{"id":1758,"date":"2024-07-14T16:49:07","date_gmt":"2024-07-14T14:49:07","guid":{"rendered":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/?p=1758"},"modified":"2024-07-14T16:49:07","modified_gmt":"2024-07-14T14:49:07","slug":"arthur-linke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/2024\/07\/14\/arthur-linke\/","title":{"rendered":"Arthur Linke"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zum 75. Geburtstag von Arthur Linke<\/h2>\n\n\n\n<p>Karl Wiechmann. Erstver\u00f6ffentlichung: Bunzlauer Heimat-Zeitung 5\/1966<\/p>\n\n\n\n<p>Nun hat uns der Bunzlauer Malermeister Arthur Linke in der BHZ in all den Jahren soviel vom alten Bunzlau erz\u00e4hlt, von den Menschen um die Jahrhundertwende, von ihren Eigenheiten, von den Zeitverh\u00e4ltnissen, vom Flei\u00df der B\u00fcrger, von ihren Vereinen, von Festen und Ausfl\u00fcgen, und ist mittlerweile 75 Jahre alt geworden. Jetzt solle er mal von sich selber erz\u00e4hlen, haben wir zu ihm gesagt, und wir erfuhren, da\u00df er am 9. M\u00e4rz 1891 in der f\u00fcr ihn (und f\u00fcr viele von uns) sch\u00f6nsten Stadt der Welt geboren wurde, im geliebten Bunzlau. Seine Vorfahren waren Handwerker, sein Vater war Maler, und der Arthur wurde auch Maler.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Richard Pachaly an der Teichpromenade ging er in die Lehre und nach dem sp\u00e4ten Feierabend noch in die Abendschule der Keramischen Fachschule, und dort gab es den allbekannten Professor Ernst Heinicke, einen gesch\u00e4tzten Landschaftsmaler. Und bei ihm hospitierte Arthur Linke, und so ist er noch heute begeisterter Aquarellmaler.<\/p>\n\n\n\n<p>Im sch\u00f6nen Dresden und in anderen St\u00e4dten ist er dann als Gehilfe t\u00e4tig, von 1910 bis 1912 Hirschberger J\u00e4ger, dann besteht er die Aufnahmepr\u00fcfung an der Akademie f\u00fcr Kunst und Gewerbe in Breslau, denn er wollte Lehrer an einer Kunstgewerbeschule werden. Im vierten Semester aber kam der erste Weltkrieg und sein J\u00e4gerbataillon zog am 2. August 1914, also am Tage der Mobilmachung ins Feld. In Belgien wurde er als einer der ersten mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, ein Jahr sp\u00e4ter sieht man ihn als Zeichner beim Stabe. Die Verwundungen, di er erlitte, wurden bei der Truppe ausgegeheilt, und bis Kriegsende bleibt er bei seinem Truppenteil.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Kriege macht er 1919 seine Meisterpr\u00fcfung und heiratet ein Jahr sp\u00e4ter Anni Scholz, die Kassiererin in der Firma Gustav Borrmann, Inhaber Arnold Rothe. Der Ehe entstammen zwei T\u00f6chter, und inzwischen sind zwei Enkels\u00f6hne und eine Enkeltochter da.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Jahre nach dem Kriege veranstaltete der Schlesische Malerbund j\u00e4hrlich Wettbewerbe. Arthur Linke beteiligte sich daran und erhielt f\u00fcnfmal den ersten und einmal den zweiten Preis. Das ist im Malerbund nur einmal vorgekommen, da\u00df einer bei den Wettbewerben so gut abschnitt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnd ihre handwerklichen Arbeiten? Woran denken Sie da am liebsten?