{"id":1570,"date":"2024-07-05T16:07:41","date_gmt":"2024-07-05T14:07:41","guid":{"rendered":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/?p=1570"},"modified":"2024-07-05T16:07:42","modified_gmt":"2024-07-05T14:07:42","slug":"der-gasthof-zum-goldenen-engel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/2024\/07\/05\/der-gasthof-zum-goldenen-engel\/","title":{"rendered":"Der Gasthof zum goldenen Engel"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Artur Schiller. Erstver\u00f6ffentlichung Bunzlauer Stadtblatt, 14. Februar 1931<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1080\" height=\"676\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-1754-Markt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1571\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-1754-Markt.jpg 1080w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-1754-Markt-768x481.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Der Goldene Engel vor dem ersten Weltkrieg<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um mit einem Schema aufzuwarten, so herrschte von 1000 bis 1200 der romanische Stil, von 1200 bis 1400 die Fr\u00fchgotik, von da bis 1500 die Sp\u00e4tgotik. Bei dem romanischen Stil denkt man zuv\u00f6rderst an den Rundbogen, bei der Gotik an den Spitzbogen. Es w\u00fcrde hier zu weit f\u00fchren, diese geschichtliche Fortentwicklung des n\u00e4heren schildern. Der Name \u201egotisch\u201c sollte zun\u00e4chst eine herbe Kritik sein; wir verbinden damit jetzt den Begriff des Edlen, des Erhabenen. Ein italienischer Kunsthistoriograph, Giorigo Bafani, hat den Namen im ersteren, tadelnden Sinne aufgebracht, indem er einmal schrieb, die Kirchen des Mittelalters seien so barbarisch gebaut, als wenn die Goten, diese Feinde aller Kultur, die in Italien viele Verheerungen angerichtet haben, die Erbauer gewesen w\u00e4ren. \u00dcber die Entstehung des gotischen Stils haben sich von jeher unz\u00e4hlige Gelehrte den Kopf zerbrochen. Architekten wie Chateaubriand, Bischof Warburton und andere sind auf die naive, aber poetisch anmutende Idee gekommen, das Rippensystem der Gotik aus der Nachahmung des Ge\u00e4stes nordischer Laubw\u00e4lder herzuleiten. Es gibt einen alten Stich, auf dem ein mit Kappe und Schurzfell bekleideter Baumeister sinnend dasteht und die Kronen zweier unweit voneinander aufgewachsenen jungen B\u00e4umchen mit einer Hand zusammenfa\u00dft; er hat soeben den Spitzbogen erfunden! F\u00fcr diesen baulichen Gedanken haben wir in Bunzlau zwei Beispiele, das Portal der ehemaligen Stadtwaage am Nordfl\u00fcgel des Rathauses, besonders aber das sch\u00f6ne Portal des Gasthofs \u201eZum Goldenen Engel\u201c, das bisher gegen das herrliche Renaissanceportal an der S\u00fcdseite des Rathauses etwas zur\u00fccktrat, auf das wir aber heute hier die Aufmerksamkeit lenken wollen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1091\" height=\"666\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-015-Goldener-Engel.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1572\" style=\"width:432px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-015-Goldener-Engel.jpg 1091w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-015-Goldener-Engel-768x469.