssen, wenn &#8217;s sich nie ganz schnell hingerm Schtomme versteckt h\u00e4tte. Mir woarn b\u00e4ide ganz biese und hoan &#8217;s noch a poar B\u00e4ume weit verfulgt, bis mir k\u00e4ine Scht\u00e4ine nimmer hotten. Dann machten mir zuricke und toaten ins die Bescherung ons\u00e4hn. Doa woar nimmer viel zum retten, de Leimrutten hotten sich uf ollen Seiten mit ahlen Kiewernnoadeln vullgekl\u00e4bt, und k\u00e4inen Leim hotten mir ouch nimmer, do\u00df mir se !h\u00e4tten noch amoal neu onschtreichen k\u00e4nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Schoad&#8217;t nischte,. Bubi&#8220;, soite der Walter. &#8222;Heute k\u00e4nnen mir nischte nimmer onfangen. Oaber ich w\u00e4i\u00df a Fliegenschn\u00e4ppernest beim Herrn Gramella sei&#8217;m Loaden, dutte hot &#8217;s jitze Junge drinne. Die tun mir heute ausn\u00e4hmen, und konn sein lernt su a junger Fliegenschn\u00e4pper euch os Feifen. Aeinen Gimpel fangen mir dann n\u00e4hkste Wuche.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;N\u00e4i&#8220;, m\u00e4int&#8216; ich, &#8222;doa mach ich nimmer mitte. K\u00e4inen Gimpel mahg ich nimmer, ich fang mir jitze blu\u00df noch &#8217;n Schturch. Die hoa ich vorhin ganz genau beoubacht&#8217;t, doa wer&#8216; ich schunt \u00e4inen kriegen!&#8220; Mir toaten alsou erscht amoal de Korre mit Sond vulloaden und machten ins dann h\u00e4im, und mir brauchten uf zurickzus viel l\u00e4ngre Zeit, denn der ahle Sond woar ganz verdommt schwer zum ziehn.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">De Blechspucker<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 8\/1965<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Inser Nuppa rechts, des woar der Bruder Komma. Im ganzen Durfe toaten haupts\u00e4chlich Mitglieder von \u00e4iner Gem\u00e4inde wouhnen, die sich &#8222;Bruder&#8220; und &#8222;Schwaster&#8220; nannten und sich olle mit &#8222;Du&#8220; onr\u00e4d&#8217;ten &#8211; dos h\u00e4i\u00dft, blu\u00df de Brieder unter sich und de Schwastern euch wieder unter sich, und &#8218;,s Aeltre mu\u00dfte &#8217;s d\u00e4n Jingern erscht amoll erlauben. K\u00e4ine Pauern woarn se nie, de Brieder, &#8217;s woarn mehrschtens Handwerker, Koufm\u00e4nner, Arb\u00e4iter, und ouch a poar Ongeschtellte ouder p\u00e4ngsionierte Beomte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bruder Komma toat ei der K\u00fcrche de Urgel schpieln, und w\u00e4gen d\u00e4m woar er euch Diregent von &#8217;n Blechspuckern, wie mir ieber d\u00e4n Posaunenchor m\u00e4inten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Des woar a hibscher Brauch ei &#8218;er Gem\u00e4inde: bei kirchlichen Festen, doa toaten de Blechspucker sich murgens \u00fcm siebene versommeln, blusen zuerscht vorm Herrn Paschter sei&#8217;m Hause a frummes Lied, und darin machten se im ganzen Durfe r\u00fcm und spielten on ollen Ecken und Enden. Wenn \u00e4ins geschturben woar, doa toaten se &#8217;s mit Muhsick von der L\u00e4ichenholle bis zum Groabeluch schoffen. Om erschten Oustertage woar schunt ganz friehmurgens K\u00fcrche. und dann machte de ganze Gem\u00e4inde naus uf &#8217;n K\u00fcrchhouf. Dutte woar wieder &#8217;ne kl\u00e4ine Feier, und groade in d\u00e4rm Ougenblicke, wu de Sunne zum Vorscheine koam, fung der Posaunenchor zum bloasen on. Ouch ei &#8218;er Neujoahrsnacht hotten se &#8217;ne schien&#8220; Sitte: \u00fcm holb zw\u00e4lwe woar K\u00fcrche, und ganz genau zur Mitternacht blusen se dos Lied: Nun danket alle Gott. Mit d\u00e4m woar de Feier aus, und olles machte sich h\u00e4im, blu\u00df inse Blechschpucker nie. Die toaten sich wieder versoimmeln und schpielten noch a poar Lieder on ollen vier Ecken vom K\u00fcrchplotze, und mehrschtens schtunden a ganzer Haufen Kinder dabei, die sich des Schpielen zum neuen Joahre onheeren toaten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1082\" height=\"694\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-3-1658-Gnadenberg-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1824\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-3-1658-Gnadenberg-2.jpg 1082w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-3-1658-Gnadenberg-2-768x493.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1082px) 100vw, 1082px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Su woarsch ouch ei der \u00e4inen Neujoahrsnacht. Zu d\u00e4n Kindern, die um de Blechschpucker r\u00fcmschtunden, hotten sich ouch meine drei Kus\u00e4ngs gesellt. Die woarn ei Gru\u00df-Krauschen derh\u00e4ime, und se hotten sich extra w\u00e4gen der n\u00e4chtlichen K\u00fcrche ei inser Durf gemacht. Und jitze schtunden se mitte bei In Blechschpuckern und heerten zu, wie die goar su schien bloasen toaten. Die woarn su siehr ei ihr Bloasen vertieft, do\u00df se zuerscht noch goar nischte merkten. Wie oaber \u00e4iner von d\u00e4n Knollfr\u00e4schen &#8218;in Bruder Komma zw\u00fcschen &#8217;n B\u00e4inen r\u00fcmhopst, immer hie und her und vor und wieder zuricke, und wie er sich goar uf d\u00e4m seinen linken Schuh setzt und dann om Housenb\u00e4ine drieber rufklettert, doa woarsch uf \u00e4imoll aus. Der Bruder Komma toat seine Posaune obsetzen und versuchte, d\u00e4n ahlen Frousch tutzutr\u00e4ten. Jitze soahgn die anderen, do\u00df k\u00e4iner nimmer dirigiern toat, und dann guckten se euch ei &#8217;n Schnie, und pl\u00e4tzlich woarn se gewoahr gewur,n, wos \u00e4i&#8217;ntlich lus woar. Der Toin, mit d\u00e4m se ihr Bloasen obbrechen toaten, po\u00dfte goar nie zu d\u00e4m schienen Liede!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Drei Maulw\u00fcrfer und drei Fliegenschn\u00e4pper<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 10\/1965<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noach&#8217;m Essen machten mir glei zum Herrn Gramella nunger und toaten ins dos Nest amoll ons\u00e4hn. Die ahlen V\u00e4igel hotten &#8217;s c,ro:ade unger de Dachrinne gebaut, und nuflangen kunnten mir nie. Und mir soahgn &#8217;s schunt: die Jungen woarn noch zu kl\u00e4in, die betten noch &#8217;n ,lan,z nackichten Hols, doa mechten mir lieber noch poar Tage wetten mit &#8218;m Ausn\u00e4hmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nu woarn mir groade su hibsch dicht om Boahnhouwe, und ei etwahn \u00e4iner Schtunde mu\u00dfte de Klimperguste kummen, doa goab &#8217;s konn sein wos zum s\u00e4hn. Uf &#8218;m Gl\u00e4ise schtund a leerer Gitterwoagen, und mir kletterten glei nei. Ei \u00e4iner Ecke loag a tuter Maulwurf, der hotte scheints schunt a poar Tage dutte gel\u00e4gen, denn er woar ganz dicke und ufgebloasen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;D\u00e4n l\u00e4gen mir jitze uf de Schienen&#8220;, schproach der Walter, &#8222;und doa sullst&#8216; amoal s\u00e4hn, wie dos knollen tut, wenn d\u00e4n de Klimperguste ieberf\u00e4hrt!&#8220; Und schunt hott&#8216; er d\u00e4n Maulwurf om Schwanze gepackt und nausgeschmissen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir l\u00e4gten &#8217;n jitze zurechte und toaten uf &#8217;n Zug possen. Und wie der dann koam, doa merkten mir glei, do\u00df mirsch folsch gemacht hotten. De Lockmotiewe wullte bahle schtiehn bleiben, doa derwischte se d\u00e4n Maulwurf gro,-,de noch zu ollerletzt. Oaber se hotte k\u00e4in&#8217;n Schwung nimmer, und k\u00e4inen, richtjen lauten Knoll bot &#8217;s nie ge g\u00e4ben, &#8217;s woar blu\u00df su a Kn\u00e4tschen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;N\u00e4i Walter&#8220;, m\u00e4int&#8216; ich, \u201edos hot mir nie gefollen, dos woar ja goar nischte. W\u00e4i\u00dfte wos? Heute uf &#8217;n Oabend, doa tun mir ile b\u00e4ide inse Maulwurfsfollen ufschtelln, und wenn mir murgen welche gefangen hoan, doa l\u00e4gen mir se erscht zw\u00e4i Tage ei de Sunne. Und wenn se und se sein hibsch dicke ongeschwulln, doa machen mirsch noch amol!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Richtich, noach a oar Tagen hotten mir inse schien ufgebloas&#8217;nen Maulw\u00fcrfer fertich, do\u00df mir se kunnten ieberfoahrn lussen. Do\u00df schunt a poar Moaden aus &#8218;m Maule rauskrobbelten, toat ins nie weiter scheniern. Oaber se toaten schunt schtinken, do\u00df mir se ins bahle goar nimmer zum Onpacken getrauten. Nu, mir hoan se \u00e4infach ei a Schtickl Zeitungspapier eigewickelt und dann eigesackt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jitze machten mir glei bei insen Gotten iebern Zaun und uf &#8217;n K\u00fcrchhouf. Hinger d\u00e4m hotte &#8217;s &#8217;n kl\u00e4inen Pork &#8211; &#8222;Anlagen&#8220; toaten se &#8217;n ei &#8218;er Gem\u00e4inde h\u00e4i\u00dfen &#8211; 3 und dutte machte de KIimperguste groade dron vorbei uf Woathe zu \u00ab Om Rande vom Porke kunnten mir ins schien verschtecken, und doa t\u00e4t&#8216; ins ouch der Schoffner beschtimmt nie s\u00e4hn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">A Schtickl weg vom Porke, uf Woathe zu, toaten mir &#8217;n erschten Maulwurf hiel\u00e4gen, und &#8217;ne ganze Ecke weiter runger &#8217;n zw\u00e4iten. Dann l\u00e4gten mir ins selber hie, ganz dichte unger a poar gru\u00dfe Fichtenzw\u00e4ige, und toaten uf de Klimperguste wotten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn die aus Bunzlau rauskoam, doa noahm se &#8217;s nie su genau mit &#8218;er Pinktlichk\u00e4it, und monchmoal koam se &#8217;ne holbe Schtunde schp\u00e4ter, als se \u00e4i&#8217;ntlich h\u00e4tte kummen missen. Monchmoal toat se ouch bei &#8218;er Ziegelei onhahln, oaber nie etwahn, weil&#8217;s dutte &#8217;ne Schtatziohn hotte. N\u00e4i, doa woar blu\u00df a kl\u00e4in&#8217;s Bergl, und wenn se a poar Gitterwoagen fiersch Kolkwerk ei Hotsdurf drongeh\u00e4ngt hotte, doa toat ihr der Dompf ausgiehn, und se mu\u00dfte sich a bissl verschnaufen. Aeimoal, doa hotte der Horscht bei &#8218;er Ziegelei de W\u00e4iche verschtellt, und &#8217;s hotte ihn \u00e4ins dabei ges\u00e4hn und &#8217;s ouch glei &#8218;m Wachtm\u00e4ister gemeld&#8217;t. Dos hotte ollerhand Schtaub ufgew\u00fcrbelt, und se wullten &#8217;n Horscht vom Gymnasium &nbsp;nausschmei\u00dfen, und der Horscht hot sieh bis uf Weihnachten goar nimmer mit der Klimperguste zum foahrn getraut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jitze loagen mir nu eim Groase und toaten druf possen, ob se nie bahle mechte kummen, und dunn heerten mir se ouch bei &#8218;er Ziegelei feifen. Dos woar immer dos Z\u00e4ichen, des se dos kl\u00e4ine Bergl glicklich ieberwunden hotte, und da,iin koam sie ei a Boahnhouf neigefoahrn. &#8217;s schtiegen a poar Leute aus, der Schoffner toat uf seiner Trillerfeife feifen, und doa dompfte se weiter. Mir drickten ins ganz dichte eis Groas, und kaum woar der letzte Woagen vorbei, doa goab&#8217;s ouch schunt &#8217;n ganz hibschen Knoll. Mir guckten ins olle al b\u00e4ide on, woarn schtulz und toaten ins freuen. Dann soahgn mir wieder nieber zum Zuge, und ich bin, gloub&#8216; ich, bahle a bissl k\u00e4sich gewur&#8217;n vor lauter Schrecken. De Klimperguste hotte zum dompfen ufgeheert und schlich ganz langsam weiter, wie wenn se glei mechte schtiehn bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSchnell futt\u201c. soite ich zum WaIter, &#8222;sunste kummen se zuricke und tun ins hier derwischen!