{"id":1476,"date":"2024-07-05T15:25:27","date_gmt":"2024-07-05T13:25:27","guid":{"rendered":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/?p=1476"},"modified":"2024-07-05T15:25:28","modified_gmt":"2024-07-05T13:25:28","slug":"bunzlau-im-jahre-1885","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/2024\/07\/05\/bunzlau-im-jahre-1885\/","title":{"rendered":"Bunzlau im Jahre 1885"},"content":{"rendered":"\n<p>Text aus: Schlesien. Eine Schilderung des Schlesierlandes von Dr. Franz Schroller. Erschienen im Jahre 1885.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bober durchstr\u00f6mt auf der Strecke bis Bunzlau ein sanftes, wellenf\u00f6rmiges H\u00fcgelland, welches gr\u00f6\u00dftenteils aus Quadersandstein besteht. Angeschwemmter Boden bedeckt das feste Gestein; es tritt aber an mehreren Stellen zu Tage, wie bei Warthau, im Hockenwalde bei Looswitz, am Dr\u00fcsselberge, bei Tillendorf, Wehrau, Ullersdorf am Queis und s\u00fcdlich bei Wenig Rackwitz. Der Sandstein liefert ein ausgezeichnetes Material zum Bauen, wie zur Bildhauerei, und wird daher weithin versandt. Eines besonders guten Rufes erfreuen sich die Br\u00fcche zu Warthau, zehn an der Zahl. Hier wurde in den Jahren 1844 und 1845 aus einem m\u00e4chtigen Block der 88 Fu\u00df hohe Obelisk gemei\u00dfelt, welcher dann in Putbus auf R\u00fcgen aufgestellt wurde. In einem der Br\u00fcche liegt ein sehr gro\u00dfer steinerner Trog, der sogenannte Teufelstrog, welcher die Jahreszahl 1713 tr\u00e4gt; man glaubt jedoch, da\u00df er viel fr\u00fcher gefertigt worden sei. In dem Sandstein finden sich an mehreren Stellen, wie im Hockenwalde, dem Dr\u00fcsselberge, bei Tillendorf, bei Naumburg und bei Ullersdorf am Queis bedeutende Lager des feinen wei\u00dfen Thones, welcher das Material zu den Bunzlauer T\u00f6pferwaren liefert. Eine sehr ergiebige Thongr\u00e4berei befindet sich z. B. in Tillendorf, nahe bei Bunzlau. Hier versuchte man in den vierziger Jahren auch die an manchen Stellen unter dem Thone lagernden Pechkohlen, zu f\u00f6rdern, allein ohne Erfolg; besser gelang es in Ullersdorf am Queis. Als hier der Gutsbesitzer Hersel im Jahre 1858 ein Thonbergwerk einrichtete, fand er auch Steinkohlen, er\u00f6ffnete daher 1862 ein Steinkohlenbergwerk und 1864 eine Thonwarenfabrik, alles Anlagen, welche gedeihen und \u00fcber zweihundert Arbeiter besch\u00e4ftigen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1989\" height=\"1314\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-Der-Marktplatz-im-Jahre-1889.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1478\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-Der-Marktplatz-im-Jahre-1889.jpg 1989w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-Der-Marktplatz-im-Jahre-1889-1300x859.jpg 1300w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-Der-Marktplatz-im-Jahre-1889-768x507.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-1-Der-Marktplatz-im-Jahre-1889-1536x1015.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1989px) 100vw, 1989px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Aus Bildsammlung Bgm. Richter. Slg. Bunzlauer Heimatstube<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wir haben uns allm\u00e4hlich Bunzlau gen\u00e4hert, der topfber\u00fchmten Stadt, der Stadt des Martin Opitz. Eine kleine Holztafel mit der Inschrift: \u201eZum gro\u00dfen Topfe\u201c weist uns auch gleich beim Eintritt in die Stadt auf jenes Kunstwerk der T\u00f6pferei hin, welches gewisserma\u00dfen als Wahrzeichen der Stadt angesehen werden kann. Ein Obolos an die Schlie\u00dferin \u00f6ffnet uns das kleine H\u00e4uschen und wir befinden uns vor einem riesigen ungebrannten Topfe von sieben Fu\u00df H\u00f6he, der sechzehn Scheffel messen soll; er steht noch auf der Drehscheibe, auf welcher er im Jahre 1753 angeblich aus einem