{"id":1541,"date":"2024-07-05T15:58:13","date_gmt":"2024-07-05T13:58:13","guid":{"rendered":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/?p=1541"},"modified":"2024-07-05T15:58:13","modified_gmt":"2024-07-05T13:58:13","slug":"3-kraenze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/2024\/07\/05\/3-kraenze\/","title":{"rendered":"3 Kr\u00e4nze"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Gasthof zu den Drei Kr\u00e4nzen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Artur Schiller. Erstver\u00f6ffentlichung: Bunzlauer Stadtblatt, 7. Juni 1937<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Konfektionshaus Otto Schneider &amp; Sohn nimmt eben in den \u201eDrei Kr\u00e4nzen\u201c bauliche Aenderungen vor. Innerhalb eines Zimmers im ersten Stock vorn heraus befand sich, zeitweilig mit Tapeten \u00fcberklebt, ein Mauerstein mit der Inschrift<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">A. K. 1677<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"685\" height=\"1089\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/161-Markt-mit-Kirchturm.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1542\" style=\"width:298px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">in einem zierlichen Kranze. 1739 besa\u00df ein Seifensieder Elias Kranz diesen Gasthof. A. K. d\u00fcrfte, besonders im Hinblick auf die Einfassung, auch A. Kranz bedeuten. Wir kennen mit A. nur einen Andreas Kranz, von dem \u201eWernicke\u201c, Seite 395, sagt, da\u00df er 1681 wahrscheinlich Sch\u00fctzenk\u00f6nig gewesen sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Infolge der schwedischen Zerst\u00f6rung am 25. September 1642 und auch sonst ist dieses \u00e4lteste Haus von Bunzlau mehrfach vom Feuer betroffen worden. Es ist nicht anzunehmen, da\u00df es von 1642 an w\u00fcste gelegen hat und erst 1677 wieder aufgebaut worden w\u00e4re. Die Inschrift im Innern des Hauses bedeutet wohl \u00fcberhaupt keinen nach au\u00dfen sichtbaren Bauvorgang, sondern ein Familienereignis des A. L., etwa seine Gesch\u00e4fts\u00fcbernahme. Eine zweite \u00e4hnliche Steininschrift von 1714, die an einem Kellerfenster angebracht war, befindet sich im St\u00e4dtischen Museum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der h\u00fcbsche Erinnerungsstein des 2. Mai 1739, wo der gro\u00dfe Stadtbrand war, wurde auch zeitweilig im Museum aufgehoben, aber als das Kaufhaus von Firma Schneider modern ausgebaut wurde, zur Anbringung an der Nordfront wieder herausgegeben. Er mag uns inzwischen auch daran erinnern, da\u00df wir am 20. August 1939 den 300j\u00e4hrigen Todestag von Martin Opitz zu begehen haben, eine lohnende Aufgabe f\u00fcr den neuen Verkehrsverein! Kaufmann Otto Schneider hat dankenswerterweise auch den Stein von 1677 dem Museum \u00fcberwiesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bedeutung der drei Frauenk\u00f6pfe an der Westseite der \u201eKr\u00e4nze\u201c ist nicht aufzukl\u00e4ren. Merkw\u00fcrdig ist, da\u00df im Jahre 1829, wie Bergemann seine Stadtchronik herausgab, nur zwei K\u00f6pfe da waren. Der dritte mu\u00df also erst in neuerer Zeit hinzugekommen sein. Auch der Kunstbericht des Magistrats von 1822 spricht von nur zwei K\u00f6pfen (\u201eStadtblatt\u201c Nr. 12 vom 14. 1. 1933).