{"id":1181,"date":"2024-05-02T19:06:16","date_gmt":"2024-05-02T17:06:16","guid":{"rendered":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/?p=1181"},"modified":"2024-05-10T22:37:56","modified_gmt":"2024-05-10T20:37:56","slug":"eindruecke-und-gedanken-anlaesslich-der-eroeffnung-des-neuen-keramikmuseums-in-bunzlau-muzeum-ceramiki-w-boleslawcu-am-3-april-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/index.php\/2024\/05\/02\/eindruecke-und-gedanken-anlaesslich-der-eroeffnung-des-neuen-keramikmuseums-in-bunzlau-muzeum-ceramiki-w-boleslawcu-am-3-april-2024\/","title":{"rendered":"Eindr\u00fccke und Gedanken anl\u00e4sslich der Er\u00f6ffnung des Neuen Keramikmuseums in Bunzlau \/ Muzeum Ceramiki w Boles\u0142awcu am 3. April 2024"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">von Rudolf Lehnhoff (Aabenraa \/ D\u00e4nemark)<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-vertical is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-ce155fab wp-block-group-is-layout-flex\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1324\" src=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Muzeum-Ceramiki-Invitation-03.04.2024-002-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1187\" srcset=\"https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Muzeum-Ceramiki-Invitation-03.04.2024-002-scaled.jpg 2560w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Muzeum-Ceramiki-Invitation-03.04.2024-002-1300x673.jpg 1300w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Muzeum-Ceramiki-Invitation-03.04.2024-002-768x397.jpg 768w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Muzeum-Ceramiki-Invitation-03.04.2024-002-1536x795.jpg 1536w, https:\/\/bunzlau.siegburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Muzeum-Ceramiki-Invitation-03.04.2024-002-2048x1060.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Offizielle Einladung zur feierlichen Er\u00f6ffnung des neuen Keramikmuseums<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:22px\">Herr Lehnhoff <a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a> hat den pers\u00f6nlich gehaltenen Bericht nach seinem zweiten Besuch im Museum am 6. April verfasst, wo er vom Keramik-Historiker und Mitarbeiter des Museums Tadeusz Orawiec freundlich empfangen wurde.<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Ferdinand Ida\u015biak, der einzige Repr\u00e4sentant der Bundesheimatgruppe Bunzlau, und meine Wenigkeit als \u201ePrivatier und Chronikschreiber\u201c waren am 03.04. bei der feierlichen Er\u00f6ffnung des neuen Muzeum Ceramiki im alten P\u00fcckler- Herrenhaus anwesend. Wir geh\u00f6rten sicher nicht zur \u201eersten Garnitur\u201c der G\u00e4ste. Von der Er\u00f6ffnung hatte ich eher zuf\u00e4llig in einer Mail von der Historikerin und Mitarbeiterin des Museums Anna Puk am 30.01.2024 erfahren, als ich sie zum Zugang zu den \u201ewiederentdeckten Bunzlauer evangelischen Kirchenb\u00fcchern\u201c, nunmehr im Archiwum Pa\u0144stwowe we Wroc\u0142awiu Oddzia\u0142 w Boles\u0142awcu (Staatsarchiv Breslau Zweigstelle Bunzlau), befragt und meinen Besuch in Boles\u0142awiec\/Bunzlau angek\u00fcndigt hatte. Sie schrieb mir: <em>\u201eWenn Sie noch Zeit haben, &#8212; k\u00f6nnten Sie vielleicht zur Er\u00f6ffnung des Museums nach Bunzlau kommen? Wir planen, in der Ausstellung die Geschichte der Familie Scholz zu pr\u00e4sentieren&#8230;\u201c<\/em> Und dann kam am 08.03.2024 tats\u00e4chlich eine offizielle E-Mail von der Sekret\u00e4rin des B\u00fcrgermeisters Piotr Roman. Die begann mit: \u201e<em>Dear Sir\/Madam! The Mayor of Boles\u0142awiec Mr Piotr Roman has the honour to invite you to the grand opening of the new premises of the Ceramics Museum at 28\/29 Zgorzelecka St. in Boles\u0142awiec on Wednesday, April 3, 2024, at 7 p.m<\/em>.