St\u00fcck Thon gefertigt ist. Ein alter T\u00f6pfer in der K\u00fcttnerschen Fabrik, den wir sp\u00e4ter dar\u00fcber befragten, erkl\u00e4rte mit einem sp\u00f6ttischen L\u00e4cheln dies geradezu f\u00fcr eine Unm\u00f6glichkeit; der Topf m\u00fcsse aus mehreren St\u00fccken sehr geschickt zusammengesetzt sein. So sind wir gleich auf den Punkt gekommen, welcher uns in Bunzlau am meisten interessieren mu\u00df, da er den Namen der Stadt weit \u00fcber die Grenzen Schlesiens hinaus bekannt gemacht hat. Die Bunzlauer Gef\u00e4\u00dfe waren, wie Sinapius berichtet, einst im Auslande ber\u00fchmt; in Konstantinopel wie in St. Petersburg schenkte man den Kaffee in Bunzlauer Kr\u00fcgen, \u201eund diese gemeine Fayence ward nicht selten dem sch\u00f6nsten englischen Steingut vorgezogen\u201c. Das ist wohl heute nicht mehr so; allein der Ruf des Bunzlauer, d. h. nach Bunzlauer Art gefertigten Gef\u00e4\u00dfes, reicht heute noch weithin, und besonders unsere schlesischen Landfrauen sch\u00e4tzen die \u201ePunsel- oder Ponsel-T\u00e4ppe,\u201c oder \u201edas Bunzlische\u201c sehr hoch.<\/p>\n\n\n\n<p>Die T\u00f6pferei ist in Bunzlau unzweifelhaft sehr alt, allein sie scheint doch nicht in so gro\u00dfem Umfange betrieben worden zu sein, als man wohl annimmt. Dr. Wernicke hat in \u201eSchlesiens Vorzeit in Schrift und Bild,\u201c IV, Nr. 12 einen \u201eVersuch einer Geschichte der Bunzlauer T\u00f6pferei bis 1800\u201c geliefert, aus welchem wir erfahren, da\u00df im 17. Jahrhundert sechs Meister, von denen nur f\u00fcnf eigene Werkst\u00e4tten und \u00d6fen besa\u00dfen, vorhanden waren. Diese f\u00fcnf Meister wehrten sich nach dem drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriege aufs heftigste gegen die Niederlassung neuer Konkurrenten und wu\u00dften sie auch zu hintertreiben. Erst nach hundert Jahren, nachdem 1760 die Glogauer Kammer an den Magistrat geschrieben hatte: \u201eWeil sich genugsam veroffenbaret, da\u00df die T\u00f6pferei eine der vorz\u00fcglichen Nahrungen der Stadt Bunzlau und es dem Interesse des Publikums gem\u00e4\u00dfer ist, wenn mehrere T\u00f6pfereien daselbst angelegt werden, damit die dort befindlichen wenigen Fabrikanten dergleichen Gef\u00e4\u00dfe nach Gutd\u00fcnken zu verteuern au\u00dfer Stand gesetzt werden\u201c. Erst damals gelang es, die Einrichtung einer sechsten Werkst\u00e4tte durchzusetzen, gegen eine siebente machten abe die Meister wieder die gr\u00f6\u00dften Schwierigkeiten. In unserem Jahrhundert sind neben den alten T\u00f6pferein auch gro\u00dfe Fabriken mit Dampfbetrieb entstanden. Das bedeutendste Etablissement dieser Art ist die K\u00fcttnersche Thonwarenfabrik. Wir erhalten die Erlaubnis zum Eintritt. Ein Techniker begleitet uns und erkl\u00e4rt uns in der liebensw\u00fcrdigsten Weise die Bereitung der verschiedenen Thonwaren vom gew\u00f6hnlichen Topfe bis zum feinsten Medaillon f\u00fcr den Ofen eines Salons und vom kleinen N\u00e4pfchen bis zur riesigen Wasserleitungsr\u00f6hre. Das interessanteste von allem bleibt aber, trotz aller sinnreichen maschinellen Einrichtungen, die uralte Erzeugung mittels der Drehscheibe. Diese T\u00f6pferscheibe besteht aus der Drehscheibe und der gr\u00f6\u00dferen Tretscheibe, welche durch die senkrecht stehende Spindel miteinander verbunden ist. Der Arbeiter legt ein kleines St\u00fcck von dem T\u00f6pfergut, das er in gro\u00dfen Klumpen vor sich liegen hat, auf die Drehscheibe, bringt mit den F\u00fc\u00dfen die Tretscheibe in Bewegung, benetzt die Finger mit Wasser, rundet den Thon ab und greift dann in denselben hinein. Da sieht man ein kleines Loch im Klumpen; der Mann greift mit der Hand immer tiefer, er dr\u00fcckt von innen, rundet ab von au\u00dfen und benetzt wieder die Finger; das Loch wird tiefer und tiefer, weiter und weiter und bald hat der unf\u00f6rmige Thonklumpen eine bestimmte Gestalt erhalten; in f\u00fcnf Minuten steht ein einfacher Topf ohne Henkel fertig geformt vor uns. Dies alles bewirkt der T\u00f6per meist mit den Fingern allein, nur zuletzt hilft er mit einem Holze nach, um die Au\u00dfenfl\u00e4che zu gl\u00e4tten. So kommt hier alles aufs Augenma\u00df, Gef\u00fchl und Geschicklichkeit an, wie ein T\u00f6pfer dies ganz richtig und in einem gewissen Stolze mit den Worten ausdr\u00fcckte: \u201eSehen Sie, der Topf steckt im Kopf.