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Gasthof zu den 3 Rauten-Kr\u00e4nzen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">befindet sich am Markte in No. 245. und ist einer jener urspr\u00fcnglichen drei Kretschams. Die an demselben noch sichtbaren bildlichen Darstellungen bekunden dessen hohes Alter und haben folgenden historischen Ursprung:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1079\" height=\"693\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/253-Obermarkt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1543\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/253-Obermarkt.jpg 1079w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/253-Obermarkt-768x493.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1079px) 100vw, 1079px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der vorhandene Kopf stellt jedenfalls den Herzog Uladislaus vor, welcher im Jahre 1146 von seinen Br\u00fcdern aus Polen vertrieben wurde. Ob er schon auf seiner Flucht hier gewesen, ist ungewi\u00df, aber 1147 und 152, als er Schlesien wieder erobern wollte, logirte er hier, da er als Feind in der Burg nicht herbergen konnte und dieser Kretscham wahrscheinlich das ansehnlichste Geb\u00e4ude von Boleslawez oder Boleslawdorf war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das wilde Schwein mit dem J\u00e4ger, welche man ganz oben an diesem Gasthofe sieht, haben ebenfalls einem hohen Besuch ihr Dasein zu danken. Herzog Boleslaus, genannt Altus, Sohn des ebenerw\u00e4hnten Herzog Uladislaus, war 1175 auf dem Gr\u00f6ditzberg, kam mit seinem Gefolge nach Boleslawdorf zu einer gro\u00dfen Jagd in der hiesigen dichten Waldung und logirte auf der Burg, sein Gefolge aber in diesem Gasthofe. Nach einer reichen Jagd begab sich der Herzog wieder auf den Gr\u00f6ditzberg und zum Andenken an diesen hohen Besuch, lie\u00df der Besitzer das noch vorhandene Sinnbild malen, welches von den sp\u00e4tern Nachfolgern in Stein ausgearbeitet wurde.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"691\" height=\"1082\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/298-Blick-in-Zollstrasse.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1544\" style=\"width:340px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was aber die andern beiden weiblichen K\u00f6pfe vorstellen, l\u00e4\u00dft sich nicht bestimmen. Des Uladislaus Frauen, wie die Sage behaupten will, k\u00f6nnen sie nicht sein, da dieser nie mit seiner Gemahlin hier war, sondern diese bei seiner Flucht in Krakau zur\u00fccklassen mu\u00dfte und sp\u00e4ter ihm erst folgte. Sie starb 1153, worauf er 1154 sich zum zweitenmal mit der Tochter des Markgraf Albrecht, genannt der B\u00e4r, verm\u00e4hlte, die aber allen Nachrichten zu Folge noch weniger hier gewesen ist, wie dies auch die Regentengeschichte n\u00e4her erweisen wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wahrscheinlich sollen diese 2 weiblichen K\u00f6pfe die beiden ungarischen Frauen vorstellen, welche 1442 eine Wallfahrt nach Aachen unternahmen, von der Pest angesteckt in Bunzlau ankamen und hier, wahrscheinlich in diesem Gasthofe, starben, nachdem sie der Kirche, in der sie auch begraben wurden, eine bedeutende Summe ungarischer Gulden vermacht hatten. Da nun der Wirth dabei nicht leer ausgegangen sein wird, hat er gewi\u00df diesen merkw\u00fcrdigen Vorfall durch jene zwei K\u00f6pfe verewigen wollen (Dieser Meinung ist auch Ruthard, ohne sie jedoch mit Gewi\u00dfheit zu behaupten).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von dieser Zeit bis ins 18te Jahrhundert ist \u00fcber diesen Gasthof keine Nachricht vorhanden. Wahrscheinlich ist er, wie alle \u00fcbrigen Geb\u00e4ude, mehrmals ein Raub der Flammen geworden wie dies bei dem schwedischen Brande 1642 am 25. Dezember der Fall war. Auch 1739, als Seifensieder Elias Kranz ihn besa\u00df, brannte er ab, auch mu\u00df er durch den siebenj\u00e4hrigen Krieg sehr viel gelitten haben und nach Beendigung desselben Elias Kranz gestorben sein, denn ich finde, da\u00df er 1767 am 13. Juni wegen Erbsonderung nebst allem Zubeh\u00f6r und 8 Bier-Gerechtigkeiten auf 2200 Rthlr. abgesch\u00e4tzt wurde, worauf ihn der K\u00e4mmerer M\u00fcller, Schwiegersohn des Elias Kranz, \u00fcbernahm.