&#8220;, und ich kruch schnell unger der Fichte fier. Doch mei Walter woar l\u00e4ngst nie su \u00e4ngstlich als wie iche. &#8222;Bleib blu\u00df hier, du tumme Lerge&#8220;, m\u00e4int&#8216; er ieber mich. &#8222;Mir sein hier su gutt verschteckt, doa siehgt ins k\u00e4i Aast!&#8220; Doa l\u00e4gte ich mich wieder hie und soahg uf de Boahne. Bei der Lockmotiewe koam a Monn &#8211; das woar scheints der H\u00e4izer rausgeklettert, hielt sich mit \u00e4iner Hand feste und guckte nunger uf de R\u00e4der. Er wullte wull noachs\u00e4hn, obst se sich ouch noch olle richtich dr\u00e4hn t\u00e4ten und nie etwahn \u00e4ins rickw\u00e4rts lief. Doa goabs pl\u00e4tz!Ich &#8217;n zw\u00e4iten Knoll, und ma&#8216; kunnte &#8217;s d\u00e4m Monne direkt ons\u00e4hn, wie er zusommenzuckte vor lauter Schrecken, und wenn er sich nie mit \u00e4iner Hand festegehahln h\u00e4tte, doa w\u00e4r&#8216; er ganz beschtimmt nungergefolln. Jitze hot er scheints gemerkt, wos es gew\u00e4sen is, und er bot ganz biese zu insen Verschtecke rieberges\u00e4hn. Oaber mir hotten ins wieder ganz tief verkruchen, und doa hot er sich wieder neigemacht uf sein&#8217;n H\u00e4izerschtond, und de Klimperguste toat weiterdompfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie mir dann wieder ufschtunden, doa hott&#8216; ich immer noch 2, bissl Angst, denn &#8217;s h\u00e4tte ja ouch kennen schief giehn mit &#8218;m H\u00e4izer. Doch der Walter machte sich nischte draus. Der hotte seine H\u00e4nde ei de Toschen neigeschteckt und fiff a Lied.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dos woar ieberhaupt a ganz frecher Hund. der Walter. Der hotte amoll mit \u00e4i&#8217;m Scht\u00e4ine on a Auto drongeschmissen, und dann woar er \u00e4infach doageblieben, wie der Schaffehr is zurickegekumm. Und der &#8217;n froagte, ob er nie ges\u00e4hn h\u00e4tte, wer dos gemacht hot, doa m\u00e4int&#8216; er: &#8222;Nu freilich&#8220;, m\u00e4int&#8216; er iebern Schaffehr. &#8222;dos woar der Brickner Kolle, der wouhnt dutte uben ei d\u00e4m kl\u00e4inen H\u00e4usl, und er is groade h\u00e4im gerannt!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei hotten se bei Brickners goar k\u00e4inen Kolle! Und der Walter hot sich erscht futtgemacht, wie der Schaffehr is zu Brickners hiegefoahrn. &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jitze machten mir nieber zum Herrn<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gramella sein&#8217;n Loaden. Erscht guckten mir noch a kl\u00e4ins bissl zu, wie de ahlen Fliegenschn\u00e4pper \u00e4igoal ongeflougen koamen und de Jungen fitterten. Und wie se sich groade wieder futtgemacht hotten, noahmen mir j\u00e4ides zw\u00e4i H\u00e4nde vull Dreck, guckten ins erscht schnell noch amoll \u00fcm, ob nie etwahn groade \u00e4ins mechte kummen, und dann schmissen mir nuf zum Neste. Drei Junge koamen ouch glei nungergeflottert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1106\" height=\"698\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-5-830-Gnadenberg-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1826\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-5-830-Gnadenberg-2.jpg 1106w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-5-830-Gnadenberg-2-768x485.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1106px) 100vw, 1106px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zw\u00e4ie hotte der Walter schunt derwischt, wie ich noch goar nie dron duchte, \u00e4inen zu packen. Oaber d\u00e4n krigte ich dann doch noch, und wie ich mich noach &#8218;m Walter \u00fcmsoahg, doa flitzte der schunt beim He\u00df-Schuster uf de Pust und dann glei nieber ei de Hecken nei. Nu sauste ich hingernoach, und wu de Hecken hibsch dichte schtunden, toat er uf mich wotten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir l\u00e4gten &#8217;n jitze zurechte und toaten uf &#8217;n Zug possen. Und wie der dann koam, doa merkten mir glei, do\u00df mirsch folsch gemacht hotten. De Lockmotiewe wullte bahle schtiehn bleiben, doa derwischte se d\u00e4n Maulwurf gro,-,de noch zu ollerletzt. Oaber se hotte k\u00e4in&#8217;n Schwung nimmer, und k\u00e4inen, richtjen lauten Knoll bot &#8217;s nie ge g\u00e4ben, &#8217;s woar blu\u00df su a Kn\u00e4tschen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;N\u00e4i Walter&#8220;, m\u00e4int&#8216; ich, \u201edos hot mir nie gefollen, dos woar ja goar nischte. W\u00e4i\u00dfte wos? Heute uf &#8217;n Oabend, doa tun mir ile b\u00e4ide inse Maulwurfsfollen ufschtelln, und wenn mir murgen welche gefangen hoan, doa l\u00e4gen mir se erscht zw\u00e4i Tage ei de Sunne. Und wenn se und se sein hibsch dicke ongeschwulln, doa machen mirsch noch amol!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Richtich, noach a oar Tagen hotten mir inse schien ufgebloas&#8217;nen Maulw\u00fcrfer fertich, do\u00df mir se kunnten ieberfoahrn lussen. Do\u00df schunt a poar Moaden aus &#8218;m Maule rauskrobbelten, toat ins nie weiter scheniern. Oaber se toaten schunt schtinken, do\u00df mir se ins bahle goar nimmer zum Onpacken getrauten. Nu, mir hoan se \u00e4infach ei a Schtickl Zeitungspapier eigewickelt und dann eigesackt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jitze machten mir glei bei insen Gotten iebern Zaun und uf &#8217;n K\u00fcrchhouf. Hinger d\u00e4m hotte &#8217;s &#8217;n kl\u00e4inen Pork &#8211; &#8222;Anlagen&#8220; toaten se &#8217;n ei &#8218;er Gem\u00e4inde h\u00e4i\u00dfen &#8211; 3 und dutte machte de KIimperguste groade dron vorbei uf Woathe zu \u00ab Om Rande vom Porke kunnten mir ins schien verschtecken, und doa t\u00e4t&#8216; ins ouch der Schoffner beschtimmt nie s\u00e4hn. A Schtickl weg vom Porke, uf Woathe zu, toaten mir &#8217;n erschten Maulwurf hiel\u00e4gen, und &#8217;ne ganze Ecke weiter runger &#8217;n zw\u00e4iten. Dann l\u00e4gten mir ins selber hie, ganz dichte unger a poar gru\u00dfe Fichtenzw\u00e4ige, und toaten uf de Klimperguste wotten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn die aus Bunzlau rauskoam, doa noahm se &#8217;s nie su genau mit &#8218;er Pinktlichk\u00e4it, und monchmoal koam se &#8217;ne holbe Schtunde schp\u00e4ter, als se \u00e4i&#8217;ntlich h\u00e4tte kummen missen. Monchmoal toat se ouch bei &#8218;er Ziegelei onhahln, oaber nie etwahn, weil&#8217;s dutte &#8217;ne Schtatziohn hotte. N\u00e4i, doa woar blu\u00df a kl\u00e4in&#8217;s Bergl, und wenn se a poar Gitterwoagen fiersch Kolkwerk ei Hotsdurf drongeh\u00e4ngt hotte, doa toat ihr der Dompf ausgiehn, und se mu\u00dfte sich a bissl verschnaufen. Aeimoal, doa hotte der Horscht bei &#8218;er Ziegelei de W\u00e4iche verschtellt, und &#8217;s hotte ihn \u00e4ins dabei ges\u00e4hn und &#8217;s ouch glei &#8218;m Wachtm\u00e4ister gemeld&#8217;t. Dos hotte ollerhand Schtaub ufgew\u00fcrbelt, und se wullten &#8217;n Horscht vom Gymnasium &nbsp;nausschmei\u00dfen, und der Horscht hot sieh bis uf Weihnachten goar nimmer mit der Klimperguste zum foahrn getraut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jitze loagen mir nu eim Groase und toaten druf possen, ob se nie bahle mechte kummen, und dunn heerten mir se ouch bei &#8218;er Ziegelei feifen. Dos woar immer dos Z\u00e4ichen, des se dos kl\u00e4ine Bergl glicklich ieberwunden hotte, und da,iin koam sie ei a Boahnhouf neigefoahrn. &#8217;s schtiegen a poar Leute aus, der Schoffner toat uf seiner Trillerfeife feifen, und doa dompfte se weiter. Mir drickten ins ganz dichte eis Groas, und kaum woar der letzte Woagen vorbei, doa goab&#8217;s ouch schunt &#8217;n ganz hibschen Knoll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir guckten ins olle al b\u00e4ide on, woarn schtulz und toaten ins freuen. Dann soahgn mir wieder nieber zum Zuge, und ich bin, gloub&#8216; ich, bahle a bissl k\u00e4sich gewur&#8217;n vor lauter Schrecken. De Klimperguste hotte zum dompfen ufgeheert und schlich ganz langsam weiter, wie wenn se glei mechte schtiehn bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSchnell futt\u201c. soite ich zum WaIter, &#8222;sunste kummen se zuricke und tun ins hier derwischen!&#8220;, und ich kruch schnell unger der Fichte fier. Doch mei Walter woar l\u00e4ngst nie su \u00e4ngstlich als wie iche. &#8222;Bleib blu\u00df hier, du tumme Lerge&#8220;, m\u00e4int&#8216; er ieber mich. &#8222;Mir sein hier su gutt verschteckt, doa siehgt ins k\u00e4i Aast!&#8220; Doa l\u00e4gte ich mich wieder hie und soahg uf de Boahne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Lockmotiewe koam a Monn &#8211; das woar scheints der H\u00e4izer rausgeklettert, hielt sich mit \u00e4iner Hand feste und guckte nunger uf de R\u00e4der. Er wullte wull noachs\u00e4hn, obst se sich ouch noch olle richtich dr\u00e4hn t\u00e4ten und nie etwahn \u00e4ins rickw\u00e4rts lief. Doa goabs pl\u00e4tz!Ich &#8217;n zw\u00e4iten Knoll, und ma&#8216; kunnte &#8217;s d\u00e4m Monne direkt ons\u00e4hn, wie er zusommenzuckte vor lauter Schrecken, und wenn er sich nie mit \u00e4iner Hand festegehahln h\u00e4tte, doa w\u00e4r&#8216; er ganz beschtimmt nungergefolln. Jitze hot er scheints gemerkt, wos es gew\u00e4sen is, und er bot ganz biese zu insen Verschtecke rieberges\u00e4hn. Oaber mir hotten ins wieder ganz tief verkruchen, und doa hot er sich wieder neigemacht uf sein&#8217;n H\u00e4izerschtond, und de Klimperguste toat weiterdompfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie mir dann wieder ufschtunden, doa hott&#8216; ich immer noch 2, bissl Angst, denn &#8217;s h\u00e4tte ja ouch kennen schief giehn mit &#8218;m H\u00e4izer. Doch der Walter machte sich nischte draus. Der hotte seine H\u00e4nde ei de Toschen neigeschteckt und fiff a Lied.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dos woar ieberhaupt a ganz frecher Hund. der Walter. Der hotte amoll mit \u00e4i&#8217;m Scht\u00e4ine on a Auto drongeschmissen, und dann woar er \u00e4infach doageblieben, wie der Schaffehr is zurickegekumm. Und der &#8217;n froagte, ob er nie ges\u00e4hn h\u00e4tte, wer dos gemacht hot, doa m\u00e4int&#8216; er: &#8222;Nu freilich&#8220;, m\u00e4int&#8216; er iebern Schaffehr. &#8222;dos woar der Brickner Kolle, der wouhnt dutte uben ei d\u00e4m kl\u00e4inen H\u00e4usl, und er is groade h\u00e4im gerannt!