\u201c Ist das Gef\u00e4\u00df geh\u00f6rig abgerundet und besitzen die W\u00e4nde die n\u00f6tige Gleichm\u00e4\u00dfigkeit, so wird es nahe der Scheibe mit einem Bindfaden oder Drahte abgeschnitten. Henkel, F\u00fc\u00dfe und dergleichen werden gesondert geformt und durch eine fl\u00fcssige Massse eingekittet. Auf der weiteren Wanderung durch die Fabrik sehen wir dann noch die Zubereitung des T\u00f6pfergutes: wie der Thon gesumpft, d. h. aufgeweicht, gereinigt, geknetet und mit harter, m\u00fchevoller Arbeit in jene fettigz\u00e4he Masse verwandelt wird, die nun auf die Drehscheibe gelegt werden kann; wir sehen ferner, wie die Gef\u00e4\u00dfe wasserhart getrocknet und dann in die Brenn\u00f6fen gelegt werden, und wie sie mit der Glasurmasse begossen werden, einem Gemisch leicht schmelzbarer, mineralischer Stoffe, welche erst vermittelst einer M\u00fchle zerrieben und dann mit Wasser aufgeschl\u00e4mmt werden. Wir m\u00fcssen es unterlassen, auf Einzelheiten einzugehen, um so mehr, als ein doch nur kurzer Aufenthalt einen gen\u00fcgenden Einblick nicht verschaffen kann.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1497\" height=\"2031\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-Rathaus-1880.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1479\" style=\"width:478px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-Rathaus-1880.jpg 1497w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-Rathaus-1880-958x1300.jpg 958w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-Rathaus-1880-768x1042.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bild-2-Rathaus-1880-1132x1536.jpg 1132w\" sizes=\"auto, (max-width: 1497px) 100vw, 1497px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Aus Bildsammlung Bgm. Richter. Rathaus 1889<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die erste Ansiedlung am Bober, wo heute Bunzlau liegt, verdankt h\u00f6chst wahrscheinlich dem Umstande die Entstehung, da\u00df dort eine alte Handelsstra\u00dfe den Flu\u00df \u00fcberschritt; noch 1503 ordnet K\u00f6nig Wladislaw an, die Stra\u00dfe solle, wie vor alters, von Liegnitz \u00fcber Haynau, Bunzlau, Naumburg gehen. Am Bober lagen drei Kretschams, von denen zwei in etwas feinerer Form noch heute dem alten Zwecke dienen; es sind \u201eDie Drei Kr\u00e4nze\u201c und der \u201eF\u00fcrst Bl\u00fccher\u201c, fr\u00fcher \u201eZu den drei Linden\u201c genannt. Um diese Wirtsh\u00e4user entstand nun ein stadt\u00e4hnlicher Ort, welcher neben einem \u00e4lteren slawischen Orte sp\u00e4ter als Stadt nach deutschem Recht gegr\u00fcndet wurde. Dieser \u00e4ltere Ort ist das Dorf Tillendorf; Bischof Thomas von Breslau spricht in einer Urkunde vom Jahre 1264 \u201evom Dorfe Boleslawicz, welches jetzt das Dorf des Tilo hei\u00dfe.\u201c Es ist also hier in derselben Weise verfahren worden, wie bei der Gr\u00fcndung der meisten deutschen St\u00e4dte in Schlesien; neben einem slawischen Dorfe hat sich eine Stadt gleichen Namens erhoben, nur hat hier das Dorf, welches sp\u00e4ter unzweifelhaft Alt-Bunzlau genannt worden w\u00e4re, den Namen seines Besitzers Tilo angenommen und behalten. Bunzlau hat sich nun entwickelt und im allgemeinen dieselben Schicksale gehabt, wie andere schlesische St\u00e4dte: es wurde von den Hussiten verw\u00fcstet, es sah harte K\u00e4mpfe zwischen Rat und B\u00fcrgerschaft, es