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1060\" height=\"684\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/319-Ring.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1545\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/319-Ring.jpg 1060w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/319-Ring-768x496.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1060px) 100vw, 1060px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1772 stand er w\u00fcste, in welchem Zustande ihn der Koch Friedrich Stephan erkaufte, und dieser verkaufte ihn 1800 f\u00fcr 3600 Rthlr. an den gegenw\u00e4rtigen Besitzer Herrn Ernst Traugott Seiffert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">J. G. Bergemann, Chronik 1829<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aus Zeitungen und Chroniken<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zeitungen und Chroniken: Zusammenstellung D. Plate<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1549: Zu den drei Kr\u00e4nzen Valten Storm<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1563: Zu den drei Kr\u00e4nzen Martin Vogt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1587: Zu den drei Kr\u00e4nzen Gregor Seiffert<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1594: Wie streng man auch besonders in Hinsicht der Scharfrichter auch in Bunzlau vorging, zeigt ein Fall von 1594. Der Tuchmacher Jeremias Schreibstein hatte mit dem Scharfrichter in den \u201e3 Kr\u00e4nzen\u201c Bier getrunken und sogar den Hut vor ihm abgenommen. Deshalb wurde er von der Sch\u00fctzenbr\u00fcderschaft und dem Tuchmachermittel ausgesto\u00dfen. das ging so weit, da\u00df er mit Weib und Kind Bunzlau verlassen mu\u00dfte. Der Scharfrichter erhielt 1611 von der Stadt viertelj\u00e4hrlich 1 Taler Gehalt. Das war nat\u00fcrlich zu wenig. Deshalb besch\u00e4ftigten sich diese Personen mit Kurpfuscherei und abergl\u00e4ubischen Gesch\u00e4ften. Sie verkauften z. B. f\u00fcr gutes Geld die abgeschnittenen Finger der Gehenkten als Amulette, die Gl\u00fcck bringen und sogar unsichtbar machen sollten. In einem St\u00e4dt. Rechnungsbuche Nr. 10 von 1655\/6 finden wir eine Aufstellung der Eink\u00fcnfte eines Stockmeisters. Sie lautet:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem Stockmeister vom 2. Mai 1665 bis 1. Mai 1666 als<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">f\u00fcr 52 Wochen \u00e0 12 Sgr.&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 20 Tlr. 24 Sgr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jahrgeld zahlet ihm&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 5 Tlr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An 4 heiligen Abendenn Fleischgeld \u00e0 4 Sgr.&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 16 Sgr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und wegen der Handschuh (der Henker trug solche)&nbsp; &nbsp; &nbsp;1 Tlr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem Scharfrichter (das war also diesmal ein anderer)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">an 4 Quartalen \u00e0 24 Sgr.