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAn die Dorfkirche in Gremsdorf-Greulich! An dieser Arbeit habe ich viel Freude gehabt, und sie fand auch bei den Einwohnern viel Anerkennung. Wer mal auf dem Truppen\u00fcbungsplatz Neuhammer war, konnte auch Arbeiten von mir im Offizierskasino sehen, so den acht Meter hohen Stammbaum des VI. Armeekorps und die Ausgestaltung des Haupteinganges und der Bars. Auch in den Kasinos im Flugplatz K\u00fcpper und am Dachsberg in Sagan gab es viel lohnende Arbeit. Beim Wettbewerb f\u00fcr die Ausmalung der Garnisonskirche in Glogau erhielt ich den Ausftrag. Als das Amtsgericht in das ehemalige Bunzlauer Gymnasium einzog, malte ich mit meinem Gehilfen die Aula aus. Dabei fanden sie den Namen meines Vaters, der fr\u00fcher einmal diese Arbeit ausgef\u00fchrt hatte.\u201c<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"311\" height=\"450\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/12552-Arthur-Linke.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1759\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\u201eDa\u00df Sie nach Feierabend und am Wochenende das Leben zu nehmen wu\u00dften, Herr Linke, davon haben Sie uns ja schon oft erz\u00e4hlt.\u201c \u201eJa, ich war nie ein Freund von Traurigkeit. Ich war begeisterter S\u00e4nger und Sch\u00fctzenbruder, viele Jahre Kreisschie\u00dfwart des Kyffh\u00e4userbundes, gab auch Unterricht in der Malerklasse der Berufsschule und geh\u00f6rte zu den Klebern, die beim Skat m Goldenen Hirsch oder bei Gallus und Hoyer kein Ende fanden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnd nach dem zweiten Weltkriege?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDa kam ich als abgedienter Volksst\u00fcrmer zu meiner Familie in den bayerischen Wald, bis wir im Oktober 1946 eine Wohnung in Ansbach bekamen. Wie in Bunzlau, wo ich mir ein sch\u00f6nes Haus an der Richterstra\u00dfe bauen lie\u00df, das Sie ja mal besichtigt haben, so baute ich in Ansbach in guter Lage ein Zweifamilienhaus. Darin befindet sich ein Atelier, in dem ich fast t\u00e4glich Bilder von Bunzlau, dem Riesengebirge und von Ansbach male. Seit 1962 lebe ich im Ruhestand. Trotzdem habe ich, wie Sie sehen, keine Langeweile. Und sollte ich noch f\u00fcnfmal auf die Welt kommen, ich w\u00fcrde immer wieder Maler!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch freue mich, Herr Linke, da\u00df es noch Optimisten gibt!\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Damals und heute<\/h2>\n\n\n\n<p>Erinnerungen und Gedanken &#8211; von Arthur Linke<\/p>\n\n\n\n<p>Arthur Linke. Erstver\u00f6ffentlichung: Bunzlauer Heimat-Zeitung 4\/1964<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind im Februar wieder mitten in den Tagen, die vor 19 Jahren unser Leben so grundlegend ver\u00e4nderten, da\u00df es sich lohnt, auch einmal an diese Tage von 1945 zu denken, Den meisten Familien waren ja die M\u00e4nner im letzten Moment noch weggenommen worden, weil man sie angeblich beim Volkssturm n\u00f6tiger brauchte. Ob es nun tats\u00e4chlich Zweck hatte, Deutschlands letzte Hoffnung hinauszuschicken, dar\u00fcber mag sich jeder seine eigenen Gedanken machen. Sicherlich w\u00e4re diese Zahl in der Bombennacht in Dresden wesentlich reduziert worden. Wieviel Bunzlauer sind auf der Flucht \u00fcber Dresden nicht hinausgekommen! Der 13. Febr. 1945 war wohl der gr\u00f6\u00dfte Sterbetag der Bunzlauer aus Stadt und Kreis. Diese Bombennacht hatte den letzten Zusammenhalt zwischen Familien und den M\u00e4nnern und