„Die Bunzeltippel sind wieder da!“ Die Bundesheimatgruppe Bunzlau zu Siegburg erarbeitete einen Text- und Bildband für Heimatfreunde und Keramikliebhaber
Das von der Bundesheimatgruppe Bunzlau anlässlich der Ausstellung Bunzlauer Keramik nach 1945 in Deutschland und Polen herausgegebene Begleitbuch bietet Freunden der Bunzeltippel und allen, die Bunzlau lieben, etwas ganz Besonderes. Auf über 200 Seiten vermittelt es in vielen Textbeiträgen (z.T. auch auf Polnisch) und mit zahlreichen farbigen Abbildungen einen Überblick über die deutsche und die polnische Bunzlauer Keramik seit dem Kriegsende. Es ergänzt damit die Standardwerke von Kristine Späth; Heidi Müller, Ekkehard und Inge Lippert; Konrad Spindler; Katarzyna Żak und Anna Bober-Tubaj u.a.m.

Aus dem Inhalt
- Elisabeth H. Zahn: Bunzlauer Töpferei nach 1945
- Alexandra Offermann: Dekore und Dekorwandel in der Bunzlauer Nachkriegskeramik
- Peter Börner „Was ist Original Bunzlauer Keramik?“
- Peter Börner: Vermutungen und Erkenntnisse zur Entwicklung der polnischen Bunzlauer Keramik
- Teresa Wolanin / Anna Bober: Die Ausstellung zeitgenössischer polnischer Bunzlauer Keramik im Bunzlauer Keramikmuseum
Zahlreiche Einzelbeiträge erweitern die Übersichtsdarstellungen
- u.a. zu den Keramik-Pionieren der Nachkriegszeit Hans Wesenberg und Kurt Börner
- zu heute noch existierenden Töpfereien aus Bunzlau und Naumburg: Gleisberg, Greulich-List, Seiler, Vogt und der schlesischen Keramikerfamilie Peltner im Westerwald
Besondere Aufmerksamkeit
erhielt die Beziehung zu Siegburg, wo zu Beginn der Bunzlau Patenschaft sogar eine Ansiedlung der Bunzlauer Keramiker in Erwägung gezogen worden war
Weitere Kapitel befassen sich
- mit den Bunzlau verbundenen Töpferbetrieben der sächsischen Oberlausitz
- mit der neuen polnischen Bunzlauer Keramik –auch wie es nach 1945 dazu gekommen ist...
- Das ausführliche Literaturverzeichnis von Elisabeth H. Zahn sowie ein Marken-Verzeichnis zur Herkunftsbestimmung Bunzlauer Keramik nach 1945 bilden eine nützliche Abrundung.
Titel: Bunzlauer Keramik nach 1945 in Deutschland und Polen. Begleitbuch zu einer Ausstellung in der Bunzlauer Heimatstube in Siegburg – Die Verfasser sind Elisabeth H. Zahn und Peter Börner.
Erscheinungsort u. – Jahr: Siegburg 2009. - Eigenverlag der Bundesheimatgruppe. Unterstützer waren die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit, der Rhein-Sieg-Kreis und die Stadt Siegburg
Das Buch im Format DIN A4 hat Thermobindung und umfasst 216 Seiten. Es kann zum Selbstkostenpreis von nur 16.- € inklusive Verpackung und Versand bezogen werden bei der Bundesheimatgruppe Bunzlau zu Siegburg: 53719 Siegburg / Rathaus. – Tel. dienstags 02241-50371 02241-50371 02241-50371 Fax 02241-25 25 975
Erste Beurteilungen
Peter Rose, Oberstudienrat (St. Augustin)
Mit Ihrem Ausstellungsbegleitbuch ist Ihnen die diplomatische Meisterleistung gelungen, die völlig unterschiedlichen, konträren Darstellungen zur Bunzlauer Keramik so zu präsentieren, dass niemand ausgegrenzt wird, alle auf diesem Fundament aufbauen können. [...] Dieses Buch ist viel mehr als ein Katalog: ein komplexes Kompendium, nicht nur vorzüglich detailreich und informativ, sondern vor allem deshalb so begeisternd, weil es trotz des wissenschaftlichen Anspruchs bunt, anschaulich und unterhaltsam ist.
Inge Lippert, Keramik-Fachautorin (München)
Ich bedanke mich vielmals für das informative und spannende Buch zu Ihrer letzten Ausstellung. Die Vertiefung des Themas, insbesondere S. 139ff, ist ein wichtiger Fortschritt in der Dokumentation der Geschichte der Bunzlauer Keramik.
Friedrich Moll, Töpfermeister (Leutershausen)
Zu Ihrem Buch: Ich bin begeistert!!! Das ist das absolut Beste, was es auf diesem Gebiet zu lesen gibt. Sie haben es tatsächlich geschafft, den ganzen großen Rahmen der Entwicklung sowohl in der schlesischen Geschichte als auch in der Nachkriegszeit inklusive der polnischen Keramik mit einzubeziehen. Und das in einer versöhnlichen Art, die allen Beteiligten gerecht zu werden versucht.
Aus dem Nachwort
Es war ein weiter, oft mühsamer, aber immer anregender Weg, der die Verfasser von ihrem ursprünglichen Plan, den Ausstellungsbesuchern auch etwas Schriftliches an die Hand zu geben, zu diesem über 200seitigen „Begleitbuch“ geführt hat. Wie die einleitende Widmung sagt, möchte das Ausstellungsbegleitbuch nicht zuletzt die dankbare Erinnerung an all jene wachhalten, die sich in der sehr schwierigen Nachkriegszeit um den Wiederaufbau der Bunzlauer Keramik verdient gemacht haben. Wir würden uns sehr freuen, wenn das „Begleitbuch“ dazu anregt, das spannende Thema Bunzlauer Keramik nach 1945 in Deutschland und Polen weiter zu verfolgen und systematisch und gründlich zu erforschen.