&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 3 Tlr. 6 Sgr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1607: Zu den drei Kr\u00e4nzen Georg Seiffert<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1612: Zu den drei Kr\u00e4nzen Gregor Arnold<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1640: Zu den drei Kr\u00e4nzen Daniel Kranz<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1739: Zu den drei Kr\u00e4nzen Elias Kranz<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1772: Zu den drei Kr\u00e4nzen Friedrich Stephan<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">danach: Zu den drei Kr\u00e4nzen Ernst Traugott Seiffert<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1822: 6. Der Gasthof zu den \u201e3 Kr\u00e4nzen\u201c, dem Gastwirt Seiferth geh\u00f6rig. An diesem sind von Stein 2 Frauen- und ein Mannskopf. Hierzu ein wildes Schwein und ein J\u00e4ger in altdeutscher Kleidung, der das Schwein mit einer Lanze verfolgt. Die K\u00f6pfe stellen einen Herzog von Liegnitz nebst seinen beiden Frauen vor, und stammen aus dem 12. Jahrhundert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der m\u00e4nnliche Kopf wird Wladislaus, vertriebener Herzog aus Polen, Vater des Herzogs Boleslaus, mit seinen beiden Frauen sein, deren eine, Adelheid, eine Tochter Kaiser Heinrichs IV. sein kann. Ueber diese Steinfiguren ist schon immer viel phantasiert worden. (Anm.: Wernicke S. 17 nimmt, wie immer, zu alten Stadtsagen eine stark skeptische Stellung ein; er sagt: wir machen uns am besten nicht erst Kopfzerbrechen dar\u00fcber! Wir sehen jetzt 3 Frauenk\u00f6pfe in spanischer Hoftracht, also eine viel j\u00fcngere Zeit. Merkw\u00fcrdig ist, da\u00df der Bericht von 1822 nur ein Wildschwein auff\u00fchrt und ebenso Bergemann in seiner Chronik von 1829. Es ist daher nicht unm\u00f6glich, da\u00df ein zweites Schwein erst sp\u00e4ter hinzugef\u00fcgt worden ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1871: Unterm 13. April 1871 erfolgte der Bodenausbau der \u201eDrei Kr\u00e4nze\u201c. Die Haust\u00fcr hatte noch ein steinernes Rundbogenger\u00fcst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1875: Gebr. Schott, Bunzlau, Obermarkt, zu den \u201edrei Kr\u00e4nzen\u201c, empfehlen ihr f\u00fcr die Saison au\u00dferordentlich reich ausgestattetes Lager in Wollstoffen jeder Art in neuesten Farben und Dessins. Schwarze und couleurte Seidenstoffe, reellster Fabrikate, zu den billigsten Conjunctur-Preisen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1885: Zu den drei Kr\u00e4nzen. Inhaber Trispel<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1886: W\u00e4hrend des Umbaues unsres Gesch\u00e4ftslokals befinden sich die Verkaufsr\u00e4ume in der ersten und zweiten Etage. Gebr\u00fcder Schotte, Obermarkt, Gasthof \u201ezu den drei Kr\u00e4nzen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1890: Hans Lutsch. Obermarkt no 36, \u201edrei Kr\u00e4nze\u201c, 1730 umgebaut. Am Giebel sind einige Flachreliefs aus der Renaissancezeit eingemauert, darstellend einen J\u00e4ger mit zwei Schweinen und drei Portraitk\u00f6pfe zweier Frauen und eines jungen Mannes (W. 17. 106).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1900: Max Hoffmann, im Gasthof zu den 3 Kr\u00e4nzen. Leinen- und Baumwollwaaren, Gardinen und Bettfedern. Jede Art von fertiger W\u00e4sche in bekannt vorz\u00fcglicher Ausf\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1903: Leinen- und Baumwollwaaren, Gardinen und Bettfedern. Specialit\u00e4t: Jede Art von fertiger W\u00e4sche in bekannt vorz\u00fcglicher Ausf\u00fchrung: Max Hoffmann, Gasthof zu den 3 Kr\u00e4nzen. Ganze Ausstattungen werden schnellstens, sauber und billigst geliefert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1903: Gasthof zu den drei Kr\u00e4nzen (Aeltester Gasthof Bunzlaus). Ring 36. Besitzer Karl Michalski empfiehlt seine komfortabel eingerichteten Fremdenzimmer zu soliden Preisen. Diverse ff. Weine und gutgepflegte Biere. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1905: Gasthof zu den drei Kr\u00e4nzen. Fernsprecher No. 70. (Aeltester Gasthof Bunzlaus). Besitzer Karl Michalsky empfiehlt seine komfortabel eingerichtete Fremdenzimmer zu soliden Preisen. Diverse ff. Weine und gutgepflegte Biere. B\u00fcrgerlichen Mittagstisch. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1903, 1905: Gasthof zu den drei Kr\u00e4nzen. Besitzer Karl Michalski. Aeltester Gasthof Bunzlaus. Komfortabel eingerichtete Fremdenzimmer. Diverse ff. Weine und gutgepflegte Biere. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. 1905: Fernsprecher No. 70<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1906: Michalsky, Karl Markt 36. Gasthof \u201eZu den Drei Kr\u00e4nzen\u201c. Beliebtes Logishaus f\u00fcr Reisende und Gesch\u00e4ftsleute. B\u00fcrgerliche K\u00fcche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Artur Schiller 1921: &#8230; So wird es auch mit dem Kragstein aus dem Portal der \u201eDrei Kr\u00e4nze\u201c gehen, der wegen seiner an den gro\u00dfen Stadtbrand erinnernden Inschrift:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAm 2. Mai 1739 war der Brand\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">bedeutsam ist und im Hofe des genannten Gasthauses gef\u00e4hrdet auf der Erde liegt, wenn er nicht bald eingemauert oder an das Museum abgeliefert wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wernicke gibt an, da\u00df die Familie v. Sommerfeld, wie die Seydlitze, drei Fische als Insignien und als Helmzier gef\u00fchrt habe. Vielleicht ist nun die Tatsache beachtlich, da\u00df das rechte Wappen des oben erw\u00e4hnten, vor dem Museum stehenden Taufsteines drei Fische als Helmzier hat. Freilich sind diese Fische nicht auch als Insignien im Wappen enthalten, sondern daf\u00fcr ein stark stilisiertes Blatt (Kleeblatt?). Handelt es sich nicht um ein Blatt, sondern um drei sich ber\u00fchrende rote Rauten im Dreipa\u00df, so kommt die Familie von Braun in Frage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1926: Artur Schiller. Bis in den Anfang der 70er Jahre grassierte hier der sogenannte Appel-Borrmann; er wohnte in den \u201eDrei Kr\u00e4nzen\u201c, schlie\u00dflich bei Kreuschmer im Hinterhause. Seinen Verkaufsstand hatte er aber gegen\u00fcber von den \u201eDrei Kr\u00e4nzen\u201c, wir glauben im Hausflur des Tuchkaufmanns Walter. Im Volksmunde hie\u00df er der \u201eApotheker\u201c. Um uns nicht Unannehmlichkeiten zuzuziehen, unterdr\u00fccken wir die n\u00e4here Erkl\u00e4rung dieses Ausdrucks. Da er knietschig geizig war, legten die Jungens es darauf ab, ihm, wenn m\u00f6glich, einmal eine Birne der eine Pflaume ohne Geldzahlung zu entziehen. Das sch\u00f6nste war, wenn er es merkte. Denn eine dann vom Stapel gelassenen Schimpfreden waren nach Form und Inhalt gleich vollendet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1927: Treffpunkt aller Bunzlauer im \u00e4ltesten Gasthaus von Bunzlau. Zu den drei Kr\u00e4nzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Artur Schiller 1927: Wir glauben der Sage, da\u00df schon in alten Zeiten zun\u00e4chst hier eine Karawanserei entstand, und zwar an der Stelle, wo jetzt am Ringe der Gasthof zu den \u201eDrei Kr\u00e4nzen\u201c steht. An diesem Hause erblicken wir seltsame Steinfiguren, 3 Frauenk\u00f6pfe und einen J\u00e4ger, der 2 Wildschweinen mit der Saufeder zu Leibe geht. Die Frauen sollen ungarische Pilgerinnen darstellen, die hier 1442 an der Pest starben. Die Jagdszene nennt das Volk: Die Wildschweinjagd des Herzogs Boleslaus am Gr\u00f6ditzberge. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1928: 14. 1. Der Verein der Hundefreunde Bunzlau hielt vorgestern in den \u201eDrei Kr\u00e4nzen\u201c die diesj\u00e4hrige Hauptversammlung ab die von Mitgliedern und G\u00e4sten sehr zahlreich besucht war. Der Vorsitzende A. Schwartz (Tillendorf) er\u00f6ffnete sie mit Neujahrsw\u00fcnschen und einer l\u00e4ngeren Ansprache, in der er einen R\u00fcckblick auf das Vereinsjahr 1927 wart. Der Verein habe eine erfreuliche St\u00e4rkung in finanzieller und wirtschaftlicher Hinsicht erfahren und an Mitgliedern erheblich zugenommen. Nach Aufnahme neuer Mitglieder erstattete der Vorsitzende einen ausf\u00fchrlichen Jahresbericht. Kassierer Justizsekret\u00e4r Leuschner stellte geordnete Kassenverh\u00e4ltnisse fest. Nach erteilter Entlastung berichtete Uhrmachermeister Plagwitz \u00fcber die Dressur im Jahre 1927. Der Ausbildung wurden durchschnittlich f\u00fcnf Hunde zugef\u00fchrt; die Dressurergebnisse waren sehr gut. Bei der sodann vollzogenen Vorstandswahl wurden gew\u00e4hlt: A. Schwartz (Tillendorf) zum Ersten und Klempnermeister K. Matthes zum Zweiten Vorsitzenden Uhrmachermeister Plagwitz zum Ersten und Kaufmann Schembera zum Zweiten Schriftf\u00fchrer und Justizsekret\u00e4r Leuschner zum Kassenwart. Nachdem beschlossen worden war, das Eintrittsgeld auf 1 RM. festzusetzen, daf\u00fcr aber das Vereinsabzeichen unentgeltlich zu verabfolgen, hielt der Vorsitzende einen Vortrag \u00fcber \u201eDie Polarhundkolonie auf dem Jungfraujoch\u201c. Die Hunde wurden vor etwa 16 Jahren aus Gr\u00f6nland nach der Jungfrau gebracht, wo sie sich gut aklimatisierten. Im Winter vermitteln sie den Verkehr zwischen der Scheidegg und der Station Eigergletscher, und im Sommer versorgen sie das auf dem M\u00f6nchsgipfel gelegene Laboratorium mit Proviant u. dgl. m. Die sehr abgeh\u00e4rteten Hunde sind von pr\u00e4chtigem Wuchs und machen sich sehr n\u00fctzlich. Der Vortrag wurde mit gr\u00f6\u00dftem Interesse angeh\u00f6rt. \u2013 Es folgte ein gem\u00fctliches Zusammensein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1928: 31. 3. Die Gesellschaft \u201eHumanit\u00e4t\u201c hielt gestern abend im Gasthof \u201eDrei Kr\u00e4nze\u201c ihre satzungsgem\u00e4\u00dfe Hauptversammlung ab, die gut besucht war. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende, Malermeister S\u00e4uberlich, des verstorbenen langj\u00e4hrigen Vorstandsmitgliedes, Buchbindermeister Max Hentschel, dessen Andenken in \u00fcblicher Weise geehrt wurde. Nach Bekanntgabe des letzten Protokolls erstattete der Schriftf\u00fchrer, Kaufmann Otto Tschechne, den Jahresbericht, worauf der Kassenf\u00fchrer, B\u00fcrstenfabrikant Scholz, den Kassenbericht vortrug. Dem Kassierer wurde Entlastung erteilt. Die sodann folgende Vorstandswahl leitete der Ehrenvorsitzende, Schmiedemeister Lochmann. An Stelle des Ersten Vorsitzenden, der sein Amt niederlegte, wurde Kaufmann Ernst Jakob gew\u00e4hlt, zu dessen Stellvertreter Tischlermeister Knoll, zum Schriftf\u00fchrer Kaufmann Otto Tschechne, zum Stellvertreter Dentist Pauldrach, zum Kassierer B\u00fcrstenfabrikant Scholz, bzw. Malermeister Paul Tschechne, zu Theaterleitern Bildhauer Wymetal und Malermeister Kurt Schirmer. Zu Vergn\u00fcgungsleitern Fabrikant Nilsson und Werkmeister Mager, zu Vertretern Kaufmann Paul Heier und Kaufmann J\u00fcrgensen. Zu Beisitzern Malermeister S\u00e4uberlich und Handschuhfabrikant Brixy. Beschlossen wurde noch in den gro\u00dfen Ferien im \u201eSchweizerhaus\u201c ein Sommervergn\u00fcgen abzuhalten. Dem aus dem Amt geschiedenen Vorsitzenden S\u00e4uberlich wurde f\u00fcr seine achtj\u00e4hrige M\u00fchewaltung herzlicher Dank ausgesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1928: Drei Kr\u00e4nze am Markt, das \u00e4lteste Lokal von Bunzlau h\u00e4lt sich bestens empfohlen. Fremdenzimmer, Billard. Fernruf 170.