S\u00f6hnen im Felde zerrissen. Diese Nacht des Grauens kann sich jeder anders ausmalen. Wir wissen nur, da\u00df die gro\u00dfe Flamme des Scheiterhaufens tagelang zum Himmel loderte und man Churchill dann bald nach Kriegsende mit dem deutschen Karlspreis auszeichnete. Ja, liebe Heimatfreunde, so schnell war diese Tat des Kriegsverbrechers Nr. 1 vergessen, der damit nur Frauen und Kinder und alte Leute vernichtete. W\u00e4re es nicht h\u00f6chste Zeit, da\u00df wir Deutschen auch einmal die Rechnung aufstellen, \u00e4hnlich den Rechnungen, die immer wieder aus den KZ&#8217;s pr\u00e4sentiert werden?<\/p>\n\n\n\n<p>Gewi\u00df waren es nicht wenige, die in den letzten Tagen in Bunzlau bereits wu\u00dften, welche Marschroute sie einzuschlagen hatten, um schnellstens wieder unterzukommen, wenn sie auch mal ein paar Tage auf der Landstra\u00dfe mit in Kauf nehmen mu\u00dften. Aber eine betr\u00e4chtliche Zahl irrte doch wochenlang umher, so da\u00df gar mancher wieder in die Stadt zur\u00fcckkehrte.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis dann im Juni das gro\u00dfe Auskehren der Polen begann. Wer dabei war, wei\u00df es, wie sie zu Hunderten an diesem Sonntagvormittag auf dem Markt standen, von wo sich dann der gro\u00dfe Treck in Richtung G\u00f6rlitzer Nei\u00dfe in Bewegung setzte. Nur ein paar bestimmte Handwerker mit Familien konnten bei den Polen bleiben, wenn auch selten in ihren eigenen Wohnungen. Es hat Tage gedauert, ehe die Letzten des Trecks die gro\u00dfen Wiesen von Florsdorf bei G\u00f6rlitz erreichten um bei Gelegenheit die gro\u00dfe Nei\u00dfebr\u00fccke an der Reichenberger Stra\u00dfe passieren zu k\u00f6nnen. Es gab Familien, die ein paar Wochen auf dem gr\u00fcnen Rasen verbrachten und dort bestohlen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das alte Sprichwort bekam wieder Geltung, Not lehrt beten. Alle Kirchent\u00fcren standen Tag und Nacht offen f\u00fcr die, welche immer noch einmal eine Bitte zum Herrgott versuchten oder auch nur, um f\u00fcr die Nacht ein Dach \u00fcber dem Kopf zu haben. Gar mancher wird sagen: ja, ich k\u00f6nnte ein dickes Buch \u00fcber diese Wochen schreiben. Der Krieg hatte l\u00e4ngst sein. Ende gefunden. Im Westen wurden immer mehr Fl\u00fcchtlinge in St\u00e4dte und D\u00f6rfer hineingepumpt. Oft zwei bis vier Familien rieben sich in den Wohnungen der Einheimischen. Ja, ich schreibe mit Absicht, sie rieben sich, denn nur selten herrschte gutes Einvernehmen. Wir waren nun einmal die Habennichtse, die um alles, aber auch um alles betteln mu\u00dften, von der Blechdose zum Kochen bis zur Kaffeetasse. Man glaubt es heute bald gar nicht mehr, wenn man daran denkt, wie schlecht es uns einmal gegangen ist. Dabei fehlte es nicht immer an Geld, nein, es gab eben nichts mehr zu kaufen. Jahrelang nach Kriegsende waren alte Gefangenenbaracken, Scheunen, St\u00e4lle und was sonst noch Unterk\u00fcnfte f\u00fcr die Vertriebenen. Es schadet gar nichts, wenn wir heute wieder einmal daran denken.