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei hotten se bei Brickners goar k\u00e4inen Kolle! Und der Walter hot sich erscht futtgemacht, wie der Schaffehr is zu Brickners hiegefoahrn. &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jitze machten mir nieber zum Herrn<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gramella sein&#8217;n Loaden. Erscht guckten mir noch a kl\u00e4ins bissl zu, wie de ahlen Fliegenschn\u00e4pper \u00e4igoal ongeflougen koamen und de Jungen fitterten. Und wie se sich groade wieder futtgemacht hotten, noahmen mir j\u00e4ides zw\u00e4i H\u00e4nde vull Dreck, guckten ins erscht schnell noch amoll \u00fcm, ob nie etwahn groade \u00e4ins mechte kummen, und dann schmissen mir nuf zum Neste. Drei Junge koamen ouch glei nungergeflottert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zw\u00e4ie hotte der Walter schunt derwischt, wie ich noch goar nie dron duchte, \u00e4inen zu packen. Oaber d\u00e4n krigte ich dann doch noch, und wie ich mich noach &#8218;m Walter \u00fcmsoahg, doa flitzte der schunt beim He\u00df-Schuster uf de Pust und dann glei nieber ei de Hecken nei. Nu sauste ich hingernoach, und wu de Hecken hibsch dichte schtunden, toat er uf mich wotten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich woar ganz aus der Puhste gekummen, und uf meiner Scht\u00fcrne schtunden a poar dicke Schw\u00e4i\u00dfperlen. \u201eDo\u00df is der Angstschw\u00e4i\u00df&#8220;, toat mich der Walter belehrn, und er lachte ganz ausversch\u00e4mt, Dos konn schunt sein, ducht&#8216; ich ei mei&#8217;m Sinne, oaber ich woar mir nie su rechte drieber kloar, ob de Angst noch von der Klimperguste koam, ouder ob se von d\u00e4m koam, do\u00df ins mehcte a Luder ges\u00e4hn hoaben, und er t\u00e4t&#8216; &#8217;s mei&#8217;m Voatl verz\u00e4hlen. Ouder se koam, weil de ahlen Fliegenschn\u00e4pper ondauernd \u00fcm ins r\u00fcmschwirrten und \u00e4in&#8217;n f\u00fcrchterlichen Schpecktahkel machten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Jungen woarn ja schunt ganz hibsch, und wenn mir und mir h\u00e4tten noch \u00e4inen ouder goar zw\u00e4i Tage gewottet, doa w\u00e4ren se ganz beschtimmt nimmer eim Neste gew\u00e4sen. Noach ner ganzen &nbsp;Weile machten mir darin ei insen Gotten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Soag&#8220; amoll, Walter, wie missen wir denn die Lergen \u00e4i&#8217;ntlich fittern?&#8220;, froagte ich jitze. \u201eNu dos is doch ganz kloar&#8220;, wu\u00dfte der glei Besch\u00e4id.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;A Fliegenschn\u00e4pper fri\u00dft doch blu\u00df lauter Fliegen, w\u00e4gen d\u00e4m h\u00e4i\u00dft er doch Fliegenschn\u00e4pper! Mir tun se jitze zu &#8217;n Laubfr\u00e4schen dazuschperrn, und dann wulln mir glei mit &#8218;m Dressieren onfangen. Erschtern missen mir oaber noch &#8217;n ganzen Haufen Fliegen fangen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dos toaten mir nu ouch, und bahle toat &#8217;s ei mei&#8217;m Laubfrouschk\u00e4fig su siehr wimmeln vor lauter Fliegen, do\u00df de W\u00e4nde ganz schwotz woarn,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Nu is &#8217;s genung&#8220;, soagte der Walter, &#8222;und jitze tu amoll feifen! &#8230; Nie glei dos ganze Lied!&#8220;, prillt&#8216; er, kaum do\u00df ich ongefangen hotte, &#8222;h\u00e4ikstens drei ouder vier T\u00e4ine &#8211; alsou jitze f\u00e4ffste blu\u00df: o Deutschland &nbsp;hoch &#8211; o Deutschland hodi, bis do\u00df ich bahle nimmer feifen kunnte. Die drei Fliegenschn\u00e4pper hotten [sich ei \u00e4ine Ecke gekauert und gofften mich \u00e4igoal on, und k\u00e4iner toat ouch blu\u00df \u00e4inen \u00e4inzjen Toun noachfeifen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Walter, jitze f\u00e4ffst du amoll, iche konn meine Lippen schunt goar nimmer onschpitzen!&#8220; &#8222;N\u00e4i du&#8220;, toat er ontwurten, &#8222;fier heute langt &#8217;s. S\u00e4h amoll die ormen Viecher on, die sein ja ganz ver\u00e4ngsticht. Mir lussen se jitz ei der Ruhe, die missen sich ja erscht on ihren neuen Schtoll gew\u00e4ihnen. Oaber murgen frieh machen mir glei weiter, ich bin \u00fcm holb achte hier.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er guckte noch amoll nei ei&#8217;n K\u00e4fich und sproach: &#8222;Die b\u00e4iden dutte rechts, dos sein meine, und murgen n\u00e4hm ich se mitte h\u00e4im, ich tu heute uf &#8217;n 0abend noch mei Gebauer zurechtemachen. &#8211; Deinen Laubfr\u00e4schen wer&#8217;n se schunt nischte tun&#8220;, m\u00e4int&#8216; er noch, und mit d\u00e4m woar er ouch schunt iebern Zaun rieber.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erscht oabends im Bette hoa ich &#8217;s kampiert, warum der Walter su schnell obgehaun woar. N\u00e4hmlich kaum do\u00df er weg woar, doa schtund mei Papa n\u00e4ben mir. D\u00e4n hott&#8216; er wull s\u00e4hn kummen, und su ganz geheuer mu\u00df &#8218; &nbsp;dos Ding mit&#8217;n Fliegenschn\u00e4pppern doch nie gew\u00e4sen sein und doa hot er sich schnell futt gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWas hast du denn hier?&#8220;, froaigte mich der Papa. Er blitzte mich mit sein&#8217;n Ougen on, do\u00df ich mich goar nie erschtern zum Liegen getraute und &#8218;m lei olles verz\u00e4hlte. &#8222;Na h\u00f6r mal&#8220;, m\u00e4int&#8216; er dann, \u201eein Fliegenschn\u00e4pper lernt doch niemals pfeifen! Schaff die armen Tierchen mal zur\u00fcck und leg sie unter ihr Nest!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doa woar nischte zu machen, ich noahm die drei Viecher und trug se wieder zuricke.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der K\u00fcrchplotz<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 13\/1965<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">K\u00e4i sch\u00e4inres Durf als wie unsres goabs eim ganzen Kreise Bunzlau nimmer. Dos mu\u00df wull der ahle Fritze ongel\u00e4gt hoaben, glei wie er in In schl\u00e4&#8217;schen Kriegen inse H\u00e4imte d\u00e4n Aeistreichern obgekn\u00e4ppt hotte. Denn &#8217;s \u00e4lt&#8217;ste Haus woar groade su alt, do\u00df es mit der Z\u00e4it mechte zusommenpossen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ei der Mittelst vom Durfe schtund de K\u00fcrche. Die hotte ihren Turm mitten uf &#8218;m Dache schtiehn, nie on der S\u00e4ite, wie &#8217;s sunste die Gewouhnh\u00e4it is. Und wenn die b\u00e4iden Glocken l\u00e4uteten, doa toat er immer ganz verflischte wackelen. Wie ich zum erschten Moale beim L\u00e4uten dabei sein durfte, doa ducht&#8216; ich j\u00e4iden Moment, jitze bricht dos Luder ob und pultert mit ins Ollen &#8217;s K\u00fcrchendach drieber nunger! Und wie ich dann glicklich wieder unten ongelangt woar, doa hoa ich mindestens a holbes lang bei j\u00e4iden L\u00e4uten nuffgegofft und druf gepo\u00dft, ob er und er t\u00e4t&#8216; konn sein nie doch amoll obbrechen. Oaber d\u00e4n Gefollen holt er mir nie getoan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ringsr\u00fcm \u00fcm de K\u00fcrche hotte &#8217;s vier kl\u00e4ine dreieckje Schticke, die j\u00e4ides mit &#8217;ner huhchen Hecke aus Buchenschtr\u00e4uchern eigez\u00e4unt woaren. Aeins von d\u00e4n Dingern woar der W\u00e4scheplotz fier de ganze Gem\u00e4inde, und wenn amoll und &#8217;s wullte \u00e4ins seine W\u00e4sche ufh\u00e4ngen, doa mu\u00dfte &#8217;s zum Herrn Vorschteher giehn und sich d\u00e4n Plotz ausb\u00e4ten. Die andern drei Schticke woarn lauter G\u00e4rten; \u00e4iner fier Gemiese, \u00e4iner fier Oubst, und \u00e4iner fier olles b\u00e4ides.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Uem olle vier Schticke fiehrte a Weg, und uf de Schtroa\u00dfens\u00e4ite zu woar dos W\u00e4gl ouch wieder mit &#8217;ner gru\u00dfen Hecke obget\u00e4ilt. Zwischen Hecke und Schtroa\u00dfe hotte &#8217;s dann noch a schmoales Schtr\u00e4ifl Wiese, und dutte druf schtunden lauter dicke, ganz ahle Linden, su Schticker zw\u00e4lwe bis fuffz\u00e4hn uf j\u00e4ider S\u00e4ite. Die hotte scheints ouch der ahle Fritze noch onflanzen gelussen, d-nn se schtunden hibsch ei Reih&#8216; und Glied, \u00e4in Boum n\u00e4ben &#8218;m andern, mit fimf Schrieten Obschtand und wie mit &#8217;ner Schnure ausgericht&#8217;t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Glei on der erschten Linde toaten mir immer Onschlag-Verschtecker schpieln. Mehrschtens oaber blu\u00df da-nn, wenn de Maik\u00e4wer flougen &#8211; und on d\u00e4n Hecken schw\u00fcrrten se zu tausenden r\u00fcm &#8211; ouder eim Herbste. Der Gemiesegotten, der toat ins ieberhaupt nie intressiern. Eim Gotten fier Oubst und Gemiese hotte &#8217;s a poar kl\u00e4ine B\u00e4ume mit Aeppeln dron, die schmeckten schunt ganz hibsch. Oaber dos Beste woarn die Graum\u00e4ndl im Gotten vom Bruder Schnug. K\u00e4ine sulchen sissen B\u00fcrnen woarn im ganzen Durfe nimmer ufzutreiben &#8211; nie amoll im Gotten von mei&#8217;m Pappa, der doch sxtra welche zichten toat!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die vier Schtroa\u00dfen, die \u00fcm &#8217;n K\u00fcrchplotz r\u00fcmfiehrten, woarn rechtwinklich ongel\u00e4gt J\u00e4ider Hausbesitzer mu\u00dfte fier de Sauberk\u00e4it von d\u00e4m Schtickl Schtroa\u00dfe Surge troagen, dos vor sei&#8217;m Hause woar. On j\u00e4iden Sunnoabend wurden de Schtroa\u00dfen gekehrt und gerecht, und der ahle Bruder Knuschke toat om mehrschten sch\u00fcmpfen, wann mir groade zum Pussen ieber dos frisch Gerechte drieber liefen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">On \u00e4iner von d\u00e4n vier Ecken vom K\u00fcrchplotze schtund dos Witwenhaus. Dutt drinne toaten olle Witwen von &#8218;er Gem\u00e4inde wouhnen, wenn se nie selber a Onw\u00e4sen hotten. Und de Muttl Klappnern &#8211; der ihr Monn woar a p\u00e4ngsionierter Beomter von &#8218;er Aeisenboahne &#8211; die m\u00e4inte immer: &#8222;Wenn amoll \u00e4ins von ins b\u00e4iden scht\u00fcrbt, doa zieh&#8216; &#8218;eh ei &#8217;s Witwenhaus!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Glei n\u00e4bendron woar dos Haus vom Herrn Paschter. Dutte gingen mir nie gerne dron vorbei. Nie etwahn w\u00e4gen d\u00e4m Herrn Paschter! N\u00e4i, dos woar a gutter Monn, der toat ins nischte. Oaber im Paterre, doa hoatte der Bruder Schnug seine Wohnung. Dos woar der Monn, der immer ufpossen toat, do\u00df mir nie sullten ei in Hecken Onschlag-Verschtecker schpieln und seine B\u00fcrnen klaun, und von d\u00e4m durften mir ins nie derwischen lussen. Er hot ins nie gekrigt, der Bruder Schnug, denn mir kunnten \u00e4benst besser rennen als wie der ahle Krauter. Oaber \u00e4inen Bougen machten mir immer \u00fcms Paschterhaus &#8211; besser is besser!