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1931: Artur Schiller. Nr. 36, Gasthaus \u201eDrei Kr\u00e4nze\u201c (Dreikretscham 75\/1920 fg.), \u00c4ltestes Wohnhaus der Stadt, s. geschichtliche \u00dcbersicht. Der Schlu\u00dfstein des ehem. Steinportals mit der Inschrift \u201eAm 2. Mai 1739 war der gro\u00dfe Brand\u201c im Museum. Dieser Brand im 100. Todesjahr von Martin Opitz hat deswegen eine liter. Bedeutung, weil Professor Gottschedt in Leipzig den Bunzlauern vorwarf, da\u00df sie ihren gr\u00f6\u00dften Sohn nicht ehrten. Dr. Lindner in Hirschberg wies darauf hin, da\u00df Bunzlau in Schutt und Asche liege.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1932. Artur Schiller. Ein im Bunzlauer Stadtarchiv befindliches Buch, B\u00fcrgerbuch, auch B\u00fcrgermatrikel genannt, bietet uns reiches Material. Es beginnt im Jahre 1650 und endet mit dem 3. September 1851. Lohnstein, Michaelis, 25 J., j., Kaufmann, Breslau; Gesch\u00e4ft in den \u201eDrei Kr\u00e4nzen\u201c (10. Mai 1848).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1933. Artur Schiller. Die Liegnitzer Regierung hatte 1822 den Magistrat Bunzlau aufgefordert, \u00fcber etwaige in der Stadt vorhandene kunsthistorische Merkw\u00fcrdigkeiten sich zu \u00e4u\u00dfern. Der darauf im M\u00e4rz 1822 ergangene Bericht ist noch vorhanden und wohl interessant genug, um hier einmal durchgesprochen zu werden. Er f\u00fchrt folgende Punkte auf: 6. Der Gasthof zu den \u201e3 Kr\u00e4nzen\u201c, dem Gastwirt Seiferth geh\u00f6rig. An diesem sind von Stein 2 Frauen- und ein Mannskopf. Hierzu ein wildes Schwein und ein J\u00e4ger in altdeutscher Kleidung, der das Schwein mit einer Lanze verfolgt. Die K\u00f6pfe stellen einen Herzog von Liegnitz nebst seinen beiden Frauen vor, und stammen aus dem 12. Jahrhundert. Der m\u00e4nnliche Kopf wird Wladislaus, vertriebener Herzog aus Polen, Vater des Herzogs Boleslaus, mit seinen beiden Frauen sein, deren eine, Adelheid, eine Tochter Kaiser Heinrichs IV. sein kann. Ueber diese Steinfiguren ist schon immer viel phantasiert worden. (Anm.: Wernicke S. 17 nimmt, wie immer, zu alten Stadtsagen eine stark skeptische Stellung ein; er sagt: wir machen uns am besten nicht erst Kopfzerbrechen dar\u00fcber! Wir sehen jetzt 3 Frauenk\u00f6pfe in spanischer Hoftracht, also eine viel j\u00fcngere Zeit. Merkw\u00fcrdig ist, da\u00df der Bericht von 1822 nur ein Wildschwein auff\u00fchrt und ebenso Bergemann in seiner Chronik von 1829. Es ist daher nicht unm\u00f6glich, da\u00df ein zweites Schwein erst sp\u00e4ter hinzugef\u00fcgt worden ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1935: Gasthof Drei Kr\u00e4nze, Inhaber August Kattner. Fernruf 1170.