<\/p>\n\n\n\n<p>O ja, es waren harte Zeiten, die ein gro\u00dfer Teil unserer Heimatfreunde durchmachen mu\u00dfte. Es waren auch gar nicht wenige, die in Bunzlau aus der Schifferk\u00fcche in der Kupferschmiedstra\u00dfe ihre einzige warme Mahlzeit am Tage holen konnten, selbst wenn diese auch nur aus Kartoffelschalen und Heringsgr\u00e4ten mit allerlei Gr\u00fcnzeug bestand. Erst als die deutsche RM f\u00fcr einen Zloty bezahlt werden konnte war es m\u00f6glich in polnischen Gesch\u00e4ften etwas zu kaufen. Gar mancher Pole war ehrlich genug, um zu sagen, wir bleiben sowieso nicht immer hier, eure Familien kommen bald wieder. Aber es kam auch umgekehrt. Nachdem die Russen nicht alle Tage pl\u00fcnderten, erschienen bald bei einbrechender Dunkelheit die Zivilpolen in den Wohnungen, um ihre bekannte &#8222;Revisi&#8220; durchzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der gute unvergessene Pfarrer Sauer hatte alle H\u00e4nde voll zu tun, um die gr\u00f6\u00dfte Not lindern zu helfen. Seine Vermittlung von Post \u00fcber G\u00f6rlitz hat dieser Tapferste dann mit dem Tode bezahlt. Wir, die wir seiner Hilfe bedurften, werden ihn niemals vergessen. Sein festes Wort Gottes, das er in der Kirche vermittelte, wurde ernst genommen. M\u00e4nner wie Frauen, denen bisher im Alltag dieser alte Herr im Himmel schon jahrelang gleichg\u00fcltig war, waren voller Bitten zu ihm. Sicher waren diese Gebete genau so ehrlich gemeint als die der Sterbenden in den Bombenkellern von Dresden. Denken Sie alle nur an die Ver\u00f6ffentlichung der Tochter vom Klempnermeister Reimann seinerzeit in unserer BHZ. Wie vielen ist es ebenso ergangen. Was sich in Zahnarzt H\u00fcblers Haus und in Schmidt&#8217;s Villa an der Gymnasialstra\u00dfe abgespielt hat und Monate vorher in Lichtenwaldau, kann nicht vergessen werden. Eine ganze Liste solcher gequ\u00e4lter Mitb\u00fcrger kann man aufstellen. Gebetb\u00fccher und Kirchengesangb\u00fccher standen hoch im Kurs.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, es hat sich doch alles in den vergangenen Jahren wieder zum Guten gewendet, so h\u00f6rt man heute. Beamte und Angestellte erhalten seit Jahren ihre geregelte Pension, Gesch\u00e4ftsleute haben mit gro\u00dfem Flei\u00df wieder neu angefangen, sie haben l\u00e4ngst den Stand von Bunzlau wieder erreicht oder sind dar\u00fcber hinaus. Renten und andere Bez\u00fcge sind seit Jahren geregelt, Wohnungen sind auch genug gebaut worden, die alten Familien sind kleiner geworden durch die Verheiratung, und die Enkel sind teils auch schon der Familiengr\u00fcndung nahe. Die Zeit ist nicht aufzuhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch gen\u00fcgend Bunzlauer sind ausgewandert, um in fernen Welten ihr Gl\u00fcck zu suchen. Auch hierin ist es anders geworden. Ich denke nur an unsere Bunzlauer Freunde, die damals in den zwanziger Jahren nach Argentinien, Paraguay oder Brasilien auswanderten. Damals begannen sie im Urwald, um erst mal einen Platz f\u00fcr ein Dach \u00fcber den Kopf zu bauen. Land gab&#8217;s genug und billig, aber dann hie\u00df es &#8222;Bist du Gottes Sohn, dann hilf dir selber&#8220;. Nur die ganz z\u00e4hen und verbissenen haben es geschafft, gar mancher ist zur\u00fcckgekehrt. Auch dort ist sicher der alte Herr im Himmel oft gebraucht worden, wenn es nicht sogleich weitergehen wollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor Weihnachten stand ich vor einem Schaufenster einer Buchhandlung. Da lagen in zwei Reihen Bibeln. Zwischen vielen anderen B\u00fcchern wirkte diese Bibel mit den schwarzen Einbanddecken mit den eingepr\u00e4gten Kreuzen im Moment etwas sonderbar. In der Mitte dieser Reihen war eine Bibel aufgeschlagen und so konnte man gerade lesen: &#8222;Siehe ich verk\u00fcndige Euch gro\u00dfe Freude.