\u201c Auf Deutsch: \u201eB\u00fcrgermeister Roman gibt sich die Ehre, Sie zu den Er\u00f6ffnungsfeierlichkeiten im neuen Sitz des Keramikmuseums G\u00f6rlitzer-Stra\u00dfe 28 \/ 29 am 3. April 19 Uhr einzuladen\u201c. Das Schreiben enthielt noch den Zusatz: \u201e<em>After the official part, we invite you to a ceremonial banquet, which will start at 09:30 p.m. at the Boles\u0142awiec Cultural Center &#8211; International Center of Ceramics at pl. Pi\u0142sudskiego 1c (hall, 1st floor). We would be delighted to share this special moment with you.\u201d<\/em> Auf Deutsch: \u201eNach dem offiziellen Teil laden wir Sie zu einem festlichen Abendessen ab 21.30 Uhr ins Bunzlauer Kulturzentrum Pilsudski-Platz 1c ein. Wir w\u00fcrden uns gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, auch dieses besondere Ereignis mit Ihnen zu teilen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen hatte ich am 26.02. mit Dietmar Plate korrespondiert, dem zu seiner und meiner \u00dcberraschung &#8211; wie offenbar der Heimatgruppe \u2013 offiziell nichts von der geplanten Museumser\u00f6ffnung mitgeteilt worden war. Sie alle m\u00fcssten dann wohl auch erst um den 08. M\u00e4rz eine \u201eSammeleinladung\u201c erhalten haben und reagierten zu meinem vollen Verst\u00e4ndnis recht befremdet [Anm. d. Redaktion: Der Heimatgruppe wurde \u00fcberhaupt keine Einladung zugestellt, obwohl die Vorstandsmitglieder auf einem Dokument aus dem Jahr 2019 aufgrund der wertvollen Leihgaben an das Keramikmuseum hochoffiziell zu \u201eFreunden des Neuen Museums\u201c erkl\u00e4rt worden waren. In einem anderen Schreiben teilte Herr Lehnhoff uns mit, die Bundesheimatgruppe habe lt. polnischer Auskunft eine Einladung zur Er\u00f6ffnung der in Zusammenhang mit dem Neuen Museum eingerichteten \u201eT\u00f6pferei\u201c im fr\u00fcheren Kutosow-Museum 2023 erhalten und diese auch wahrgenommen. &#8211; Bunzlaus Partnerstadt Siegburg erreichte die Einladung zur Museumser\u00f6ffnung so sp\u00e4t, dass sie ihr nicht folgen konnte.]<\/p>\n\n\n\n<p>Berichte, Bilder und Videos von den aufwendigen Er\u00f6ffnungsfeierlichkeiten vor mehreren hundert Menschen mit Laser-Show und Europa-Hymne kann sich nun jeder selber im Internet ansehen. Vor 19 Uhr gab es bereits eine Feier im Museum mit Schl\u00fcssel\u00fcbergabe im kleinen Kreis von \u201eSponsoren\u201c und Prominenten. Das Land Norwegen hatte 80 % der Umbau- und Renovierungskosten in H\u00f6he von 53 Mio. Z\u0142 getragen, umgerechnet sind das 12.310.122 \u20ac. Die Stadt Bunzlau zahlte vertragsgem\u00e4\u00df den Rest. Warum die Beteiligung der norwegischen Stadt <strong>Porsgrund <\/strong>am Skagerak, direkt gegen\u00fcber von Thy in D\u00e4nemark? Es haben offenbar fr\u00fchzeitig Ausbildungsbeziehungen zwischen der 1885 vom norwegischen Reeder Johan Jeremiassen (1843 \u2013 1889) gegr\u00fcndeten Porzellanfabrik in Porsgrund (Porsgrund Posel\u00e6ns-fabrik) und der 1897 in Bunzlau gegr\u00fcndeten K\u00f6niglichen Keramischen Fachschule bestanden. Von Seiten der gleichfalls eingeladenen Repr\u00e4sentanten der italienischen Stadt <strong>Faenza<\/strong> hatte man wohl die Idee der \u201eEurop\u00e4ischen Keramikstra\u00dfe\u201c, ein \u201eKulturweg\u201c, den der Europarat 2012 zertifiziert hat. Laut Wikipedia koordiniert das franz\u00f6sische <strong>Limoges<\/strong> dieses \u201eNetzwerk der europ\u00e4ischen Keramik\u201c. Wie auch immer, das bedeutet: Die Einladungen nach Porsgrund und nach Faenza sind sicher nicht erst im M\u00e4rz erfolgt. F\u00fcr mich ein wenig \u00fcberraschend, dass Ferdinand Ida\u015biak, Repr\u00e4sentant und Vorsitzender der Heimatgruppe, der sich \u00fcbrigens meiner als Chauffeur, \u00dcbersetzer und Fremdenf\u00fchrer au\u00dferordentlich freundlich angenommen hatte, von der ihm gut bekannten Frau Bober-Tubaj wie ein unbekannter \u201eNo-name\u201c behandelt wurde und \u00fcberdies keine Einladung zum \u201eFestbankett\u201c f\u00fcr die ausl\u00e4ndischen G\u00e4ste erhalten hatte. Er ging trotzdem hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Soviel zum Hintergrund und nun zum aktuellen Geschehen: Das Neue Museum im P\u00fcckler-Bau ist au\u00dferordentlich <em>sehenswert<\/em>, eine gut gelungene Ausstellung von Steingut, Porzellan und Skulpturen einschlie\u00dflich von Geschirr und Kunstobjekten aus Porsgrunn und Faenza und Multimedia-Pr\u00e4sentationen, u.a. \u00fcber Bunzlaus Geschichte. Offenbar war man zuletzt im Dauerstress, da die Bauzeit bis zur Er\u00f6ffnung und Freigabe der Gelder auf zwei Jahre terminiert war und die Er\u00f6ffnung buchst\u00e4blich im letzten Augenblick erfolgt sei. Hei\u00dft aber auch: Das Zusammentreffen der Museumer\u00f6ffnungsfeier mit den polnischen Kommunalwahlen am 7. April, eine gelungene Wahlwerbung f\u00fcr den jetzigen &#8211; und mittlerweile wiedergew\u00e4hlten \u2013 B\u00fcrgermeister Roman, sei eher zuf\u00e4llig gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Geld f\u00fcr die Sprach\u00fcbersetzungen habe nicht ausgereicht. Das hei\u00dft, z.Zt. gibt es nichts auf Deutsch (soll noch kommen), etliches auf Englisch und Norwegisch. An den Bildschirmen ist der Zugang zu den \u00dcbersetzungen schwer zu entdecken. Man muss das Icon pl (f\u00fcr Polnisch) ber\u00fchren, dann erst \u00f6ffnen sich Icons f\u00fcr die beiden anderen Sprachen. Gelegentlich sind Pr\u00e4sentationen wie die \u00fcber die Geschichte der Keramikschule mit englischen Untertiteln versehen. Die Ausstellungsbereiche zur polnischen Nachkriegsgeschichte, den Zuwanderern aus anderen Teilen Polens, den R\u00fcckkehrern aus Sibirien, aus Jugoslawien, aus Frankreich und Deutschland ins kriegszerst\u00f6rte Bunzlau gibt es z. Zt. nur in polnischer Sprache.<\/p>\n\n\n\n<p>Texte zu wichtigen Bunzlauer Pers\u00f6nlichkeiten wie den Verlegern Fernbach, den Steinbruchbesitzern Zeidler und Wimmel und den Scholz-Fotografen gibt es bislang auch nur auf Polnisch. Eigentlich h\u00e4tte ich erwartet, dass man mir den Text zu den \u201eSch\u00f6lzern\u201c vorher zur Autorisation vorgelegt h\u00e4tte, im Sinne &#8211; wie es so sch\u00f6n hei\u00dft &#8211; \u201eguter journalistischer Praxis\u201c. Drei Fotos, die ich mit der fr\u00fcheren Generalerlaubnis von Eckhart Scholz, Baldham, auf Anfrage von Anna Puk zur Verwendung frei gegeben hatte, sind aber korrekt beschriftet. &#8211; \u00dcbrigens: Der wieder entdeckte Gedenkstein in der \u201eZeche\u201c f\u00fcr Eduard Scholz ist inzwischen stabil auf einem Zementbett befestigt. &#8211; Kennzeichnungen von Anteilen aus Dietmar Plates Archiv und Wissensfundus konnte ich nicht entdecken, vielleicht sind sie irgendwo in den polnischen Texten versteckt. Leihgaben und Geschenke der Bundesheimatgruppe und von Haus Schlesien, z.B. Heimatkalender, sind korrekt in deutscher Sprache ausgewiesen. <\/p>\n\n\n\n<p>Es gr\u00fc\u00dft aus D\u00e4nemark Rudolf Lehnhoff.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Text wurde vom Autor nachtr\u00e4glich geringf\u00fcgig bearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p style=\"font-size:12px\"><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Anmerkung der Redaktion: Der seit 25 Jahren in D\u00e4nemark lebende deutsche Chirurg Rudolf Lehnhoff ist einer der Ururenkel von Eduard Scholz, dem ersten Daguerreotypisten und Fotografen Niederschlesiens, ein Nachkomme von dessen Bunzlauer Fotografens\u00f6hnen und \u2013 enkeln. Er hat zur Erforschung der Geschichte der Bunzlauer und G\u00f6rlitzer Fotografenfamilie viel beigetragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Rudolf Lehnhoff (Aabenraa \/ D\u00e4nemark) Offizielle Einladung zur feierlichen Er\u00f6ffnung des neuen Keramikmuseums Herr Lehnhoff [1] hat den pers\u00f6nlich gehaltenen Bericht nach seinem zweiten Besuch im Museum am 6. April verfasst, wo er vom Keramik-Historiker und Mitarbeiter des Museums Tadeusz Orawiec freundlich empfangen wurde. 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