f\u00fchrte die Reformation ein, wurde im 16. Jahrhundert wohlhabend, litt im drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriege furchtbar und hatte auch im siebenj\u00e4hrigen, wie im Befreiungskriege harte Drangsale zu erdulden. Wer dar\u00fcber genaueres&nbsp; erfahren will, nehme Dr. Wernickes Chronik der Stadt Bunzlau zur Hand, ein auf wissenschaftlicher Grundlage und mit gro\u00dfem Flei\u00dfe ausgearbeitetes Werk, welches auf nicht weniger als 654 Seiten Bunzlaus Schicksale bis ins einzelne behandelt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Mitte des 16. Jahrhunderts war Bunzlau eine Stadt von etwa 3000 Einwohnern; im Jahre 1650 ergab eine Z\u00e4hlung nur 80, nach einer anderen Quelle gar nur 51 Einwohner. Erst im Jahre 1788 erreichte die Stadt wieder die Zahl von 3000 Seelen, von denen sieben Achtel der evangelischen Konfession angeh\u00f6rten. In unserem Jahrhundert ist dann die Stadt schnell gewachsen, nachdem sie den Steinpanzer gesprengt hatte, welcher sie wie alle schlesischen St\u00e4dte umgab. Da, wo sich jetzt die h\u00fcbsche Promenade um die Stadt zieht, lief ein Wallgraben und eine doppelte Mauer, von denen die \u00e4u\u00dfere durch f\u00fcnfzehn vorspringende, etwa in Bogenschu\u00dfweite voneinander entfernt liegende T\u00fcrme stark befestigt war. Der Graben ist jetzt zugesch\u00fcttet, die Mauer bis auf geringe Reste niedergelegt, aber von den alten Wehrt\u00fcrmen sind mehrere erhalten, so einer an&nbsp; der Poststra\u00dfe, ein anderer an der Teichpromenade, ein dritter bei der Pfefferm\u00fchle, ein vierter, jetzt zu einem Belvedere eingerichteter, an der Schlo\u00df-promenade und endlich ein verfallender nahe beim evangelischen Pfarrhause. In der langen Friedenszeit seit 1815 haben sich um die alte Stadt mit geraden, sehr sauberen Stra\u00dfen neue Stadtteile angelegt, man denke nur der zahlreichen Villen an der L\u00f6wenberger Stra\u00dfe. Die Zahl der Einwohner ist auf etwa 11000 gestiegen, und es hat sich unter diesen ein sehr reges gewerbliches und geselliges Leben entwickelt. Neben der T\u00f6pferei, welche nat\u00fcrlich die erste Stelle einnehmen mu\u00df, erw\u00e4hnen wir noch eine Glasfabrik und eine Eisengie\u00dferei.<\/p>\n\n\n\n<p>Es erscheinen hier nicht weniger als sieben Zeitungen, n\u00e4mlich zwei f\u00fcr das Lik\u00f6rgewerbe, von den Bunzlauern gew\u00f6hnlich Schnapszeitungen genannt, eine hygienische Zeitung, eine Holz-zeitung, eine Stra\u00dfenbauzeitung und zwei politische Bl\u00e4tter: der Courier und das Stadtblatt; sie gedeihen alle. Dabei gedenken wir auch einer l\u00e4ngst eingegangenen Zeitschrift, der \u201eBunzlauischen Monatsschrift zum Nutzen und Vergn\u00fcgen,\u201c von welcher seit 1774 mehrere Jahrg\u00e4nge im Verlage umd zum Besten des Waisenhauses herausgegeben wurden. Das Blatt ist eine wahre Fundgrube f\u00fcr den Forscher auf dem Gebiete der schlesischen Kulturgeschichte. Von dem regen geselligen Verkehr, aber auch von der gesellschaftlichen Zersplitterung legt die gro\u00dfe Zahl von vierzig Vereinen ein beredtes Zeugnis ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadtgemeinde Bunzlau ist wohlhabend; denn sie besitzt die Dominien Tillendorf, Burglehn, Aschitzau, Eckersdorf, Dobrau und Greulich mit einem Hammerwerk, auf welchem Raseneisenstein verarbeitet wird. Dieser reiche G\u00fcterbesitz spiegelt sich in dem netten Aussehen der Stadt, in dem Zustande der Stra\u00dfen und \u00f6ffentlichen Geb\u00e4ude wieder. Eine Wanderung durch die Stadt wird das best\u00e4tigen. Der beste Beweis daf\u00fcr, da\u00df die Stadtverwaltung auch \u00fcber das blo\u00dfe Bed\u00fcrfnis hinaus etwas f\u00fcr k\u00fcnstlerische Ausstattung gethan hat, ist das im gotischen Stile ausgef\u00fchrte Gymnasialgeb\u00e4ude mit einer sinnig dekorierten Aula, deren bunte Glasfenster die stattliche H\u00f6he von 22 Fu\u00df haben; das Geb\u00e4ude, welches 70000 Taler kostete, wurde am 3. August 1864 feierlich eingeweiht. Beweis daf\u00fcr ist ferner der pr\u00e4chtig restaurierte Ratskeller.