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann koam dos Schwasternhaus, oaber von d\u00e4m gibt &#8217;s nie viel zum soagen. Dutte drinne wouhnten blu\u00df lauter sulche Schwastern, die &#8217;s ei ihrer Jugendz\u00e4it obgel\u00e4hnt hotten, sich zu verheiroaten. Unten in d\u00e4m Hause glei links woar dos &#8222;L\u00e4dchen&#8220;, wie dos kl\u00e4ine Verkoufszimmer ei insen Durfe gehissen woar. Die Schwaster verkoufte Onsichtspustkotten, a bissl Schpielzeug, und mehrschtens lauter Sachen, die mir ei &#8218;er Handarb\u00e4it brauchen toaten. Wenn ich neijoam und wullte wos koufen, doa toat se schunt immer glei lachen, do\u00df ich j\u00e4idsmoll ganz fuchtich gewurn bin. Ooaber ich mu\u00dfte immer wieder hiegiehn, wenn eh amoll meine H\u00e4keInoadel verschmissen hotte, denn k\u00e4ine Kongkurenns goabs nie eim Durfe. Und dann woarsch ja ouch ganz hibsch bekw\u00e4hm, denn der Schulhof vom P\u00e4ngsionate woar glei n\u00e4bendron, und ich kunnte ei &#8218;er Pause schnell noch amoll hieflitzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier toat der K\u00fcrchplotz wieder &#8217;ne Ecke bilden. Weiter nunger loag n\u00e4ben &#8218;m Schwasternhause der Schulhouf vom P\u00e4ngsionate, und groade rieber in der Ecke hotte der Schpie\u00df-Koufmonn seinen Loaden. Bei d\u00e4m zum Koufen zum giehn woar immer hibsch, denn mehrschtens krigten mir wos geschenkt, wie mir noch kl\u00e4iner woarn. Und schp\u00e4ter, wie ich dann ouch uf &#8217;s Gymnasium machte und zum Rouchen onfing doa hot er niemoals k\u00e4i W\u00e4rtl iebern Pap~pa gesoagt, wenn ich meine Zigaretten eikoufen toat. Und dos hoa ich &#8218;m noch viel h\u00e4icher ongerechnet als wie seine Bomboms, die er mir friher geschenkt hotte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">On der dritten Ecke vom K\u00fcrchplotze hotten se de Pust eigerichtet, und der Pustm\u00e4ister toat &#8217;s erschte Schtuckwerk bewouhnen. Do\u00df der dutte derh\u00e4ime woar, dos toat ouch a Fremdes glei merken vorausgesetzt natierlich, do\u00df &#8218;m der Pustm\u00e4ister und d\u00e4m seine Famielje bekannt woar. Denn \u00fcrgend\u00e4ins von d\u00e4n Leuten goffte \u00e4igoal zu \u00fcrgend\u00e4i&#8217;m Fanster naus, ob nie konn sein amoll wos mechte passieren. Blu\u00df: ei insen Durfe toat nischte passiern. K\u00e4i Auto koam nie lang, denn dos Durf loag a bissl obs\u00e4its von der Schtroa\u00dfe noach Breslau, und der Herr Gramella, der &#8217;s \u00e4inzigste Auto eim ganzen Durfe hotte, der fuhr immer uf der andern Schtroa\u00dfe. Ob und zu koam amoll a Fahdefuhrwerk, zum Beispiel der &#8222;Schwiebendurfer Schnellzug&#8220;. Dos woar &#8218;m Gottwald-Pauer aus Schwiebendurf sei Geschponn, und Schnellzug bot &#8217;s gehissen, weil k\u00e4i Mensch nie ges\u00e4hn hot, do\u00df es ouch blu\u00df \u00e4ln \u00e4inzjes Moal anderscher gefoahrn is als wie im Schriete. Ouder &#8217;s koam noch an anderscher Gesponn, n\u00e4hmlich der L\u00f6dert-Walter mit sei&#8217;m Ziegenbucke. Mehrschtens toat der Walter bei &#8218;er Pust vorbeikutschiern, denn dutte ging &#8217;s a bissl bergob, und der ahle Buck brauchte sich goar nie weiter onschtrengen beim Loufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dos Pustgeb\u00e4ude bild&#8217;te mit seinen zw\u00e4i Fliegeln \u00e4in&#8217;n rechten Winkel. Der T\u00e4il, in d\u00e4m der Pustm\u00e4ister wouhnte, schtund vurne om der Schtroa\u00dfe, und om Ende vom N\u00e4benfliegel hotte der Herr Wachtm\u00e4ister seine Behausung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">D\u00e4m sei Junge woar mei gr\u00e4i\u00dfter Feind eim ganzen Durfe. Ich hott&#8216; &#8217;n amoll &#8222;Wachtm\u00e4ister-L\u00e4htschl&#8220; gehissen, und seitd\u00e4m wullt&#8216; er mich verschnicken. Der hotte n\u00e4hmlich Plottfisse, und er koam nie gegangen &#8211; er koam immer blu\u00df ongeloatscht, und der Noame &#8222;L\u00e4htschl&#8220; toat genau su uf &#8217;n zutreffen, als wie wenn er groade fier ihn perseenlich mechte erfunden sein. Mei Wachtm\u00e4ister-L\u00e4hltschl machte murgens noach Bunzlau uf Arb\u00e4it, doa woar ich &#8217;n ganzen Tag vor &#8218;m sicher, und blu\u00df uf &#8217;n Oabend, doa mu\u00dft&#8216; ich a bissl ufpossen. Ooaber \u00e4imoll hot er mich doch derwischt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich schtund groade vor &#8218;m ahlen L\u00f6dert sei&#8217;m Hause, doa koam er \u00fcm de Ecke r\u00fcmgeschussen, wie man &#8217;s d\u00e4m seinen Plottfissen goar nie h\u00e4tte zutraun wullen, und ehb ich mich versoahg, hott&#8216; er mich ouch schunt om Krawattl. Schprechen kunnt&#8216; ich erscht wieder, wie ich schunt zw\u00e4i Backfeifen weg hotte, und &nbsp;dann -tirgelte ich su laut lus, do\u00df ma&#8216; h\u00e4tte denken k\u00e4nnen, &#8217;s mechte doch amoll wos passiert sein eim Durfe. Der ahle L\u00f6dert koam ouch glei uf de Schtroa\u00dfe nausgerannt, und a poar Fanster von &#8217;n andern H\u00e4usern &nbsp;toaten sich \u00e4ffnen, und olle sch\u00fcmpften se uf &nbsp;&#8217;n L\u00e4htschl, und wie ich dos bin gewoahr gewur&#8217;n. desto lauter hoa ich geprillt, bis er mich hot giehn gelussen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von d\u00e4m Tage on kunnt&#8216; ich mich wieder getraun, &#8218;m Wachtm\u00e4ister-L\u00e4htschl zum beg\u00e4gnen. Und ich hoa &#8217;n ouch nimmer gehissen, wenn ich all\u00e4ine woar. Jitze hoan mir immer obwechselnd geruffen, ich und der L\u00f6dert Walter, wenn mir und &nbsp;mir toaten In von weiten s\u00e4hn. Dann hot j\u00e4ides gesoit, der anderne is es gewast, und &nbsp;doa hot &nbsp;er sich nie zum Schnicken getraut, weil er nie gewu\u00dft bot, wer &#8217;s nu \u00e4i&#8217;ntlich gewast is.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wieder im rechten Winkel zum Herrn Wachtm\u00e4ister seiner Wouhnung hotte &#8217;s ollerhand Schuppen, &#8217;ne kl\u00e4ine Moalerwerkschtott, und &#8218;m Linde-B\u00e4cker seine Backschtube. Der toat a bissl schlecht heern, dafier oaber desto besser s\u00e4hn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie ich amoll mit meiner Mamma &#8217;n Kuchen hiebruchte zum backen, doa bot er mich glei ongepl\u00e4hkt, ich s\u00e4llt&#8216; ock de Tiere schneller zumachen, weil sunsten sei Brutt\u00e4ig sich verkiehlen t\u00e4te. Ich soite -oar nischte, schtellte blu\u00df mein&#8217;n Kuchen hie und machte mich glei zum Walter &#8217;s toat groade su hibsch possen, do\u00df mir Fehrjen hotten und mir brauchten nie ei de Schule giehn. Om andern Vormittich po\u00dften mir vom Linde-B\u00e4cker sei&#8217;m Gotten druf, do\u00df er nie groade on &#8218;er Tiere schtiehn toat, und dann machten mir obwechselnd hie und klinkten se ganz leise uf. Heern kunnte ins der ahle T\u00e4igoffe ja nie, oaber beim sechsten Moale &#8211; ich kuckte d\u00fcrchs Fanster und der Walter toat klinken &#8211; hotte mich der Geselle om Schlawickl. Diesmoal krigte ich de Hucke vull, k\u00e4i noch su lautes Prilln toat helfen. Der Walter, der- sich hotte futtmachen kennen, hot mir am n\u00e4hksten Tage aus lauter Mitl\u00e4id, wie er soite, fier fimf wei\u00dfe M\u00e4use frousch geg\u00e4ben. Am selbichten Noachmittich bot er die dann on \u00e4inen aus Bunzlau verkouft &#8211; olle fimwe fer sechs Biehm! &#8211;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1083\" height=\"686\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-4-1082-Gnadenberg-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1825\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-4-1082-Gnadenberg-2.jpg 1083w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-4-1082-Gnadenberg-2-768x486.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1083px) 100vw, 1083px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">N\u00e4ben d\u00e4m Hauptfliegel von der Pust schtund dos Briederhaus, wu der LindeB\u00e4cker sein&#8217;n Loaden und de Wouhnung hotte. Olle die Geb\u00e4ude toaten \u00e4inen gru\u00dfen Houf eischlissen, und on der vierten &nbsp;S\u00e4ite von d\u00e4m Houwe hotten se &#8217;n ganz huhchen Turm ufgebaut, fier der Feuerwehr zum Ieben. On j\u00e4iden Freitage toaten se hier Leitern dronh\u00e4ngen und dann drieber nufklettern, und \u00e4iner schtund unten und goab a Kommando: .,Tempo eins! Tempo &#8211; zwei! Tempo drei!&#8220; Ich und der Walter, mir toaten glei mitkommandieren, erscht leise und im selbichten Obschtande wie der, der unten schtund, dann lauter und immer a bissl ehnder als wie der andre. Die zw\u00e4i M\u00e4nner, die de Leitern nufmachten, koamen canz aus &#8218;m Takte. Se zoppelten mit &#8217;n H\u00e4nden schneller als wie mit &#8217;n B\u00e4inen, und \u00e4iner woar schunt glei a poar Tempos weiter als wie der anderne. Mir b\u00e4iden schtunden a poar Schriete hinger d\u00e4m Monne, der kommandiern toat, und doa kunnten mir ins groade ,noch rechtzeitich futtmachen, wie er und er wullte ins packen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und weil er ins nie derwischen kunnte, noahm er \u00e4inen Scht\u00e4in schmi\u00df noach ins. Und dos woar inse Rettung, denn ei der Ufr\u00e4gung, die jitze ufkoam, hoan mir -ins schnell zum Houftore naus verdrickt. Dos tumme Luder hotte n\u00e4hmlich &#8217;n Schpritzenfiehrer on &#8217;n Orm getroffen, &nbsp;und &#8217;s goab dann noch &#8217;n hibschen Krach, und mir zw\u00e4i b\u00e4iden hoan ins vier Wuchen lang bei k\u00e4iner Iebung nimmer zum Zus\u00e4hn getraut. &#8211;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ei der Feldscheune<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 11\/1965<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Glei n\u00e4ben d\u00e4m Hause, wu meine Kus\u00e4ngs ei Gru\u00df-Krauschen wouhnten, schtund \u00e4ine Feldscheune vom Gutte, Dutt hatten se letzte Wuche gedruschen und de ganze Scheune mit Pre\u00dfschtruh vullgeschtuppt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kaum woar der letzte Woagen obgehauen, doa machten mir ins schunt hie. De Scheune hotten se ganz feste zugeschlussen, do\u00df mir zum Tore nie neikunnten. Doch mir brauchten nie erscht lange suchen. Ei \u00e4iner Ecke hotten mir bahle a wackliches Brettl gefunden, und wenn mir das a bissl uf de S\u00e4ite drickten, kunnte inser\u00e4iner ganz leichte d\u00fcrchkrichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir woarn er su etwahn achte bis z\u00e4hn Jungen, und ei goar nie langer Zeit hotten mir ins ;aus d\u00e4n Schtruhbollen \u00e4ine hibsche, gru\u00dfe H\u00e4ihle ziurechtegebaut mit vier verschiednen Eig\u00e4ngen. Die G\u00e4nge zum durchkrichen fiehrten erscht \u00fcm a poar Ecken und gingen ruf und wieder runger, ehb se ei de H\u00e4ihle eiminden toaten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotzd\u00e4m: zw\u00e4i, drei Tage hatten mir immerhin gebraucht, bis do\u00df mir mit insen Baue zu Ende koamen, und &#8217;s kunnte goar nie ausbleiben, &nbsp;do\u00df es de Leute merkten, wenn mir neimachten ei de Scheune.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doa woar \u00e4iner, Grunz Kolle gehissen, der m\u00e4inte, er mi\u00dfte &#8217;n Inschpeckter vertr\u00e4ten, und er fiehlte sich verflicht&#8217;t, in:s das Neikrichen ei de Scheune zu verbieten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Onfangs woarn mir ja ouch a bissl viersichtich und toaten \u00e4in&#8217;n Pusten ufschtelln &#8218; do\u00df k\u00e4i Luder ins mechte ieberroschen. Doch bahle wullte sich k\u00e4iner nimmer hieschtelln, und groade doa, wie der Pusten sich futtgemacht hatte, koam der Grunz Kelle an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir woarn alle su siehr ei insen Bau vertieft, do\u00df mir erscht goar nischte heerten. Uf \u00e4imoll m\u00e4inte der Hellmut, was der \u00e4lt&#8217;ste von meinen Kus\u00e4ngs woar:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Ruich &#8211; doa kloppt \u00e4is!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit \u00e4inen Schlahge woarsch ganz mucksm\u00e4usschtille ei der gr\u00dfen Scheune, und wie \u00e4iner ganz \u00e4ngstlich soagte: &#8222;&#8217;s is der Herr Graf., !&#8220;, doa fiehlte ich mei Herze richtich \u00e4ine ganze Etahsche tiff er rutschen. Jitze rief der &#8222;Herr Graf&#8220;:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Kummt amoll raus, ihr verdammten Limmel!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir duckten ins alle noch tiffer hinger de Schtruhbindel. Blu\u00df der L\u00f6dert Walter, der lie\u00df sich nie eischichtern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wos&#8220;, m\u00e4int&#8216; er, &#8222;dos sull der Herr Graf ,sein, du tummes Luder?! Der r\u00e4d&#8217;t nie su p\u00e4urisch wie der dutte drau\u00dfen! Do\u00df ihrsch glei alle wi\u00dft: k\u00e4i andrer is das nie als wie der Grunz Kolle! &#8212; Huhtsch, huhtsch&#8220;, prillt&#8216; er glei durf zum Scheunentore nieber, und er hatte seine H\u00e4nde wie In Trichter ans Maul drongel\u00e4gt, und dann noch amoal: &#8222;Huhtsch, huhtsch!