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1091px) 100vw, 1091px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Gaststube und Gasthof zum Goldenen Engel<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Baumtheorie ist hier reizend versinnbildlicht. Linker Hand stehen zwei junge Birken- oder Weidenb\u00e4ume, die sich bereits am K\u00e4mpfer ver\u00e4steln. Die beiden rechts befindlichen B\u00e4ume sind widerstandsf\u00e4higer; der Hauptbaum biegt sich gleichm\u00e4\u00dfig bis zur Verflechtungsstelle. Kurz vor dieser zweigt je ein Seitenstamm ab, der aber auch schon kr\u00e4ftiger ist, so da\u00df er, realistisch richtig, bei der Zusammenfassung knicken mu\u00df. Die B\u00e4umchen, die das Portal der Stadtwaage bilden, \u00fcberschneiden sich ganz regelm\u00e4\u00dfig. wir k\u00f6nnen mit Recht annehmen, da\u00df beide Portale von demselben Steinmetzen geschaffen worden sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis 1922 direkt \u00fcber dem Portal des \u201eEngels\u201c, seitdem an die Fensterreihe des ersten Stocks hinaufger\u00fcckt, befindet sich das h\u00fcbsche Bild eines gefl\u00fcgelten, vergoldeten Rokokoengels. Erhat die Jahreszahl 1776.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechts vom Portal liegt jetzt in der Tiefe des Hauses der Pferdestall mit seinem Tonnengew\u00f6lbe, der noch von Moritz Kranz in seiner Jugendzeit bis an den Markt reichend beobachtet worden ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hauptfassade mit ihren zweimal zwei Fensterachsen wirkt wie zwei verbundene schmale H\u00e4user, wie wir sie &nbsp;ja mehrfach noch am Markt haben. Die Spitzen der zwei schmalen Fronten sind aber in ihren Bekr\u00f6nungen aneinander angen\u00e4hert, um anzudeuten, da\u00df es sich doch nur ein einheitliches Haus handelt. \u00c4sthetische und praktische Gr\u00fcnde (Brandabwehr) lie\u00dfen es in fr\u00fcherer Zeit nicht zu, da\u00df man verschieden hohe D\u00e4cher nebeneinander setzte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die acht Fenster lange Seitenfront in der Bahnhofstra\u00dfe bietet au\u00dfer einem gekoppelten Fenster im zweiten Stock, das einen Erker vertritt, baulich nichts besonderes.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1066\" height=\"706\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-3-1906-Markt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1573\" style=\"width:362px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-3-1906-Markt.jpg 1066w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-3-1906-Markt-768x509.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1066px) 100vw, 1066px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Marknordseite mit dem Gasthof zum goldenen Engel<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun wollen wir versuchen, in die verworrenen Notizen \u00fcber die Besitzer des \u201eEngels\u201c in \u00e4lteren Zeiten etwas Ordnung zu bringen. Hier soll 1538 das Gefolge des Kaiser Ferdinand I. logiert haben. In der Nacht zum 1. September 1581, dem Tage \u00c4gidi, einem Freitag, war durch gro\u00dfe Fahrl\u00e4ssigkeit des Fleischers Anders in der Hundegasse (Bahnhofstra\u00dfe) ein Feuer ausgekommen, das die dritte Ringseite und \u00fcberhaupt sechzig H\u00e4user in der Stadt und neun Basteien in Asche legte. Der Brandstifter wurde aus der Stadt verbannt und angewiesen, seine \u201eBesserung anderw\u00e4rts zu suchen\u201c. Die Stadt erhielt von au\u00dferhalb nicht unbedeutende Hilfsgelder, so von dem in Bunzlau geborenen Breslauer Bischof Martin Gerstmann nicht weniger als 500 Taler. Auch der Landesherr, Kaiser Rudolf II., gew\u00e4hrte der Stadt Hilfe. Selbstverst\u00e4ndlich war auch der \u201eEngel\u201c von dem Feuer betroffen worden. Es ist anzunehmen, da\u00df das Geb\u00e4ude in seiner jetzigen Form aus dieser Zeit stammt. Der Wirt des Gasthauses war damals Bartholom\u00e4us Wolfram; P\u00e4chter scheint Zacharias Waltsgott gewesen zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1587 wird David Holzmann als Gastwirt genannt. Im Jahre 1588 war schon wieder Barth. Wolfram