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Artur Schiller. Bunzlauer Stadtblatt, 10. November 1938. Nach dem die Erbschichtungen von 1668 bis 1683 enthaltenden Bunzlauer Archivbuche Nr. 57, das Dr. Wernicke Seite 388 etwas kurz behandelt, l\u00e4\u00dft sich eine ganze Anzahl von Bunzlauer Hausbesitzernamen feststellen, leider nur in wenigen F\u00e4lle die Lage ihrer H\u00e4user. Das Gasthaus zu den \u201e3 Kr\u00e4nzen\u201c (Markt Nr. 36) war alter Besitz der Familie Kranz. Im Innern des ersten Stockes desselben ist ein Stein mit \u201eL K (= Kranz) 1677\u201c angebracht. In der hier behandelten Zeit mu\u00df auch ein Andreas Kranz einmal Besitzer gewesen sein. Trifft dies zu, so geh\u00f6rte Markt 37 (Brixy) der Maria Berger, geb. Heumann; ihr Ringhaus war auf 750 Taler gesch\u00e4tzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">BHZ 17\/1967 &#8230; Die Gesch\u00e4ftsr\u00e4ume der Firma Schneider bis einschlie\u00dflich Hotel &#8222;F\u00fcrst Bl\u00fccher&#8220; waren zu einem gr\u00f6\u00dferen Restaurant umgebaut worden. Beim Mittagessen in den einstigen &#8222;Drei Kr\u00e4nzen&#8220; gab es Kartoffelbrei, Schnitzel und Salat f\u00fcr 17 ZI. (ca. 3,50 MDN). Auffallend war, da\u00df auf jedem Tisch, wo wir auch hinkamen, 3 Flaschen Brause zur Selbstbedienung standen, Bier wurde nicht angeboten und ausgeschenkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Karl Wiechmann 1968 &#8230; Von den drei Kr\u00e4nzen (Obermarkt 36) wird berichtet, da\u00df das Haus 1730 umgebaut wurde und am Giebel einige Flachreliefs aus der Renaissance-Zeit eingemauert sind, darstellend einen J\u00e4ger mit zwei Schweinen und drei Portraitk\u00f6pfe zweier Frauen und eines jungen Mannes. Bei Dr. Ewald Wernicke ist dar\u00fcber auf den Seiten 17 und 106 seiner Chronik von Bunzlau berichtet. Auch Geheimrat Artur Schiller befasste sich gern mit der Deutung dieser Flachreliefs. Die drei Kr\u00e4nze stehen heute nicht mehr. Dieses gro\u00dfe Eckgeb\u00e4ude Markt-Oberstra\u00dfe wurde nach 1945 von den Polen abgerissen, lange Zeit standen dort riesige Baukr\u00e4ne, und einige Jahre sp\u00e4ter erwuchsen zwischen Oberstra\u00dfe und Bl\u00fcchergasse neue H\u00e4user, die mit den alten Geb\u00e4uden nichts mehr gemein haben, es sei denn die Nachbildung der alten Fassaden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"620\" height=\"444\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/A0017-Drei-Kraenze1902.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1546\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hans Christiani (1978) &#8230; Die Fu\u00dfg\u00e4nger aus Richtung Bahnhof \u00fcberquerten nun die Oberstra\u00dfe, nat\u00fcrlich schr\u00e4g und kamen an das Eckhaus vom Markt, den \u201eDrei Kr\u00e4nzen\u201c. Bevor Kaufmann Schneider das Eckhaus umbauen lie\u00df, war im Hinterhaus dunkle Gew\u00f6lbe, die Gem\u00fcsekaufmann Bullmann, der da neben der Drogerie von Bergmann sein Gr\u00fcnzeug verkaufte, als Lagerraum benutzte. Sp\u00e4ter entstanden da zwei Gesch\u00e4fte, ich wei\u00df aber nicht, wer die Besitzer waren. Gegen\u00fcber lag die Drogerie von Riederer-Kurtel, dem Mann der sehr schnell sprach, und ein S\u00fc\u00dfigkeitsladen von Gerling und Rockstroh. Auf einer alten Fotografie eines Sch\u00fctzenumzuges sehe ich noch, da\u00df in diesem Eckhaus Max Borower Herrenkonfektion verkauft und eine zweiter Laden vom Uhrmacher Paul Jacob ist daneben. Sp\u00e4ter wurde ja das Haus umgebaut, ein Durchgang geschaffen und zog Kaufmann Otto Schneider in dieses Haus ein. Er hatte fr\u00fcher sein Gesch\u00e4ft im Haus Markt 32 (Deutsches Haus).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gasthof zu den Drei Kr\u00e4nzen Von Artur Schiller. Erstver\u00f6ffentlichung: Bunzlauer Stadtblatt, 7. Juni 1937 Das Konfektionshaus Otto Schneider &amp; Sohn nimmt eben in den \u201eDrei Kr\u00e4nzen\u201c bauliche Aenderungen vor. Innerhalb eines Zimmers im ersten Stock vorn heraus befand sich, zeitweilig mit Tapeten \u00fcberklebt, ein Mauerstein mit der Inschrift A. 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