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dos mu\u00df man &#8218;m Walter lussen, k\u00e4i andrer eim ganzen Durfe kunnte su gutt allerhand Tierschtimmen noachmachen als wie groade er. Der kunnte bellen wie a kl\u00e4iner Dackel ouder wie a ganz gru\u00dfer Sch\u00e4werhund, meckern wie a Ziegenbuck, er kunnte genau su kwahken wie a Laubfrosch, und er kunnte auch kwietschen wie a obgeschtuchnes Schwein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und groade das woarsch, was In Grunz Kolle su richtich ei de Wut br\u00e4ngen kunnte, wenn n\u00e4hmlich und &#8217;s toat \u00e4ins mit &#8218;m Grunzen von \u00e4i&#8217;m Schweine uf sein&#8217;n Famieljennoamen onschpieln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mei Kolle drau\u00dfen is auch glei ganz giftich gewur&#8217;n, denn er rittelte an der Tiere, do\u00df ma&#8216; kunnte glauben, de ganze Scheune mechte zusammenfollen. Oaber er krigte se nie uf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wie seid ihr denn hier neigekummen, h\u00e4?!&#8220;, froagt&#8216; er von drau\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Nu wott&#8216; ock a bissl, kann sein mir tun &#8217;s dir uf Weihnachten zeigen!&#8220;, goab der Walter zur Ontwurt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doa mu\u00dften mir alle laut lachen, und ich krigte wieder Mut und woar fruh, do\u00df es doch nie der Herr Graf woar, der dutte drau\u00dfen an &#8218;er Tiere schtund.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Euch krieg&#8216; ich schunt, ihr t\u00e4hlschen Luder!&#8220;, m\u00e4inte der Kolle, und erging von der Tiere futt und machte \u00fcm de ganze Scheune r\u00fcm. &#8222;Ufgepo\u00dft!&#8220;, soite der Walter ieber ins, &#8222;Wenn er kimmt, machen mir alle ei de H\u00e4ihle nei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich blieb hier beim letzten Eigang, der Bubi gieht dutte hie, und Hellmut, du machst dich an a dritten&#8216; Dos Luch, wu das Breit lus is ei &#8218;er Wand, das bleibt uffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir tun &#8217;n Kolle dann immer von \u00e4in&#8217;n Luche zum andern lucken, und derweilen mach sich die andern naus aus &#8218;er Scheune. Beim Hellmut tun mir ins dann alle Mann versommein!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Richtlich, doa koam der Kelle durch das Luch geklettert. Er mu\u00dfte sich ganz verdommt onschtrengen, und &#8217;s tauerte siehr lange, bis do\u00df er seine dicke Wompe endlich d\u00fcrchgezw\u00e4ngt hatte. Dos woar kloar, der kunnte ins -oar nie, derwischen! Bei ins ging das ruckzuck, doa woarn mir d\u00fcrchgekruchen, und beim Kolle kunnten mir ja erscht schnell noch amoll friehsticken giehn!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nu schtund er vor d\u00e4m Luche und toat sich ieberl\u00e4gen, wie er ins mechte derwisehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Huhtsch, huhtsch!&#8220;, klang &#8217;s doa pl\u00e4tzlich von &#8218;m Walter sei&#8217;m Eigang. Der Kelle zuckte richtich zusammen vor lauter Wut, Lind darin koam er zu der Schtelle hiegeschtulpert, wu &#8217;s groade noch su frech gegrunzt hatte, und er fung glei on, de Schtruhbollen abzurei\u00dfen. Ruck-zuck, drei Monn hatten sich nausgemacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">,.Kolle, mir dir wird &#8217;s alle!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Hellmut hatte &#8217;s geruffen, mei Kelle fluchte ganz firchterlich, lie\u00df &#8218;in Walter sein&#8217;n Eingang giehn und ging uf In Hellmut seinen zu. Ouch hier fung er zum abrei\u00dfen an, doch vom Hellmut woar nischte nimmer zum s\u00e4hn. Ruck-zuck &#8211; wieder machten sich zw\u00e4ie futt. Kaum woarn se drau\u00dfen, ongelingt, doa kloppten se ons Tor und toaten &#8217;n Kolle von drau\u00dfen h\u00e4nseln, do\u00df er noch viel olberner wurde,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Euch krig&#8216; ich schunt, ihr verdommten Lergen!&#8220;, dos toat er \u00e4igoal blu\u00df ruffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nu woar ich om dronsten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Kolle, jitz wirschte olle!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie a Varickter koam er uf mich zugeschussen, und bahle h\u00e4tt&#8216; ich &#8217;s verpa\u00dft mit &#8218;m auskrotzen. Er wullte jitze ei d\u00e4n Gang neikrichen, oaber mir hatten In zum Glicke su enge ongel\u00e4gt, do\u00df der dicke Kolle goar nie neipo\u00dfte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wieder hatten sich a poare nausgemacht, und nu woarn blu\u00df noch mir dreie drinne und hatten ins groade ei &#8218;er H\u00e4ihle getroffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Lus, mir machen ins jitze auch futt&#8220;, soagte der Walter. &#8222;Ich will In noch amoll zum Offen hahln, und dann: nischte wie naus!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich und der Hellmut, mir kruchen ei d\u00e4n Gang nei, der zum Luche fiehrte, und der Walter machte sich wieder zu sei&#8217;m Eigange hie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eKolle, Kolle, louf nie ei de Folle!&#8220;, su heerten mir in ruffen, und glei druf koam er ouch schunt ongeflitzt. Ruck-zuck, doa woarn mir alle dreie drau\u00dfen!, und der Walter toat sich noch amoll \u00fcmdr\u00e4hn: &#8222;Huhtsch, huhtsch, huuuhtsch!&#8220;, kwietschte er noch zum Obschiede.. Dann noahmen mir de B\u00e4ine ei de Hand und sausten zum Hellmut ei In Gatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ols ollerletzter koam noach &#8217;ner ganzen Weile der Kolle. Er gung ganz langsam, und wie er bei Grunzens ei &#8217;n Houf neimachte, doa heerten mir &#8217;n noch \u00e4igoal vor sich hieloabern:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Euch wer&#8216; ich schunt noch amoll derwischen, ihr verdommten Luder!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Mu\u00df&#8220; halt wotten!&#8220;, m\u00e4inte der Walter.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Inser Wildpork<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Arndt Sieckenius<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 14\/1965<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Glei hinger insen Durfe, wenn ma&#8216; &#8217;n Lange-W\u00e4g langgieht, f\u00e4ngt Kl\u00e4i-Krauschen on. Hinger Kl\u00e4i-Krauschen kimmt der Fuchs-Berg, und ieber d\u00e4n Berg drieber nieber ligt Woathe. Dutte hot der Herr Graf \u00e4inen schienen Wildpork ongel\u00e4gt, und ei d\u00e4m Pork machten mir mit &#8218;m P\u00e4ngsionat \u00e4inen Ausflug. Mir woarn olle su neugierich, wos es ei d\u00e4m Porke olles sullte zum s\u00e4hn g\u00e4ben, do\u00df ins der Weg von zw\u00e4i Schtunden goar nie lange fierkoam.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Inse L\u00e4hrerin wu\u00dfte ouch glei ganz gutt Besch\u00e4id, und wie mir bei d\u00e4m gru\u00dfen Zaune schtunden, gung se amoll fier &#8217;n Mom\u00e4nt futt und koam ouch schnell wie,der zuricke. &#8217;n F\u00e4rschter, der zu d\u00e4m Porke geheern toat, bruchte se glei mitte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leise, leise kletterten mir de Leitern iebern Zaun ruf und drinne wieder runger, und dann machten mir olle immer hinger &#8218;in F\u00e4rschter her. &#8217;s tauerte ouch goar nie lange, doa soahn mir schunt wos Wildes. K\u00e4i H\u00fcrsch woarsch nie, \u2019s woar blu\u00df a Kanickel. W\u00e4gen d\u00e4m brauchten mir nu nie groade bis uf Woathe loufen, dos hotten mir derh\u00e4ime ouch, sugoar ganz zoahme, oaber der F\u00e4rschter m\u00e4inte, jitze sein mir glei on der Schtelle, wu sich die H\u00fcrsche immer ufhaln tun, und mir s\u00e4llten ock ganz ruich sein und ieberhaupt goar nischte schprechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und richtich: kaum hott&#8216; er dos gesoit, doa schprung a H\u00fcrsch mitten ieber insen W\u00e4g. Ich hott&#8216; &#8217;n noch goar nie ges\u00e4hn, oaber die Andern prillten su laut, do\u00df ich glei hieguckte, doch doa woar k\u00e4i Luder nimmer zum s\u00e4hn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der F\u00e4rschter sch\u00fcmpfte ouch glei lus, mir s\u00e4llten ock&#8217;s Maul hahln, unid er t\u00e4t&#8216; glei h\u00e4im giehn, m\u00e4int&#8216; er, und ins ollesomt nausschmei\u00dfen aus &#8218;m Porke. Dos w\u00fclIten mir ja nu euch wieder nie, und wie mir und mir hotten &#8218;m verschpruchen, mir t\u00e4ten jitze ganz leise sein, doa soit&#8216; er, er will&#8217;s halt noch amoll versuchen mit ins. Oaber nu missen mir zu &#8217;ner andernen Schtelle machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich hielt mich jitze ganz dichte on a F\u00e4rschter, denn nu wullt&#8216; ich ouch amoll wos zum s\u00e4hn kriegen. Uf \u00e4imoll blieb der F\u00e4rschter schtiehn, und doa kunnten mir se glei s\u00e4hn: mindestens sechse ouder achte! A poare loagen ei &#8218;er Wiese, die schliefen scheint &#8217;s om hellichten Noachmittich! Zw\u00e4ie ouder dreie gingen ganz sachte hie und zuricke, rupsten sich a Maul vull Groas ob und guckten dann olle zu ins rieber. Ou J\u00e4ises, doa kunnt&#8216; \u00e4i&#8217;m richtich \u00e4ngstlich wer&#8217;n, wenn die Lergen asu doaschtunden und \u00e4in&#8217;n ongofften!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die woarn ja bahle gr\u00e4i\u00dfer als wie de Ucksen uf &#8218;m Gutte, und die H\u00e4rner, die se uf &#8218;m Kuppe hotten, die woarn er glei z\u00e4hnmoll gr\u00e4i\u00dfer! Doch su richtich lange ons\u00e4hn kunnten mir sie goar nie, denn uf \u00e4imoll goab \u00e4iner a Z\u00e4ichen, und wie uf Kommandou hopsten se olle ei In Puhsch nei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">H\u00e4imzus toaten mir mit &#8218;er Klimperguste, wie de Bimmelboahne bei ins gehissen hot foahrn. Underw\u00e4gens bette ich Zeit gehoabt zum Noachdenken, und mei Ploan schtund feste: \u00e4inen Wildpork missen mir ins onl\u00e4gen! Nie glei su &#8217;n gru\u00dfen mit &#8218;m Puhsch und mit &#8218;m T\u00e4iche drinne und &#8218;in huhchen Zaun dr\u00fcmr\u00fcm, und euch nie glei sulche gru\u00dfen H\u00fcrsche, vor d\u00e4nen \u00e4iner Angst hoaben mu\u00df. Oaber mit \u00e4i&#8217;m Riehbucke, doa k\u00e4nnten mir schunt onfangen. Der kust&#8217;t euch nischte, d\u00e4n brauchen mir blu\u00df amoll packen uf &#8217;n Oabend eim Aeichenw\u00e4ldl, wu er immer ei a Hoawer nei macht. Ich und der Walter, mir wer&#8217;n &#8217;n schunt kriegen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kaum hotte de L\u00e4hrerin ins giehn gelussen, doa flitzte ich euch schunt lus; glei h\u00e4im zum L\u00f6dert-Walter. Jitze h\u00e4i\u00dft &#8217;s geschickt sein, ducht&#8216; ich ei mei&#8217;m Sinne, denn konn sein, der Walter, der will d\u00e4n Riehbuck glei tutschloin, wenn mir In gepackt hoan, und &#8217;n derh\u00e4ime uffressen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ehb ich on de Schtubentiere kloppte, toat ich erscht amoal a bissl tief oatmen. Der ahle L\u00f6dert guckte mich immer ganz biese on, do\u00df ich mir goar mischte zum soagen getraute. Doa m\u00e4inte der Walter, ich s\u00e4llt&#8216; ock amoll mitte nausgiehn zu die Kanickel, er w\u00e4llte mir In neuen Schtoll zeigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie mir drau\u00dfen ongelangt woarn, doa fung ich mit mei&#8217;m Ploane on. &#8222;Walter&#8220;, soagte ich, &#8222;mir sein heute ei Woathe gew\u00e4sen, eim Wildporke.