&#8220; Man wurde da nachdenklich und erinnerte sich an den alten Spruch: &#8222;Wo keine Bibel ist im Haus, da sieht es \u00f6d und traurig aus!&#8220; Gar mancher wird sagen, das war einmal, heute habe jeder wichtigeres zu tun als sich ausgerechnet in die Bibel zu vertiefen. Na ja, es gibt solche und solche. Ehrlich gesagt, geh\u00f6re ich auch zu denen, die dieses Buch noch nicht vermi\u00dft haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum soll ich das nicht offen bekennen, schon um der Wahrheit willen. Trotzdem war es doch ein sch\u00f6ner Brauch der Kirche in unseren jungen Jahren, da\u00df wir neben dem Stammbuch f\u00fcr die neue Familie eine neue Bibel mit auf den Weg bekamen. Viele werden sich daran erinnern. Dieses dicke Buch bekam damals zwischen den vielen Hochzeitsgeschenken einen Ehrenplatz.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, nun k\u00e4me eine Gewissensfrage: Wo hatte denn nun in unserem Haus diese Bibel ihren Dauerplatz gefunden? Man sollte doch einmal dar\u00fcber nachdenken. Sicherlich war sie in den f\u00fcnfundzwanzig Jahren \u00e4u\u00dferlich schon leicht angebr\u00e4unt, wie das eben bei B\u00fcchern mit der Zeit wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich vermute das, weil eben auch B\u00fccher \u00e4u\u00dferlich alt werden. Ausgerechnet besch\u00e4ftigt mich dieses Hochzeitsgeschenk der Kirche. Haben wir denn nicht sowieso alles verloren? Wer mit eigenem Fahrzeug einen Teil seiner Wohnungseinrichtung fortbringen konnte, hatte sicher Wichtigeres zu verstauen als nun gerade die Bibel. Wohlgemerkt, hier wird es gro\u00dfe Ausnahmen geben. Auch Kirchengesangb\u00fccher werden in gro\u00dfer Zahl mitgewandert sein. Sie waren handlicher und notfalls lie\u00df sich auch daraus ein Gebet zum Himmel schicken. Besonders Frauen werden beim Zurechtmachen des Flucht-Gep\u00e4ckes daran gedacht haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Arthur Linke verstorben<\/h2>\n\n\n\n<p>Erstver\u00f6ffentlichung: Bunzlauer Heimatzeitung 1\/1975.<\/p>\n\n\n\n<p>Malermeister Arthur Linke aus Bunzlau geb. 9. 3. 1891 \u2020 13. 12. 1974 in Ansbach verstorben. Noch in Nr. 5\/71 unserer BHZ hat unser Karl Wiechmann zu seinem 80. Geburtstag eine lange Schilderung seines Lebensweges in Bunzlau festgehalten und ihm auch den Dank aller Bunzlauer f\u00fcr seine Mitarbeit in der Heimatzeitung gedankt. In seiner gro\u00dfen Liebe zur Bunzlauer Heimat und die Einwohner hatte er selbst viel erz\u00e4hlt und viele B\u00fcrger und darunter auch einige Originale in Erinnerung gebracht. Im jahre 1910 trat er bei den Hirschberger J\u00e4gern ein, nahm dann am ersten Weltkrieg teil und hat dann 1919 die Meisterpr\u00fcfung bestanden. Seit der Flucht in Ansbach wohnhaft ist er 1962 im eigenen Wohnhaus dann in den Ruhestand getreten, hat dann 1966 seine Lebensgef\u00e4hrtin Frau Anna geb. Scholz verloren, seitdem war es auch um ihn ruhiger geworden. Mit seiner starken Heimatliebe und den vielen Heimatartikeln wird er den Bunzlauern noch lange in Erinnerung bleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum 75. Geburtstag von Arthur Linke Karl Wiechmann. 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