<\/p>\n\n\n\n<p>Bunzlau besitzt hier ein Prachtst\u00fcck des sp\u00e4tgotischen oder Flamboyantstiles. Der Erbauer diese k\u00fchn geschwungenen Gew\u00f6lbes ist vermutlich kein anderer, als der schon genannte G\u00f6rlitzer Ratsbaumeister Wendel Ro\u00dfkopf. Der Saal wurde v\u00f6llig kunstgerecht restauriert und auf Dr. Wernickes Rat mit den Wappen derjenigen L\u00e4nder geschm\u00fcckt, mit welchen einst Bunzlau in politischer Beziehung gestanden hat. Das Ganze macht einen recht malerischen Eindruck.<\/p>\n\n\n\n<p>Da wir gerade von Bunzlauer Kunstwerken sprechen, m\u00fcssen wir eines pr\u00e4chtigen Renaissanceportales am Hause Ring Nr. 8 gedenken, wo wir im Bogen und im Friese sch\u00f6n gearbeitetes Laubwerk erblicken. Ein anderes bemerkenswertes Portal befindet sich am Hause Nr. 7.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Ringe steht als Erinnerungszeichen an den am 28. April 1813 hier verstorbenen russischen Feldmarschall Kutusow ein eiserner, etwa 12 Meter hoher Obelisk. Durch eine deutsche und russische Inschrift dr\u00fcckte K\u00f6nig Friedrich Wilhelm III seine innige Dankbarkeit gegen den russischen Feldherrn aus; doch m\u00f6chte es uns scheinen, als ob ihm dort allzu reichliches Lob gespendet worden sei; denn wenn er auch durch seine Proklamation von 25. M\u00e4rz 1813 ganz Europa gegen Napoleon unter die Waffen rief, so verz\u00f6gerte er doch den Beginn des Feldzuges in Deutschland in wahrhaft unheilvoller Weise; sein Tod mu\u00df daher geradezu als ein Gl\u00fcck f\u00fcr den weiteren Gang der Kriegsoperationen bezeichnet werden. Die katholische Kirche ist ein gro\u00dfer gotischer Bau aus dem letzten Viertel des 15. Jahrhunderts, welcher aber auch noch mancherlei Ver\u00e4nderungen erfuhr, nachdem das Geb\u00e4ude bei der Zerst\u00f6rung der Stadt durch den schwedischen General Torstenson am 23. September 1642 in Flammen aufgegangen war. Das \u00e4lteste, wahrscheinlich im Rundbogenstil ausgef\u00fchrte Gotteshaus war von den Hussiten vollst\u00e4ndig vernichtet worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir nun von der Kirche aus den Sch\u00fctzenweg verfolgen, so gelangen wir in der Vorstat an einen umfangreichen H\u00e4userkomplex, zu welchem die N\u00e4chstenliebe eines einfachen, aber glaubensstarken Mannes den Grund legte: es ist das Waisenhaus, eine Stiftung des B\u00fcrgers und Maurers Gottfried Zahn. 1705 in Tillendorf geboren, verwaiste er fr\u00fch und seine Erziehung wurde so vernachl\u00e4ssigt, \u201eda\u00df er noch als Geselle im 24. Jahre unter den Abc-Sch\u00fctzen des Thommendorfer Waisenhauses die Elemente des Wissens nachholen mu\u00dfte.\u201c Er erlernte , wie das in seiner Familie gewisserma\u00dfen erblich war, das Maurerhandwerk und lie\u00df sich in Bunzlau als Meister nieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Die schlimme Lage, in der er sich als Waise befunden, einerseits, und die Nachrichten von dem erfreulichen Gedeihen des Franckeschen Waisenhauses in Halle andererseits machten in ihm den Wunsch rege, m\u00f6glichst viel zur Erziehung der Waisen beizutragen und wom\u00f6glich eine \u00e4hnliche Anstalt wie Francke zu gr\u00fcnden. Schon seit 1744 hielt er zur Erziehung seiner Kinder einen Lehrer in seinem Hause und gestattete auch seinen Nachbarn, ihre Kinder unentgeltlich am Unterrichte teilnehmen zu lassen. als ihm dies aber 1753 untersagt wurde, erwirkte er 1754 eine K\u00f6nigliche Kabinettsordre, da\u00df er zwei Waisen und einen Lehrer auf eigene Kosten unterhalten und eine beliebige Anzahl Kinder am Unterrichte teilnehmen lassen d\u00fcrfe. Bald darauf konnte er, durch milde Gaben