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wenn &#8217;s weiter nischte is&#8220;, m\u00e4int&#8216; er. &#8222;Dutte is mei Onkel Hermonn zu Fingsten ouch hiegemacht!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Du&#8220;, toat ich froagen, &#8222;doa bot er dir ,doch ganz beschtimmt verz\u00e4hlt, &nbsp;wie hibsch do\u00df es ei d\u00e4m Porke &nbsp;is, wos?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Nu kloar,&#8220; goab er zuricke. &#8222;Und mei Laubfrosch, der su schien kwahken tut, d\u00e4n bot er doch von dutte mitgebrucht!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Hot er euch wos von d\u00e4n H\u00fcrschen ger\u00e4d&#8217;t?&#8220;, wullte ich jitze wissen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Nu freilich&#8220;, schproach der Walter. &#8222;Er bot ouch immer amoll mit mir wulln nieberfoahrn, oaber &#8217;s hot halt noch nie gekloppt bis jitze.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Du, Walter&#8220;, soite ich nu, &#8222;po\u00df amoll uf. Ich hoa mir vorhin geducht, do\u00df mir und mir k\u00e4nnten ins ouch su \u00e4in&#8217;n Wildpork onl\u00e4gen Nie glei su \u00e4in&#8217;n cru\u00dfen wie der duttje, und euch nie glei mit lauter H\u00fcrschen drinne. Oaber \u00e4lnen Riehbuck neischperrn, dos k\u00e4nnten mir schunt machen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wu willtste denn d\u00e4n Riehbuck hietun, h\u00e4?&#8220;, froagt&#8216; er mich ganz geschponnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Sieh ock, Walter, dos is doch goar nie schlimm\u201c, goab ich zur Ontwurt. &#8222;Bei ins derh\u00e4ine der Oubstgotten, der is doch wull gru\u00df genung. Doa bot &#8217;s euch glei In huhchen Zaun zum Gemiesegotten, do\u00df er und er konn nie ei de Erdbeeren neimachen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Nu dos mechte schunt giehn&#8220;, m\u00e4int&#8216; er. \u201eUnd wu kriegen mir jitze d\u00e4n Riehbuck her?\u201c &#8222;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Siehgste, Walter&#8220;, soagte, ich doadruf, &#8222;dos hoa ich mir euch schunt ieberl\u00e4gt. W\u00e4i\u00dfte, ei dos Hoawerfeld beim Aeichenw\u00e4ldl, dutte macht uf &#8217;n Oabend immer a Buck nei, und d\u00e4n Buck, d\u00e4n packen mir ins. Doa siehgt ins k\u00e4i Luder, weil &#8218;is ja dann schunt ganz finster is, wenn mir In gefangen hoan. Und dann machen mir glei hinge nim zu insen Gotten, und mir ,schmei\u00dfen In iebern Zaun nieber. Und mit mei&#8217;m Pappa, dos lu\u00df mich ock machen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dos Ding woar gutt, und mir toaten ins fier &#8217;n n\u00e4hksten Oabend verobr\u00e4den. Ich woar direkt fruh, do\u00df der Walter goar k\u00e4ine Wiederpotte geg\u00e4ben hotte. Und ich soah d\u00e4n Buck schunt ganz zoahm ei insen Gotten schpaziern loufen. Konn sein mir t\u00e4ten In obrichten, do\u00df er mit &#8218;m Walter sei&#8217;m Ziegenbucke d\u00e4n kl\u00e4inen Kostenwoagen ziehn toat. Oaber der Ziegenbuck, der mi\u00dfte dann erscht noch a bissl schneller loufen und nie asu zockeln, wie ersch jitze immer machen toat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Walter koam zu insen Hause feifen wie &#8217;s noch goar nie dron duchte, dunkel zu wer&#8217;n.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDos macht nischte&#8220;, m\u00e4in&#8217;t er, \u201emir missen langsam dro gew\u00e4ihnen, und der ahle Buck kimmt k\u00f6nn sein euch a bissl ehnder raus.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und doa toaten mir lusziehn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Underw\u00e4gens vert\u00e4ilten mir linse Ufgoaben, die j\u00e4ides ausfiehrn sullte. Ich hotte mich om Denkmoal ufzuhahln, und der Walter sullte sich uf de andere S\u00e4ite vom Hoawer machen und sich bei der schwotzen Bricke uf de Lauer l\u00e4gen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn dann der Buck koam doa wullten mir ins von ollen b\u00e4iden S\u00e4iten gleichm\u00e4\u00dfich ronschleichen, und wer &#8217;n zuerscht derwischen kunnte, der sullte &#8217;n packen und feste hahln, bis der andre hiekoam. Aeinen langen Schtrick hotten mir ouch mitgenummen, denn mir mu\u00dften &#8217;n ock richtich fesseln, sunste t\u00e4t&#8216; er ins om Ende doch noch obhaun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8217;ne gutte Schtunde sitz ich jitze schunt on mei&#8217;m Denkmoal und po\u00df \u00e4igoal uf &#8217;n Rond vom Aeichenw\u00e4ldl, denn dutte mu\u00df der Buck rauskimmen. Konn sein, denk&#8216; ich, er macht goar nie nei ei\u2018n Hoawer, konn sein er bleibt glei uf der kl\u00e4inen Wiese schtiehn, die zwischen &#8218;m W\u00e4ldl und &#8218;m Hoawer is. Konn ouch sein, do\u00df ee goar nie ieber de Bahche schpringen konn, die ei &#8218;er Mittelst von &#8218;er Wiese uf de schwotze Bricke zu flie\u00dfen tut. Dos mu\u00df ich doch erscht noch amoll ons\u00e4hn, sunste sitz&#8216; ich hier und wotte bis ei de schtuckfinstre Nacht, und mei B\u00e4ckl konn goar nie kummen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ganz leise schleich&#8216; ich uf de Bahche zu. Ollzu br\u00e4it is se ja nie groade, und nieberhopsen m-i\u00dft&#8216; er schunt k\u00e4nnen. Tief is se ouch nie. Uf&#8217;m Grunde, doa hol &#8217;s lauter Scht\u00e4ine liegen, und &#8211; ou verflischt, dutte schtieht ja \u00e4ine ganz gru\u00dfe Forelle! Ob eh die nie noch packen konn, &#8218;vor der Buck kimmt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich guck&#8216; mich schnell \u00fcm, vom Bucke is nischte zum s\u00e4hn, und der Walter sitzt a poar hundert M\u00e4iter weiter weg, der hol noch goar nischte gemerkt, do\u00df ich mich futt gemacht hoa von mein&#8217;n Pusten. Alsu lus &#8211; langsam nei eis Wosser. 0aber die Forelle, &nbsp;die hol mich wull ges\u00e4hn, se wackelt mit &#8218;m Schwonze und macht sich unger \u00e4in&#8217;n Scht\u00e4in drunger. Ich grotsche glei mit &#8217;n Fingern hingernoach, doch k\u00e4ine Forelle konn ich nimmer fiehlen. Uf \u00e4imoll zwickt mich wos ei &#8217;n Zeigefinger, &nbsp;do\u00df ich direkt a kl\u00e4ins bissel derschrecken mu\u00df. Oaber dann hoa ich &#8217;s glei geschplert, do\u00df es blu\u00df a Krabs sein tut. Ich pack&#8216; &#8217;n ouch glei ganz feste on \u00e4iner Sch\u00e4re on, und uf \u00e4imoll gieht&#8217;s ganz leichte, und ich zieh meine Hand ungerm Scht\u00e4ine raus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ou jehmerschn\u00e4i, doa hoa ich ja d\u00e4m ormen Luder die Sch\u00e4re obgerissen, die hoa ich jitze ei &#8217;n Fingern, &nbsp;und k\u00e4inen Krabs hol &#8217;s nimmer dron. Nu wott&#8216; ock, dich will ich schunt noch kriegen, Schnell de Hemds\u00e4rmel, huhchgeschtr\u00e4ft, und wieder nei mit &#8218;er Land, dos Luch, in d\u00e4m er sitzen tut, dos kenn&#8216; ich ja jitze schunt. &#8217;s is ock a bissl enge, und ich mu\u00df mich ganz hibsch obmiehn, oaber ganz langsam kumm&#8216; ich immer weiter nei mit &#8217;n Fingern. Jitze hoste oaber ausgespielt, mei Lieber, noch a kl\u00e4ins Schtickl, und dann hoa ich &#8217;n om Genicke.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie ich mei&#8217;n Krabs drau\u00dfen hoa, doa kimmt mir uf \u00e4imoll inser Riehbuck wieder ei a Sinn. Schnell guck&#8216; ch zum Pusche nieber, und mei Herze schl\u00e4gt glei bis ei a Hols ruf: doa schtieht der Buck, vieleicht achzich Schriete weg, und gofft \u00e4igoal zu mir rieber, und er will und will nie weltergiehn. Dos is richtich unheimlich, ich krieg &#8217;s jitze schunt bahle mit &#8218;er Angst, denn &#8217;s f\u00e4ngt ouch groade on schummrich zu wer&#8217;n. Ob ich mich \u00e4infach a bissl r\u00e4uspern sull? Und wie ich groade Luft hulln will, hol er scheints genung ges\u00e4hn, er nimmt a poar Schriete Onlauf, hopst ieber de Bahche und rennt gei bis zum Hoawerfelde, Gottseidank!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Direkt n\u00e4ben mir hot&#8217;s &#8217;ne kl\u00e4ine Wosserrinne, die vom Hoawer kimmt, und ei der Rinne krich ich jitze rieber. Wie ich mich drieben ufrichten tu, doa s\u00e4h ich &#8217;n Walter schunt eim Hoawer uf &#8217;n Buck zuschleichen. Der schtieht immer noch on derselbichten Schtelle und tut tichtich fressen. Su is recht, denk ich, immer fre\u00df ock feste, ei \u00e4iner Schtunde gereut &#8217;s dich dann, wennste die Plautze nie vull host! Und langsam und leise tu ich &#8217;n Hoawer aus&#8217;nanderbiegen. Ob und zu guck ich amoll huhch. Der Buck hol sich scheints a bissl uf &#8217;n Walter zu verzougen, doch nischt Genaues konn ich nimmer s\u00e4hn, &#8217;s is schunt zu finster. K\u00e4ine Angst hoa ich ouch nimmer. Der Walter is ja ganz ei &#8218;er N\u00e4hnde, und wenn wos passiern sullte, doa wird er schunt helfen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich krobbel immer weiter und tu mir dabei ieberl\u00e4gen, do\u00df mir d\u00e4n Buck &#8222;Alfongs\u201c sullt nennen. Su h\u00e4i\u00dft n\u00e4hmdlich der F\u00e4rschter, und wenn der die Geschichte gewoahr wird, doa fiehlt er sich ganz beschtimmt geschmeichelt, und vielleicht soagt er dann ocuh nischte. Jitze mu\u00df ich oaber noch aimoll noachs\u00e4hn. Richtich, uanz noahe, doa tut sich wos bew\u00e4gen, dos mus der &#8222;Alfongs&#8220; sein, ich bin &#8218;m schunt ganz dichte uf de Pelle gerickt. Noch a bissl noch &#8217;n kl\u00e4inen Schriet &#8211; halt, doa raschelt &#8217;s doch?! Ganz viersichtich schiel&#8216; ich noch amoll iebern Hoawer drieber. Vielleicht noch drei M\u00e4ter, dos ist er! Alsou noch a Schtickl n\u00e4hnder, und dann oaber po\u00df uf, do\u00dfde und du tust &#8218;in nie groade uf de H\u00e4rner drufschpringen! \u2013 \u00e4inen &#8230; Schprung! &#8211; und schunt hoa ich ouch wos ongepackt. Doch dos mu\u00df ja a ganz olberner Buck sein, der hol ja \u00e4inen Orm &#8211; und prilln konn die Lerge ouch..!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aeine ganze lange Z\u00e4it hoan mir olle B\u00e4ide goar nischte gesoit, ich und der Walter. Und dann m\u00e4int&#8216; er ieber mich:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Bubi&#8220;, m\u00e4int&#8216; er, &#8222;ich gloube, mir giehn h\u00e4im. D\u00e4n Buck, d\u00e4n kriegen mir heute doch nimmer, und &#8217;s is ja ouch schunt ganz finster.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich soite goar nischte weiter als wie: &#8222;Ja!