Wirt. Bei ihm logierte der B\u00fcrgermeister Sebastian Malderzick aus Pitschen, der sich nach der Verw\u00fcstung dieser Stadt durch die Polen am 27. Januar 1588 hierher gerettet hatte. Er hatte all sein Hab und Gut verloren und mu\u00dfte demn\u00e4chst aus der Herberge ausgel\u00f6st werden. Der Handelsmann Barthel Wolfram war noch 1594 Besitzer. Er war der Schwiegervater des Bunzlauer Ratsherrn Joh. Tscherning. Letzterer wurde sp\u00e4ter B\u00fcrgermeister in Haynau und Amtmann auf dem Gr\u00f6ditzberge; er starb 1636. Am 30. Mai 1607 starb Barthel Wolfram in Kossendau am Schlage (Wernicke S. 294). Hierbei widerspricht sich Wernicke einmal selbst, wenn er (S. 16) sagt: \u201eB. Wolfram besitzt den Engel noch 1610\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 14. September 1610 wohnte Matthias, der neue b\u00f6hmische K\u00f6nig, in Bunzlau auf dem Schlosse. Aus seiner Begleitung logierte der Wiener Bischof Glesel in der \u201eFortuna\u201c bei Nik. Froben, der oberste Kanzler bei Gastwirt Kaspar Scholz dem \u00c4lteren im \u201eEngel\u201c, der p\u00e4pstliche Nunzius nebenan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 14. September 1622 verkaufte Elias Wolfram, wohl ein Nachkomme des Barthel Wolfram, die Gastwirtschaft an Zacharias Waltsgott, den wir schon oben erw\u00e4hnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als im Jahre 1622 der Galgen, wie orts\u00fcblich, mit gro\u00dfem Gepr\u00e4nge repariert wurde, zog die ganze B\u00fcrgerschaft, gef\u00fchrt von dem B\u00fcrgermeister, in die Stadt ein, wo drei Salven abgegeben wurden. Der Hauptmann Joh. Ender begab sich nach Aufl\u00f6sung des Zuges mit den direkt beteiligten Mannschaften zum Freibier in den \u201eEngel\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damals war das Gesch\u00e4ft wohl wegen der Kriegsl\u00e4ufe nicht gut gegangen und das Gasthaus an einen gewissen J\u00e4cke (Zeche?) verkauft worden sein. J\u00e4cke geriet in Konkurs. Im Stadtarchiv (II 40 Nr. 31) befindet sich ein Vertrag vom 25. Mai 1628, nach dem der Gl\u00e4ubigerausschu\u00df des J\u00e4ckeschen Konkurses (f\u00fcnf Personen) den Gasthof am Ringe, n\u00e4chst Kaspar Senfftlebens Hause belegen, nebst allem Inventar, den Garten in der \u201eZiegelgasse\u201c unter dem Hoppeberge in der Aue sowie das Scheuneng\u00e4rtchen samt Scheuer und den \u201eHeltern\u201c \u2013 gemeint sind Fischh\u00e4lter \u2013 an den vorgenannten Elias Wolfram f\u00fcr 2000 Taler Schlesisch verkaufte. Zu Weihnachten 1629 waren 1300 Taler zu legen und der Rest in Jahresraten von 125 Talern an den folgenden Weihnachtsterminen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Ratskellerp\u00e4chter Joh. Zepperling bekam am 21. September 1657 die Pacht des Ratskellers gegen Zahlung eines Jahreszinses von 88 Talern um ein Jahr verl\u00e4ngert. Dieser Kellerp\u00e4chter besa\u00df au\u00dferdem den Gasthof zum \u201eEngel\u201c, der im Dezember 1659 in den Besitz des Glasers Radenthaler \u00fcberging.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 8. Dezember 1672 verkaufte eine Frau Martin Opitz an Andreas B\u00f6hm um 1000 Taler und dessen Witwe am 13. Juli 1675 an Kaspar Scholz, den J\u00fcngeren, f\u00fcr 1100 Taler. Dieser erlebte bei sich 1688 eine pr\u00e4chtige Taufe der Helene Elisabeth, T\u00f6chterlein des Hans Heinrich von Gleditz aus Seebnitz. Die heilige Handlung, bei der f\u00fcnf Paten fungiert hatten, war in Thommendorf vorgenommen worden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1576\" height=\"1014\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-4-2026-Partie-am-Obermarkt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1574\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-4-2026-Partie-am-Obermarkt.jpg 1576w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-4-2026-Partie-am-Obermarkt-1300x836.jpg 1300w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-4-2026-Partie-am-Obermarkt-768x494.