unterst\u00fctzt, ein Grundst\u00fcck ankaufen, auf welchem schon am 5. April 1755 der Grundstein zu einem Waisenhause gelegt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Geb\u00e4ude hatte Raum f\u00fcr 50 Z\u00f6glinge und einige Lehrer; allein schon 1764 mu\u00dften 5 Lehrer, 12 Freisch\u00fcler, 22 Waisenkinder und 84 Pension\u00e4re in der Anstalt untergebracht werden, so da\u00df der Raum zu knapp wurde. Es mu\u00dfte daher als ein besonders g\u00fcnstiger Umstand angesehen werden, da\u00df zwei Barone von Richthofen ein ansehnliches Kapital schenkten, von welchem ein neues, freistehendes Schul- und Pensionshaus erbaut werden konnte. Die Zahl der im Internat wohnenden Sch\u00fcler belief sich 1796 auf ungef\u00e4hr 60, von denen der dritte Teil Waisen waren; ihre Zahl konnte leider nicht bald vermehrt werden; denn da die Anstalt au\u00dfer einem Acker zu drei\u00dfig Scheffel Aussaat und einem Garten kein Verm\u00f6gen besa\u00df, so mu\u00dften alle Ausgaben lange Zeit von dem Gelde bestritten werden, welches die Pension\u00e4re zahlten.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine bedeutende Einnahme flo\u00df in die Anstaltskasse aus der Buchdruckerei, welche 1767 errichtet werden konnte, als der Baron von Grunfeld zwei Pressen zum Geschenk machte. Das Waisenhaus \u00fcbernahm nun den Druck und Verlag der schon erw\u00e4hnten Bunzlauer Monatsschrift. Im Jahre 1803 wurde das Waisenhaus zur K\u00f6niglichen Anstalt erhoben, 1815 in eine B\u00fcrgerschule, sp\u00e4ter in ein Progymnasium verwandelt, 1816 kam das Lehrerseminar hinzu. Das Verm\u00f6gen der Anstalt wuchs bis 1851 auf 24471 Thaler; im Jahre 1882 erfuhr es eine sehr betr\u00e4chtliche Vermehrung, als der Kreisgerichtsdirektor Hilse in Liegnitz 90000 Mark und bald darauf seine Frau noch 60000 Mark f\u00fcr Fundatisten vermachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sch\u00fclerzahl betrug Ostern 1884: im Progymnasium 123 Z\u00f6glinge, darunter 38 Waisenknaben, in der Mittelschule 107 Z\u00f6glinge, darunter 33 Waisenknaben.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem R\u00fcckwege werden wir auf den ber\u00fchmten, ganz nahe am Weg liegenden Queckbrunnen aufmerksam gemacht. Wir lenken den Schritt dorthin und stehen bald an einem kleinen viereckigen Teiche mit einem Wasser so klar und durchsichtig, da\u00df man die Steinchen auf dem Grunde z\u00e4hlen k\u00f6nnte. Ein lebendiger Quell erquickenden Wasers, wie schon der Name andeutet (vergl. erquicken, quick im Englischen&nbsp; = lebendig), str\u00f6mt hier in reicher F\u00fclle aus der Erde&nbsp; und versorgt die Stadt, mit Ausnahme der Obervorstadt, mit k\u00f6stlichem Trinkwasser. Kein Wunder also, da\u00df die Stadt immer sorgf\u00e4ltig \u00fcber ihn wachte und da\u00df es 1837 zu unangenehmen Auftritten mit der B\u00fcrgerschaft kam, als beim Grundgraben zum neuen Speisehause des Waisenhauses der Brunnen pl\u00f6tzlich versiegte. Der Oberpr\u00e4sident von Merckel mu\u00dfte deswegen pers\u00f6nlich vermitteln; allein die Aufregung legte sich, als sich nach dem Aufbau der Grundmauern das Wasser wieder einstellte. Den Quell mit dem unvergleichlichen Wasser haben nun auch Dichter in deutschem, lateinischen, selbst griechischen Versen besungen, und kein geringerer als der ber\u00fchmte Martin Opitz von Boberfeld hat ein Loblied auf den Queckbrunnen verfa\u00dft, worin er ihn \u201eunersch\u00f6pfte Lust, Wohnhaus aller Freuden, Bad der Najaden und k\u00f6stliche Font\u00e4ne\u201c nennt. Wenn wir nun auch weder Lust und Freude dort entdeckt haben, k\u00f6nnen wir doch in das Lob einstimmen, welches der \u201ek\u00f6stlichsten Font\u00e4ne\u201c&nbsp; stets gespendet wurde. Um 1545 wollte ein schlauer (!) L\u00f6wenberger Arzt, Namens Sebastian Kerntschner, Quecksilber aus dem Brunnen gewinnen, weil er glaubt, da\u00df er nach dem Quecksilber benannt sei.