&#8220;, oaber bei d\u00e4m kl\u00e4inen W\u00e4rtl hol meine Schlimme ganz himmelm\u00e4\u00dfich gezittert, su siehr schteckte mir de Ufr\u00e4gung und &#8218;er Schrecken ei a Knuchen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Inser Wildpork? Nu, getr\u00e4umt hoa ich noch su monche Nacht von d\u00e4m, oaber drieber geschprungen hoan mir olle b\u00e4ide k\u00e4in \u00e4inzjes Moal nimmer. D\u00e4n &#8222;Alfongs&#8220; hoa ich mir ouch noch a poarmoal betracht&#8217;t &#8211; blu\u00df wenns onfing und &#8217;s toat schummrich wer&#8217;n, doa hoa ich mich uf &#8218;m schnellsten W\u00e4ge h\u00e4im gemacht. &#8211;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der ahle Sauer<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Arndt Sieckenius<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 18\/1965<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">N\u00e4ben &#8218;m Bruder Komma hotte der ahle Sauer sei Onw\u00e4sen. Der woar a ahler Fl\u00e4ischerm\u00e4ister, der oaber k\u00e4ine \u00e4igene Fl\u00e4ischerei nie gehoabt hotte. Er gung uf Arb\u00e4it ei de Konserwenfabrick, die glei n\u00e4ben &#8218;m Boahnhouwe vom Durfe loag. Hier hott&#8216; er als M\u00e4ister seine zw\u00e4lf Joahre obgerissen und sich dann von d\u00e4m Gesch\u00e4fte zurickegezougen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Herr Gramella, wos der Besitzer woar hott bei sei&#8217;m Obgange &#8217;ne schiene R\u00e4de gehahin und sei&#8217;m M\u00e4ister noch &#8217;n Mounatslouhn ausbezoahlt. Wie der und er toat sich nu vom Herrn Gramella verobschieden, doa m\u00e4int&#8216; er ganz treuh\u00e4rzig:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Herr Gramella\u201c, m\u00e4int&#8216; er, \u201e\u00e4ins mu\u00df ich ja wull jitze noch amoll zur Schproache br\u00e4ngen, weil &nbsp;&#8217;s mich su siehr bedrickt. Tun se mirsch ock nie veriebeln, oaber ich hoa Ihn&#8217;n \u00fcm zw\u00e4itausendfimfhundert Mark beschissen!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Herr Gramella guckt&#8216; &#8217;n ganz erschrucken on &#8211; dos kunnt&#8216; er sich goar nie vorschtelln, der M\u00e4ister woar doch immer a prima K\u00e4rle gew\u00e4sen, groaderaus und ufrichticht!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Na Meister, da erz\u00e4hlen Sie mal,\u201c &nbsp;soagt er, und er siehgt&#8217;n &#8217;n mit gru\u00dfer Schponnung on.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Nu s\u00e4hnse, Herr Gramella\u201c, schproach mei M\u00e4ister, und de Freude soahig &#8218;m aus &#8217;n Ougen raus, \u201eon j\u00e4iden Tage, d\u00e4n ich bei Ihn&#8217;n arb\u00e4iten toat, hoa ich gutt a holb&#8216; Fund Gehacktes ufgefressen, und wenn Se dos mit sechs Biehm onrechnen, doa mechte de Summe schunt rauskummen!\u201c &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich soagh &#8217;n schunt von weiten kummen, wie ich vor insen Hause uf \u00e4i&#8217;m Scht\u00e4ine soa\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Tag, Herr Sauer!&#8220;, rief ich zu &#8218;m nieber, wie er a poar Schriete rongekummen woar. Mit d\u00e4m ahlen Monne kunnte man su schien loabern, er kannte olle Geschichten aus &#8218;m Durfe und woar weit r\u00fcmgekummen &nbsp;ei &#8218;er Welt, und \u00e4inmoll woar er sugoar bis uf Hamburg gemacht, Er wofur der \u00e4inzigste Monn eim ganzen Durfe, der mich mit &#8222;Sie&#8220; onr\u00e4d&#8217;te imd mit &#8222;Herr&#8220;, wenn ich ouch er&#8217;scht dreiz\u00e4ihn Joahre uf mei&#8217;m Kreuze hotte. Oaber ich trug su a greines Schilermitzl vorn Gymnasium, &nbsp;doa hott&#8216; er scheints a bissl Reschpekt, und w\u00e4gen d\u00e4m toat ich mich immer siehr geschmeichelt fiehln und hotte nu wieder Achtung vor ihm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eTag ou, Herr Sieckenius&#8220;, goab er zuricke. &#8222;&#8217;s is ja gutt, do\u00df ich Ihnen groade treffen tu. Soagense moal, Sie giehn uf &#8217;ne h\u00e4ihre Schule, niewoahr?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Joa&#8220;, soagte ich, ich mechte lieber obgiehn, n\u00e4hmlich ich t\u00e4t&#8216; gerne Pauer lern&#8217;n, blu\u00df mei Voatl, der will mirsch nie erIauben.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Doa hot der Herr Papa ganz recht&#8220;, toat er ontwurten. Bleiben &nbsp;Se ock hibsch ei &#8218;er Schule und tun Se a bissl wos Gescheuts lern&#8216;,n, dos konn ma&#8216; goar nie genung machen eim L\u00e4ben. S\u00e4hnse, ich hoa ouch noch lange nie olles gel\u00e4rnt, und w\u00e4gen d\u00e4m wullt&#8216; ich Ihnen amoll wos froagen. Doa hoa ich dieser Tage wos gel\u00e4sen von d\u00e4n ahlen Griechen. Die hoan doch su \u00e4in&#8217;n Haufen G\u00e4tter gehoabt, nie? Hoabt Ihr dos schunt d\u00fcrchgenummen eim Gymnasium?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Nu freilich, Herr Sauier&#8220;, m\u00e4nt&#8216; ich, &#8222;doa sein !mir groade derbei.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Jitze soagen S&#8216; amoll: Doa hot &#8217;s doch ouch \u00e4inen geg\u00e4ben, der hot Berlin gehissen, niewoahr?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Herr Sauer&#8220;, soit&#8216; ich, und &#8217;s wurde mir richtich a bissl Angst, do\u00df ich mich mechte blamiern, denn von \u00e4i&#8217;m Gotte, der &#8218;Berlin h\u00e4i\u00dfen toat, hotte ich noch, nischte geheert, &#8222;Herr Sauer, d\u00e4n hoan mir noch nie d\u00fcrchgenummen eim :Gymnasium, konn sein, er kimmt ei &#8218;er n\u00e4hksten Schtunde dron. Oaber ich wer&#8216; amoll insen Herrn L\u00e4hrer froagen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Su is recht&#8220;, sproach er, dos machense ock amoll, und dann tun Se mir Besch\u00e4id soagen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">A poar Tage schp\u00e4ter troaf ich In wieder&#8216;, Ich wullte mich croade verdricken, denn ich hotte ganz noach d\u00e4m sei&#8217;m Gotte zum froagen vergessen. Oaber er hotte mich schunt ges\u00e4hn, koam uf mich zu geloatscht und m\u00e4inte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wos ich noch soagen wullte: k\u00e4inen Gott Berlin goab &#8217;s nie bei d\u00e4n ahlen Griechen, ich hoab &#8217;s noch amoll noachgel\u00e4sen ei mei&#8217;m Buche. Der h\u00e4i\u00dft Paris ..; Oaber ich wu\u00dfte &#8217;s doch, &#8217;s woar \u00e4ine Hauptschtodt!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie er nu nimmer uf Arb\u00e4it gung ei de Fabrik, doa hot er Z\u00e4it gehoabt, im Durfe zum R\u00fcmloufen und mit `n Leuten zum Kwotschen, der ahle Sauer. Wenn ere und er toat amoll a poare von ins Jungen treffen, doa blieb er su monches Moal a bissl schtiehn, froia.gte ollerhand, und dann fond er ouch bahle &#8217;n 0nlo\u00df, ins \u00fcrgendwos zu verz\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er wu\u00dfte \u00e4inen ganzen Haufen Geschichten, iulche zum Lachen und ouch sulche, bei d\u00e4nen inser\u00e4i&#8217;m a kahler Schauder In Pucke1 rungerlief. Mehrschtens: hotte er se olle selber derl\u00e4bt, und ei insen 0ugen woar er a richtjer Held. Ouch dos B\u00e4cker-Hiehndl, dos j\u00e4idem Menschen ufhuckte, der nachts \u00fcm zw\u00e4lwe om Hieinengroabe vorbeimachte, hotte der ahle Sauer kennen gelernt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dos Hienengroab woar a kl\u00e4in&#8217;s Pischl mitten eim Felde, und dutte hotten se vor a poar tausend Joahren zw\u00e4i ouder drei Suldoaten vergroaben. Wie nu inser Durf vom ahlen Fritze is gebaut, wur&#8217;n, doa hotte sich die Geschichte von d\u00e4n vergroabenen Suldoaten ouch glei mitte eigebirgert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doazumoal woar beim B\u00e4cker a Geselle, der hotte sich &#8217;s ei a Kupp gesetzt, do\u00df er dos Groab amoll wullte aush\u00e4ben. Er hotte sich &#8217;ne helle Moundnacht ausgesucht, fung schunt hibsch zeitich on mit &#8218;m Groaben und machte sich<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um holb zw\u00e4lwe wieder h\u00e4im. Ei der vierten Nacht ducnc&#8216; ere, do\u00df er und er mechte heute sei Ziel erreichen, und er hotte sich su siehr ei de Arb\u00e4it vertieft, do\u00df er de Mitternacht erscht is gewoahr gewur&#8217;n, wie &#8217;s vom K\u00fcrchturme, zw\u00e4lwe schloagen toat. Jitze is &#8218;m vor lauter Schreck de Schaufel aus &#8218;er Hand gefollen, und im selbichten Ougenblicke koam ouch schunt a schwotzer Schotten ongeflougen und huckt&#8216; &#8218;m glei ufs Kreuze. Der \u201cSchotten hot &#8217;n \u00e4igoal mit In Fliegeln eis Gesichte geschloin und mit &#8218;m schpitzjen Schnoabel ei &#8217;n Hingerkupp gep\u00e4ckt, und dabei hot er ondauernd geprillt: &#8222;Lu\u00df de Tuten ruh&#8217;n!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Geselle is a poar Wuchen holb verrickt gew\u00e4sen, und erscht viel schp\u00e4ter hot er die Geschichte erz\u00e4hlen gekunnt. Seit d\u00e4im h\u00e4i\u00dft der schwotze Schotten &#8217;s B\u00e4cker-Hiehndl, und &#8218;m ahlen Sauer is es ouch drei Moal ufgehuckt ei &#8218;er Nacht. &#8217;s dritte Moal is er oaber druf gefo\u00dft gewast.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er hot dos B\u00e4cker-Hiendl gepackt und wullte &#8217;s mitte h\u00e4lm n\u00e4hmen und ei &#8217;n Hiehnerschtall neischperrn. Underw\u00e4gens hot &#8217;s \u00e4igoal geruffen, er mechte &#8217;s ock fliegen lussen, oaber er hot &#8217;s ganz feste gehahln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie er nu de Tiere zum Hiehnerschtolle ufmachte, doa hot ersch missen mit \u00e4iner Hand luslussen, und in d\u00e4m Ougenblicke hot &#8217;s sich fulll&#8217;nds lusgerissen und is weggemacht. Doch zw\u00e4i F\u00e4dern hot er &#8218;m aus &#8218;in Schwonze ausgerissen, die hot er ins gezeigt, denn er trug se on sei&#8217;m Hutte. Oaber die soahgn goar nie viel anderscher aus als wie von \u00e4i&#8217;m zoahmen Hoahne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch vielmoals hot er nachts \u00fcm zw\u00e4lwe r\u00fcm uf &#8217;s B\u00e4cker-Hiehndl gepo\u00dft, blu\u00df er hot &#8217;s nimmer kennen derwischen. In ahlen Sauer, m\u00e4int&#8216; er, d\u00e4n mechte &#8217;s jitze kennen, und on d\u00e4n t\u00e4t&#8216; &#8217;s sich nimmer dronwoagen. &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Om Weltkriege hot er ouch t\u00e4ilgenummen, und w\u00e4gen d\u00e4m woar er jitze im Vorschtande vom Krieger-Verein. und er hotte &#8217;n Schie\u00dfschtond zum verwolten. On \u00e4i&#8217;m schienen Murgen m\u00e4int&#8216; er ieber mich,: \u201eHeute mach ich mich nieber noach Woathe, dutte hoan se a poar Karabiner zum verkoufen. &#8217;s sein er ja, blu\u00df ahle Dinger, und uf &#8218;m Schie\u00dfschtonde kenn&#8216; mir se nimmer gebrauchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oaber mit Plotzpatron&#8217;n schissen se noch ganz gutt, und wenn amoll a Luder scht\u00fcrbt, doa kenn&#8216; mir w\u00e4instens iebersch Groab drieber schissen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich hotte &#8217;s glei &#8218;m Walter verz\u00e4hlt, &nbsp;do\u00df der ohle Sauer a poar Gewehre koufen w\u00e4llte, und uf &#8217;n Oabend sein mir olle b\u00e4ide zu &#8218;m hiegemacht. Richtich: dreie schtunden ei \u00e4iner Ecke om Schranke, und \u00e4ins hott&#8216; er groade ganz aus&#8217;nandergenummen. Verschtiehn toaten mir nischte von d\u00e4m, wos er ins erkl\u00e4rte, oaber geschtaunt hoan mir doch ganz schien. Er hotte die ahlen Knorren zurechtegemacht, do\u00df se aussoahgn wie a poar ganz neue.