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-4-2026-Partie-am-Obermarkt-1536x988.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1576px) 100vw, 1576px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Blick auf den Obermarkt<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun taucht das Ehepaar Ahn als Engelswirte auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1728 wurde in Bunzlau ein evangelischer Advokat aus Lauban, ein Verwandter der Gastwirtin Ahn, beerdigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Eheleute Ahn haben wahrscheinlich dem Gasthause den Namen \u201eGoldener Engel\u201c gegeben. Bergemann (III. Bd. S. 155) l\u00e4\u00dft die oben vom Jahre 1683 erw\u00e4hnte Taufe noch im \u201eWei\u00dfen Engel\u201c stattfinden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1737 war Gottfried Weinknecht Gastwirt im \u201eGoldenen Engel\u201c. Am 9. Januar dieses Jahres erh\u00e4ngte sich G. Fr. Prowe, ein Gefreiter, der dort mit seiner Frau im B\u00fcrgerquartier gelegen hatte, in der von ihm bewohnten Schlafkammer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine Frau schnitt ihn sofort ab; er konnte aber nicht am Leben gehalten werden. Darauf wurde der Leichnam durch den Abdecker in einen Sack gesteckt, heruntergeworfen, auf einen Karren gelegt und unter dem Galgen begraben, nachdem man den Kopf mit einem Grabscheite abgesto\u00dfen hatte. Das war damals so Sitte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem gro\u00dfen Stadtbrande vom 2. Mai 1739 verkaufte Christian Weinknecht (ein anderer?) das Gasthaus an Anton Matth\u00e4i mit sechs Biergerechtigkeiten. Anton Matth\u00e4i verdanken wir das sch\u00f6ne Wirtshausschild von 1776. Von Anton Matth\u00e4i ging es in die H\u00e4nde von dessen Witwe Johanne Elisabeth, geb. Weidner, \u00fcber, die es am 15. M\u00e4rz 1796 an ihren Sohn, den Fleischer Johann Gottfried Matth\u00e4i, f\u00fcr 3000 Taler verkaufte. Zu dem Hause geh\u00f6rten mehrere Ackerst\u00fccke, so der sogenannte Hoffmannsche Acker am K\u00f6nigsfleck (zwischen Kaninchenberg und Alt-J\u00e4schwitzer Kunststra\u00dfe), der Sch\u00f6pfische Lohgarten. Eine Scheuer mit Sch\u00f6pfenstall besa\u00df der Wirt mit seinem Bruder Johann Christian gemeinschaftlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Johann Gottfried Matth\u00e4i \u00fcberkam die Besitzungen dessen Sohn, der \u00d6konom Karl Friedrich Matth\u00e4i, am 5. Mai 1848. Seit 1859 sind dessen Witwe und vier minderj\u00e4hrige Kinder eingetragen. 1867 wurde Vorwerksbesitzer Joh. Gottfried S\u00f6hnel Besitzer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vier Jahrhunderte sind \u00fcber die altehrw\u00fcrdige Gastst\u00e4tte und ihre verschiedenen Schicksale dahingegangen. Aber noch jetzt atmen die R\u00e4ume, seit \u00fcber zwanzig Jahren gepflegt von einem freundlich Wirtspaare, die Gem\u00fctlichkeit, die sie stets den G\u00e4sten so anziehend machte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artur Schiller. Erstver\u00f6ffentlichung Bunzlauer Stadtblatt, 14. Februar 1931 Um mit einem Schema aufzuwarten, so herrschte von 1000 bis 1200 der romanische Stil, von 1200 bis 1400 die Fr\u00fchgotik, von da bis 1500 die Sp\u00e4tgotik. Bei dem romanischen Stil denkt man zuv\u00f6rderst an den Rundbogen, bei der Gotik an den Spitzbogen. 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