<\/p>\n\n\n\n<p>So sind wir auf Martin Opitz gekommen, den \u201eVater und Wiederhersteller der Poesie\u201c, den ber\u00fchmtesten Mann, welcher in Bunzlau das Licht der Welt erblickt hat. Wir wollen n anderer Stelle auf den sehr wechselvollen Lebensgang des Dichters und auf seine Bedeutung f\u00fcr die Entwicklung der Poesie n\u00e4her eingehen. Hier soll nur auf die Streitfrage \u00fcber das Geburtshaus des Dichters aufmerksam gemacht werden. Das erste Haus der Zollstra\u00dfe wurde uns durch eine Votivtafel als das Geburtshaus des Dichters bezeichnet, allein Dr. Wernicke&nbsp; weist nach, da\u00df dieses Haus in der Zeit, als der Dichter geboren wurde (1597), gar nicht im Besitze seiner Familie war; dagegen besa\u00df sie das Haus Nr. 14 in derselben Stra\u00dfe, und dort hat jedenfalls des Dichters Wiege gestanden. Martin Opitz lebte in seinen sp\u00e4teren Jahren nur vor\u00fcbergehend in seiner Vaterstadt, bewahrte ihr aber stets ein dankbares Andenken und pries wiederholt in Gedichten ihre Vorz\u00fcge; er starb 1639 zu Danzig an der Pest.<\/p>\n\n\n\n<p>Und die Stadt ehrte wieder ihren ber\u00fchmten Sohn, indem sie ihm an einer der sch\u00f6nsten Stellen der Promenade in der N\u00e4he des Gymnasiums ein Denkmal hinsetzte: die vom Bildhauer Michaelis gefertigte B\u00fcste des Dichters auf einem Sockel aus schlesischem Granit.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen ferner nicht unterlassen, auf einen anderen aus Bunzlau geb\u00fcrtigen Dichter, Namens Andreas Scultetus , d. i. Scholz, hinzuweisen; hielt ihn doch kein geringerer als Lessing einer besonderen Beachtung wert. Als dieser auf der Universit\u00e4tsbibliothek zu Wittenberg ein von Scultetus 1642 in Breslau herausgegebenes Gedicht fand, betitelt: \u201eDer wahre Ton des Opitz, wo er am meisten Opitz ist! Die Gedanken richtig, edel und neu; der Ausdruck leicht und doch stark; gew\u00e4hlt und doch nat\u00fcrlich.\u201c An einer anderen Stelle sagt er: \u201eFlemming und Tscherning (auch ein Bunzlauer), und wie sie alle hei\u00dfen, die dem Opitz damals nacheiferten, kommen ihm bei weiten darin nicht gleich.\u201c \u00dcber den Lebensgang des Dichters wissen wir wenig. Von 1639 bis 1644 war er Sch\u00fcler der ersten Klasse des Elisabeth-gymnasiums zu Breslau und als solcher schrieb er die von Lessing herausgegebenen Gedichte. Im Jahre 1644 trat er zur katholischen Kirche \u00fcber, wurde Jesuit und forderte einen seiner Lehrer, den Licentiaten Schleel, zu einer theologische Disputation heraus. Dieses piet\u00e4tlose Vorgehen hatte f\u00fcr ihn die unangenehme Folge, da\u00df er noch in demselben Jahre durch kaiserlichen Erla\u00df aus Breslau ausgewiesen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer auch nur kurze Zeit in Bunzlau weilt, macht wohl auch einen Abstecher nach der, kaum eine halbe Meile \u00f6stlich gelegenen Herrenhutergemeinde Gnadenberg. Der Weg ist schon an sich interessant; er f\u00fchrt \u00fcber anmutiges teilweise bebuschtes H\u00fcgelland, die letzten Ausl\u00e4ufer des Gebirges; er leitet uns an den m\u00e4chtigen vom Walde umrahmten Geb\u00e4uden der Provinzial-Irrenanstalt vor\u00fcber und zuletzt \u00fcber fruchtbares Ackerland. Wir betreten den kleinen, kaum 500 Einwohner z\u00e4hlenden Ort, dessen H\u00e4user stadt\u00e4hnlich zusammengebaut sind; auch ein \u201eRing\u201c fehlt nicht. Unheimliche Stille herrscht an der Gasse, fast \u00fcbertriebene Sauberkeit und Ordnung sagen uns, da\u00df hier der Verkehr sehr gering sein mag. Und so ist es auch, und so w\u00fcnschen es diese frommen Leute.