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8217;s tauerte ouch goar nie lange, doa hot &#8217;s beim Krieger-Verein wieder amoll gehissen: ontr\u00e4ten zur Beerdjung. Der ganze Verein woar versommelt, von &#8217;n Nuppad\u00e4rfern hotten se Oburdnungen geschickt, und &#8217;ne Kapelle hotte sich ouch eigeschtellt. Nu ging &#8217;s mit &#8218;m Trauermosch uf In K\u00fcrchhoff, der Herr Paschter toat pr\u00e4djen, und dann r\u00e4d&#8217;te der erschte Viersitzende.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er sproach kurz und knopp, und nu, toaten se iebersch uffne Groab drieberschissen. Onschlissend rickte der Krieger-Verein geschlussen ob, zuerscht ouhne Muhsick, und dann mit \u00e4i&#8217;m schneidjen Mosch bis zum Gosthause. Hier toaten se jitze &#8222;das Fell versaufen&#8220;, und der ahle Sauer hotte immer ganz verdommt ufpossen missen, wenn er dann h\u00e4imzus machte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesmoal woar er nimmer mitte dabei, und &#8217;s woar ganz pl\u00e4tzlich gekummen. Er hotte sich a poar Tage hiegel\u00e4gt, und uf \u00e4imoll woarsch dann mit &#8218;m aus gew\u00e4sen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doazumoal, wie er de Karabiner hullte aus Woathe, hot er sich ganz bestimmt nie tr\u00e4umen gelussen, do\u00df er und er mechte s\u00e4lber dos Luder sein, d\u00e4m se als n\u00e4hksten t\u00e4ten iebersch Groab schissen. &#8211;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dos gutte Beischpiel<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Arndt Sieckenius<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunzlauer Heimatzeitung 19\/1965<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meine Mamma toat immer ganz besundersch druf Oubacht g\u00e4ben, do\u00df mir Kinder :nie su dreckich t\u00e4ten r\u00fcmloufen. Beim Horschte woar dos weiter k\u00e4ine Kunst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der hielt ganz von selber &nbsp;uf sein&#8217;n Onzug, denn er ging uf &#8217;s Gymnasium, und dann wullt&#8216; er sich ouch nie gerne von d\u00e4n Onschtaltsm\u00e4ideln auslachen lussen. Su woar er mehrschtens sauber und ur&#8217;ntlich ongezougen, und de Mamma m\u00e4inte immer ieber mich, ich s\u00e4llte mir dos ock a bissl vom Horschte obgucken, und se toat &#8217;n \u00e4igoal als a guttes Beischpiel hieschtelln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doazumoal hotte der Horscht eim Gymnasium gelernt, do\u00df vor etwahn hundert Joahren bei insen Durfe &#8217;ne gru\u00dfe Reiterschlacht gew\u00e4sen is, und a poar Monn sullten mit ihren, Fahden, eim Aeichenw\u00e4ldl ei \u00e4i&#8217;m Moore versuffen sein. Dos Moor woar noch doa, und der Horscht hotte verschpruchen, er w\u00e4llte in &#8217;n Fehrjen amoll noachs\u00e4hn, ob er nie konn sein a poar ahle Knuchen mechte finden, und er w\u00e4llte mich mitten\u00e4hmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nu woarsch su weit, und on \u00e4i&#8217;m schienen, Murgen machten mir lus. Mir wullten recht zeitich onfangen, denn vielleicht &nbsp;goab &#8217;s dutte ouch su &#8217;ne Oart von B\u00e4cker-Hiehndl, und mit d\u00e4m wullten mir nischte zum tun kriegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erschtern hoan mir amoll d\u00e4n ganzen Rond vom Sumfe obgesucht, iche linksr\u00fcm, und der Horscht von &#8218;er rechten S\u00e4ite. Schunt noach fimf Minuten hott&#8216; ich a poar Knuchen gefunden, und ganz schtulz flitzte ich hie zum Horscht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1080\" height=\"695\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-8-365-Gnadenberg-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1829\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-8-365-Gnadenberg-1.jpg 1080w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-8-365-Gnadenberg-1-768x494.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der soahg sich die Dinger lange on. Darm schmi\u00df er se wieder weg und m\u00e4inte, dos sein blu\u00df Knuchen vom Hoasen ouder von \u00e4i&#8217;m verreckten Hunde, oaber von k\u00e4i&#8217;m Suldoaten mechten die nie sein. Und au\u00dferd\u00e4m t\u00e4t&#8216; er sulche kl\u00e4inen Dinger goar nie eisommeln, &#8217;s mi\u00dfte schunt a richtjer Tutensch\u00e4del sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doa suchten mir weiter. Mir machten immer n\u00e4hnder uf de Mittelst zu, und vor lauter Suchen h\u00e4tten, mir bahle dos H\u00e4imgiehn verpo\u00dft, denn &#8217;s ging schunt schtork uf &#8217;n Mittich. Destou weiter mir ei de Mittelst neikoamen, destou mehrer mu\u00dften mir ufpossen, do\u00df mir und mir t\u00e4ten nie ei su a verdommtes Luch neitr\u00e4ten, in d\u00e4m mir dann noch selber versaufen mi\u00dften.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eis jitze woarsch noch ganz gutt gegangen. Nu wullten mir h\u00e4im, und doa machten mir glei groade rieber uf &#8217;n W\u00e4g zu, iche vurneweg, und der Horscht immere hingernoach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuerscht hotte ich noch a bissl Angst, ich mecht&#8216; amoll eibrechen ei d\u00e4m Moose, dos ganz friedlich uf &#8218;er Erde loag. Wenn ma&#8216; druftroat, goab &#8217;s glei noach, und wenn man dos B\u00e4in rechtzeitich wieder huhchzuhg, toat weiter nischte passieren, als blu\u00df do\u00df de Schuhe a bissl no\u00df gewur&#8217;n sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dos hott&#8216; ich bahle raus, do\u00df ich groade bis zur Grenze kunnte schtiehn bleiben, ehb do\u00df dus ahle Moos d\u00fcrchbrechen toat, und uf die Oart machte ich immer weiter uf &#8217;n W\u00e4g zu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pl\u00e4tzlich hott&#8216; ich scheints doch d\u00e4n richtjen Moment verpo\u00dft, denn uf \u00e4imoal schteckte ich mit &#8218;er linken Knuche bis zum Kniee ei der schwotzen Briehe drinne.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1098\" height=\"699\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-6-822-Gnadenberg-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1827\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-6-822-Gnadenberg-2.jpg 1098w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-6-822-Gnadenberg-2-768x489.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1098px) 100vw, 1098px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor lauter Angst schmi\u00df ich mich glei noach vurne uf &#8217;n Bauch, und zum Glicke kunnt&#8216; ich ouch schnell wieder rauskrobbeln. Oaber ich mu\u00dfte mich ganz verdommt onschtrengen, und bei d\u00e4m Obmiehn hotte ich ganz vergessen \u00fcm Hilfe zu prilln, wos ich doch h\u00e4tte machen wulln. Jitze woarsch zu schp\u00e4t, denn ehb ich mich rechte besunnen hotte, heerte ich d\u00e4n Horscht schunt ganz firchterlich lachen. Der toat sich ieber mei Unglicke ouch noch freun! Doa schtund er nu und lachte, und iche woar su biese, do\u00df ich mich schnell futtmachte und all\u00e4ine h\u00e4imging.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie ich mich amoll \u00fcmsoahg, woar der Horscht noch &#8217;ne ganze Ecke weiter zurikke, oaber er hotte sich ei &#8217;n Troab gesetzt und wullte mich scheints eihouln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jitze fung ich ouch zum rennen on, denn ich wullte vor &#8218;m Horschte derh\u00e4ime sein und glei ei de Schloafschtube machen und mich a bissl woaschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oaber dos is ja immer mei Pech &nbsp;gew\u00e4sen: wenn ich und ich wullte amoll wos heimlich machen, doa merkten &#8217;s meine Ahlen ganz beschtimmt groade!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und su woarsch ouch hier! Ich wullte mich ganz schtille d\u00fcrch de Kiche schleichen, und groade doa mu\u00dfte meine Mamma sich wos on der Tiere zum schoffen machen. Su soahg se mich glei, und se fung ouch im selbichten Ougenblicke schunt mit &#8218;er Schtroafpr\u00e4dicht on. Ob ich mich nie doch endlich amoll a bissl v\u00fcrs\u00e4hn mechte, \u00e4igoal t\u00e4t&#8216; ich meine Sachen eisaun, und ich s\u00e4llte mir doch nu w\u00fcrklich a Beischpiel om Horscht n\u00e4hmen, der t\u00e4t&#8216; su wos niemoals machen. Und dos Schlimmeste: drei Tage sullt&#8216; ich derh\u00e4ime bleiben, ganz im Hause, nie amoll ei &#8217;n Gotten wullte se mich giehn lussen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der liebe Himmel hotte, a bissl a Mitl\u00e4id mit mir. Groade in d\u00e4m Momente, wu meine Muttl mir d\u00e4n Schtubenarrest ausgeschpruchen holte, koam Horscht zur Tiere nei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Mamma soagh &#8217;n on, und dann toat se sich erscht amoll uf \u00e4in&#8217;n Kichenschtuhl hiesetzen. Schprechen kunnte se &#8217;ne ganze Weile goar nischte, und dann m\u00e4inte se, mir s\u00e4llten ins blu\u00df schnell woschen giehn und anderscher onziehn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Se toat ganz ruhich schprechen, und se woar scheints richtich a bissl d\u00fcrch&#8217;nandergeroaten mit ihr&#8217;n Gedanken. I soahg &#8217;n Horscht on, und doa kunnt&#8216; ich ouch glei &#8217;n Grund erkenn&#8217;n, warum se goar su siehr verdottert woar: der woar n\u00e4hmlich bis zum Bauchknuppe ruf mit lauter Dreck beschmiert!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie mir ins woschen toaten, doa hot ersch mir verz\u00e4hlt, wie &#8217;s gekummen is. N\u00e4hmlich wie er mich hot eibrechen ges\u00e4hn mit mei&#8217;m linken Fu\u00dfe, doa hot er missen ganz feste lachen &#8218; und vor lauter Lachen h\u00e4tt&#8216; er nimmer weiterloufen gekunnt und h\u00e4tte missen schtiehn bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Uf \u00e4imoll h\u00e4tt&#8216; dos Moos zum wackeln ongefangen, und ehb er sich &#8217;s versoahg, hot er ouch schunt bis zum Bauchkn\u00e4ppel drinne geschteckt, und &#8217;s h\u00e4tt&#8216; nie viel gef\u00e4hlt, doa h\u00e4tten se konn sein in a poar Joahren noach &#8218;m Horscht sei&#8217;m Tutensch\u00e4del suchen k\u00e4nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Mamma woar gerecht, und wenn die mich h\u00e4tte eischperrn wulln, doa h\u00e4tte se &#8217;n Horscht nie kennen loufen lussen. Oaber d\u00e4n kunnte se nie gutt beschtroofen, denn beim Horschte woarsch w\u00fcrklich dos erschte Moal, do\u00df er sich su eigesaut hotte. Und doa m\u00e4inte se noach &#8218;m Essen ieber mich, do\u00df se mir fier diesmoal de Schtroafe noch amoll schenken t\u00e4te.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Is es nie woahr, do\u00df der liebe Gott a bissl a Mitl\u00e4idt mit mir gehoabt hot?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ganz beschtimmt hot der &#8217;n Horscht groade in d\u00e4m Ougenblicke und akurat su lange lachen gelussen, bis do\u00df es groade r\u00e4ichen &nbsp;toat, do\u00df er ouch dreckich is gewur&#8217;n.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erstver\u00f6ffentlichung: Bunzlauer Heimatzeitung 1965 bis 1967 Su woarsch bei ins Derh\u00e4ime Bunzlauer Heimatzeitung 9, 10, 11, 12, und 14 1967 Jugenderinnerungen von \u00e4i&#8217;m mittelolterlichen Monne &#8211; Von Arndt Sieckenius Dos P\u00e4ngsionat Wos meine Eltern woarn, die hoan immer druf gehahln, do\u00df mir Kinder amoll wos Urntliches sullten vorschtelln. 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