&nbsp; Der stille, freundliche Ort ist jetzt ein beliebtes Ziel der Bunzlauer Spazierg\u00e4nger. Die schnell aufbl\u00fchende Stadt blickt jetzt neidlos auf die Existenz des kleinen Ortes, und der Bunzlauer Handwerksmeister g\u00f6nnt auch seinem Gnadenberger Kollegen das Leben, ja er wandert wohl hinaus, um seiner Eheh\u00e4lfte einen der vielger\u00fchmten Schinken zu holen. Dem war nicht immer so, sondern die Bunzlauer haben der kleinen Gemeinde das Leben recht sauer gemacht. Gr\u00fcnder von Gnadenberg ist der Besitzer der G\u00fcter Gro\u00df-Krauschen und Looswitz, Rittmeister Hans Friedrich von Falkenhayn, ein Freund des Grafen von Zinzendorf, welcher 1743 aus dem Gute Gro\u00df-Krausche ein Grundst\u00fcck zur Errichtung der Gemeinde hergab.<\/p>\n\n\n\n<p>Als sich nun in dem Orte auch Handwerker niederlie\u00dfen, beschwerten sich die Handwerksmeister zu Bunzlau, welche noch das Recht der Bannmeile besa\u00dfen, wegen Sch\u00e4digung ihres Gewerbes bei der Glogauer Kammer, und diese erlie\u00df 1771 ein Regulativ, welches gestattete, da\u00df von den sechzehn Gewerben je ein Vertreter und als siebzehnter ein Chirurgus sich in Gnadenberg niederlassen d\u00fcrfe, jedoch unter der ausdr\u00fccklichen Bedingung, da\u00df diese Handwerker nur f\u00fcr die Gemeinde Gnadenberg und die D\u00f6rfer Gro\u00df-Krausche und Looswitz arbeiten und sich aller Arbeiten oder Lieferungen in die Stadt, Vorstadt und eine Meile im Umkreise von Bunzlau enthalten sollen; nur vom Uhrmacher hie\u00df es: \u201eDer Uhrmacher kann als ein K\u00fcnstler arbeiten, f\u00fcr wen und wohin er will;\u201c dasselbe war dem Goldschmiede gestattet. Zuwiderhandlungen wurden mit Verlust der Ware und mit bedeutenden Geldsummen bestraft, und die Bunzlauer Handwerker lauerten den Gnadenbergern um so mehr auf, als die Strafe \u201ehalb dem Denunzianten oder Revisoren und halb der Lade des Gewerkes zuflie\u00dfen\u201c sollte. Erst 1810, als die Zwangs- und Bannrechte in der ganzen Monarchie aufgehoben wurden, h\u00f6rten die Beschr\u00e4nkungen auch f\u00fcr Gnadenberg auf.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"4024\" height=\"1673\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/16_01.04-Plan-1882-1-4024x1673.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1480\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/16_01.04-Plan-1882-1-4024x1673.jpg 4024w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/16_01.04-Plan-1882-1-1300x541.jpg 1300w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/16_01.04-Plan-1882-1-768x319.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/16_01.04-Plan-1882-1-1536x639.jpg 1536w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/16_01.04-Plan-1882-1-2048x852.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 4024px) 100vw, 4024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Text aus: Schlesien. Eine Schilderung des Schlesierlandes von Dr. Franz Schroller. Erschienen im Jahre 1885.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Text aus: Schlesien. Eine Schilderung des Schlesierlandes von Dr. Franz Schroller. Erschienen im Jahre 1885. Der Bober durchstr\u00f6mt auf der Strecke bis Bunzlau ein sanftes, wellenf\u00f6rmiges H\u00fcgelland, welches gr\u00f6\u00dftenteils aus Quadersandstein besteht. Angeschwemmter Boden bedeckt das feste Gestein; es tritt aber an mehreren Stellen zu Tage, wie bei Warthau, im [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-1476","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-texte-vor-1945"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1476","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1476"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1476\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1481,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1476\/revisions\/1481"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1476"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1476"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1476"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}